https://queer.de/?11335
- 09. November 2009 1 Min.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit glaubt, dass Deutschland reif ist für einen schwulen Bundeskanzler – er selbst strebe das Amt jedoch zunächst nicht an.
"Seit Jahren wäre diese Bundesrepublik auch in der Lage, einen schwulen Kanzler zu haben. Aber gewählt wird in der Demokratie nach der Politik, die jemand anbietet", erklärte der SPD-Regierungschef gegenüber der "Bild am Sonntag". Allerdings wolle er diesen Satz nicht als eigene Bewerbung verstanden wissen: "Ich bin nicht auf Jobsuche", so der 56-Jährige.
Er erklärte ferner, dass Guido Westerwelle nicht wegen seiner Homosexualität als Außenminister "gecastet" wurde: "Das wäre er genau so geworden, wenn er hetero wäre", denkt Wowereit. Nach seiner eigenen Vorarbeit – und der seines Hamburger Amtskollegen – stünden Schwulen ohnehin alle Möglichkeiten offen: "Seit Ole von Beust und Klaus Wowereit Bürgermeister sind, ist das doch nichts Besonderes mehr".
Bereits zuvor hatte Wowereit in der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" erklärt, dass er sich wiederholt mit Westerwelle auch über Privates unterhalten habe und die Beiden dabei auch das Coming-out gesprochen hätten. Er wollte aber keine Einzelheiten über den Inhalt der Privatgespräche nennen. (pm/dk)















www.irqr.net/English/224.htm