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https://queer.de/?11445
  • 28. November 2009 10 1 Min.

Das kubanische Parlament will die Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften und des Adoptionsrechts für schwule und lesbische Paare prüfen. Dies kündigte die Sexualwissenschaftlerin und Tochter von Präsident Raúl Castro, Mariela Castro, laut einem Bericht der offiziellen Internetseite Cubadebate an.

Die Leiterin des kubanischen Instituts für Sexualerziehung (Cenesex) befürwortete die Gesetzesänderung demnach auf einer Aids-Konferenz in der Hauptstadt Havanna. Die Reformen sollen im Zuge von Änderungen des Familienrechts umgesetzt werden, so die 47-jährige Aktivistin.

Mariela Castro setzt sich seit Jahren gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen auf der kommunistisch regierten Karibikinsel ein. So hatte sie in der Vergangenheit erklärt, das Volk müsse zu Homo- und Transfreundlichkeit erzogen werden (queer.de berichtete). Erst im Mai hatte Castro die erste legale Schwule- und Lesbendemo des Landes angeführt (queer.de berichtete). Die Sexualwissenschaftlerin wird dabei von ihrem Vater unterstützt.

Derzeit herrscht in Kuba noch eine homophobe Machokultur vor, die über Jahrzehnte von den kommunistischen Machthabern angeheizt wurde. So hat Fidel Castro Schwule nach seiner Machtübernahme Ende der fünfziger Jahre in Internierungslager stecken lassen, in denen viele zu Tode kamen. Seit 1979 ist Homosexualität offiziell legal, allerdings wurden auch danach Schwule und Lesben wegen "antisozialen Verhaltens" verfolgt. Private Homo-Gruppen sind nach wie vor verboten. (cw)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.11.2009, 09:48h
  • Scheint, als stehe Kuba vor einer "Revolution", und zwar auf Grundlage der Menschenrechte. Finde ich gut, daß sich Frau Castro so dafür einsetzt. Frage mich, was wohl der alte Fidel dazu sagen würde?
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#2 gatopardo
  • 28.11.2009, 11:22h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Selber war ich mit einem Exil-Kubaner 6 Jahre lang liiert, mit dem ich heute in Madrid sehr freundschaftlich verbunden bin und der inzwischen seinen spanischen EU-Pass besitzt . Wir reisen oft gemeinsam durch Europa (auch gerne nach Ösiland, das besonders seine inzwischen verstorbene alte Mutter immer so hinreissend fand ! ) Auch mit der restlichen Familie in La Habana stehe ich ständig in Kontakt und empfange regelmässig Gäste mit Ausreisegenehmigungen und befristetem Schengen-Visum, was früher unmöglich war. Heute spricht man über Homosexualität ziemlich locker.Tja, wenn das der "höchste Führer" (Máximo Líder) wüsste... wie man bekanntlich in Diktaturen zu sagen pflegt, obwohl das alles natürlich längst von oben abgesegnet wurde.
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#3 LorenEhemaliges Profil
  • 28.11.2009, 13:02h
  • Sehr erfreulich und lobenswert, das Engagement
    von Mariela Castro.
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