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  • 07. Dezember 2009 4 2 Min.

Der amerikanische Schauspieler Ron Livingston hat Klage gegen Unbekannt eingereicht, um Wikipedia-Veröffentlichungen über seine angebliche Homosexualität zu unterbinden.

Der 42-Jährige hatte letzte Woche in San Francisco seine Schauspielkollegin Rosemarie DeWitt geheiratet. Auf Wikipedia ist aber seit Mai ein Text online gewesen, in dem ihm eine Beziehung mit einem Mann namens Lee Dennison unterstellt wurde. Diese "Anschuldigung" seien falsch und "bösartig", erklärte Livingston nach Angaben des Klatschportals TMZ. Er gehe davon aus, dass jemand seiner Karriere schaden wolle. Der "Internetbandit" habe Korrekturen an dem Eintrag stets nach kurzer Zeit wieder rückgängig gemacht. Daher sei Livingston keine andere Wahl geblieben, als Klage bei einem Gericht in Los Angeles einzureichen.

Livingston glaubt auch, dass der Täter Urheber eines gefälschten Facebook-Profil ist. Darin wird ebenfalls angegeben, dass sich der Schauspieler in einer schwulen Beziehung befindet.

Der in Iowa geborene Schauspieler ist vor allem durch seine Rolle als Jack Berger in der TV-Serie "Sex and the City" bekannt. Er spielte in acht Folgen einen Liebhaber der Hauptfigur Carrie Bradshaw. Für seine Rolle in der Miniserie "Band of Brothers" wurde er für den Golden Globe nominiert. Sein neuestes Projekt war die von Pro Sieben koproduzierte Science-Fiction-Serie "Defying Gravity", die im Herbst wegen schlechter Quoten in den USA nach 13 Folgen wieder abgesetzt wurde.

In der Vergangenheit sind Schauspieler und Sänger wiederholt gegen Homo-"Anschuldigungen" vorgegangen. Sie argumentierten dabei, dass Homosexualität ihren Fans nicht zu vermitteln sei und ihnen deshalb finanzielle Nachteile entstehen. Mehrere Gerichte haben diese Theorie unterstützt. So verurteilte 2001 ein US-Gericht einen Pornostar zur Zahlung von zehn Millionen Dollar, weil er Tom Cruise als schwul bezeichnet hatte. Auch Robbie Williams erhielt 2005 Schadensersatz in unbekannter Höhe von einem britischen Verlag, der über die angebliche Homosexualität des Sängers berichtet hatte. (dk)

#1 Proud to be gayAnonym
  • 07.12.2009, 11:28h
  • Und wir sollten allmählich Klage gegen jeden einreichen, der in dieser Gesellschaft irgend jemandem unterstellt, heterosexuell zu sein.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.12.2009, 13:54h
  • Das war wohl Wunschdenken eines Einzelnen!
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#3 jochen
  • 07.12.2009, 14:55hmünchen
  • Solange (Schauspieler-) Karrieren auch daran hängen, ob man homo- oder heterosexuell ist, finde ich es nicht konstuktiv darüber öffentlich zu tratschen.
    (Es kann schließlich zu gravierenden u. evtl. auch sehr negativen Lebenseinschnitten für den Betroffenen kommen)

    Da gibt es andere Mittel und Wege ein realistisches Bild über Homosexuelle in der Öffentlichkeit zu zeigen.
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