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  • 14. Dezember 2009 22 2 Min.

Ein CDU-Mitglied, das im Ortsverband Meersburg am Bodensee durch homophobe Äußerungen aufgefallen war, hat die Partei verlassen.

Ende November hatte Werner Leicht aus Stetten bei der Hauptversammlung des Ortsverbandes Homosexuelle als "krank" und "pervers" bezeichnet. Er kritisierte, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung Schwule und Lesben im Beamtenrecht gleichstellen will und nannte es "einen großen Fehler, Homosexualität nicht mehr als Krankheit anzusehen". Der Diplom-Ingenieur forderte seine Parteifreunde auf, sich bei "Mandatsträgern" zu beschweren.

Nun hat Leicht nach Angaben der "Konstanzer Zeitung" seine Partei verlassen. Allerdings wolle niemand in der Partei Stellung zu den Hintergründen des Austritts nehmen.

Bei der Hauptversammlung hatte laut "Südkurier" nach Leichts Auslassungen eine Debatte über Homosexualität stattgefunden. Dabei musste Leicht - neben vereinzelter Zustimmung - auch herbe Kritik einstecken. So warf ein 19-jähriges Parteimitglied ein: "Ein Grund, warum es weniger Zulauf zur christlichen Partei gibt, ist diese Intoleranz." Für den Schüler war aber schon das Ende der Intoleranz in Sicht: "Die Meinung stirbt mit ihm aus", so Adrian Künstler.

In der Union kommt es immer wieder zu homophoben Äußerungen von Einzelnen, obgleich viele Homo-Hasser wie Martin Hohmann die Partei inzwischen verlassen haben. Für die CSU im Bundestag sitzt allerdings weiter Norbert Geis, der erst letzten Monat in einer Fernsehshow Homosexualität als "Fehlentwicklung" bezeichnet hatte (queer.de berichtete).

Zuletzt sorgte Christoph Bergner, ehemaliger Ministerpräsident Sachsen-Anhalts und gegenwärtig CDU-Staatssekreatär im Innenministerium für Schlagzeilen, als er schwulen und lesbischen Jugendlichen eine "massive Persönlichkeitsstörung" attestierte (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 TimmAnonym
  • 14.12.2009, 16:31h
  • Homo-Hasser haben in der CDU nichts verloren. Wer so denkt, hat in der CDU keine Heimat und das dürften ihn wohl Angela Merkel, Ole von Beust und die homosexuellen Mitglieder der LSU entsprechend klarmachen.

    Solche Leute sollen bei den Republikanern oder bei der NPD mitmischen, aber in der CDU sind diese Leute fehl am Platz.

    Übrigens hat jetzt die christdemokratische ÖVP in Österreich der Eingetragenen Partnerschaft zugestimmt.

    Wer sich als Homo-Hasser zeigt, steht rechts und außerhalb der CDU. Und solche Leute sollten einmal auch das aktuelle CDU-Grundsatzprogramm lesen. Ich finde es gut, dass die CDU solchen Leuten letztlich keinen Platz in der CDU gibt.
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#2 jorgosAnonym
  • 14.12.2009, 16:42h
  • Solche Leute sind immer und überall fehl am Platz.
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#3 MarekAnonym
  • 14.12.2009, 17:08h
  • Antwort auf #1 von Timm
  • Wenn es wirklich so wäre, wie von Dir beschrieben, müsste die Union aber alle Homohasser aus ihren Reihen entfernen. Auch die, die nicht so peinlich auffallen und die Sache geschickte angehen. Und nicht nur die, die sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen und die Partei Stimmen kosten.

    Aber nein, dann würde die Union ja um 90% schrumpfen...
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