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Kommentare zu:
Hasssänger Buju Banton in Miami verhaftet


#1 UdoAnonym
  • 14.12.2009, 13:11h
  • Hab mich noch gewundert im anderen Thread.

    Arme Kiffer und sooo viel Fan-Text ?

    Koksnasen.

    Ahaaa !!!
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#2 stromboliProfil
  • 14.12.2009, 13:28hberlin
  • ich muß mir vor lauter aufregung die nase pudern gehen... was wird ben denken? Eilt klaus mayer zu hilfe und findet susi ein rechtes wort ??
    Fragen die auf mich einstürzen wie dad WWT 2001

    Aber nun "endloser krieg" um die eigene rosette, grammy futsch..
    besser sich ins schicksal fügen und selbst schwuchtel werden, da hat er wenigstens was von den kommenden angeboten..
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#3 Liebe statt HassAnonym
  • 14.12.2009, 13:36h
  • "Seine Homophobie begründet der Jamaikaner mit seiner "Kultur und Erziehung" sowie mit seiner christlichen Religion. Daher könne er Homosexualität "nicht in tausend Jahren" gutheißen."

    Und wegen meiner Kultur, Erziehung und Religion kann ich Homohasser und andere Faschisten nicht in tausend Jahren akzeptieren! Nur im Gegensatz zu diesen rufe ich nicht zu Gewalt und Mord auf!

    Ansonsten:
    schön, dass er endlich festgenommen wird und klar wird, dass solche Leute, die andere als unmoralisch ablehnen, selbst den meisten Dreck am Stecken haben. Aber es bleibt ein Skandal, dass er nicht schon längst wegen den Mordaufrufen festgenommen und vor Gericht gestellt wurde.
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#4 bastapapsta
  • 14.12.2009, 13:56h
  • Das ist ja heftig. Ein Mann, der mit seinen Hass Liedern soviel Kohle verdient ist derart von seinem Ego getrieben, dass ihm dies immer noch nicht reicht. Seine Geldgier treibt ihn dazu, mit Drogen zu hehlen und dabei eiskalt in Kauf zu nehmen, dass durch diese Drogen Leute zu Grunde gehen, die abhängig sind. ......

    Solche profitbesessene, skrupellose EGOisten werden hier von verstrahlten Fans als lämmer hingestellt..

    Buju Benton, ist dass, was ,an einen Kapitalisten nennt. Und es ist bekanntlich so, dass dort, wo Geldgier ins Spiel kommt, das Künstlerische bzw. die Kreativität verschwindet.

    Und solche Hass Sänger werden für Preise nominiert.....
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#5 Miami ShiceAnonym
  • 14.12.2009, 13:57h
  • jede wette, eine puppe der exil-kubaner

    cia-zeitzeugen zur destabilisierung von gesellschaft und moral auf jamaica....

    hier das abfackeln von alten und blinden mit hilfe
    der cia oder wie der boden für die miami-grammy-jamaica-connection bereitet wurde...

    www.youtube.com/watch?v=fv3_IWEpaqI
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#6 M Ft LauderdaleAnonym
  • 14.12.2009, 14:16h
  • Sch..ss auf die sogenannte "Reggae Kultur", wenn sie mit der Verherrlichung von Gewalt, Mord einhergeht... Das ist Dreck und keine Kultur.

    Hallelujah... es gibt doch einen Gott und dieses Arschl..h geht in den Knast... und als erstes werden dann diesem Depp die Dreck-locks abrasiert...

    Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue.
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#7 LorenProfil
#8 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 14:23h
  • Bis zur Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Um nicht in bester "Bild"-Manier eine Verhaftung mit einer Verurteilung gleichzusetzen, sei dazu augerufen im Thread einen fairen Umgang gegenüber dem Beschuldigten zu bewahren.

    Abzuwarten bleibt, ob Buju Banton nicht Opfer eines durch Homo-Aktivisten angezettelten Komplotts geworden ist. Sollten dahingehende Verdachtsmomente aufkommen, dürfte das Leben homosexueller Jamaikaner wohl kaum angenehmer werden.

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
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#9 LorenProfil
#10 Para GrafAnonym
#11 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 14:38h
  • Antwort auf #6 von M Ft Lauderdale
  • Sehr geehrte M Ft Lauderdale,

    wenn man sich Ihren Beitrag zu Gemüte führt, so stellt sich nicht nur die Frage, wo denn Ihre "gute Kinderstube" geblieben ist, sondern vor allem woher Sie das Recht nehmen in einem ganz und gar unverschämten Tonfall über eine noch nicht verurteile Person herzufallen.

    Am entwürdigsten empfinde ich Ihre Äußerung bezüglich der "Dreck-locks". Sie nehmen sich das Recht heraus, andere Leute wegen ihres Aussehens zu verunglimpfen, werfen aber gleichzeitig dieser Person vor sich gegenüber Angehörigen Ihrer Gruppe nicht korrekt zu verhalten.
    Sollte Buju Banton beim Komponieren seines umstrittenen Stücks "Boom Bye Bye" Ihre Person vor Augen gehabt haben, so würde selbst mir meine Etikette verlieren und inbrünstig mitsingen.

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
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#12 dealerAnonym
#13 Good ol friendAnonym
  • 14.12.2009, 14:47h
  • Antwort auf #8 von Dr. jur.
  • "Bis zur Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung."

    "Abzuwarten bleibt, ob Buju Banton nicht Opfer eines durch Homo-Aktivisten angezettelten Komplotts geworden ist."

    Aha, die bösen, intriganten Homos, die unschuldige Liebesbotschafter hinrichten wollen, darf man natürlich völlig unbehelligt verleumden.

    So langsam wird es Zeit, mal genau zu überprüfen, ob Sie Ihren akademischen Grad hier zu Recht in jedem Posting führen.
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#14 FoXXXynessEhemaliges Profil
#15 LorenProfil
#16 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 15:12h
  • Antwort auf #4 von bastapapsta
  • Sehr geehrter batapapsta,

    es sei darauf hingewiesen, dass Herrn Myrie entgegen Ihrer Behauptung keine Hehlerei vorgeworfen wird, vgl. Ihren Wortlaut "Drogen zu hehlen".
    Der Hehlerei i. S. d. § 259 StGB macht sich strafbar, wer gestohlenes Gut abnimmt etc.. Hier steht aber gerade nicht zur Debatte, dass das Kokain gestohlen war und von Herrn Myrie abgenommen wurde.
    Zudem möchte ich Sie zu einem fairen Umgang ermutigen. Jeder Mensch verdient es, respektvoll behandelt zu werden, auch Buju Banton Fans, vgl. Wortlaut "verstrahlte Fans".

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#17 Frankyboy
#18 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 15:18h
  • Antwort auf #15 von Loren
  • @ Loren.

    Wenn ich es gegenüber Ihm äußeren würde, so wäre dies eine Beleidigung, da es ehrrührig ist. Ich bitte Sie aber auch die Äußerung über Herrn Myrie zu berücksichtigen. Dass ist nicht nur ehrrührig, sondern zutiefst diffamierend. Also immer schön auf den Zusammenhang achten. Holzeauge sei wachsam ;-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#19 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 15:25h
  • Antwort auf #14 von FoXXXyness
  • "Welch ein Freudentag für die LGBT-Community!!! "

    Ich gönne Ihnen Ihre Freude. Jeder Community hat da eben so Ihre Anlässe, die sie zum Anlass nimmt, sich zu freuen.

    @ Loren
    Was sagen Sie eigentlich dazu, wenn der Wunsch einer Vergewaltigung Herrn Myries geäußert wird, vgl. Wortlaut "rangenommen". Empfinden Sie dies als deutlich harmloser als die Äußerung der Textstelle "Boom Bye bye in a batty bwoy head"?

    Also wenn Sie sich für einen fairen Umgang einsetzen, so tun Sie dies doch bitte sehr uneingeschränkt gegenüber jederman.

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#20 LorenProfil
#21 carolo
#22 AlexAnonym
  • 14.12.2009, 16:11h
  • Antwort auf #11 von Dr. jur.
  • Werter Herr Dr.
    In irgendeiner Suchmaschine sollten Sie sich doch versteckt haben. Es gibt Sie aber nirgens. Weder national, noch international. Selbst das Telefonbuch ist an seine Grenzen gestoßen. Keine Provokation, reines Interesse.
    Wo darf ich denn klicken ?
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#23 Dr. jur.Anonym
#24 bastapapsta
  • 14.12.2009, 16:18h
  • Antwort auf #16 von Dr. jur.
  • Es ist doch erwiesen, dass der Hass Sänger diese Menge an Drogen mitgeführt hat. Wollen sie uns hier weis machen, dass er sich das lediglich alles selbst einwerfen wollte ? Dann würde er danach nicht mehr auf der Bühne stehen und seine Hass Lieder in die Meute schreien.

    "Zudem möchte ich Sie zu einem fairen Umgang ermutigen. Jeder Mensch verdient es, respektvoll behandelt zu werden, auch Buju Banton Fans, vgl. Wortlaut "verstrahlte Fans". Hochachtungsvoll Dr. jur. Holger Reinmuth"

    Achso, zum Mord und Hass an Homos aufzurufen gehört in ihrem Sprachgebrauch also zu einem fairen Wortlaut. Sie verherrlichen Gewalt und Hassaufrufe und fordern von denen, die in diesen Liedern diskriminiert werden den Unterstützern dier unfairen Parolen getgenüber einen "fairen Wortlaut"

    Meiner Meinung nach gehören Sie entweder zu der rechten Liga oder sind ein fanatischer Verfechter von Gesetzestexten- unabhängig davon ob diese gerecht oder ungerecht sind.

    Mein Tip an Sie Herr DR.

    Besuchen sie dochmal in ihrem Anzug mit Krawatte ein Sizzla Festival.
    Aber seien sie vorsichtig, die Fans könnten befürchten, dass sie vom Verfassungsschutz sind, was gefährlich für sie werden könnte ;-)).

    Sehr seltsam, der Auftritt, den Sie hier hinlegen....
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#25 MarekAnonym
#26 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 16:23h
  • Antwort auf #22 von Alex
  • @ Alex

    Wie sollte es auch gelingen eine Identiät zu einem frei erfundenen Namen zu finden? Also bei Namen wie Mayer etc. dürfte dies wohmöglich gelingen, aber ich würde durchaus behaupten, nicht ganz unkreativ gewesen zu sein. An meiner Qualifikation als Jurist ändert diese Namenstäuschung jedoch nichts.

    Ich sah mich aus Datenschutzgründen und Schutz meiner persönlichen Unversehrtheit etc., zu dieser Namenstäuschung veranlasst.

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
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#27 jorgosAnonym
  • 14.12.2009, 16:25h
  • an alle

    Warum geht ihr immer auf so offensichtliche Trolle wie den selbsternannten dr. jur. ein?
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#28 MarekAnonym
  • 14.12.2009, 16:25h
  • Antwort auf #11 von Dr. jur.
  • Zuerst:
    "so stellt sich nicht nur die Frage, wo denn Ihre "gute Kinderstube" geblieben ist,"

    Und dann:
    "Sollte Buju Banton beim Komponieren seines umstrittenen Stücks "Boom Bye Bye" Ihre Person vor Augen gehabt haben, so würde selbst mir meine Etikette verlieren und inbrünstig mitsingen."

    Aber aber Herr Dr. jur, wo ist denn Ihre gute Kinderstube geblieben...
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#29 Prof. Dr. DaisyAnonym
#30 MarekAnonym
  • 14.12.2009, 16:31h
  • Antwort auf #26 von Dr. jur.
  • Hätten Sie wirklich nur anonym bleiben wollen, hätten Sie z.B. Initialen verwenden können, aber wer Namen fälscht, gerät natürlich auch leicht in Verdacht, genauso Titel zu fälschen und macht sich endgültig unglaubwürdig.

    Übrigens:
    das unberechtigte Führen von Titeln ist strafbar und ihre IP (über die sie trotz Fantasienamen identifizierbar sind) ist mit Namen und Uhrzeit gespeichert. Aber ich bin sicher, dass Sie als Dr. jur. das natürlich wissen und niemals unberechtigte Titel führen würden.... Und um Sie vor den eventuellen Verdächtigungen anderer zu schützen, sollte das vielleicht mal ganz in ihrem Sinne überprüft werden...
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#31 MarekAnonym
  • 14.12.2009, 16:34h
  • Antwort auf #26 von Dr. jur.
  • "Schutz meiner persönlichen Unversehrtheit etc., zu dieser Namenstäuschung veranlasst."

    Sehr geehrter Herr Dr. jur. Phantasiename,

    Sie verwechseln da was! Im Gegensatz zu Herrn Banton rufen wir nicht zu Gewalt auf, sondern setzen uns auf der Ebene der Argumente zur Wehr...
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#32 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 16:37h
  • Antwort auf #24 von bastapapsta
  • "Es ist doch erwiesen, dass der Hass Sänger diese Menge an Drogen mitgeführt hat. Wollen sie uns hier weis machen, dass er sich das lediglich alles selbst einwerfen wollte ?"

    Die von Ihnen bezeichnete Hehlerei ist ein Anschlussdelikt. Sie erfordert ein Absetzen(helfen) einer GESTOHLENEN Sache. Da mir die Herkunft des Kokains unbekannt ist, gehe ich davon aus, dass Herr Myrie das Kokain seinerseits erworben hat, sollten sich die Vorwürfe bestätigen.

    Die Contenance gilt es auch zu bewahren, wenn die vorausgegengen Äußerungen der anderen Partei ehrrührig waren. Zum einen stammen die Texte von den jeweiligen Künstlern und nicht von den Fans. Und auf die Künstler bezogen sei gesagt, dass sich derartig diffamierende Äußerungen nur zugut eignen, die verurteilten Äußerungen der Künstler zu relativieren.
    Sie verurteilen Äußerungen, bedienen sich aber exakt der selben Mittel derjenigen, die sie so verurteilen. Das ist widersinnig. In diesem Sinne überdenken Sie Ihr Verhalten.

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#33 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 16:42h
  • Antwort auf #31 von Marek
  • "Im Gegensatz zu Herrn Banton rufen wir nicht zu Gewalt auf, sondern setzen uns auf der Ebene der Argumente zur Wehr..."

    --> Sehr amüsant. Unterstellt es seien Argumente mögen es sein, so sind sie jedenfalls keine sachlichen. Oder wie beurteilen Sie etwa die Äußerung des Wunsches der Vergewaltigung Herrn Myries. Sollten Sie ernsthaft der Meinung sein, dass dies sachlich war, so müssten Sie auch sagen, dass die Auseinandersetzung mit Homosexualität Herrn Myries in "Boom Bye Bye" sachlich war.

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
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#34 Prof.Dr. DaisyAnonym
#35 Dr. jur.Anonym
  • 14.12.2009, 16:51h
  • Antwort auf #30 von Marek
  • Sie sind mir ja ein Scherzkeks.

