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- 14. Dezember 2009 2 Min.
In einem "Spiegel"-Interview nennt Erzbischof Ilarion, der Außenamtschef der Russisch-Orthodoxen Kirche, Homosexualität als einen von drei Punkten, die Katholiken und Orthodoxe von Protestanten trennen.
Der 43-Jährige erklärte, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für ihn keine Kirche, sondern lediglich eine "Gemeinschaft von Christus" sei. Anders als die Katholiken, mit denen keine grundsätzlichen Gegensätze bestünden, würden "radikale Unterschiede in theologischen und ethischen Fragen" eine Zusammenarbeit mit der EKD unmöglich machen.
Als ersten Unterschied nannte er die Anerkennung von Schwulen und Lesben: "Viele protestantische Kirchen haben in den letzten Jahrzehnten ihre Moralvorstellungen liberalisiert, sie rechtfertigen vom theologischen Standpunkt Homosexualität, ja segnen gar Ehen zwischen Homosexuellen", so Ilarion.
Als weitere unvereinbare Positionen nannte der Erzbischof die Frage der Abtreibung und die Priesterweihe von Frauen. Insbesondere die Frauenfrage hat zu Irritationen zwischen der evangelischen und der russischen Kirche geführt: Nachdem die EKD-Synode Bischöfin Margot Käßmann im Oktober zu ihrer Ratsvorsitzenden gewählt hatte, hat die orthodoxe Kirche den Dialog mit den deutschen Protestanten abgebrochen.
Kirchenführer: Homosexualität = Pädophilie
Anfang des Jahres hat die Russisch-Orthodoxe Kirche mit Metropolit Kyrill einen ausgewiesenen Homo-Hasser zu ihrem Anführer gemacht (queer.de berichtete). Dieser hatte Schwule in die Nähe von Kinderschändern gestellt: "Moral ist entweder absolut, oder es gibt sie nicht. Wenn Sie Homosexualität rechtfertigen, warum dann nicht gleich Pädophilie?", so Kyrill in einem Interview. Homosexualität sei eine "Sünde", CSDs seien "eine aufdringliche Zurschaustellung von Unzucht", erklärte der Kirchenfürst.
Nach dem Niedergang des Kommunismus erlebte die orthodoxe Kirche in der alten Sowjetunion eine regelrechte Wiedergeburt. Derzeit bekennen sich in Russland über 100 Millionen Menschen zu Metropolit Kyrills Organisation. Seit 2006 gibt es wieder orthodoxen Religionsunterricht an staatlichen Schulen. (dk)















aber das scheint allen "glaubensrichtungen" gemein zu sein, atatürk hat nicht umsonst versucht den islam im zaum zu halten !