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  • 20. November 2009 43 2 Min.

Der Schweizer Journalist hatte in der "Welt" von einer Weltverschörung der Schwulen gesprochen. Nun antwortet der Grünenpolitiker auf dem gleichen Platz.

Von Norbert Blech

Schwule und Lesben sind Teil einer Verschwörung mit dem Ziel, die Welt zu homosexualisieren. Das behauptete im Sommer der Kulturchef der Schweizer "Weltwoche" in einem Debattenbeitrag, den die Welt leicht verändert im Oktober übernahm. Die Aufregung in der Szene war groß, die Queer.de-Redaktion verlieh dem Autor eine Homo-Gurke (queer.de berichtete).

Nun durfte ihm der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, in der "Welt" antworten. "Muss man wirklich gegenhalten, wenn einer sich künstlich darüber erregt, dass es einen Verein schwuler Eisenbahnfreunde gibt?", fragte der Politiker zunächst rhetorisch. Und kam dann zum Punkt: Homosexuelle seien zwar sichtbarer geworden, aber seien noch lange nicht gleichgestellt.

Philipp Gut gebe sich liberal, fülle aber in Wirklichkeit das "Gift der Homophobie in neue Schläuche", so Beck: "Antihomosexuelle Gewalt ist immer noch virulent. Viele Beispiele aus den vergangenen Monaten zeigen: Allein der Anblick eines lesbischen oder schwulen Paares kann Gewalttäter motivieren, brutal zuzuschlagen." Während Gut sich mit der Feder gegen die "penetrante Sichtbarkeit" der Homosexuellen wende, machten andere dies "mit Faust und Baseballschläger". "Praktizierte Homophobie schränkt die grundgesetzlich garantierte freie Entfaltung der Persönlichkeit empfindlich ein. Eine demokratische Gesellschaft muss das Recht durchsetzen, jederzeit und an jedem Ort ohne Angst anders sein zu können", so der Grünen-Politiker in dem lesenswerten Aufsatz.

-w-

#1 LorenEhemaliges Profil
  • 20.11.2009, 17:54h
  • Eine in der Tat lesenswerte Antwort auf den diffa-
    mierenden "Auswurf" des Journalisten mit den Schwerpunkten Gesellschaft und Kultur der Weltwoche und allemal aussagekräftiger als das ge-
    sammelte Schweigen der Westerwelles, Wowereits,
    Von Beusts ... "Lesbische und schwule Jugendliche ... benötigen positive Vorbilder und Ermutigung." Im Gegensatz zu den oben Genannten
    wird Beck mit seiner Antwort diesem Anspruch gerecht.
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#2 goddamn. liberalAnonym
  • 20.11.2009, 18:04h
  • Antwort auf #1 von Loren
  • Na, was ist denn das für eine Debatte:

    "Du darfst nicht sein!"

    "Darf ich doch!"

    Zwingt man heute noch Angehörigen auch nur irgendeiner anderen Minderheit eine solche Debatte auf?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.11.2009, 19:44h
  • Das habe ich mir schon gedacht, daß unsere liebe Primadonna Assoluta der LGBT-Community, Volker Beck, auf das Pamphlet des Herrn Gut antwortet! Hoffentlich bleibts oberhalb der Gürtellinie!
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