    Das Führen eines Titels setzt natürlich voraus, dass er vor dem wirklichen Namen geführt wird. Dies ist dem Tatbestand immanent. Oder würden Sie allen ernstes behaupten, der Rapper "Dr. Dre" würde sich des Titelmissbrauchs strafbar machen. Ich will dem Guten ja nichts unterstellen, aber dass er promoviert wurde, kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.

    Hochachtungsvoll

    Dr. jur. Holger Reinmuth
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#36 TimmAnonym
  • 14.12.2009, 16:59h
  • Das past wieder wie Faust aufs Auge...

    Homophob und Drogenhändler: mehr muss man bei diesem Typen nicht wissen.

    In Deutschland sollte der dringend Einreiseverbot haben, sonst vertickt der demnächst hier auch noch Kokain.
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#37 LorenProfil
  • 14.12.2009, 17:10hGreifswald
  • Antwort auf #32 von Dr. jur.
  • Anklage wird wohl wegen Besitzes und Vertriebs bzw.
    Verteilung ("disribution" laut Miami Herald Newspaper) erhoben. Alles Weitere wird man sehen. Ich kanns gelassen abwarten. Ich hoffe, er auch . 5 Kilogramm Koks zum Eigenverbrauch - bekämen der Nase sicher nicht so
    gut, aber vor Gericht wirds entschieden.

    P.S. Danke für "Equal Rights" (Peter Tosh). Ein Song, der sich bei leichter Text-Modifizierung auf
    jedem CSD spielen ließe.
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#38 MarekAnonym
#39 TheoAnonym
#40 Mission accompl.Anonym
#41 maciicxProfil
  • 15.12.2009, 00:51hpnkw
  • hihi, vier seiten lang wird hier hauptsächlich ein troll gefüttert, dessen trollsein kaum zu übersehen ist.

    also, trolle nicht füttern! wenn ihr doch erbarmen mit dr. jur haben solltet, gebt ihm ein fisch. denn das ist, was dr. net (-zkultur) in solchen fällen empfiehlt:

    > < (((°>
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#42 RumpelstielchenAnonym
#43 W. UlbrichtAnonym
#44 calico jackAnonym
  • 15.12.2009, 03:02h
  • Antwort auf #43 von W. Ulbricht
  • Wie wär's wenn Mr. Myrie, sollte er wirklich in den Knast wandern, von genau den sonst so von ihm verachteten "Schwuchteln" vor den "Gefängnisgepflogenheiten" beschützt wird. Das dürfte selbst bei Buju einen Denkprozess in gang setzten...

    Schwule sind nicht (wirklich) rachsüchtig!

    Homosexuelle setzen sich KONSTRUKTIV für Menschenrechte ein! Auch für die von "Nichtschwulen".
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#45 LorenProfil
#46 ObserverAnonym
  • 15.12.2009, 15:17h
  • Antwort auf #45 von Loren
  • @ Loren
    Naja, vielleicht kommt er ja dann nochmal mit einem blauen Auge davon. Immerhin steht dann nur noch ein versuchter Ankauf im Raum.
    Aber mal abgesehen von der Festnahme kann sich die Pro-Buju-Community eigentlich jetzt darin bestätigt sehen, dass er nicht mehr fundamental-christliche Werte vertritt. Ansonsten hätte er dass nicht gemacht. Und wer weiß, vielleicht kam es ja schon zu einem weiteren Treffen mit der Homo-Community......wenn auch nur geschäftlich .
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#47 benAnonym
  • 15.12.2009, 17:41h
  • die sogenannte "reggae kultur" hat damit nix am hut...
    wenn überhaupt die religion "rastafari".
    da sie sehr stark nach der bibel lebt und in der bibel homosexuelle gesteinigt werden...
    allerdings ist das in jamika eher ein geselschaftliches problem, da dort homosexualität und Pädophilie gleichstellt wird.
    überall anders auf der welt wo diese kultur entsteht herscht nahezu keine homophobie.
    was jetzt den vorfall betrift soll und muss er eine gerechtestrafe kriegen, auch wenn ich das bedauer weil er wirklich einer der größten reggae artists war.
    ich war sehr überrascht über den vorfall da rastafari eigentlich nicht mit kokain vereinbar ist!!!
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#48 LorenProfil
#49 BenAnonym
#50 ben2Anonym
  • 15.12.2009, 18:11h
  • @the real ben..
    sry tut mir leid nenn micht ab jetzt ben2^^
    is auch hart für mich war schon ein kleiner schock(fucking cocaine).
    hab ihn dieses jahr noch aufm summerjam gesehen(wo er übrigens keine homophoben äußerungen/songs gesungen hat).
    zu den rechtschreib fehlern..kann ja net jeder jura studieren!
    Big Up Bounty!!
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#51 BenAnonym
  • 15.12.2009, 18:19h
  • Man kann nur hoffen, dass beim Strafmaß berücksichtigt wird, dass Buju Banton soviel Positives bewegt hat und dass er so vielen Jugendlichen ein Vorbild ist/war.
    Auch mit der Homo-Community hat es in letzter Zeit so gut geklappt. Einer der Aktivisten, die sich mit ihm getroffen haben, hat auf seiner Seite sogar geschrieben, dass er davon ausgeht, dass die Proteste könnten bald eingestellt werden können.
    Ich hoffe, dass der Tag seines Prozesses sein Judgement Morning wird...
    www.youtube.com/watch?v=1DMbsvq7LYw
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#53 LorenProfil
#54 BenAnonym
#55 LorenProfil
#56 BenAnonym
  • 15.12.2009, 18:55h
  • Antwort auf #53 von Loren
  • Mit 1 Jahr und 8 Monaten wäre der Buju ja mehr als gut bedient. Aber dem drohen ja zwischen 20 und 30 Jahre. Also sau krass. Aber gut, wenn man seinen Hals nicht voll kriegen kann...oder die Nase, wie man es nimmt.
    Den Konstantin Wecker mag ich auch gern. Hatte aber irgendwie die Koks-Geschichte immer im Hinterkopf, wenn ich an ihn gedacht habe. Laut dem Link von dir ging es beim Buju ja sogar um 15 Kilo, was sie dann auf die drei Beteiligten umgerechnet haben. Also echt sau krass.
    Sollte die Strafe nicht gleich 20 Jahre sein, wo man vielleicht sagen könnte, dass es sich nicht mehr rentiert ihn auf Homos bezogen zu (re)sozialisieren, könnte man die Gefängniszeit sinnvoll nutzen und die Zusammenarbeit zwischen Buju und den Verbänden weiter intensivieren und Vorurteile aus dem Weg räumen und das Kriesgsbeil begraben.
    Dass mit den Bounty Killer Songs war nicht als Provokation zu verstehen. Der erste Song "Likkle Dread Bwoy" setzt sich nur mit der Doppelmoral der Rasta-Reggae-Sänger auseinander und bei den anderen ist es über mich bekommen.

    Hier hast mal den Text.

    Anm. d. Red.: Bitte keine kompletten Lyrics posten, stattdessen einen Link zum Volltext.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#57 BenAnonym
#58 ben2Anonym
#59 BenAnonym
#61 stromboliProfil
#62 LorenProfil
#63 LorenProfil
#64 LorenProfil
#65 BenAnonym
#66 BenAnonym
  • 16.12.2009, 09:30h
  • Es sei darauf hingewiesen, dass J-Flag ausdrücklich die Berichterstattung über die Verhaftung Buju Bantons gerügt hat, die den Eindruck entstehen lässt, die Verhaftung stünde in einem Kausalzusammenhang mit dem Clinch zwischen dem Sänger und der Homo-Community.
    Bezogen auf die hier zum Teil abgegebenen Kommentare scheint dieser Bitte jedenfalls nicht nachgekommen zu sein. Schließlich lassen sie zum Teil den Eindruck entstehen, die Verhaftung wäre die Folge homophober Äußerungen.

    Freundliche Grüße

    Ben
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#67 BenAnonym
  • 16.12.2009, 10:12h
  • Warum bewertert ihr eigentlich den Loren mit roten Kästchen, nur weil er nicht so engstirnig ist und auch mal nen guten Reggae-Song anhört.

    Da fällt mir echt nichts mehr ein.

    Kopf hoch, Loren

    Liebe Grüße

    Ben
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#68 stromboliProfil
  • 16.12.2009, 10:41hberlin
  • Antwort auf #63 von Loren
  • ah... loren, wo sind sie hin die alten zeiten?

    aber warum gründest du nicht mit ben ein musikforum... da könnten alle begeisterten sich austauschen, musiktips geben .. ich suche z.B verzweifelt 2 interpreten ohne zu wissen wie ich das angehen soll.
    Dann kann ben uns alle texte von jojo dingsbums übersetzen und wir stimmen den ersten internet worldwide a capella chor an!
    hatte knabensopran , nun kastratenalt!
    Hier hingegen verselbstständigt sich euer beider (du-ben) dialog ohne wirkung und weiteren sinn... schade!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#69 BenAnonym
#70 stromboliProfil
#71 anonymusAnonym
  • 16.12.2009, 12:55h
  • Dass die Jamaikaner, insbesondere die Rastas und Reggaesänger ein "differenziertes Verhältnis" zu Drogen haben ist doch weltweit bekannt. Wieso sollte eine schwule Organisation einen Komplott gegen diese Dumpfnuss schmieden??? Da müssten unsere Organisationen sich ja mit nix anderem mehr beschäftigen.
    Hoffentlich muß ich - außer der Urteilsverkündung von mindestens 20 Jahren nie wieder diesen Namen und sein Gequake hören.
  • Antworten » | Direktlink »
#72 LorenProfil
#73 stromboliProfil
  • 16.12.2009, 13:16hberlin
  • Antwort auf #66 von Ben
  • natürlich hab ich da meine finger im spiel; ein anruf genügt, mission impossible in gang gesetzt:
    hab dem guten persönlich beim letzten antihomogespräch, ihm die tüten in sein rektum eingeführt und dann eine mir bekannte schwuppe beim zoll in miami sms gebrieft. Easy job!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#74 BenAnonym
#75 LorenProfil
#76 LorenProfil
#77 LorenProfil
  • 16.12.2009, 14:25hGreifswald
  • Antwort auf #74 von Ben
  • Die Stellungnahme von J-FLAG kann man auch so
    auffassen, dass den Schwulen auf Jamaika der A....
    auf Grundeis geht, weil Verschwörungstheoretiker
    einen Zusammenhang zwischen den Aktivitäten der
    Schwulenorganisationen weltweit hinsichtlich von
    Auftrittsverboten und der Verhaftung Buju Bantons
    herstellen und die Schwulen dort befürchten, die
    Suppe auslöffeln zu müssen. Angeblich sind ja jetzt
    die Schwulen Schuld, dass Buju ins Visier genommen wurde. Womit mal wieder Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern umdefiniert werden
    (bei queer.de desöfteren Thema, siehe P.Guts Un-
    erträglichkeiten, Diskussion um den Background re-
    parativer Therapien, Proteste gegen Frau Düsing
    und Herrn Grundl, Begründung der geforderten Todesstrafe für Homosexuelle in Uganda aus "Kinder-und Jugendschutzgründen" ...).
    Eine perfide und mörderische Strategie, die gern
    mal an Minderheiten durchexerziert wird, wie
    auch die Geschichte Deutschlands belegt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#78 BenAnonym
  • 16.12.2009, 14:40h
  • Antwort auf #77 von Loren
  • "Angeblich sind ja jetzt die Schwulen Schuld, dass Buju ins Visier genommen wurde."

    Hab auch schon paar entsprechende Kommentare auf englischsprachigen Seiten gelesen. Selbst, wenn ein Homosexueller den Tipp gegeben hätte, so hat er sich die Sache, wenn sie sich bewahrheitet, selbst zuzuschreiben.
    Wichtig ist nur, dass bei der Aufklärung so sauber gearbeitet wird, dass für Verschwörungstheorien kein Platz mehr bleibt.
    Entsprechende Kommentare wird es in Deutschland, wenn nicht ganz offensichtliche Ermittlungsfehler gemacht werden, nicht geben. In Deutschland hat er zwar Anhänger, aber keine Fans im Sinne von Fantatikern, die den Realiätssinn vollkommen verloren haben.
    Aber wie gesagt, ich denke schon, dass die Darstellung in den Medien, die Artikel schreiben, in denen zu einem Drittel die Kokain-Story erzählt wird und zu zwei Dritteln die homophobe Kontroverse dargestellt wird, doch etwas Benzin ins Feuer gießen. Viele Leute sind ja so medienhörig, dass alleine diese Darstellungsweise einen Sachzusammenhang nahelegt.

    Liebe Grüße

    Ben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #77 springen »
#79 LorenProfil
#80 markusAnonym
  • 18.12.2009, 20:53h
  • Antwort auf #6 von M Ft Lauderdale
  • Man kann nicht die ganze Reggae-Kultur nur auf dieses eine Thema ( Homophobie ) begrenzen. Das zeugt davon dass hier viele Leute einfach überhaupt keine Ahnung haben und wenn ich mir manche Kommentare ansehe muss ích feststellen dass diese Leute anscheinend selber voller Hass und Vorurteile sind. ( Dreck-locks....). Das ist unterstes Niveau. Ich verkehre selber in der Reggae-Szene und habe trotzdem schwule Freunde. Hui ? Wie geht das wohl ?
    Und diese Schadenfreude die man bei manchen liest, da weiss man schon was für einen Charakter solche Leute haben. Ich war schon bei einer Menge Reggae-Konzerten und Festivals und sie sind alle sehr friedlich abgelaufen aber auf einen Hasskonzert war ich noch nicht. Habe auch selber 4 CDs von Buju und auf keiner ist ein homophober Text. Koksdealerei und Aufruf zur Gewalt kann ich natürlich nicht gutheissen. Einen Aufruf zur Gewalt habe ich allerdings bei keinem meiner Konzerte ( 3 davon bei Buju ) vernommen. Alle Konzertbesucher sind zufrieden und glücklich nach Hause gegangen. Hasskonzert ? Tut mir leid, dass kann ich nicht nachvollziehen. Und die das schreiben kennen so ein Konzert ( zumindest in Deutschland ) doch nur vom Hörensagen und bilden sich davon eine vorgefasste Meinung. Erst mal selber schauen und hören. Wenn das Koks stimmt bin ich natürlich sehr enttäuscht, aber dass manche direkt Schadenfreude empfinden finde ich krass. Man darf auch nicht vergessen woher diese Leute kommen. Wenn Du dort geboren wärst hättest Du heute wahrscheinlich auch keine so liberale Einstellung. Und das Leben dort ist wahrlich kein Zuckerschlecken sondern ein harter Kampf. Das können sich so verweichlichte Deutsche die nie hungrig ins Bett gegangen sind nicht mal annähernd vorstellen. Da schliesse ich mich mit ein. War übrigens selbst schon dort und konnte mir ein Bild machen. Etwas Verständnis von beiden Seiten wäre wünschenswert. Früher war das mit der Homophobie auch in den meisten Ländern Europas nicht viel anders. Vergesst das bitte nicht. Diese Selbstgerechtigkeit find ich unerträglich.

    in diesem Sinne Love and Peace
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#81 LorenProfil
#82 Beenie ManAnonym
  • 19.12.2009, 15:08h
  • Antwort auf #81 von Loren
  • www.youtube.com/watch?v=9eA4SiH0Yz0

    Beenie Man: Entschuldigung an Homosexuelle
    Beenie Man hat sich nach Protesten der britischen Outrage!-Gruppe für seine schwulenfeindlichen Texte entschuldigt. Trotzdem wollen die Outrage!-Mitglieder weiter gegen den Dancehall-Star demonstrieren.

