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Einzelkommentar zu:
"Schwuchtel" kein Schimpfwort für Schwule mehr


#2 MaschbauerAnonym
  • 06.11.2009, 15:14h
  • Das Phänomen gibt es doch in Deutschland genauso. Ich hatte einen Kommilitonen in Maschinenbau, der hat innerhalb von 10 Minuten die Wörter "schwul", "Schwuchtel" und "gay" gebraucht. Als ich ihn darauf angesprochen habe, ob er auch gerne mal das Wort "Nigger" oder "Judd" gebrauchen wolle, schaute er ganz unschuldig und entgegnete schnippisch, "schwul" würde heutzutage jeder so gebrauchen!

    Daraufhin habe ich ihn daran erinnert, dass er sich jetzt - nach seiner Schulzeit - auf einer Uni befindet und es dort riesige Ansammlungen an Büchern gibt, Bibliotheken genannt, wo er sich in Ruhe erkundigen kann, was Diskriminierung bedeutet! Ganz nach dem Motto "Diskrimi... was?".

    Solange Schwule in Film und Fernsehen immer noch als effeminierte Männer oder Antihelden vorkommen und es geradezu en vogue ist, alles schlechte mit "schwul" zu deklarieren, wird sich innerhalb der jüngeren Generation an der Sprache und der Vorstellung von Schwulen nichts ändern.

    Und gerade das tut weh: seine eigene Selbstbezeichnung und Identität ständig im negativen Kontext eingebunden zu sehen.

    Zu mehr als Toleranz scheint diese Gesellschaft nicht fähig oder willens zu sein; im Hinblick der Etymologie des Wortes "Toleranz" (lat. "tolerare") erträgt und erduldet sie uns, ganz nach ihrem Gutdünken und Wohlwollen.
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