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- 05. November 2009 2 Min.
In Schottland protestieren Katholiken und Evangelikale gegen ein Theaterstück, in dem Jesus eine Geschlechtsanpassung vornehmen will. Transsexuelle bezeichneten die Christen generell als "Perverse".
Das Stück "Jesus, Queen of Heaven" findet im Rahmen des schwul-lesbisch-transsexuellen Glasgay-Kulturfestivals in Glasgow statt. Zum Premierenabend am Montag haben rund 300 Christen vor dem Theater eine Demonstration abgehalten. Sie hielten dabei Transparente mit der Aufschrift: "Jesus, König der Könige, nicht Königin des Himmels" und "Gott: Mein Sohn ist kein Perverser".
Die transsexuelle Autorin Jo Clifford, die auch die Hauptrolle im Stück übernimmt, zeigte sich schockiert über die Proteste; insbesondere darüber, dass die christlichen Demonstranten Transsexuelle offenbar grundsätzlich als pervers betrachten: "Das hat mich sehr traurig gemacht, weil dahinter nichts als Vorurteile stecken", so Clifford gegenüber der Londoner Tageszeitung "Times". "Die dachten wohl, da passieren ganz furchtbare Dinge auf der Bühne".
Im Stück wird darüber spekuliert, wie Jesus als transsexuelle Frau auf der Erde erscheinen würde. "Ich habe das Stück einigen Priestern gezeigt und sie haben gesagt, es ist durchaus mit der Bibel in Einklang zu bringen", so Clifford weiter. Der Jesus des Stückes sei eine Frau, die keine Vorurteile gegen Miderheiten hege – anders als etwa die etablierten Kirchen. Clifford selbst hatte 2002 im Alter von 50 Jahren ihr Coming-out als Transsexuelle. Die neu gewonnen Erfahrungen wolle sie in Theaterstücken ausdrücken, erklärte Clifford.
Das evangelikale Christian Institute bleibt jedoch bei seiner strikten Ablehnung des Stückes und kritisiert, dass die Stadt Glasgow das Festivals finanziell unterstützt hat. "Das beweist wieder einmal, dass Steuergelder dazu benutzt werden, christliche Werte anzugreifen", erklärt die Lobby-Gruppe. Die katholische Kirche bezeichnete das Stück in einer Pressemitteilung als "Provokation". (dk)
Links zum Thema:
» Jesus, Queen of Heaven















Wenn wir als Schwule in die Gesellschaft integriert werden wollen, müssen wir auch auf die Gefühle anderer Gruppen Rücksicht nehmen. Die Zeiten, dass wir Narrenfreiheit hatten, sollten vorbei sein!
Das ist dann die andere Seite der Emanzipation.
Es ist doch immer wieder dasselbe: Da versucht ein mittelmäßiger "Künstler" durch solche Themen (vorzugsweise Jesus schwul, Jesus als Frau, Jesus als Transvestit usw) einen "Skandal" in die Welt zu setzen und freut sich über die Proteste, weil er dadurch in aller Munde ist.
Dadurch verkaufen sich die Bilder oder Theaterstücke wesentlich besser.
Die Christen, die dagegen protestieren, haben zwar Recht, aber sie haben nicht verstanden, dass man diesen "Künstler" besser totschweigen sollte. Das hätte mehr Erfolg.