    Beenie Mans Entschuldigung wird nicht akzeptiert.

    London/Jamaika (stj) - Reggae-Künstler Beenie Man hat auf Wunsch der Polizei ein Konzert in Großbritannien gecancelt, nachdem sich die Schulen- und Lesbenvereinigung Outrage! über Beenie Mans homophobe Lyrics beschwert hatte.

    Anm. d. Red: Kommentar gekürzt. Bitte keine ganzen Meldungen aus Copyright-Gründen posten, ein Link reicht aus. Die Gründe für das Verhalten von Outrage! lassen sich schnell ergoogeln.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#83 Mr. BoombasticAnonym
#84 LorenProfil
  • 19.12.2009, 22:15hGreifswald
  • Antwort auf #82 von Beenie Man
  • Die lassen sich halt nicht gern veräppeln. Hier eine
    Entschuldigung, dann in Uganda (passend zur dortigen Gesetzesinitiative bezüglich der Einführung der Todesstrafe für "schwere Homosexualität") das Anstacheln des Publikums
    durch "Mi Nah Wallah" "in which he says he would like to cut the throats of all gay men" (so der Daily
    Monitor, Uganda). Interessant übrigens das Interview mit Donovan Germain (15 Jahre Manager
    von Buju Banton) in der aktuellen Ausgabe der Riddim 01/10 und auch mit Freddie McGregor in
    derselben Ausgabe und ihre Meinungen zum Thema
    Dancehall + Homophobie bzw. Gewaltverherrlichung. Interessante, nachdenkliche Statements, die sich hiesige An-
    hänger der homophobes Liedgut verbreitenden
    Sänger zu Gemüte führen sollten. Lesens- und
    nachdenkenswert. Ich werde mich in das Thema
    mal en detail einarbeiten, um eine differenzierte Position zu finden, die der Musik
    gerecht wird, ohne die Protagonisten der hate
    lyrics (ungerechtfertigterweise) zu schützen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »
#85 BenAnonym
  • 20.12.2009, 12:32h
  • Antwort auf #84 von Loren
  • @ Loren

    Dass ist genauso ne Aktion, warum ich diesen Beenie Man nicht mag.
    Selbst, wenn er physische Gewalt gegenüber Homosexuellen persönlich ablehnt, dann muss er eben darauf achten, dass er es nicht dort singt, wo so etwas auf einen fruchtbaren Boden trifft.
    Der Beenie Man hat anscheinend mal auf Jamaika in nem Interview bekannt gegeben, dass er Gewalt gegenüber Homosexuellen ablehnt, was auf Jamaika gar als Entschuldigung gegenüber Homosexuellen verstanden wurde.
    Hätte der Mann nur paar Gehirnzellen so hätte, er sein Maul gehalten. In diesem Fall bringt auch eine differenzierte Sicht nichts mehr. Uganda ist schließlich nicht Deutschland.

    www.youtube.com/watch?v=N4g__mIBE_Y

    Intelligentere Künstler wie der Buju, würden sowas niemals machen. Der Beenie Man führt ja quasi dort ein Lied auf, wo er weiß, dass es aus seiner Sicht falsch verstanden wird. Scheiß Bennie Man.

    www.youtube.com/watch?v=ubH5DBsSOzc

    Freundliche Grüße

    Ben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #84 springen »
#86 LorenProfil
  • 20.12.2009, 15:40hGreifswald
  • Antwort auf #85 von Ben
  • Heute schreibt Tamara Scott-Williams im Jamaica
    Observer ("Buju, Bye Bye?"). Lesens- und diskussionswürdig (insbesondere der twist, den sie
    im Absatz "'I was a child ... narcotics charges." voll-
    führt), auch als Zusammenfassung des Vergangenen:

    www.jamaicaobserver.com/columns/Tamara-Dec-20

    Freddie McGregor in der aktuellen Ausgabe der Riddim 01/10 über aktuelle Entwicklungen im Dancehall aus seiner Sicht:

    "Wir dürfen nicht rumsitzen und den jungen Artists erlauben, ihr eigenes Ding -oder was sie
    dafür halten- aufzuziehen, bösartige Lyrics zu verbreiten und damit dafür verantwortlich zu sein, dass sich die Menschen von unserer Musik abwenden. Ich habe keine Angst, das so deutlich zu sagen. Unheilvolle Worte und schlechtes Benehmen haben mit Musik nichts zu tun. Okay, ich bin der Vorsitzende einer neuen Organisation, die sich 'JARIA - Jamaican Reggae Industry Association' nennt, ich muss bestimmte
    Dinge offen ansprechen. Es ist doch kein Geheimnis, dass unsere Musik in den letzten sieben bis zehn Jahren sehr gelitten hat. Seit Shabba oder Bujus 'Boom Bye Bye' haben wir ein Problem. Plötzlich verhindern Gay Pride Organisationen Auftritte einiger unserer Artists.
    Und die Anderen müssen permanent gegen diese Stimmung ankämpfen. Wenn wir zulassen, dass junge Artists auf die gleiche zerstörerische Art weitermachen, was bleibt uns dann am Ende? Nichts! Nothing! (...) Ich habe von 1963 bis heute viel gelernt im Musikgeschäft und wenn es stimmt, dass Erfahrung weise macht, dann hört auf die Erfahrenen! Be excellent! Work hard! Let's create the best! Lasst uns der Welt zeigen, was wir können!"

    Wise words, indeed.

    www.youtube.com/watch?v=qStuNCZ5ses
  • Antworten » | Direktlink » | zu #85 springen »
#87 LorenProfil
#88 BenAnonym
  • 20.12.2009, 16:09h
  • Antwort auf #84 von Loren
  • "Ich werde mich in das Thema mal en detail einarbeiten, um eine differenzierte Position zu finden, die der Musik gerecht wird, ohne die Protagonisten der hate lyrics (ungerechtfertigterw eise) zu schützen."

    --> Ich finde es sehr bemerkenswert, dass du dir die Mühe machst, um dich in das Thema einzuarbeiten.
    Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die geschichtliche Entwicklung des Reggae/Dancehall.

    Im Frühjahr 1985 prallte eine zweimotorige Cessna auf dem Flug von Kolumbien zu den Bahamas in 2200 Metern Höhe auf den Blue Mountain Peak, Jamaikas höchster Berg. Die Besatzung war sofort tot, doch die Ladung - 34 stabile Alukisten - lag unversehrt in den Hängen verstreut. An diesem Tag starb, zumindest auf Jamaika, der Reggae, so wie man ihn weltweit als lässig swingende Kiffermusik kannte und liebte. Denn der Inhalt der Kisten machte binnen weniger Tage die Runde durch die Nasen der heimischen Drogenbefürworter. Es war verdammt reines kolumbianisches Kokain vom Himmel auf die schlurfigen Haschischraucher gefallen. Bald wurde der Beat härter, schneller kristalliner - und die einstmals friedfertig-zugedröhnte Insel für Einheimische wie Besucher gefährlicher.
    Fortan kam es also zu einer Splittung der Reggae Musik. Zum einen gab es weiterhin Roots-Reggae, zum anderen entwickelte sich die Dancehall-Musik.
    Nach meiner Einschätzung gibt es im Roots-Reggae keine homophoben Texte,so dass sich dein Augenmerk auf die Dancehallentwicklung konzentrieren sollte.
    Wichtig für eine Untersuchung ist vor allem die Frage, wie es zu derartigen gewaltverherrlichenden Texten kam.
    Die heutige Danchall-Musik ist stark geprägt von sog. Soundclashes, also ähnlich wie im Hip-Hop die Battles. Zwei Künstler treten zum selben Riddim an, um sich gegenseitig mit Worten "fertig zu machen". Zwar ist die Wortwahl entsprechend heftig, allerdings ist die Sprache die Grenze, so dass junge Jamaikaner quasi von der Waffe an das Mikrophon geholt wurden. Diese Prägung ist heutzutage noch allgegenwärtig, so dass nach wie vor auf dem selben Riddim mehere Lieder entstehen, die Künstler sich gegenseitig über die Lieder dissen und eben auch verbal töten. Diese Wortwahl wurde nun übernommen, um sämtliche ihrer Meinung nach gesellschaftlichen Probleme aufzuzeigen. Daher ist auch die Brutalität der Sprache allgegenwärtig. Sie töten sich gegenseitig, Politiker, das System, die Wirtschaftsführer und eben auch Homosexuelle.
    Dass soll keine Rechtfertigung für homophobe Texte oder deren Wiedergabe, soll aber die Künstler doch etwas ins Rechte Licht rücken.

    Liebe Grüße

    Ben
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#89 BenAnonym
  • 20.12.2009, 16:23h
  • Antwort auf #87 von Loren
  • @ Loren

    Vielen Dank für die beiden sehr guten Artikel.
    Wenn ich mir die Dancehall-Musik so ansehe, dann muss ich sagen, dass Buju Banton der Forderung von Freddie McGregor schon sehr nahe kommt. Zum einen hat er schon seit Ewigkeiten kein homophobes Lied mehr veröffentlicht, zum anderen
    hat er sich ja, wie ich dem anderen Artikel von dir entnehmen konnte gegen Gewalt ausgesprochen.
    "I was a child when I wrote those lyrics," he said. "But let me make it clear that I do not encourage or condone violence towards any human being, and that includes our gay brothers and sisters."

    Liebe Grüße

    Ben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#91 LorenProfil
  • 20.12.2009, 17:20hGreifswald
  • Antwort auf #89 von Ben
  • Da du dich so für Buju Banton engagierst, wird dich sicher interessieren, was sein Ex-Manager Donovan
    Germain über ihn so sagt. Will das hier nicht alles
    zitieren, sondern verweise auf die aktuelle Riddim
    (wenn du sie dir nicht kaufen willst, dann im Zeit-
    schriftenladen: S.51 unten, letzte Frage - 54).
    Das Interview wurde leider vor der Verhaftung ge-
    führt. Was er jetzt dazu sagt, wäre sicher auch von
    Interesse.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #89 springen »
#92 BenAnonym
#93 LorenProfil
#94 BenAnonym
  • 20.12.2009, 18:28h
  • Antwort auf #93 von Loren
  • @ Loren,

    ist da letzter Zeit auch noch einer "JamaicaObserver " Fan geworden . Eigentlich gar nicht so schlecht muss ich sagen. Ist eigentlich bemerkenswert, welchen Stellenwert Reggae/Dancehall-Berichte in der jamaikanischen Zeitungslandschaft haben.

    Es soll ja zwischen den beiden Lagern "Gully" und "Gaza" zu einem finalen Soundclash auf dem Sting-Festival kommen, um anschließend den Konflikt zu beenden.
    Movado, vgl. obigen Link, ist übrigens bei "Gully", wie auch Bounty Killer. Bounty Killer wird gegen Vybz Kartel antreten.

    www.jamaicaobserver.com/entertainment/Sting-clash-and-handsh
    ake


    Liebe Grüße

    Ben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #93 springen »
#95 LorenProfil
  • 20.12.2009, 22:51hGreifswald
  • Antwort auf #94 von Ben
  • Hallo Ben,
    hier ein Konzertvideo vom 26.10.2008 aus dem
    Ritz-Theater in Elizabeth, NJ, auf das ich bei meiner kleinen "Recherche" aufmerksam geworden
    bin. Ab 3:00, beginnend mit dem lightning strike aus
    "Boom Bye Bye", äußert er ab 3:04 "There is no end
    to the war between me and faggots!" und skandiert
    dann gegen das Gesetz zur same sex marriage in
    Kalifornien und bezeichnet danach einige Cartoon-Charaktere als "batty boy men". Die Reaktion des
    Publikums (das dort ja seine Texte versteht) ent-
    spricht diesen "uplifting messages" (for haters) . Ich würde sagen, im bekannten gesellschaftlichen Streit in den USA pro und contra same sex marriages betreibt er hier eine
    Art von politischer Propaganda zugunsten der
    homophoben Positionen (und das außerhalb von
    Jamaika). Wie siehst du das?

    www.youtube.com/watch?v=-WEfFFsnwGA
  • Antworten » | Direktlink » | zu #94 springen »
#96 BenAnonym
  • 21.12.2009, 09:57h
  • Antwort auf #95 von Loren
  • @ Loren
    Der Riddim zu dem er seine kleine Ansprache hält ist nicht aus "Boom Bye bye", sondern aus "Murderer", welches später auch spielt.
    Dass die Äußerungen bescheuert sind, steht außer Frage, was mich auch sehr verärgert. Nur finde ich, dass das Geäußerte auch nach deutschen Maßstäben noch innerhalb der Grenzen der Meinungsfreiheit liegt.
    Wie hier schon mal gesagt wurde, denke ich, dass das "there is no end to the war between me and faggots!" (
    www.queer.de/detail.php?article_id=11229)
    auf die aukute Verärgerung wegen aktueller Kontzertabsagen zurückführen ist, was natürlich nicht heißt, dass es deswegen besser ist. Ich lass mich übrigens auch nicht durch die Wortwahl "Krieg" abschrecken. Da der Konflikt ja ohnehin kein Krieg im völkerrechtlichen Sinne ist, gehe ich auch im Übrigen davon aus, dass "Krieg" einfach einen Konflikt meint, ohne dass dabei Gewalt eine Rolle spielt.

    Liebe Grüße

    Ben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #95 springen »
#97 BenAnonym
#98 stromboliProfil
  • 21.12.2009, 10:22hberlin
  • Antwort auf #96 von Ben
  • ben, zu weihnachten wünsch ich dir einen kübel verstand! Vieleicht hat der weihnachtmann ja einsicht mit dir!

    Wenn du schon selbst zugibst, dass eine person offensichtlich dermaßen bescheuert ist, dinge zu sagen/singen..., was zum teufel läufst du dann immer noch hinter ihm her?
    Scheiß auf die meinungsfreiheiten die wir vieleicht unterschiedlich meinen; du bist/ erweist dich als bequemer schnössel!
    Und deine semantischen versuche... "gehe ich auch im Übrigen davon aus, dass "Krieg" einfach einen Konflikt meint, ohne dass dabei Gewalt eine Rolle spielt", sind jenseits von gut und bösem; sie sind einfach strunz dumm!
    Krieg als kunstwerk im sinne eines E.Jünger?
    Selbst mit dieser reaktionären anmaßung, wird der unsinn nicht besser...
    P.s.: hör mal bei EXUMA rein, wenn dir die musik so am herzen liegt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #96 springen »
#99 BenAnonym
  • 21.12.2009, 11:34h
  • Antwort auf #98 von stromboli
  • "Scheiß auf die meinungsfreiheiten die wir vieleicht unterschiedlich meinen;"

    Also mal ganz ehrlich. Solltest du ernsthaft meinen, dass das im Video Gesagte nicht mehr von der Meinungsäußerung umfasst ist, muss man sich schon über dein Demokratieverständnis wundern.
    Nur weil wir das scheiße finden, weiß ich nicht, warum dass nicht geäußert werden sollte. Nur weil mir ne Meinung nicht passt, heißt es noch lange nicht, dass ich deswegen gegen ihre Äußerung bin. Und zwar egal, wer sie äußert. Leute wie DU regen sich über Herrn Schäuble und seine "Sicherheitsgesetze" auf, verteufelen alles als faschistisch, kommen aber nicht damit zurecht, wenn jemand ne Meinung äußert, die politisch nicht korrekt ist. Ich wünsch dir zu Weihnachten neben etwas Verstand auch etwas Demokratieverständnis. Wie sagt es Friedrich Ebert so schön "Demokratie braucht Demokraten".

