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  • 11. Dezember 2009 11 2 Min.

Colin Firth ist überzeugt, dass Hollywood voller schwuler Schauspieler ist, die ihre sexuelle Orientierung geheim halten.

Der 49-jährige Brite, der seit 1997 mit einer italienischen Filmproduzentin verheiratet ist, spielt selbst im neuen Film "A Single Man" einen Schwulen. Allerdings merkt er an: "Wenn man als heterosexueller Schauspieler in die Rolle eines schwulen Mannes schlüpft, ist das natürlich anders, als wenn ein schwuler Schauspieler im Filmgeschäft aktiv ist", erklärte er gegenüber dem US-Magazin "Parade". "Es gibt immer noch Einschränkungen für offen Schwule. Ich kenne einige Schauspieler, die sehr darauf bedacht sind, dass ihr Geheimnis nicht öffentlich wird". Überraschend viele Darsteller versteckten sich, da offen schwulen Männern nur sehr selten Hauptrollen in Hollywood angeboten werden würden, so Firth.

Bereits mehrfach hatte sich der offen schwule britische Schauspieler Rupert Everett ("Die Hochzeit meines besten Freundes") über Diskriminierung in Hollywood beklagt (queer.de berichtete). Homosexuellen würden aber meist nur Rollen in Independentfilmen erhalten. Außerdem hätten sie noch einen weiteren Nachteil: Attraktive Frauen an der Seite von Schauspielern seien förderlich für die Karriere, schwule Liebhaber hätten dagegen ein Schmuddelimage.

Colin Firth ist durch Filme wie "Bridget Jones", "Shakespeare in Love" und "Mamma Mia!" weltweit bekannt. In der College-Komödie "Die Girls von St. Trinian" spielte er auch an der Seite von Everett; Firth war der englische Bildungsminister, während Everett in seiner ersten Frauenrolle als Direktorin eines Mädcheninternats brillierte (queer.de berichtete).

Firths neuer Film "A Single Man" läuft voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in Deutschland an. Das Drama ist das Regiedebüt des schwulen Modemachers Tom Ford. (dk)

#1 GayrantulaAnonym
  • 11.12.2009, 20:14h
  • Das ist gar nichts Neues! Und das betrifft nicht nur die Schrankschwuppen, sondern auch die -lesben!
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#2 gatopardo
  • 12.12.2009, 13:00h
  • Erinnerungen werden wach an die Zeiten, als wir James Dean und Montgomery Clift als diejenigen zu erkennen glaubten, die sie wirklich waren. Diese "Verleumdungen" landeten damals über "geheime" Kanäle gewöhnlich an unseren stets offenen schwulen Antennen, mussten es aber für uns behalten, da eine Indiskretion in der Öffentlichkeit eine Ungeheuerlichkeit bedeutet hätte. Man hat ja zu gar nicht allzu langer Zeit erst offiziell an Rock Hudsons Homosexualität geglaubt, als es die Spatzen bereits von den Dächern pfiffen, während es unserer Gemeinde schon in den 60ern bekannt war.
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#3 JoonasAnonym
  • 12.12.2009, 14:25h
  • Das glaube ich ihm sofort!

    Allerdings ist das nicht nur in Hollywood so. Das ist überall und in allen Branchen und Berufen so.

    Wie viele Studenten kenne ich nicht an unserer Uni, die heimlich schwul sind, aber vor ihren Kommilitonen immer mit Frauengeschichten prahlen.
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