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  • 10. Dezember 2009 13 2 Min.

Der Freund des am Dienstagabend von Tigern verletzten Dompteurs ist in Hamburg festgenommen worden, weil er offenbar aus Verzweiflung die Tiere erschießen wollte.

Der 28-jährige Tiertrainer Christian W. war am Dienstag vor den Augen von rund 200 Show-Gästen in der Hagenbeck’schen Dressurhalle während einer Show mit drei Bengalischen Jungtigern angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und schwere Verletzungen am Kopf. Die Ärzte mussten ihm außerdem eine Hand amputieren. Sein Zustand ist nach wie vor kritisch.

Jetzt hat die Polizei laut einem Bericht der "Welt" den Lebenspartner von W. auf dem Gelände der Dressurhalle festgenommen. Sie hatten zuvor Berichte erhalten, dass der verzweifelte Mann die verantwortlichen Tiere erschießen wollte. Bei einer Durchsuchung der Wohnwägen fanden sie allerdings keine Waffe. Der Mann ist inzwischen wieder freigelassen worden.

Die Veranstalter des "Dinner-Zirkus" haben mitgeteilt, dass die Attacke der Tiger kein böswilliger Angriff gewesen sei. "Ein Unfall ist bei besonderen Spitzenleistungen, mit Tieren, am Trapez oder auf dem Hochseil, eben leider immer möglich", heißt es in einer Pressemitteilung. W. war während der Vorführung gestolpert. Weil er am Boden lag, wollten die Raubkatzen lediglich sehen, was mit ihrem Alpha-Tier geschehen ist. Tiger gehen dabei untereinander äußerst rau vor – was bei dünnhäutigen Menschen zu erheblichen Verletzungen führt.

Die Tiershow läuft trotz des Unfalls weiter. Vorführungen finden noch bis zum 31. Dezember statt.

Ein ähnlicher Unfall ereignete sich 2003 in Las Vegas, als Roy Horn ("Siegfried und Roy") während einer Tigershow einen Schlaganfall erlitt. Hier packte das Tier den Dompteur am Nacken und versuchte, ihn von der Bühne zu schleifen. Dabei verletzte es Horn lebensgefährlich. (dk)

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.12.2009, 18:54h
  • Das erinnert mich sehr an Siegfried und Roy! Wer jedoch den Beruf des Raubtierdompteurs ausübt, hat ein hohes Berufsrisiko. Wie man sieht, sind die Tiere manchmal unberechenbar!
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#2 TobinAnonym
  • 10.12.2009, 19:33h
  • "Tiger gehen dabei untereinander äußerst rau vor – was bei dünnhäutigen Menschen zu erheblichen Verletzungen führt. "

    Was für eine sarkastische Äußerung. Ich glaube, wenn drei Tiger mit ihren Krallen und Gebissen mal "testen, was mit dem Alphatier los ist", wird das wohl niemandem gut bekommen.

    Ansonsten:
    ich kann genausowenig wie bei Siegfried & Roy beurteilen, ob das wirklich normales Verhalten ist, dass dann halt schlimm ausgeht oder nicht. Ich bin ja kein Verhaltens-Biologe. Aber selbst wenn nicht, würde ich das natürlich als Verantwortlicher auch so darstellen, um die Show nicht zu gefährden.

    Letztendlich beweist das nur wieder mal eines:
    Wildtiere haben in Circus, Variete, etc. nichts zu suchen. Nicht nur wegen Gefahren für Dompteure und teilweise auch Zuschauer, sondern auch, weil Haltung, ständige Transporte und Dressur niemals artgerecht sein können.

    Ein Circus der als Tiernummern nur Pferde/Ponys, Hunde oder andere Haustiere hat ist mir auch sehr viel sympathischer. (und die entsprechenden Unternehmen sind auch erfolgreicher)

    Übrigens war der klassische Circus auch ein reiner Pferdecircus, der aus den Pferdemenagerien entstand. Das mit den exotischen Tieren kam erst viel später. Auch wenn entsprechende Unternehmen immer gerne Exoten im Circus als klassischen Circus darstellen, so stimmt das historisch einfach nicht!
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#3 gatopardo
  • 10.12.2009, 22:05h
  • Als Katzenliebhaber kann ich nachvollziehen, dass sogar ein Stubentiger oft versucht, "seinem" Menschen bei Depressionen oder Krankheiten zur Seite zu stehen. Das äussert sich dann auch schon mal mit keineswegs böswilligem aber kräftigem Biss, um uns aufzumuntern.
    Wie ich mich zu erinnern glaube, haben sich damals
    Siegfried & Roy auch nicht von der "angreifenden Bestie" getrennt ?
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