    Aber trotzdem
    Liebe Grüße

    Ben

    P.S.: Noch ein Weihnachtslied zur Aufmuterung...

    www.youtube.com/watch?v=UzOeSLRFzOs
  • Antworten » | Direktlink » | zu #98 springen »
#100 LorenProfil
  • 21.12.2009, 18:17hGreifswald
  • Antwort auf #96 von Ben
  • Hallo Ben,

    hier eine Seite, die dich vielleicht interessieren
    könnte:
    cancelbujubanton.wetpaint.com/

    Was das Konzertvideo angeht, so ärgert mich einfach, wie er die Bühne nutzt, um seinen Anhängern seine Abneigung gegen Schwule kund
    zu tun und darüber hinaus keine Hemmungen hat,
    sie hinsichtlich des Volksentscheids über die
    same sex marriage in seinem Sinne zu beeinflussen.
    Dass er diese politische Meinung äußern darf, ist
    ohne Zweifel richtig (machen Politiker dort wie
    hier ja auch), aber für mich wäre ein Konzert ei-
    nes solchen Sängers als Schwuler eine no go area
    (sonst wäre das für mich Selbstverleugnung).
    Dass Schwule gegen Auftritte eines Sängers pro-
    testieren und demonstrieren, der auf der Bühne
    gegen ihre Interessen redet (auch wenn er es un-
    terlässt, zu ihrer Ermordung aufzurufen), ist klar
    und demokratisch legitim, da es sich um eine politische Auseinandersetzung handelt. Was er
    bei diesem Auftritt offenbar nicht bedacht hat,
    ist, dass er sich in aktuelle politische Konflikte
    in den USA einmischt. So verliert er jegliche Glaub-
    würdigkeit, würde er sich dagegen verwahren, dass sich Nicht-Jamaikaner in die "inneren Angele-
    genheiten" Jamaikas einmischen (dasselbe gilt auch
    für Beenie Man und seinen Auftritt in Uganda, der
    allerdings auf einer anderen Stufe der Eskalations-
    leiter anzusiedeln ist).
    Was ich ihm wie ähnlichen Sängern Jamaikas wün-
    schen würde, wären erfahrene Mentoren, die ihnen beratend zur Seite stehen, ihre Persönlich-
    keitsentwicklung fördern und (offenbar fehlende) Bildung ausgleichen, so wie der Jugend des gesamten Landes zu wünschen wäre,
    dass sich dort ein effizientes Bildungs-/Schulsystem herausbildet, so dass die
    nächsten Generationen lernen, die eigene Ge-
    schichte und Kultur im Kontext der Weltgeschichte und der Kulturenvielfalt einzuordnen und zu würdigen.

    P.S.

    Habe mich die letzten Wochen ja ausgiebiger mit Reggae beschäftigt (und meine CD-/Download-Sammlung mal wieder erweitert),
    aber irgendwie bleibt man sich ja immer ein bisschen treu, und so gefallen mir die beiden
    neueren CDs von dem hier am besten (von dem
    ich mir auch meine allererste Reggae-CD einst
    gekauft habe). Nicht nur Reggae, aber immer wieder (für meinen Geschmack) gut:

    www.youtube.com/watch?v=uSUurdc0pwA

    www.youtube.com/watch?v=iggXO4qVBL8
  • Antworten » | Direktlink » | zu #96 springen »
#101 BenAnonym
  • 21.12.2009, 18:50h
  • Antwort auf #100 von Loren
  • Geb dir vollkommen Recht, wenn du sagst, dass er sich nicht in die amerikanische Politik einzumischen hat. Zudem ist es dumm, wenn er nicht einfach die Musik für sich sprechen lässt. Jeder weiß, dass Rastas Homosexualität ablehnen, da fühlt man sich als schwuler Fan wahrlich nicht wohl, wenn so etwas auf dem Konzert gesagt wird. Hast vollkommen Recht.
    Bei Buju Banton finde ich die Äußerung mehr als unpassend. Bei Beenie Man finde ich sie abscheulich, v. a. WO und WANN er es geäußert hat. Letzerer wird mit mir keinen Cent (mehr) verdienen.
    Jüngere Musiker auf Jamaika (etwa Busy Signal, Perfect, Nature) haben längst gecheckt, dass sich mit homophoben Äußerungen kein Geld mehr verdienen lässt. Aber langfristig wird sich das Problem, wie du gesagt hast, nur durch bessere Bildung lösen lassen.
    Wäre interessant zu erfahren, was die Altmeister des Reggae heute dazu sagen würden.

    Liebe Grüße

    Ben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #100 springen »
#102 stromboliProfil
  • 21.12.2009, 21:23hberlin
  • Antwort auf #99 von Ben
  • nein mein lieber... so ziehn wir uns diesmal nicht aus der verantwortung:
    er kann soll sagen was er will, das ist momentan nicht der kern; von dir will ich wissen wo dein platz dabei ist.
    Mitgegangen , mitgehangen ... ein alter kinderspruch.
    Von dir will ich die "distanz" zu dem gesagten hören. Deine empörung! Wenn nicht, bist du teil der aussage/n, stehst du dahinter, deckst du !

    Meinungsfreiheit zu schützen ist eines; selbst eine meinung haben (offensichtlich bei dir) etwas anderes... deshalb dieses unerquickliche versteckspielen mit der "meinungsfreiheit"!
    Dass mein ich mit scheiß drauf: du machst auf feelgood mit lieben grüßen und regenbogen, im kern aber bist du endweder zu faul, die inhalte die dir gefallen zu bewerten oder zu boniert. Nicht zu dumm, dann würd ich sogar nachsichtig sein.
    wenn du F.Ebert schon zitierst solltest du auch E.Thälmann bedenken der von den demokraten wusste: ..."sie sind demokraten wenn es ihnen nützlich, wenn nicht, sind sie käuflich".
    wer hat uns veraten; eben ......DEMOKRATEN

    das lied gefällt mir! Wo ich doch an weihnachten glaube...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #99 springen »
#103 BenAnonym
  • 21.12.2009, 23:33h
  • Antwort auf #102 von stromboli
  • Natürlich finde ich homophobe Aussagen scheiße, dass hab ich ja schon mehrfach gesagt. Man kann mir ja vieles unterstellen, aber so eine Art Selbsterhaltungstrieb hab ich ja auch. Ich will so etwas also - genauso wie du - nicht hören und entspricht auch nicht meinem Geschmack.
    Ich habe für mich persönlich also schon längst entschieden, dass ich solche Aussagen zutiefst ablehne. Und ich glaube so geht es einer überwältigenden Mehrheit von Reggae-Fans. Ich war auch schon auf mal auf einem Konzert, auf dem nur das Wort "Batty Bwoy" in den Mund genommen wurde und es flogen Becher, es wurde gepfiffen und es wurden Mittelfinger gezeigt.
    Aber leider ist es eben im Reggae-Bereich so, dass viele Musiker "vorbelastet" sind. Daher wäge auf dieser Stufe nochmals ab, ob, wann und was homophobes Gesagt wurde. Und vor allem, ob gegenüber Homosexuellen zur Gewalt aufgerufen wird und wenn ja, wann und wo wurde es geäußert. Wenn ich sage, ich mag Buju Banton, dann heißt, dass nicht,ich gebe meine Persönlichkeit und ein selbstbestimmtes Denken auf. Es heißt nur, dass ich seine Musik mag - jedenfalls im Großen und Ganzen. Ich habe mich also keinem Hinterwäldler gegenüber verpflichtet (und dass sind ja die meisten Jamaikaner), irgendwelche absurden Meinungen zu übernehmen.

    Liebe Grüße

    Ben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #102 springen »
#104 LorenProfil
  • 22.12.2009, 00:39hGreifswald
  • Antwort auf #101 von Ben
  • Was ein Altmeister dazu sagt, habe ich in #86 zitiert. Die Kernaussage kann ich voll und ganz
    unterschreiben:
    "Unheilvolle Worte und schlechtes Benehmen haben
    mit Musik nichts zu tun." (Freddie McGregor)

    www.youtube.com/watch?v=GI7ZZxbauEo

    P.S.
    Was stromboli glaube ich meint, ist, dass es dir schwer zu fallen scheint, dich deutlich von Bujus
    homophoben Äußerungen -ja seiner ganzen Haltung
    Homosexualität betreffend- zu distanzieren. Für
    mich ist es ganz einfach zu sagen, dass ich seine Haltung und seine Aussagen mir als Schwulen
    gegenüber anmaßend und entwürdigend finde.
    Ausdruck einer (wohl durch Religion wie Soziali-
    sation und fehlende Bildung/geistige Auseinander-
    setzung mit dem Thema) bedingten Einstellung,
    die im klaren Gegensatz zu vielen seiner sonstigen Liedinhalte steht. Mit diesem inneren
    Widerspruch steht er natürlich gerade bei diesem Thema nicht allein, wenn ich nur z.B. an
    christliche Fundamentalisten denke, die zur Weihnachtszeit die Nächstenliebe beschwören,
    aber ihrem eigenen schwulen Sohn den Koffer vor
    die Tür stellen oder ihn in ein Umerziehungs-"Camp" oder eine Umpolungs-"Therapie" schicken. Als Erwachsener und schon gar als Künstler, der gesell-schaftlich relevante Aussagen machen will, muss er sich aber mit diesem Widerspruch
    bewerten lassen und besser noch selbst an sich
    arbeiten, um diesen Widerspruch zu überwinden: One love for all, equal rights for everybody! Mann-Frau, Schwarz-Weiß, Alt-Jung,
    Hetero-Homo, Arm-Reich ...
    In einem Lied, was mir wirklich sehr gut gefällt
    ("I Wonder"), singt er selbst bezeichnenderweise
    (in einem anderen Zusammenhang) von "brainwashed mentality" und fragt "I wonder will
    this ever change?". Doch gar nicht so dumm als
    Ausgangspunkt einer Selbstreflexion, zu der er
    wie du und ich doch ständig aufgefordert ist bzw.
    sich selbst auffordern sollte. Lernen, Sich Ent-
    wickeln durch Begegnung und Beschäftigung mit
    dem mir Fremden als lebenslange Aufgabe, weil
    wir Menschen als Denkende und als Geisteswesen
    sonst irgendwann verkümmern müssen - nenns
    von mir aus spiritual evolution. So verstehe ich
    übrigens auch meine ganze Herangehensweise an
    diesen Sizzla-, Buju-, Beenie Man-Komplex. Etwas
    mir eher Fremdes ergründen, mich damit beschäftigen, etwas darüber lernen, auch die
    verstehen wollen, die sich damit -mit der Reggae-Kultur insgesamt- stark identifizieren
    (in Ablehnung dessen, was unter babylon subsummiert wird), ohne dabei meine eigenen
    Wertmaßstäbe zu vergessen (welche sich an den
    Menschenrechten orientieren) und mich da zu
    distanzieren, wo diesen Werten nicht entsprochen
    wird, die ich kompromisslos als universal gültig begreife (aber nicht in einem religiösen,
    sondern in einem humanistischen Sinne).
    Wenn dann am Ende des Tages die auf reli-
    giöse Überzeugungen gründenden Werte den
    von den Menschenrechten abgeleiteten Werten
    unversöhnlich entgegenstehen sollten, weiß ich,
    auf welcher Seite der Barrikade (wie stromboli
    es hier mal so prosaisch formuliert hat) ich stehen werde und stehen muss, um mich nicht selbst zu verraten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #101 springen »
#105 stromboliProfil
  • 22.12.2009, 00:47hberlin
  • Antwort auf #103 von Ben
  • Noch einen denknachtrag, ben:
    Antizipieren wir, dass die inhalte, denen du beim zuhören auf den leim gegangen bist, jene neue „ordnung“ , die babylon überwunden hat, wird dir klar werden: für dich, für unsereins ist dort dann kein platz mehr! Das muß man wissen, wenn man schreibt man gebe "seine Persönlichkeit und ein selbstbestimmtes Denken nicht auf." oder wie du formulierst: Es heißt nur, dass ich seine Musik mag - jedenfalls im Großen und Ganzen.
    Eine erfahrung, die eine andere verfolgte gruppe vor uns ebenfalls durchlebte.

    P.s.: keinem Hinterwäldler gegenüber verpflichtet (und dass sind ja die meisten Jamaikaner)...
    eu je... "massa sein böse mit gut tom"... Harriet Beecher-Stowe: onkel toms hütte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #103 springen »
#106 LorenProfil
#107 LorenProfil
#108 die waltonsAnonym
#109 LorenProfil
#110 BenAnonym
  • 22.12.2009, 15:41h
  • Antwort auf #109 von Loren
  • @ Stromboli

    Ich hoffe du bist jetzt nicht böse, dass ich "Hinterwäldler" gesagt habe. Sie als Faschisten zu bezeichnen ist doch auch nicht besser.

    Du solltest es wie Loren machen. Dich auch etwas mehr mit dem Thema beschäftigen, um vorschnelle Schlüsse zu vermeiden.

    Übrigens steht dein Zitat ..."sie sind demokraten wenn es ihnen nützlich, wenn nicht, sind sie käuflich" in keinem Widerspruch zu meinem, sondern bestätigt es vielmehr. Dementprechend ist es wichtig die dunkelen Seiten dieser Musik beim Namen zu nennen und anzuprangern. Allerdings sollte die Beschäftigung mit dem Thema auch musik- und kulturgerecht erfolgen. Um auch den Bogen zu früheren Themen zu schließen, halte ich aus genau diesem Grunde nichts von gesetzlich normierten Konzertverboten. Dadurch wird das Problem nur aus Deutschland gedrängt und die Fans fühlen sich vor den Kopf gestoßen. Die Ursache des Problems wird dabei aber keinesfalls gelöst und eine Dialog mit den Fans wird vereitelt, da sie sich reflexartig vor die Musiker stellen.

    www.youtube.com/watch?v=Qfjfj9_9p0k

    www.youtube.com/watch?v=uNv_oGdEMXQ&feature=related

    www.youtube.com/results?search_query=hans+s%C3%B6llner+nordw
    ind&search_type=&aq=o


    Noch paar Regge-Songs made in Bavaria. Insbesondere "Mei Angst" ist sehr empfehlenswert.

