Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?11363

Die Erzdiözese der US-Bundeshauptstadt Washington will ihre soziale Arbeit stoppen, sollte der Stadtrat ein Gesetz zur Homo-Ehe einführen.

Von Norbert Blech

Es gibt Drohgebärden, über die man vor lauter Kopfschütteln fliegen lernen kann: Die katholische Erzdiözese der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington hat den Stadtrat in einem Ultimatum davor gewarnt, wie geplant ein Gesetz zur Homo-Ehe einzuführen.

Mit dem Gesetz, das vermutlich im nächsten Monat verabschiedet wird, soll die Homo-Ehe in dem 3,3-Millionen-Distrikt ermöglicht und die Diskriminierung von schwulen und lesbischen Paaren weiter beseitigt werden. Der Gesetzentwurf sieht nicht vor, dass Kirchen Homo-Paare trauen müssen, stoppt aber Diskriminierung etwa im Bereich der Adoptionsvermittlung, die auch von Kirchen getragen wird. Auch dürften Kirchen als Arbeitgeber nicht einfach schwule oder lesbische Bewerber ablehnen. Eine Ergänzung zum Gesetzentwurf, der Privatpersonen vor Klagen aufgrund Diskriminierung schützen soll, wenn diese religiös motiviert ist, wurde in den Beratungen abgewiesen.

- Werbung -

Auf verlorenem Posten?

Nun hat die katholische Erzdiözese Washingtons, die rund 580.000 Gläubige umfasst, bescheiden darauf hingewiesen, dass sie ihre soziale Arbeit im Falle einer Zustimmung nicht fortsetzen könne. Neben dem Bereich der Adoption sind kirchliche Stellen auch mit der Betreuung von Obdachlosen und im Gesundheitsbereich aktiv; auch wenn die Kirche dafür staatliche Mittel bekommt, soll der Eigenbetrag bei rund 10 Millionen US-Dollar im Jahr betragen. Vor allem um den Obdachlosen-Bereich macht sich die Stadt nun Sorgen: Ehrenamtler und Festangestellte der katholischen Kirche kümmern sich um rund ein Drittel der Obdachlosen der US-Hauptstadt.

Stadträtin Mary Cheh sagte in einem Interview, die Kirche stehe auf verlorenem Posten, die Drohung sei ein Ausdruck von "Verzweiflung". Sie geht davon aus, dass sich die Kirche fügen werde. Doch eine Sprecherin der Erzdiözese gibt sich kämpferisch: Susan Gibbs sagte Fox News, dass die Stadt der Kirche Restriktionen auferlege, werde ihre Arbeit in dem jetzigen Umfang unmöglich machen.

Direktlink | Bericht von Fox News Washington
-w-

-w-

-w-

#1 goddamn. liberalAnonym
  • 13.11.2009, 14:08h
  • Liebe Redaktion,

    es gibt in den USA zwei Washingtons: den staatsähnlichen Hauptstadtbezirk 'Washington District of Columbia' an der Ost- und den großen Flächenstaat Washington an der Westküste. Das geht aus dem Artikel leider nicht klar hervor...

    Ann. der Red.: Wir haben den Artikel ein wenig bearbeitet. Vielen Dank.
  • Direktlink »
#2 LorenEhemaliges Profil
  • 13.11.2009, 15:11h
  • Kann auch eine Chance sein, den Einfluss der Kirche dort auf den Sozialbereich abzubauen
    und in staatliche Hände zu legen. Die Steuer-
    mittel, die die Kirche vom Staat für diese Sozial-
    arbeit erhält, müssten natürlich rückgefordert
    werden.
  • Direktlink »
#3 DerBastiAnonym
  • 13.11.2009, 15:35h
  • Jetzt in der Community Spenden sammeln für die Obdachlosen und die katholische Kirche mal spüren lassen, dass sie mit ihrer Haltung entbehrlich wird!
  • Direktlink »