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https://queer.de/?11327
  • 06. November 2009 12 2 Min.

Die Bürger des US-Bundesstaates Washington haben mit knapper Mehrheit für die Beibehaltung von Eingetragenen Partnerschaften gestimmt.

Demnach stimmten nach Auszählung von drei Viertel aller Stimmen 52,5 Prozent für Referendum 71, 47,5 Prozent lehnten es ab. Die meisten noch ausstehenden Stimmen kommen aus King County, in dem sich auch die Metropole Seattle befindet. Hier war die Zustimmung zur Anerkennung von Homo-Partnerschaften mit 70 Prozent am höchsten. Amerikanische Medien gehen daher davon aus, dass der Vorsprung für die "Ja"-Seite uneinholbar ist.

"Wähler im ganzen Staat haben sich die persönlichen Geschichten von lesbischen und schwulen Familien angehört. Sie haben sich dann entschieden, dass alle Familien gleich behandelt werden sollen", erklärte Anne Levinson von der Gruppe "Washington Families Standing Together". Homo-Gegner haben ihre Niederlage noch nicht eingestanden; sie erklärten am Donnerstagabend, dass es theoretisch noch möglich wäre, eine Mehrheit zu erlangen.

Washington hat "Domestic Partnerships" im Jahr 2007 eingeführt und die Rechte nach und nach ausgeweitet. Heute haben eingetragene Homo-Paare in dem Westküstenstaat die gleichen Rechte und Pflichten wie verheiratete Heteros; nur den Namen "Ehe" dürfen sie nicht benutzen.

Youtube | Fernsehwerbespot für die Beibehaltung der Eingetragenen Partnerschaften

Das Referendum war von Homo-Gegnern auf den Wahlzettel gesetzt worden: Sie sammelten die nötigen 120.000 Unterschriften, um einen Volksentscheid in dem 6,5 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaat zu erzwingen.

Vor wenigen Tagen mussten Homo-Aktivisten in Maine eine empfindliche Niederlage hinnehmen: Nach Kalifornien lehnte auch der Pine Tree State die bereits vom Parlament beschlossene Ehe-Öffnung mit knapper Mehrheit ab (queer.de berichtete). Wie in allen US-Referenden um schwul-lesbische Grundrechte sprachen sich vor allem die christlichen Kirchen gegen die Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Paaren aus. (dk)

-w-

#1 GastGastGastAnonym
  • 06.11.2009, 14:58h
  • Zunächst mal ist das natürlich sehr erfreulich, daß wenigstens dieser Volksentscheid mal positiv für die Homoseite ausgegangen ist. Aber dieser Sieg dürfte leider auf sehr wackeligen Beinen stehen, denn das Ergebnis war nun wirklich äußerst knapp. Wären rein zufällig ein paar mehr Gegner zur Abstimmung gegangen bzw. ein paar mehr Befürworter ferngeblieben so hätten wir hier schon wieder eine Niederlage gehabt.

    Wir müssen einfach mal sehen daß ganz grob die Hälfte der Amerikaner strikt gegen Ehe und eingetragene Partnerschaften ist, bzw. von den Kirchen aufgehetzt werden können, das hat sich jetzt wieder einmal gezeigt.

    Solange das so bleibt und die Möglichkeit besteht jegliches homofreundliche Gesetz sofort wieder per Referendum abzuschaffen steht unsere Position in den USA auf äußerst wackeligen Füßen...
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#2 TimmAnonym
  • 06.11.2009, 17:09h
  • Die USA ist nunmal ein geteilter Staat, was seine Gesellschaft angeht und das läßt sich auch an diesem Wahlergebnis erkennen.

    Aber schön diesmal war es ein Sieg...
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#3 alexander
  • 06.11.2009, 18:14h
  • #.2. timm
    ach was ??? du lieber himmel, nenne mir einen staat wo das nicht so ist ?
    (ich fange schon mal an : iran, uganda, kuweit, saudi arabien, vatikan ect.)

    ich meinte natürlich westliche staaten unserer coleur, aber du hast im grunde recht, es ist ein sieg gegen die religionsfaschisten !
    allein das ringen um gleichheit, egal in welchem land, unterstreicht wie absolut schädlich sämtliche religionen für das "gesunde volksempfinden" sind und auch immer waren !
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