    Liebe Grüße

    Ben
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#111 MikeAnonym
  • 22.12.2009, 18:38h
  • Mir gefällt hier der Gedankenaustausch. Man bekommt das sichere Gefühl, dass in ferner Zukunft
    Einreise-/Konzertverbote, Buttersäure u.ä.
    vielleicht nicht mehr nötig sind. Sehr positiv für
    die nächste Generation.
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#112 stromboliProfil
  • 23.12.2009, 10:58hberlin
  • Antwort auf #110 von Ben
  • ich bin dir nicht böse.. ich zeige dir nur die nahe verwandschaft im denken auf.
    Schnell daher gesagtes zeigt oft innere wahrnehmungen,haltungen auf...

    "Sie als Faschisten zu bezeichnen"...; nun ich bezeichne einzelne personen die sich mit inhalten/texten hervortun als faschisten, weil offensichtlich eine innere logik hin zu faschistischen "wollens" vorhanden! "Ausrotten" wäre dabei ein hervor zuhebendes beispiel! Die eingesetzten mittel sind dabei unerheblich; es geht ums ziel! Und das verzeihe ich diesen leuten NIE!
    Und wer sagt, dass der faschistische charakter nur auf die weiße "rasse" beschränkt sein muß; herrenrassen entwickeln sich auf jedem völkisch orientierten mist. Und die rasta -heilslehre ist eben auch eine völkisch sich begründende ... eben noch ein erwähltes volk vor gott.

    Das die beschäftigung auf mehreren ebenen laufen muß und eben nicht nur auf der der "musik- und kulturgerechten", ist die forderung, die seit beginn dieser "unerschöpflichen" diskussion an dich gestellt wird; ohne erfolg! Wir müßten aber auch hinter die/deren kultur blicken wollen, um die inhalte zu beurteilen. Ich beschäftige mich vornehmlich mit der verführbarkeit und verfügbarkeit meines eigenen kulturkreises. Dabei analogien sehend, die in scheinbar ursprünglich anderen kulturkreisen auftauchen.Vieleicht ( wohl wahrscheinlich!) ergebnis einer seit 2jahrhunderten bestehenden globalisierung. Die these vom auserwählt sein, hin zur bereitschaft dieses auch mittels körperlichen einsatz zu beweisen, erleben wir nun täglich: ... jugoslawien, ruanda, äthiopien, sri lanka... ; und überall reflexartige sich davorsteller!
    Übrigens wurde bereit in einem der frühen sizzla threats bereits der kulturelle ursprung der homophobie in jamaika beleuchtet aber auch der der letzen jahre; der kriminalisierung des dancehallgewerbes durch seine protoganisten die logisch im obigen
    falle spitze des eisberges darstellt.

    Und ich halte es als aufgabe der betroffenen ,(UNS) zu verhindern dass solches gedankendut weiter verbreitet wird !
    Grundsätzlich!
    Über die mittel (!) ist zu streiten! Wird aber mangels eigeninitiative aus der szene heraus und mittels mangel an solidarität mit uns, ein einseitiger casus belli draus, ist die anwendung aller mittel berechtigt ! Blokade, auftrittsverweigerung, dauerproteste legitimes mittel der gegenwehr.

    Auch wenn ich über die verbindung historischer analyse zum schluß komme, dass da historische "aufarbeitung" staatfindet, die sklaverei, die immer noch bestehende ausbeutung künstlerisch sichtbar gemacht werden soll , so dies doch nicht auf kosten ANDERER!

    "ein Dialog mit den Fans wird vereitelt, da sie sich reflexartig vor die Musiker stellen."
    damit ist doch alles beschrieben..
    ausser reflexe nicht neues!

    Beschäftigen sich die fans mit der terminologie der texte? Nein , sie geniesen die musik.
    Andere generationen hatten andere musikstile zum einlullen... märsche, zum durchschreiten der tore mit klingendem spiel... kommt von den stadtmauern, die man durchschritt um die nächste mauer zu erobern...
    Und mit klingendem spiel .. die fahnen hoch, die reihen fest geschlossen, übte eine andere generation rythmischen gleichklang...
    Die war mindest so begeistert wie heutzutage jugendliche vom rapp oder dancehall. Was sagt uns das? Austauschbar die melodie; gleich immer der gemeinschaftseffekt des erlebens. Dabei wird früher wie heute , nicht auf den text und seine umsetzbarkeit ins reale geachtet. Oder doch???
    Das ergibt sich so nebenbei. Was den konsumenten eben auch vom produzenten unterscheidet: der produzent bedient oder erfindet ein "bedürfnis" ; der konsument konsumiert nur! Ansonsten wäre er selbst "erschaffender"! Aber auf der grundlage: über was kann ich mich mit den "fans" unterhalten?
    das scheitert ja an dir ebenso... und du bist nicht auf den kopf gefallen.

    Zu musik und meine beziehung dazu folgendes:
    Ich liebe eine guten rap wenn er vorgetragen von kids, die lebensverhältnisse widerspiegelt unter denen sie leben.. auch im "gefühlten sinne"!
    Und ich liebe die übertreibung weil altersgemäß berechtigt!
    Aber ich verachte die gewollte inzenierung einers pseudolebenshaltung: ich verachte den neuköllner kid der sich die bronxattitüde meint umhängen zu müssen um dem coolness zu genügen. Das ist aneignung einer fremden persönlichkeit. Phänomenologisch könnte man das als jugendkultur erklären, aber sie geht auch tiefer in die gesamtgesellschaftlichen unfähigkeit betreffs der eigenen identitäten.

    Ein bayrischer reggae nimmt die eigene "heimatmusik " aufs korn; verfremdet und stilisiert so eigene tradition. Wenn in jamaika der jodler und die schrammel in die musik einfließt, würd auch da die eigene heimatmusik einer ironischen entfremdung unterworfen.
    Hier aber reden wir immer noch von stilmitteln, nicht von den herübergebrachten inhalten:
    Was das unreflektierte alpenglühn so ermüdend macht wie den sonnenuntergang mit meeresrauschen, ist die darin transportierte aussage des verinnerlichten heimatbegriffes. Heimat die geschützt werden muß, heimat die unübertrefflich über anderem steht, dem man sich unterordnet, dem man am ende sein leben weiht...
    Schönheit, ein weiterer inhalt der vermittelt wird; schönheit die zerstört wird von äusseren einflüssen und fremden/m. Da ist von selbstironischer wahrnehmung des eigenen tuns nicht mehr viel zu sehn.
    Auch hier noch mal die volte hin zum gangsta/dancehall/rapp...: Eine wirkliche spiegelung der eigenen gesellschaftlichen funktion und tätigkeit wird nicht sichtbar!
    Lediglich die aus der eigen konstruierten schein(!)welt entstehenden konflikte werden sichtbar... verteilungskämpfe im drei vierteltakt der sprachkaskaden. Wer bekommt was! Wer hat das größere gehänge und wer den größeren wagen. Ursachenanalyse gleich null!
    Aber vieleicht auch, weil nicht mehr in der lage dazu! Vieleicht eine art stockholm-syndrom der loosergesellschaften dieser welt.

    Wir schwule haben in unserer geschichte gelernt, die uns betreffende verfolgung durch die sicht der uns verfolgenden wahrzunehmen! Lernt ihr , euer verfolgen durch die brille der verfolgten wahrzunehmen!
    Zumindest würdet ihr euch nicht mehr so ernst nehmen ... dessen bin ich mir sicher. Und dass wäre ja auch ein anfang!
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#113 stromboliProfil
  • 23.12.2009, 11:20hberlin
  • Antwort auf #110 von Ben
  • Einschub zu heimat und schönheit, nicht die werte vergessen:
    werte, die sich aus traditionellem begründen: familie auf der sich alles aufbaue! Rollenverständnis, dass nicht zu durchbrechen ist.
    Funktionalität der geschlechter!
    Eherne regeln! ???
    Auch hier der bezug zum faschistischen ideal!
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#114 LorenProfil
#116 Good ol friendAnonym
#117 BenAnonym
  • 23.12.2009, 14:22h
  • Antwort auf #114 von Loren
  • Ich meinte ein Gesetz (etwa die Einreise betreffend), dass es auch ermöglicht den Künstlern ein Konzert zu verbieten, ohne dass die Gefahr der Äußerung homophober Inhalte besteht.
    Und interessanterweise bestand diese Gefahr bisher bei keinem Künstker in den letzten Jahren, sonst hätte es ein behördliches Auftrittsverbot gegeben.

    @ Stromboli
    Wie du sie bezeichnest ist mir herzlich egal. Ich empfinde nur das Wort "Faschist" als Totschlagargument, wenn gar nichts mehr greift und wird daher in diesem Zusammenhang nicht verwendet. Zumal es mit dem Faschismus Italiens denkbar wenig gemein hat. Aber gut, nenn sie wie du willst.

    Ich empfinde es übrigens auch schon nicht kultur-und musikgerecht, wenn die bloße Äußerung homophober Inhalte, etwa des von dir genannten "Ausrotten Wollens" mit dem tatächlichen Wunsch physischer Gewalt gleichgesetzt wird. Dass dies häufig nicht gemeint ist, dafür spricht,dass sie als bibelfeste Menschen streng gegen Tötungen sind ("Du sollst nicht töten"). Insofern spricht also vieles für eine andere Auslegung. Solltest du ernsthaftes Interesse haben, dich damit zu beschäftigen, dann solltest du mal nach Carolyn Cooper von der University of the West Indies suchen. Sie ist Expertin bezüglich der Auslegung der Reggae- und Dancehalltexte.

    Aber um zu vermeiden, dass du mich falsch verstehst, so sei zum wiederholten Male darauf hingewiesen, dass ich als Konsument dieser Musik kein Interesse an Texten habe, die mir das Gefühl geben, wir hätten die Reichskristallnacht noch vor uns. Also um den Bogen zu schließen, soll oben genanntes keine Rechtfertigung dafür sein, dass homophobe Texte geäußert werden dürfen. Zumal sich eine andere Auslegung für den Konsumenten ohne größeres Hintergrundwissen (wie eben dir und anderen 99 %) nicht erschließt.

    Was die Konzertverbote betrifft, so begrüße ich Proteste gegen Äußerungen und eine entsprechende Anprangerung, allerdings halte ich nichts von Verboten hierzulande, wenn nichts geäußert wird. Die Gründe wurden insgesamt ja schon mehr als hinreichend dargelegt. Insbesondere sei aber gesagt, dass ich es schrecklich fände, wenn Homosexuelle auf Jamaika unter Konzertverboten hierzulande leiden müssten. Und dass auch noch bei Konzerten auf denen nichts Homohobes geäußert wird. Dass dir dir die Erschließung des eben Gesagten leichter fällt, so führere dir mal folgenden Link zu Gemüte, insbesondere die Kommentare bezüglich eines Auftrittsverbots Bounty Killers in Europa.

    www.yardflex.com/archives/002414.html

    Vielleicht verstehst du jetzt, was ich meine...

    Liebe Grüße

    Ben
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#118 LorenProfil
  • 23.12.2009, 14:48hGreifswald
  • Antwort auf #112 von stromboli
  • Eine Ergänzung:

    "mangels eigeninitiative aus der szene heraus"

    Ich habe in einem Dancehall-Forum gelesen, dass
    nach dem Sizzla-Konzert auf der Aftershow-Party
    von sog. "Soundsystems" Dancehall-Songs mit homophoben Liedinhalten en bloc gespielt wurden und die Partygänger darauf besonders abfuhren . Der Schreiber selbst war entsetzt darüber. Es gibt aber auch in den Foren
    Leute, die der Meinung sind, das Publikum müsse selbst mehr tun, um das Abspielen dieser
    hate lyrics und das Darbieten solcher Inhalte auf Konzerten zu unterbinden. Auch da gibt es muntere Diskussionen pro und contra.
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#119 LorenProfil
  • 23.12.2009, 15:07hGreifswald
  • Antwort auf #118 von Loren
  • Nachtrag:

    Die Fans aus der Reggae-/Dancehall-Szene sollten sich m.E. selbst organisiert in eine Art von Selbstreingungsprozess begeben, sich mit den Lied-
    inhalten kritisch da auseinandersetzen, wo es neben der Homophobie z.B. auch um das vermittelte (Rollen)Bild der Frau geht und dann Druck auf Veranstalter, Künstler, Plattenfirmen etc. ausüben (z.B. durch Konsumverzicht, aber auch durch klare Ansprachen), wo Inakzeptables gesungen, abgespielt, beworben etc. wird. Auch
    in diesem Zusammenhang scheint es Diskussionen zu geben, wenn man sich in den einschlägigen Foren umschaut, wobei sich manche über diese Textinhalte auch aufregen,
    während andere jegliche Zensur ablehnen.
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#120 BenAnonym
  • 23.12.2009, 15:13h
  • Antwort auf #118 von Loren
  • @ Loren

    Ist natürlich schwierig, was man als Konsument machen will, wenn homophobes Zeug gespielt wird. Da Sound Systems (ja anders als die meisten Radios ) immer verschiedene Sachen spielen und es ja nicht absehbar ist, was einen Konsumenten erwartet. Sollten aber indizierte Sachen gespielt werden, ist der Fall natürlich eindeutig und sollte entsprechend zur Anzeige gebracht werden.
    In München im Backstage ist mir derartiges aber nicht bekannt. Auch von den großen Soundsystems "Sily Walks Movement" und "Pow Pow" (mit beiden arbeitet Gentleman regelmäßig zusamnmen) ist mir nicht bekannt, dass homophobe Sachen gespielt werden. Jedenfalls als ich die Konzerte besucht habe.

    Liebe Grüße

    Ben
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#121 stromboliProfil
  • 23.12.2009, 15:17hberlin
  • Antwort auf #118 von Loren
  • das hättest du eigentlich ben #117 schreiben müssen!
    Der verwechselt ständig wirkung mit ursache.

    Klar, da ist ein gehöriges potential vorhanden das sich in der "hinterstube" breit macht und den unverstandenen propagiert.

    Faschist ist zwar eine namentlich italiensiche bezeichnung der symbole; in der wissenschaftlichen aufarbeitung aber sehr wohl auch sammelbegriff inhaltlichen verhaltens..
    zusätzlich durch die einbeziehende spezialisierung des nationalsozialistischen gedankengutes vom antisemitismus, ergibt sich ein nützliches handlungs - vokabular .
    Sicher; oft sich wiederholend und nicht immer am richtigen platz eingefügt. Hier erscheint es mir angemessen.

    Vieleicht werden nach uns, andere begriffe diese ablösen: "jamaikaimus" als synonym für fremdenfeindlichkeit seitens farbiger gegenüber "andersartigen"??

    Du solltest mehr über die wurzeln der faschistisch/national"sozialistischen" botschaften nachlesen, ich werde mir deine Carolyn Cooper mal vornehmen. Aber hoffentlich empfehlst du mir nicht eine Nolte_jamaika historikervariante, die schön schreibt, was schön klingen soll...

