https://queer.de/?11365
- 13. November 2009 2 Min.
Auch Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen ihr Landesrecht anpassen. Die neue Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger verspricht Verbesserungen im Steuerrecht.
Von Norbert Blech
Trippelschritt für Trippelschritt zum Homo-Glück: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts bewegen sich die einzelnen Gesetzgeber im Bereich der Homo-Politik. Nachdem bereits Bayern und Hessen angekündigt hatten, ihr Landesrecht weiter an die Homo-Ehe anzupassen, gibt es nun etwa auch Initiativen aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Das hat vor allem Auswirkungen auf Beamte, die in den Bereichen Beihilfe, Familienzuschlag und Hinterbliebenenversorgung gleichgestellt werden.
Wie der schwule Bundestagsabgeordnete Michael Kauch (FDP) mitteilte, habe das schwarz-gelbe Kabinett von Niedersachsen am Mittwoch einen entsprechenden Entwurf zur Gleichstellung von Lebenspartnern mit Eheleuten beschlossen. Der "Entwurf des Gesetzes zur Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften und zur Änderung des Niedersächsischen Verwaltungskostengesetzes" soll in Kürze in den Landtag eingebracht werden. Dass dies auch in Hessen passierte (queer.de berichtete) und in Bayern vorgesehen ist (queer.de berichtete), bewertet Kauch als Erfolg seiner Partei. "Es wird deutlich: Die Liberalen bringen Bürgerrechte – auch von Lesben und Schwulen – voran", so Kauch, der auf die Vorarbeit anderer Parteien nicht einging.
LSVD enttäuscht über Sachsen-Anhalt
Auch der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am Donnerstag ein Gesetz beschlossen, das Homo-Ehen aufwerten soll. Die große Koalition stellt die schwul-lesbischen Beamten ihres Landes jedoch nur bei Beihilfen gleich, bei Familienzuschlag und Hinterbliebenenversorgung bleibt die Ehe privilegiert.
"Die Gleichstellung bei der Beihilfe war längst überfällig. Dies ist ein erster wichtiger Schritt", kommentierte Martin Pfarr, Landessprecher des LSVD Sachsen-Anhalt. "Wir erwarten vom Landtag aber auch die Verabschiedung von Regelungen zur rückwirkenden Gleichstellung von Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern bei Hinterbliebenenversorgung und Familienzuschlag sowie Regelungen für die berufsständischen Versorgungswerke." Alles andere sei nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts verfassungswidrig.
Justizministerin kündigt Initiativen an
Auch die Bundesregierung plant weitere Verbesserungen in der Homo-Politik. So hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in der "Berliner Zeitung" eine Reform des Transsexuellengesetzes angekündigt. "Es geht beispielsweise um Verfahrensfragen bei der Anerkennung als Transsexueller, die von den Betroffenen oft als diskriminierend empfunden werden", sagte die Ministerin.
In ihrer Bundestagsrede zum Regierungsprogramm am Mittwoch hatte Leutheusser-Schnarrenberger eine Gesetzesinitiative zur weiteren Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe angekündigt: "Wir haben uns in der Gesellschaftspolitik viel vorgenommen. Das betrifft unter anderem die Eingetragene Lebenspartnerschaft. Da sage ich ganz deutlich: Nach vier Jahren Stillstand wird es hier Verbesserungen geben - im öffentlichen Dienstrecht und im Steuerrecht", so die Ministerin. Entsprechende Initiativen hatte die neue Regierung bereits im Koalitionsvertrag angekündigt (queer.de berichtete).















Das kommt davon, wenn man den Kölner CSD als Karneval im Sommer versteht und nur Party und Spaß haben will. Von nichts kommt nichts!