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  • 04. Dezember 2009 14 2 Min.

Ein Student sucht für seine Bachelor-Arbeit Teilnehmer für eine Studie. U.a. darf bewertet werden, wie (kontra-)produktiv einzelne Prominente oder Sendungen sind.

Von Norbert Blech

Der erste Männerkuss in der "Lindenstraße" ist nun schon über zwanzig Jahre her. Es folgten lesbische Aktivistinnen bei "Hans Meiser", später schwule Beziehungsgestörte in allen Talkshows. Live-Übertragungen vom CSD findet man heute ebenso im Fernsehen wie einen eigenen Homo-Kanal im digitalen Kabel. Und Schwule (und auch ein paar wenige Lesben) findet man heute in den meisten Serien und vielen Fernsehfilmen.

Doch wie kommen die schwulen und lesbischen Charaktere bei der homosexuellen Zielgruppe an? Das will ein Student mit Hilfe einer Online-Umfrage klären. Im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit im Fachbereich Journalismus und Public Relations an der Fachhochschule Gelsenkirchen hat der 21-jährige Alexander Küper einen Online-Fragebogen entwickelt.

Die 39 Fragen rund um die Darstellung der Homosexualität im TV sollen ausschließlich von schwulen und lesbischen Fernsehzuschauern beantwortet werden. Wie wird in den verschiedenen Genres mit der Homosexualität umgegangen? Sollten auch in Kindersendungen homosexuelle Charaktere eingeführt werden? Und wie regelmäßig schauen die Befragten den Schwulensender "TIMM"?

Ist DSDS diskriminierend?

Schön ist die Frage, wie einzelne Prominente, von Dirk Bach über Guido Westerwelle bis hin zu Karl Lagerfeld die "Toleranz gegenüber Homosexuellen" fördern; durch negative Bewertungen kann man, wenn man will, seinem Frust oder gar Hass freien Lauf lassen. Und Soap-Fans dürfen sich freuen: sowohl die einzelnen Serien als auch einzelne Charaktere sind unterschiedlich bewertbar.

Manchmal weichen die Fragen jedoch zuweit vom Thema ab (was hat der Fragenbereich zu Homosexualität im Fußball hier verloren?), von Soaps abgesehen hätten man sich auch nähere Fragen etwa zur Realität von "Queer as folk" oder zur Wirkung von "Little Britain" gewünscht. Die Frage, ob ausländisches Fernsehen "weiter" ist, etwa weniger auf Klischees setzt, hätte viel über die Zufriedenheit der Zielgruppe verraten können.

Und manchmal fehlen differenzierende Antwortmöglichkeiten. Wenn auf die Frage, ob "Deutschland sucht den Superstar" diskriminiert, nicht abwägend geantwortet kann mit "Eine Menge Sprüche von Dieter Bohlen sind diskriminierend, dafür zeigt die Sendung die Vielfalt der Gesellschaft besser als andere", dann ist die Frage verschenkt. Und bei der Frage, ob man über Schwulen- und Lesbenwitze lachen kann, fehlt ein simples, aber wichtiges "das kommt darauf an".

-w-

#1 remixbeb
  • 04.12.2009, 14:12h
  • So. Ausgefüllt. Bekommen wir dann auch die Ergebnisse der Studie?
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#2 gniwerj
  • 04.12.2009, 16:01hdortmund
  • dito. und JA, ich empfand den fragebogen in soziologischer hinsicht auch eher fragwürdig.
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#3 antosEhemaliges Profil
  • 04.12.2009, 20:14h
  • So, brav ausgefüllt - jetzt zwei Fragen:

    1. Warum werden wesentliche Sparten des Fernsehens, z. B. Werbung und Wissens-Sendungen [Galileo und wie sie alle heißen] nicht betrachtet? Für eine Befragung, die mit 'Homosexualität im TV' überschrieben ist, ist das ein echtes Manko.

    2. Warum kann ich nirgends meine Mailadresse angeben, um die Ergebnisse/Arbeit zu erhalten? Quid pro quo, Alexander!
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