    Zum gebot: du sollst nicht töten! Da solltest du die kirchengeschichte insgesamt lesen!
    Es würde dir den atem rauben bezüglich der übertrittserlaubnisse, die sich diese verbrecherbande selbst gibt.
    Mach mich nicht zum manipulierten trottel hier!
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#122 stromboliProfil
#123 BenAnonym
  • 23.12.2009, 15:28h
  • Antwort auf #119 von Loren
  • Ich glaube, dass dieser Selbstreinigungsprozess schon begonnen hat. Zum einen wurden den Fans durch Proteste die Augen geöffnet (jedenfalls zum Teil), zum anderen reagiert das Publkium bei Konzerten bei Widergabe homophober Äußerungen sehr sehr allergisch (wo bei auch zuzugeben ist, dass andere dies auch bejubeln ).
    Auch was CDs angeht, sind die meisten problematischen Sachen mittlerweile indiziert.
    Was die "Zensur" angeht, ist es natürlich vollkommener Blödsinn, wenn Leute diese gänzlich ablehnen. Die Grenze des akzeptablen sind immer die Rechte Dritter. Dies zu akzeptieren fällt übrigens deutschen Fans deutlich leichter, als Fans im anglo-amerikanischen Raum, was durch ein anderes Freiheitsdenken zu begründen ist.

    Liebe Grüße

    Ben

    P.S. Da passt doch wohl kaum ein Lied besser als
    www.youtube.com/watch?v=wlUSwcuY29I
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#124 daisyAnonym
#125 BenAnonym
#126 BenAnonym
#127 BenAnonym
  • 23.12.2009, 17:02h
  • Den Bewertungen zu urteilen, ist es mir offensichtlich nicht möglich, überhaupt etwas sinnvolles zu sagen.

    Diese Bewertungsfunktion ist doch der größte Müll. Dadurch wird man direkt eingeschüchtert, seine Meinung frei zu vertreten. Zumal hier Leute nur nach ihrem Namen und nicht nach dem Inhalt bewertert werden.
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#128 LorenProfil
  • 23.12.2009, 17:38hGreifswald
  • Antwort auf #117 von Ben
  • Mir scheint, du verläufst dich da in einer Denkrichtung, die in der ganzen Diskussion (über dieses Forum hinaus und auch in der Zukunft) nicht eingeschlagen werden sollte. Ursache der Gewalt gegen Schwule (physisch oder psychisch,
    im Morden wie im Unterdrücken selbstbestimmten
    Lebens) ist nicht der Widerstand der LGBT außerhab Jamaikas gegen Auftritte der Sänger, die
    gegen Schwule zu Felde ziehen. Ursache ist eine
    schwulenfeindliche Gesinnung, die hier einen (wei-
    teren) Grund konstruiert, Schwule zu verfolgen.
    Deine Denkrichtung könnte zu der (falschen) Schlussfolgerung verleiten, die Schwulen in ihrem
    Widerstand hier seien verantwortlich (und damit Täter) für die Verfolgung der Schwulen dort. Auch so kann man Opfer zu (mittelbaren) Tätern umdefinieren, denn Schwule sind auch hier Opfer (nicht nur wegen der Gesetzeslage, sondern auch als Gewaltopfer; als Menschen,
    denen z.B. in ihrer Jugend oft Jahre ihres Lebens geraubt werden, da sie aus Furcht vor
    Diskriminierung und Ablehnung sich selbst ver-
    leugnen; als Familienmitglieder, die beim Weih-
    nachtsfest den Nachwuchs ihrer Geschwister ge-
    feiert sehen, während über ihr Privatleben
    "schamvoll" geschwiegen wird etc.). Daher sollte diese Denkrichtung m.E. für einen Schwulen eine no go area sein.

    Interessanter erscheinen mir da die von dir in #117 verlinkten Kommentare mit ihren häufigen
    Begründungen der Ablehnung der Homosexualität durch die Bibel/den Glauben.
    Hier zeigt sich doch m.E. eine quasi totalitäre
    Gesinnung der Schreiber, die meinen, aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen über das Leben und Lieben ihrer Mitmenschen bestimmen zu dürfen (eine leider nicht selten anzutreffende
    freiheitsfeindliche Gesinnung, quer durch die Re-
    ligionsgemeinschaften dieser Welt bei ihren fun-
    damentalistischen Anhängern zu diagnostizieren). Da verläuft dann ein Graben jenseits der Diskussion um Reggae/Dancehall
    oder Zensur/freie Meinungsäußerung, da geht es
    nämlich um selbstbestimmte Lebensgestaltung
    in freier Entscheidung vs. Unterdrückung und
    "Ausschaltung" unerwünschter -der eigenen reli-
    giösen Überzeugung nicht entsprechender- Formen des (vielfältigen) menschlichen Seins.
    Eine Thematik, die gerade die freiheitsliebenden Reggae-Fans schmerzen dürfte, weil sie ihre (selbstdefinierte) Identität
    hinterfragt und sie ihrerseits als Teil eines Ge-
    sellschaftssystems (remember babylon) in den
    Fokus nimmt, dessen elementare Bausteine Aus-
    grenzung, Diskriminierung, Unterdrückung, das
    Recht des Stärkeren (hier: der Mehrheit) und Ausbeutung (auf Kosten der Schwächeren, hier:
    der Schwulen als Feindbilder in den hate lyrics)
    sind. Ein Thema für eine Staats- oder Doktorarbeit für Reggae-Freaks! Ein Titelvorschlag: "Reggae in Babylon. Musik im Widerstand gegen das System oder Musik als Erfüllungsgehilfe der Repression? Eine kritische Analyse gesellschaftskritischer Reggae- und Dancehall-Songs und ihrer Rezeption".Wer wird sie schreiben? Du?
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#129 LorenProfil
#130 BenAnonym
  • 23.12.2009, 19:13h
  • Antwort auf #128 von Loren
  • @ Loren
    Ich wollte keine Homo-Aktivisten hierzulande als "Täter" hinstellen. Ich habe quasi nur laut darüber nachgedacht, wie man Homosexuellen auf Jamaika wirklich helfen kann. Ich habe ja sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Proteste richtig und wichtig sind mit Ausklammerung der Konzertverbotsforderung. Ich hatte, da den Beitrag von Lupo aus einem anderen Thread im Hinterkopf, den du dir gerne an dieser Stelle nochmals zu Gemüte führen kannst.

    "Ich möchte noch folgende e-mail online stellen. Sie wurde geschrieben vom Jamaica Forum for Lesbians, All-Sexuals and Gay, am Anfang diesen Jahres. Wer Zweifel an der Authenzität hat, möge sich bitte an j-flag.org wenden. Es ging um einen Boykott-Aufruf in den USA, der dazu geführt, daß j-flag in Jamaika in extreme Schwierigkeiten gekommen ist:

    (...)
    In the global arena in which we operate today, events in one place can and do have repercussions in another. Concomitantly, information about occurrences in different places across the globe is easily accessible everywhere. We believe that any overseas entity or organisation seeking to agitate for change in a context with which it has only passing familiarity should first do its homework to ensure that it does not do harm to its credibility and ultimately to the cause of the local community whose interest it seeks to defend.

    It is unfortunate that the organisers of the current campaign to boycott Jamaica have failed in the key area of fact finding. The misguided targeting of Red Stripe does tremendous damage to a process of change that we began almost 11 years ago. The boycott call has now left us not only with our persistent day to day challenges but with a need to engage Red Stripe and attempt damage control as a result of actions that we did not take. Against this background, we would like to reiterate that while we appreciate the support given by our international allies, and understand their impatience for change, we who live in Jamaica best know and understand the dynamics of our situation. We also know that change is a slow and tedious process and those engage in it must be patient.

    Jamaica’s deeply ingrained antipathy towards homosexuality and homosexuals is a social phenomenon that will not be undone by boycott campaigns or government dictate. It requires the painstaking effort of confronting the society and talking to social actors who can bring change in the way society sees LGBT people. We have been doing this through a small but growing group of increasingly aware opinion leaders who are concerned about the damage homophobia does to our society. We need those ears to continue being open to us and we need the relative safety that some of us have been given to speak to them.

    It is important that our international allies understand the nature of our struggle and engage us in a respectful way about it. Unless they are willing and able to lead the struggle in the trenches as we have done, it is important that they be guided by us. To do otherwise would be to act in a manner that destroys the space for dialogue that we have managed to create over the past decade and to set back our struggle. It is for this reason that we urge those in the international arena who seek to act in our name and on our behalf to do so not only with the utmost care and responsibility but also with due consideration for our efforts and concerns as members of the local activist community.

    Sincerely,

    Jamaica Forum for Lesbians, All-Sexuals and Gays"

    Dass man sich daran nicht halten muss, ist natürlich auch klar, schließlich hat J-Flag hierzulande nichts zu melden. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man die Bedürfnisse Homosexueller Jamaikaner nicht außer Acht lassen sollte und etwaiges Vorgehen mit J-Flag abstimmen sollte. Aber ist ja nur ein Vorschlag.

    --> "Ein Titelvorschlag: "Reggae in Babylon. Musik im Widerstand gegen das System oder Musik als Erfüllungsgehilfe der Repression?"

    Der Vorschlag ist zu genial, wäre in der Tat eine Üblegung wert, wenn ich mit dem Referendariat fertig bin

    Liebe Grüße

    Ben
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#131 daisyAnonym
#132 LorenProfil
#133 LorenProfil
#134 LorenProfil
  • 24.12.2009, 00:42hGreifswald
  • Antwort auf #130 von Ben
  • Die Aussagen von J-FLAG beziehen sich doch nicht
    auf Konzertverbote. Kannst du unten nachlesen oder
    in meinem Zitat: "Jamaican LGBT group (J-Flag) want a global boycott of Buju Banton over his re-
    peated violations of the Reggae Compassion Act
    (RCA). They want his US concerts cancelled. So do
    black LGBT groups in the UK." (Peter Tatchell am
    07.10.2009)

    www.ukgaynews.org.uk/Archive/09/Oct/0701.htm

    Habe das neulich auch irgendwo in Original von J-FLAG gelesen, finde es aber auf die Schnelle
    nicht im www.

    Zum Vorschlag bezüglich der schriftlichen Arbeit:

    Ist durchaus ernst gemeint und könnte für alle
    Seiten hilfreich sein bei differenzierter Analyse
    (auch für die Hardcore-Fans zur Selbstreflexion ). Könnte Unerwünscht-Erstaunliches zu Tage fördern. Aber mach dich auf Kritik (von allen Seiten) gefasst (nicht nur in Form dämlicher roter Kästchen). Wer anderen den Spiegel vors Gesicht hält, muss aufpassen nicht damit erschlagen zu werden . Einer, der sich wohl mit dem Thema Homophobie und Reggae schon länger beschäftigt, ist der Musik-
    journalist Uli Güldner (schreibt auch in Riddim).
    Er ist nicht everybody's darling, was ich grundsätzlich sympathisch finde.

    Weihnachtliche Grüße aus Köln ins (verschneite?) München

    Loren
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#135 Good ol friendAnonym
#136 BenAnonym
  • 24.12.2009, 02:37h
  • Antwort auf #134 von Loren
  • @ Loren

    Ob ich hier mit roten oder grünen Kästchen bewertet werde, ist mir egal. Was ich sage, ist nur meine Meinung. Was die universelle Wahrheit ist, kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nicht, wo sie liegt. Vielleicht irgendwo dazwischen.

    Hab den Beitrag nicht näher verfolgt und habe mich nur darauf verlassen, dass es sich auf Konzertverbote bezieht, wie es geschrieben wurde. Es war leider keine Quelle angegeben. Danke für den Hinweis und Entschuldigung für die Fehlinformation.

    Wie gesagt, ich finde es völlig legitim und vor allem richtig, wenn gegen homophoben Dreck angekämpft wird. Wie bereits gesagt, will ich ebenfalls nicht mit Liedgut konfrontiert werden, dass mir das Gefühl gibt, wir hätten die Reichskristallnacht noch vor uns. Ich kann es moralisch nachvollziehen, wenn sich Leute für Konzertverbote einsetzen, ich kann die Leute verstehen, die sich für das Stattfinden der Konzerte unter Ausslassung homophober Inhalte einsetzen.
    Das Einzige wogegen ich entschieden bin, ist, wenn diese Reggae- und Dancehallkünstler zum Anlass genommen werden, um "unsere" Sicherheitsgesetze zu verschärfen, die ein behördliches konzertverbot ohne die Gefahr homophober Äußerungen ermöglichen. Und dies hat ausschließlich mit persönlicher Abneigung gegenüber dem Sicherheitsfanatismus zu tun, der insbesondere seit den Anschlägen vom 11.9.2001 in New York kaum mehr Grenzen zu kennen scheint.
    An dieser Stelle sei auch an dich ein großes Lob ausgesprochen, da du ein immer fairer und gut informierter Diskussionspartner bist, bei dem Forderungen nach Konzertverboten wenigstens "Hand und Fuß" haben.
    Danke für den Tipp mit der Arbeit, wäre wirklich eine überlegenswerte Sache. Bin mir aber nicht sicher, ob das für Jura allzu geeignet ist, da zumindest nach der bisherigen Rechtlage das Auftreten ohne Gefahr homophober Äußerungen unpoblematisch möglich ist. Aber mal schauen, ob man vielleicht ein schönes Thema in diese Richtung formulieren könnte. Zumal es vielleicht dann auch ein Werk wäre, dass nicht nur in irgendeiner Bibliohtek vor sich hinstaubt.
    In diesem Sinne

    Schöne und vor allem friedliche Weihnachten aus dem (leider, leider) verregeneten München

    Ben
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#137 stromboliProfil
  • 24.12.2009, 09:17hberlin
  • Antwort auf #136 von Ben
  • "Bin mir aber nicht sicher, ob das für Jura allzu geeignet ist, da zumindest nach der bisherigen Rechtlage das Auftreten ohne Gefahr homophober Äußerungen unpoblematisch möglich ist."

    so ganz nebenbei erfindest du das rad neu: "unproblematisch"!
    In dem wort ist alles enthalten, was die ganze diskussion so absurd macht: in dem moment wo wir es zu verhindern suchen unproblematisch über uns her zu ziehen, entdecken wir den gesetzlichen schutz... GEGEN UNS!
    Gut; ich plädiere ohnehin dafür, sich nicht auf gesetze zu verlassen weil auslegbar und in der regel (früher immer, nun seltener) gegen uns ausgelegt wurde.

    Aber wenn ein rechtsmittel sich ergibt, ist auch die nutzung ins auge zu fassen.
    Wie umgekehrt rechtsmittel genutzt und mißbraucht werden siehe linkbeispiel :
    www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/burka-nur-noch-beim-ka
    rneval/

    ; die interessenslage hinter den kulissen erkennen sollte von uns gelernt werden, nicht das hinterherlaufen hinter falsch auslegbaren begriffen.
    Das du von 9/11 her ausholen mußt um uns einzureden wir würden beim nutzen der rechtspfründe nur den orwellchen überwachungsstaat fördern, ist hanebüschen. Freier reiseverkehr für antisemiten ? Oder ku klux klan, hauptsache sie reden nicht öffentlich auf bezahlten veranstaltungen.. was im hinterzimmer dann noch abläuft bleibt privates! Diese sicht ist endweder blauäugig oder extrem einseitig...
    Und; den „überwachungsstaat“ zu verhindern setze ich meine energie an anderen punkten an!
    Erkennen politischer optionen will auch gelernt sein.

