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  • 09. November 2009 31 2 Min.

Im Iran sitzen drei junge Männer in der Todeszelle, weil sie als Minderjährige schwulen Sex gehabt haben sollen.

Das berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Unter den Todgeweihten befindet sich Mehdi P. aus Täbris in der Provinz Ost-Aserbaidschan, Moshen G., aus Schiraz im südlichen Fars und Nemat Safavi aus Ardabil im Nordwesten des Landes. Die drei Iraner wurden 2006 unabhängig voneinander zum Tode verurteilt. Alle waren zum "Tatzeitpunkt" 16 Jahre alt. Ihre Hinrichtung kann nach Angaben ihrer Anwälte jederzeit stattfinden.

"Menschen zu töten für eine Sache, die sie als Kinder gemacht haben, ist falsch und abstoßend", erklärte Sarah Leah Whitson von Human Rights Watch. "Sie für Homosexualität zu töten, ist ebenso falsch und abstoßend. Die iranische Regierung setzt sich über die einfachsten Menschenrechte hinweg, wenn es diese grausamen Todesstrafen zulässt".

Selbst einfache homosexuelle Handlungen – im iranischen Recht als Lavat bezeichnet – können im Mullah-Regime zur Todesstrafe führen, sofern Zeugen die "Täter" belasten. Diese Aussagen gibt es allerdings in den vorliegenden Fällen nach Angaben von Human Rights Watch nicht. Nach iranischem Recht müssen alle Jugendlichen über 14,7 Jahren bei homosexuellen Handlungen mit dem Henker rechnen. Jüngere werden "nur" ausgepeitscht.

Es ist nicht bekannt, wie viele Männer im Iran wegen Homosexualität hingerichtet wurden. Menschenrechtsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass es seit der Machtübernahme der Mullahs im Jahr 1979 tausende Homosexueller ihr Leben verloren haben. Aufsehen erregte insbesondere die Exekution von zwei schwulen Jugendlichen im Jahr 2005, deren Bilder um die Welt gingen (queer.de berichtete). Im Jahr 2007 hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sein Land als schwulenfrei bezeichnet (queer.de berichtete).

Insgesamt richten sieben Staaten Schwule hin; weitere neun Staaten erlauben die Exekution von Kindern oder Jugendlichen. Iran hat zwar die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben, die die Hinrichtung von unter 18-Jährigen verbietet. Der Iran wartet deshalb mit der Tötung von jugendlichen Straftätern ab, bis diese das 18. Lebensjahr vollendet haben. (dk)

-w-

#1 Klaus65
  • 09.11.2009, 17:12h
  • Es ist ein Schande das es immer noch Staaten gibt
    wo Menschen wegen Ihrer Homosexualität zum Tode verurteilt werden.Arme Welt, wo solche Zustände möglich sind und es immer wieder solche
    Leute wie Herrn Ahmadinedschad gibt, die im Namen des Glaubens solche Taten zulassen oder zu verantworten haben.
    Angesichts dieser Meldungen wird es wohl immer ein Traum bleiben das jeder Mensch so leben und lieben kann wie er es für richtig hält.
    Arme Welt ...
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#2 AxelAnonym
  • 09.11.2009, 17:58h
  • "....Angesichts dieser Meldungen wird es wohl immer ein Traum bleiben das jeder Mensch so leben und lieben kann wie er es für richtig hält...."

    Das muss kein Traum bleiben, denn das Volk im Iran hatte ja bereits damit begonnen, sich gegen diesen Despoten zu wehren.

    Jedoch ist ein Überfall auf den Iran, zu G.W.Bush-Zeiten als "Demokratiesierung" getarnt, keine Option, denn dadurch wird es nur noch schlimmer - siehe Irak.
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#3 floAnonym