    Bob Dylan; jottchen, wer da alles zur beweisführung herhalten muß... der gute bob würde bei kenntnis der texte denen nicht mal einen blick würdigen , geschweige den ein lied widmen...

    Noch mal zu dir zurück: "Insbesondere sei aber gesagt, dass ich es schrecklich fände, wenn Homosexuelle auf Jamaika unter Konzertverboten hierzulande leiden müssten"...
    Eine argumentation, die in den 30zigern ebenfalls die amerikanischen juden hatten; insbesondere die hollywood beeinflußenden studiobosse wie Meyer ( metro-goldwyn-meyer), Cohen (Columbia) , Warner Brothers, sorgten sich um die möglichen repressialien, obwohl mittels der ankommenden emigranten alle ereignisse offen bekannt waren. Bis chaplins großem diktator, gibt es keine gegenreaktion, kein öffentliches verurteilen durch die jüdische gemeinschaft! Im gegenteil: rabbis mit einfluß verhindern dokumentarfilme und vortragsreihen...
    „Ein eigenes Reich“
    Wie Jüdische Emigranten HOLLYWOOD Erfanden... Neal Gaber im berlin verlag...
    ------------
    Es geht offensichtlich um die selbstschutzreaktionen die uns selbstverleugnung abfordern. Aber sich verstecken bedeutet nicht, nicht gesehen zu werden. Das müssen wir auch von unserer aussensicht her begreifen; wir schützen sie ( die jamaikaschwulen) nicht durch verschweigen, wir schützen sie nur, indem wir öffentlichkeit herstellen. Das muß die jamaikanische comunity begreifen! Das ist auch eine frage der radikalität mit der sich gewehrt wird.

    Nicht die verhinderung des auftrittes selbst ist die zielrichtung, sondern die öffentliche blamage , dass an den pranger stellen! Im bewusstsein wird homophobie so zu einem sichbaren makel die fragen ,zweifel, widerstand auslösen. Eine frage der zeit und sicher auch eine frage unseres wollens!

    Auf weihnachtsgrüße verzichte, ich da es die "geburtstunde" jener religionen feiert, die unsere unterdrückung, unsere verfolgung beinhaltet!
    Hier grüße zu schicken, ist wie einem juden eine freifahrtkarte für auschwitz schenken zu wollen: so erbärmlich tief möchte ich doch nicht angesprochen werden! Das ist für einen schwulen purer, selbstzerfleichender, gedankenloser zynismus! &
    dem rest: stressfreie tage bei dem kollektiven wohlfühlwahnsinn um uns herum...
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#138 ZiviAnonym
  • 24.12.2009, 10:08h
  • Antwort auf #137 von stromboli
  • erinnert an juso strategien der 70er und 80er.
    anträge stellen bis die alten einschlafen oder
    die versammlung verlassen.

    an infoständen die aktivsten verteiler der
    gegner in stundenlange diskussionen verwickeln.

    auf der straße funktioniert das so.

    hier führt es zu top-positionen bei
    meist gelesen, meist kommentiert.

    garniert mit der unverschämtheit, wertende
    user, die nicht seine meinung vertreten, als
    dumm zu bezeichnen, gerade mal der buchstebenfolge der nicks nach.

    fazit: einreise-/konzert-verbot, proteste u.a. buttersäure.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #137 springen »
#139 BenAnonym
  • 24.12.2009, 12:10h
  • Antwort auf #137 von stromboli
  • @ Stromboli
    Ich weiß gar nicht, was du dich so aufregst. Bisher gab es nun mal keinen Fall, bei dem einem Reggae-Künstler durch behördliches Einschreiten der Auftritt vereitelt wurde. Weil eben nie die Gefahr der Kundgabe strafrechtlich relevanter Äußerungen bestand.

    Ansonsten bleibt alles beim Alten. Du hast Recht, ich nicht. Alles was ich sage ist scheiße, alles was du sagst ist richtig und die einzige Wahrheit.

    Und speziell für dich stromobli

    Atheistische und antifaschistische Grüße

    Ben
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#141 ..and a happy...Anonym
  • 24.12.2009, 15:23h
  • Antwort auf #140 von Loren
  • Letzten Donnerstag gab der amerikanische Präsident Obama persönlich den Befehl zu amerikanischen Luftschlägen gegen den Jemen. Dabei fanden viele Zivilisten, auch Frauen und Kinder, den Tod.
    Die Kampfflugzeuge der USA setzten Cruise Missile Raketen gegen vermutete Lager von Al Qaida in dem etwa 480 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Sana’a in der Region Maajala gelegenen Dorf Abyan ein. Außerdem im Kreis Arhab, 60 Kilometer nordöstlich von Sana’a. Augenscheinlich waren die amerikanischen Luftschläge mit der von den USA unterstützten Diktatur des jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh koordiniert worden, dessen Militär neben den beiden Orten noch ein drittes Dorf angriff. Dabei wurden etwa 120 Menschen getötet, wie ein Sprecher der jemenitischen Opposition angab.
    Örtliche Beamte und Zeugen aus dem Gebiet Mahsad, wo die schlimmsten Bombardierungen stattfanden, berichteten über mehr als 60 Tote, vorwiegend Zivilisten. Nach ihren Angaben sei das Ziel der Bombardierungen kein Stützpunkt der Al Qaida gewesen.

    www.youtube.com/watch?v=xBU315C8uSI

    Obama ist, wie der Kölner sagt, "en nette kääl",
    und auch die Töchter....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #140 springen »
#142 stromboliProfil
  • 24.12.2009, 16:45hberlin
  • Antwort auf #139 von Ben
  • lieb das du dran gedacht hast beim grüßen; dass lässt mich sanft träumen.

    Sizzla ist ja wohl über die schenninger vertragsregel die einreise verweigert worden... offen gestanden hab ich damit kein problem! Im schenniger raum hat er homophobes abgesondert... wenn auch nicht in deutschland. Ich/wir nutzen die europäischen verträge, um meine/unsere interessen zu schützen... wer macht das nicht?

    Ich sage nicht, dass das was du denkst scheiße ist; ich sage dass du falsch denkst, für uns von möglich fataler auswirkung.
    Schaffen wir die gesetzlichen rahmen, um schutz für alle gewähren zu können, dann haben wir beide keinen streit. Wenn die gesetze nicht vorhanden oder nicht greifen, muß der betroffene sich selbst schützen! So und nicht anders sind die regeln!

    Zivi: seine rechte einfordern ist kein plauderstündchen und keine juso-strategie.
    Steter tropfen höhlt den stein, würde konfuzius sagen; den leuten einbleuen, dass unsere rechte nur von uns selbst kommen können, sage ich!

    gruß stefan
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#143 ZiviAnonym
#144 LorenProfil
#145 5. AdventAnonym
  • 25.12.2009, 14:48h
  • Antwort auf #144 von Loren
  • Obama hat eine Agenda.
    Die Agenda hat Obama...

    Amerikanische Armeekreise empfehlen eine ethnische Neuordnung fast sämtlicher Staaten des Nahen und Mittleren Ostens. Territorialverluste und neue Grenzziehungen betreffen unter anderem die Türkei, Syrien, den Libanon, Saudi-Arabien, Irak, Iran und Pakistan. Durch Auflösung ganzer Staatenverbände sollen neue Völkerrechtssubjekte entstehen, die nach Stammes- und Religionszugehörigkeit gebildet werden.

    "..Oh, and one other dirty little secret from 5,000 years of history: Ethnic cleansing works..."

    www.armedforcesjournal.com/2006/06/1833899/

    www.steinbergrecherche.com/geburt7.jpg

    www.steinbergrecherche.com/geburt8.jpg

    -----
    Die EKD-Ratsvorsitzende Käßmann schließt sich Lafontaine an und fordert raschen Abzug aus Afghanistan.

    EKD-Ratsvorsitzende: Einsatz so nicht gerechtfertigt

    www.spiegel.de/flash/0,5532,19180,00.html

    Na ? Wo und wie brennen die Lichtlein zur Zeit ?

    Mumbai

    rt.com/Top_News/2009-12-22/terrorist-cia-mumbai-attack.html?
    fullstory


    Die ca. 200 reichsten Familien der USA lenken mit Obamas Prokura (zusammengesetzt aus Berichten, offiziellen Zahlen und vorsichtigen Schätzungen) Bodentruppen:

    In Afghanistan
    aktuell: 417.000
    angepeiltes Ziel: über 700.000
    Streitkräfte unter US-Kommando im Irak: 635.000
    Der Iran sieht sich also – allein in den von den USA und ihren Koalitionären besetzten Nachbarländern Afghanistan und Irak – einer US-geführten Streitmacht von derzeit über einer Million Soldaten, Söldner und Paramilitärs gegenüber. Diese Streitmacht soll noch auf über 1.3 Millionen erhöht werden.
    Die Streitkräfte Pakistans, welches eine unruhige Grenze mit dem Iran teilt, muss man zumindest einkalkulieren: 700.000 (ohne US-Einheiten). Nicht zu vergessen die Landstreitkräfte des ebenfalls an den Iran grenzenden Nato-Mitglieds Türkei: rund 500.000 Soldaten.
    Dazu kommen noch sämtliche Seestreitkräfte der 5. US-Flotte, mit zwei Flugzeugträgern, atomwaffenbestückten U-Booten, 20 High-Tech-Kriegsschiffen und 20.000 Marinesoldaten (28), welche permanent direkt vor Iran den Persischen Golf rauf und runter patroullieren. Die 5.Flotte untersteht dem Zentralkommando und damit seinem Chef Petraeus.

    Petraeus wird vermutlich der nächste US-Präsident sein.
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#146 stromboliProfil
#147 6. AdventAnonym
  • 25.12.2009, 22:04h
  • Antwort auf #146 von stromboli
  • Vom Mond aus siehst du das Auge besser.
    Du darfst allerdings nicht hinter dem Mond sein.

    Auge, hier grün

    de.wikipedia.org/wiki/Strategische_Ellipse

    Du kannst aber auch von der asiatischen Halbinsel Europa zur kleinen Insel Großbritannien und zur
    Rieseninsel USA schauen.

    War on water, wäre der korrekte Begriff.

    Wußte aber schon der britische Geograph Halford Mackinder.

    de.wikipedia.org/wiki/Heartland-Theorie

    Der us-amerikanische Demagograf Zbigniew Kazimierz Brzeziński hat's dollarisiert.

    In seinem Buch Die einzige Weltmacht (The grand Chessboard) skizziert er eine globale unilaterale Dominanz der USA, die an eine Durchdringung amerikanischer Interessen im zentralasiatischen Raum gekoppelt ist. Damit verbunden fordert er für die US-Außenpolitik, die Entwicklung der hier mit den USA konkurrierenden Großmächte China und Russland zu begrenzen, etwa indem man separatistische .

    de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski

    Die Chinesen legten bescheiden 1 US-Dollar auf
    das erste Feld des Schachbrettes. Auf's nächste doppelt soviel, und wieder doppelt soviel, usw.

    Die Höhe ihrer Dollarreserven entnimmst du Feld Nr. 42.

    www.mathekiste.de/neu2000/schachbrett.htm

    Die einen schreiben von Grand Chessboard, die anderen....
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#148 AquadrahtEhemaliges Profil
  • 25.12.2009, 22:42h
  • Antwort auf #146 von stromboli
  • Kämen noch die "seltenen Erden" hinzu !!!

    Das tödliche Monopol

    [12.08.2009]
    Alle Welt spricht vom Wettlauf der Giganten um Rohöl. Dieser Wettlauf ist noch nicht entschieden, jedoch für alle an der Zapfsäule spürbar. Überall greift die KPC nach dem Öl. Sudan, Iran, Venezuela und viele andere rohstoffreiche Staaten gehören zur Einflußsphäre der KPC. Unbemerkt von der Öffentlichkeit im Westen hat die KPC jedoch ein Wettrennen um Rohstoffe bereits gewonnen, wahrscheinlich der entscheidendste Schachzug der auf dem Gebiet der Rohstoffe, ausgeführt von langer Hand und mit tödlicher Präzision, unbemerkt vom Westen.

    Der Wettlauf um seltene Erden.

    1992 erklärte Deng Xiaoping kryptisch: „Der Nahe Osten hat Erdöl, China hat seltene Erde.“

    Damit war für seine Leute der Kampf um beides eröffnet. Diktator Jiang Zemin nahm den Faden auf und quakte 1999 einen Satz heraus, als er den Abbauplatz Baotou besuchte: "Verbessert die Entwicklung und erhöht die Benutzung der seltenen Erden und wandelt den Vorteil des Vorkommens in weltwirtschaftliche Überlegenheit."
    Seit den Neunzigern wurde die Strategie umgesetzt, alleiniger Weltlieferant zu werden.
    40 % aller Weltvorräte beim Öl werden im Nahen Osten vermutet. Die Preise der seltenen Erden liegen oft schon bei über tausend Dollar pro 500 g. Lutetium, Holmium (kostet sogar 10 USD/g ), Samarium, Ytterbium und wie sie alle heißen, sind aber für die gesamte moderne Industrie unverzichtbar. Ohne sie würde nichts mehr gehen, moderne Industriezweige zum Stillstand kommen, seien es Handys oder Atomkraftwerke, alle brauchen seltene Erden. Moderne Hybridautos brauchen etwa 20 bis 40 kg an seltenen Erden, die Anwendungen wachsen überproportional. Bei einigen der seltenen Erden ist die Situation bereits so, dass 97 % aller seltenen Erden von China verkauft werden, bei anderen ist das Monopol fast total, Arsen z.B..
    Der Verbrauch an seltenen Erden soll von 130000 t heute auf 200000 t in drei Jahren steigen, und es gibt nur noch einen Lieferanten.

    www.china-intern.de/page/wirtschaft-china/1251021210.html
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#149 LorenProfil
  • 25.12.2009, 23:52hGreifswald
  • Antwort auf #146 von stromboli
  • Der Chinesische Weg: Wirtschaftliche Beziehungen
    zum eigenen Vorteil nutzen, ohne sich weiter in
    die "inneren Angelegenheiten" des "Geberlandes"
    (welches um seine Rohstoffe erleichtert werden
    soll) einzumischen (sei es in Afghanistan; in Afrika,
    auch Uganda; seien es Geschäfte auf Jamaika wie die
    im Oktober vereinbarte Entwicklung des Mobilfunk-netzes durch eine chinesische Firma: Investitions-
    volumen ca. 23 Mdr. US-Dollar). Die Frage der Men-
    schenrechte im "Geberland" wird selbstverständlich
    ausgeblendet, so wie Menschenrechtler im eigenen Land zu langjährigen Haftstrafen verurteilt
    werden:jüngster Fall: Liu Xiabo, der für Demokratie, Meinungs-und Versammlungsfreiheit kämpft. Der Drache macht sich fit, um sich als nächste "Weltmacht" zu
    etablieren. Als ob die Welt mit einer nicht schon
    genug Ärger hätte .

    Was das mit der verheerenden Situation der Schwulen auf Jamaika zu tun hat? Nun, die Chinesen, die auch dort ihren Einfluss ständig vergrößern (erst im Januar diesen Jahres haben sie das Konfuzius-Institut University of the West
    Indies in Mona/Jamaika eingeweiht), werden mit
    Sicherheit nicht zu den Ersten gehören, die diesen Einfluss zur Verbesserung der Menschenrechtssituation auf Jamaika nutzen, getreu
    ihrer "Philosophie" des Nicht-Einmischens in die
    "Inneren Angelegenheiten" der Länder, von denen sie profitieren wollen. "Money makes the world go round" - demnächst vielleicht auch auf
    Chinesisch ein geflügeltes Wort.
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#150 haustürAnonym
  • 26.12.2009, 10:42h
  • Antwort auf #149 von Loren
  • Weltweit wird durch doppelte Standards der
    Menschenrechtsdiskurs immer mehr zur Travestie.

    Auch Bundesregierung und Bundestag pfiffen dieses Liedchen.

    Die Recherchen der von der EU im Dezember 2008 auf deutschen Vorschlag eingesetzten „Unabhängigen Untersuchungskommission zum Konflikt in Georgien“ führten zu einem Bericht der Kommission, der von ihrer Leiterin, der im Kaukasus und Russland sehr erfahrenen Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini, in Brüssel vorgestellt wurde und besagt, dass der Krieg in der Nacht vom 7. auf den 8. August von Georgien begonnen wurde.

    Unser Mann in Tiflis ??????

    A statement from the foundation read: "Members of the LGBT community were present in the office during the raid for a regular meeting of the Women’s Club. The men confiscated cell phones of all those present in the office, did not allow them to contact their families, and made degrading and humiliating remarks, such as ‘perverts’, ‘sick persons’, Satanists.

    www.pinknews.co.uk/2009/12/24/georgian-gay-rights-group-raid
    ed-by-police/


    www.youtube.com/watch?v=uyNocJFUloA
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#151 LorenProfil
#152 LorenProfil
  • 26.12.2009, 14:05hGreifswald
  • Antwort auf #151 von Loren
  • P.S.

    Dennoch halte ich die "Allgemeine Erklärung der
    Menschenrechte" (1948) weiterhin für eine gute
    Grundlage für die Bewertung politischen Handeln
    aller Regierungen weltweit und auch einzelner Po-
    litiker wie auch politischer Programme einzelner
    Parteien oder auch religiöser Organisationen. Aus ihr
    lassen sich auch Forderungen für Gesetzesvorhaben
    oder allgemeinere politische Handlungsziele ableiten:

    www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger

    Eine Erweiterung um den Menschenrechtsschutz
    explizit wegen der sexuellen Orientierung halte
    ich aber für erforderlich (übrigens auch im GG):

    dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/028/1602800.pdf

    M.E. verdient keine Regierung, kein Politiker, keine Partei, keine religiöse oder sonstige Orga-
    nisation Schonung, die in ihrem Handeln oder ihrer Programmatik nicht mit der Menschenrechtserklärung übereinstimmt.
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#153 Min ZhuAnonym
  • 26.12.2009, 14:26h
  • Antwort auf #152 von Loren
  • Daher machen auch die Verbrechen des einen Regimes die Verbrechen des anderen nicht weniger verbrecherisch!

    Bevor wir also angesichts des bösen US-amerikanischen Imperialismus (der zweifellos eine Tatsache ist) ein Loblied auf die anderen, neuen Imperialisten singen, die mindestens genauso radikal auf die Logik eines zügellosen Raubtierkapitalismus setzen, wenn es um ihre Interessen geht, und die hoffentlich auch niemand als Vorreiter irgendeiner Menschenrechtsbewegeung bezeichnen will, müssen wir ALLE Menschenrechtsverletzungen unmissverständlich an den Pranger stellen und gemeinsam für einen neuen, besseren Weg eintreten!
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#154 stromboliProfil
  • 26.12.2009, 15:51hberlin
  • Antwort auf #153 von Min Zhu
  • G.oF., haustür, Loren, Aquadraht, 5 & 6. Advent...
    und allen, die so denken: gut das es euch gibt!

    Wieder ein jahr, ein jahrzehnt vergeudet, eine generation heranwachsen sehen, die blind in ihre käfige sich selbst einsperrt, ohne an dem ort angelangt zu sein, der uns zusteht!
    Die freiheit die wir suchen, wird uns hingegen in werbespots für versicherungen vorgekaukelt! Da gibt es noch die freiheit zu entscheiden, wem man sein geld in den rachen schmeißt. Immer das kleingedruckte lesen!

    Wieder zeit vergeudet für nebensächliches, um dem wirklich notwendigen ausweichen zu können!
    Am rande bleiben uns mitsprache beim regeln der uns vorgegeben rollen und unserer verwertbarkeiten. "Human Resource" ...

    Wenn früher der arbeiter in die fabrik ging, fühlte er sich wenigstens dem system verbunden, seis im glauben sein täglich brot verdient zu haben , seis im arbeitskämpferischen ,um sich und den seinen ein besseres leben zu garantieren. Heute sind die "mitbestimmung" , dass mitentscheiden an den uns betreffenden notwendigkeiten, längst aus unseren händen genommen.
    Heute bleibt der blick auf tabellen, die im fernsehen dem volk vorgekaut, dem ratlosen prosperität und zukunft vorgaukelt.
    Und wie gekaukelt werden kann, sehen wir z.B. an der leugnung der klimakatastrophe oder der leugnung, in einem bankrotten wirtschaftsystem zu leben...
    Selbst die kirchen heucheln betroffenheit und rufen... haltet ein... nur wer will denen dahin folgen, wohin sie uns schlußendlich senden wollen?
    Nicht zu reden vom ex weltkassierer Köhler, der in staatpriesterlicher langatmigkeit uns segenswünsche hinterherschickt, wie die ankündigung eines fluches, der uns ereilen soll.

    Zukunftsperspektiven?
    Obama oder Osama... treffen sich beide im afganischen hochgebirge und retten den weltfrieden? Oder wer von beiden ist schneller im schmeißen der bombe.
    Beide sind very smart... Schwesterwelle sollte sich als fußabtreter anbieten; so bleiben auch wir im blickfeld der öffentlichkeiten.

    Alle jahre wieder an dieser stelle der selbe ausfluß schleimiger scheinheiligkeit, der unsere versäumnisse des jeweils letzen jahres kaschieren soll!
    Wenn es ein wunder gibt in diesen tagen, dann jenes, dass uns nicht der festschmaus, angesichts dessen was uns umgibt, wieder hochkommt!

    Nein, wir sind angekommen, haben die sprache der unterdrücker übernommen und fühlen uns wohl beim widerkäuen ritualisierter phrasen: Meinung - Freiheit - Rechte - Pflichten...
    Und den SINN dessen; haben wir den überhaupt verstanden?

    Zugeplappert werden wir auch im eigenen, uns eigenem: dem schwulen!
    Nur wer der heteronorm sich sichtbar anlehnt, wird im olymp der schwulen glückseeligkeit ankommen können. Der mann der gegenwart entdeckt wieder(?) seine männlichkeit, und der schwule strengt sich an, hinter diesen breiten schultern zu verschwinden. Kriegerische zeiten in erwartung.
    Dabei kultivieren wir homophobie der besonderen, weil selbstrichtenden art!
    Geschickt haben wir die möglichkeit uns zu "erweitern", hin zu einer gender- "THEORIE" gewandelt... da lässt es sich als "zuschauer" wohl angehen, ohne selbst im fokus zu stehen! Mir sieht man es nicht an...
    Wie aber soll denn der nachkommende eine ahnung davon haben was ihn erwartet , wenn wir ihnen nicht sagen können was wir leben!
    Bleibt das schale angebot -kompromiss dass zu leben, was unsere eltern, unsere heterobekannten auch leben...
    Nur keine experimente!
    Geistig sind wir schwule in der mehrheit wieder in den 50zigern angekommen. Dass muss auch mal wieder gesagt sein!

    Die "Lebensphilosophie" eines ben ist geortet an der vorstellung, dass „recht“ existiert; die philosophie eines sajo -samuel... die des anrechtes auf leadership, das mittels „recht“, auch abgesichert sein will. Beide stützen sich auf das selbe; „Genuss“ auf kosten anderer! Gerd/Timm schreibt fort, was sorgsam hinter dem vorhang spiritualität ,verborgen zu sein vorgibt. Auch eine form der ausbeutung.
    Am rande fallen dann die runter, denen es nicht gelingt, ideologie und religion in ihren lebensentwurf einzugliedern. Aber dass ist gewollt! Und Maneo bietet raum für akademikertreffen, die wohl auch über den, ihnen zustehenden leadership - anspruch nachdenken. Neue role models braucht das land!

    Heute braucht der mensch 40 schnäpse sich zu beweisen, um teilhaben zu können; da übt man schon als 16 jähriger bis hin zum koma. Wir schwule üben mit koks und liquid ecstasy das überleben; noblesse, noblice!
    Ca. 10 millionen menschen sind derzeit als flüchtlinge „unterwegs“! Was wir wohl denen anbieten können um zu vergessen?
    Wir schaffen nicht mal unseren eigenen leute den schutz , die hilfe anzubieten, die ihnen zusteht. Wo gibt es die vorlage durch den lsvd hin zu einem asylrecht, dass schwule/gender problematik aufgreift und einfordert! Wo die parlamentarische anfrage, der einberufene botschafter im aussenministerium ...
    Welche organisatorische vorrichtung haben wir , um soforthilfe für betroffene in den extremländern wie eben jamaika,iran.... etc zu garantieren? Nichts in dieser richtung in sicht; wie wollen wir uns dann im alltäglichen uns gegenüber homophoben übergriffen im eigenen land organisieren? Zuerst müssen wir doch lernen, uns selbst zu schützen bis hin zum parkspaziergang...
    Sehe ich mir da die genannten politischen angebote, die sie (vor)tragenden an, möcht ich lieber die 40 schnäpse runterkippen!

    Lasst uns also demütig ins neue jahr reintrampeln, wenn wir schon nicht zur reue fähig!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #153 springen »
#155 Bai Zhe WeiAnonym
  • 26.12.2009, 15:58h
  • Antwort auf #153 von Min Zhu
  • der kapitalismus ist nicht böse.
    er ist wie er ist.
    dort so, da so und dort so.

    es geht umkörperliche und geistige unversehrtheit

    recht auf:

    nahrung
    wohnung
    gesundheit
    bildung
    arbeit
    meinung
    vereinigung
    umwelt

    kein lotterie-kapitalismus:
    pursuit of happyness,

    sondern

    best guarantee of wellness:

    liberté, fraternité, egalité

    das wissen ist da, die billionen sind da, die kalorien sind da.
    es reicht für alle - mehrfach
    alle wissen das

    die klassenkämpfe müssen das erstreiten.

    auch in jamaica
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#156 SkandinavienAnonym
#157 LorenProfil
#158 Good ol friendAnonym
  • 26.12.2009, 20:08h
  • Antwort auf #154 von stromboli
  • Das sind doch gute Denkanstöße zum Ende des Jahres / Jahrzehnts.

    Ich finde es auch sehr hilfreich und lesenswert, dass in diesem Forum mitunter ohne ideologische Scheuklappen auf das hingewiesen wird, was an alternativen Ansätzen des sozialen und menschlichen Fortschritt in der Welt durchaus vorhanden ist! Die elementaren menschlichen Grundrechte und -bedürfnisse (schon in den 70er Jahren Mittelpunkt des entwicklungstheoretischen Diskurses, bis IWF/Weltbank & Co. den Neoliberalismus verordneten), um die es dabei an erster Stelle gehen muss, hat #155 sehr treffend umrissen.

    Und vielleicht wächst in der Dauerkrise ja tatsächlich auch bei vielen von uns und sogar bei der so genannten Mehrheit der starke Wunsch, sich selbst für etwas anderes einzubringen:
    www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,669104,00.html
    Allerdings hast du völlig recht, @stromboli: Solange keine wirklich neue, progressive Bewegung, kein Aufbruch in Sicht ist, klammern sich die meisten eher an längst überwunden Geglaubtes!

    Wieviel könnte man allein mit einer Plattform wie dieser hier bewegen, wenn man sie mehr als Instrument der dringend notwendigen gesellschaftlichen und politischen Partizipation "von unten" denn als Vermarktungsplattform für den dumpf-konsumierenden "Lifestyle" verstehen würde. Wo bleiben die aktiven Kampagnen, Petitionen, Organisation von Demonstrationen und anderen Formen zivilen Protests? Darüber könnte man dann ganze Sammlungen von Büchern veröffentlichen!

    Neues Jahr(zehnt) - neues Glück?
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#159 ben2Anonym
  • 01.01.2010, 12:50h
  • ich finds ok wenn jemand als sehr natur bezogener mensch(was rastas sind) homosexualität für sich ablehnen. solang er nicht gewaltätig wird oder zur gewalt auffordert. was in den meisten fällen der rastas nicht der fall ist(achtung!! keine texte interpretieren ohne sich vorher zu informieren).
    natürlich gibt es ausnahmen die man aufs tiefste verurteilen muss.

    PS: irgendjemand meinte hier irgendwas von dreads abschneiden im knast...
    HAHA GEHT NICHT!!
    is gesetzlich verboten in amerika
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#160 (*)IchHierAnonym
  • 08.06.2010, 01:01h
  • Echt mal ihr seid echt so lächerlich....freut euch weil Buju Banton verhaftet wurde. Ein Mann der mit homosexuellen verbänden zusammenarbeitet und sich für die Rechte von Schwulen auf Jamaika einsetzt der vom LSVD für EIN lied verurteilt wird welches fast zwanzig Jahre Alt ist. Es war das einzigste Lied dieser Art und dennoch wird er hier verurteilt als wenn er ein Massenmörder wäre. Auch stellen viele Reggea gleich mit Dancehall nur weil sie absolut keine ahnung von der Matreie haben sie lesen etwas hier auf dieser website die ständig sone Überschriften hervorbringt wie sie eigentlich in der Bildzeitug zu finden sind. Aber was erzähl ich hier ? Ihr habt es euch nun mal zum Ziel gemacht jamaikanische Musiker zu verurteilen egal wer nun was gesungen hat

    Nur eins frage ich mich noch :
    ZITAT Queer.de:
    Homo-Aktivisten werfen ihm Volksverhetzung vor, weil er in Liedern wie "Boom Bye Bye" offen zur Ermordung von Homosexuellen aufruft

    In Liedern ??? Das müsst ihr mir nun aber mal genau erklären ...welche Lieder denn noch ? Und kommt mir jetzt nicht mit Battyryder in dem es um ein pralles Hinterteil einer Frau geht ;)
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