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Kommentare zu:
Mönchengladbach: Homo-Hetze an der Hochschule?


#28 stephan
  • 20.12.2009, 02:53h
  • Antwort auf #26 von Gerd
  • Danke für Deine Antwort, aber

    1. wenn ich in Krefeld anriefe, dann sicherlich um den Redner und die Zuhörer zu sprechen und nicht noch jemanden, der nicht dabei war. Deine Formulierung " ... stellt die Story so dar ... " vermittelt ja subtil auch Deine eigenen Zweifel an der Darstellung von Haupt.

    2. Deine Formulierung "... stellt die Story so dar, wie ich es hier auch hinterfragt habe ..." versteh ich nicht. Er stellt die Sache dar, wie Deine 'Hinterfragung' - eine Infragestellung übrigens die Du ins Blaue hinein geäußert hast und die sich nun als (eine der Universitätsleitung angenehme) 'Wahrheit' herausstellt?

    3. "Und das muss man dann auch so akzeptieren und nicht meinen eine weitere Welle lostreten zu müssen, ..."
    a. Ich bin weit davon entfernt eine Welle lostreten zu wollen - plädiere aber sehr dafür immer der Wahrheit der Ehre zu geben! Rausfinden was wirklich vorgefallen ist und dann die notwendigen Konsequenzen ziehen..
    b. Ich mag es überhaupt nicht, wenn man mir sagt, was MAN akzeptieren müsse.

    4. Aus meiner Sicht ist es sehr erschreckend, dass der 'gute Dozent' nicht die Basiskompetenz des korrekten Zitierens beherrscht. Und da stellt sich mir dann sofort die Frage - und das ist der Kern der Sache - kann er es wirklich nicht oder war ihm ein solches Missverständnis in diesem Zusammenhang gleichgültig (oder gar recht). Anders ausgedrückt: Hätte er ähnliche, beleidigende Aussagen auch über andere Minderheiten gemacht ohne sich persönlich davon abzugrenzen. Wenn ich z.B. in geschichtlichem Zusammenhang von 'raffenden Juden' oder 'polnischer Wirtschaft' oder 'Negern' spreche, dann hört man die Anführungszeiten immer deutlich heraus und dennoch füge ich an, dass dies die Denkweise anderer Menschen war/ist!

    Ein Beispiel, dass meiner Profession näher liegt: Ich bin Mathematiker und spreche ab und an auch über die Geschichte der Mathematik. Da gab es zum Beispiel den Fall Alan Turing (mathematischer Grundlagenforscher und quasi einer der Väter der Informatik), der wegen Homosexualität verurteilt wurde. Als er 'rückfällig' wurde und entweder ins Gefängnis sollte oder sich einer erneuten Hormontherapie unterziehen musste, wählte er den Freitod.
    Die Anführungszeichen am Wort 'rückfällig' hat noch nie jemand bei mir überhört - und darauf lege ich allerhöchsten Wert und ich würde mich schämen, wenn ich an meiner Einstellung den geringsten Zweifel ließe!

    In aller Bescheidenheit gesagt: Zumindest diese Sensibilität scheint dem betreffenden Dozenten abzugehen!
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#27 udo walzAnonym
#26 GerdAnonym
  • 18.12.2009, 16:38h
  • @stephan
    Zu deiner Frage:
    Ich habe jetzt mittlerweile bei Herrn Haupt, dem Pressesprecher in Krefeld angerufen, und der stellt die Story so dar, wie ich es hier auch hinterfragt habe.

    Nach meiner Ansicht hat der gute Dozent dort in Krefeld sich allenfalls nicht klar genug ausgedrückt, dass es sich um eine Drittmeinung und eine veraltete Meinung aus den 1950er/Nationalsozialisten handelt. Die Story war eigentlich auch bereits mit den Studenten besprochen worden und das Missverständnis eigentlich ausgeräumt worden.

    Und das muss man dann auch so akzeptieren und nicht meinen eine weitere Welle lostreten zu müssen, wenn der entsprechende Dozent gar kein Homohasser und Judenhetzer ist.

    Daher Stephan ich empfehle Dir da einmal anzurufen, um den Pressesprecher Haupt zu fragen.

    Für mich ist damit diese Story in Krefeld ausreichend geklärt.
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#25 stephan
  • 18.12.2009, 12:30h
  • Antwort auf #24 von gerd
  • Wieder, Gerd, berufst Du Dich in Deinem letzten Beitrag auf eine völlig andere Darstellung des Vorgangs, als sie im Artikel gegeben wird! Wir waren beide nicht anwesend und so wiederhole ich meine im 20. Kommentar bereits gestellte Frage, die Du bisher nicht beantwortet hast:

    Wie kommst Du dazu, den im Artikel beschriebenen Vorgang so anders darzustellen? Dann solltest Du uns vielleicht auch die Quellen nennen oder zumindest Gründe dafür, warum die Darstellung im Artikel wenig glaubhaft sei! Dadurch aber, dass Du unbegründete Darstellungen wieder und wieder hypothetisch repetierst, werden sie weder glaubhafter noch können sie bei der Beurteilung des tatsächlich vorgefallenen helfen!
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#24 gerdAnonym
  • 17.12.2009, 15:26h
  • @Marek

    Und wenn der entsprechende Dozent gar nicht gegen Juden gehetzt hat und er Homosexualität NICHT als therapierbar und krankhaft ansieht und in Wahrheit sehr treffend und richtig in historischem Rückblick referiert hat, wie die Lage damals ausschaute...

    Was ist dann, lieber Marek ?

    Antwort: Dann hat der entsprechende Dozent einen Anspruch darauf, dass er entsprechend fair behandelt und vor Rufmord geschützt wird.
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#23 MarekAnonym
  • 17.12.2009, 12:15h
  • Es widert mich an zu sehen, wie in letzter Zeit immer öfter Freiheitsrechte (Redefreiheit, Freiheit der Wissenschaft, etc.) missbraucht werden, um gegen Schwule und Lesben zu hetzen.

    Freiheitsrechte finden ihre Grenzen immer dort, wo andere in ihrer Freiheit eingeschränkt werden...

    Jede Naziband verbietet man (zu recht!), aber ein Unidozent darf gegen Juden hetzen. Und bei Schwulen darf eh jeder hetzen, egal ob Musiker, Unidozent oder wer auch immer.

    Aber solange selbst wir solche Parteien wählen, die sowas möglich machen, darf das niemanden wundern.
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#22 Frankyboy
  • 16.12.2009, 12:44h
  • Habe gerade eine Mail an die Hochschule geschrieben. Mal gespannt, ob ich eine Antwort erhalte.

    Vielleicht sollten mehrere dort hinschreiben...
    pressereferat@hs-niederrhein.de
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#21 stephan
  • 16.12.2009, 11:34h
  • Antwort auf #6 von Gerd Timm
  • Aha, die Lehrmeinung Dritter! Okay, dann sollte man dies auch so herausstellen, dass kein Irrtum möglich ist! Dann ist es also so ähnlich wie bei Ratzingers Regensburger Rede, wo sich die islamische Welt auch nur durch ein Zitat angegriffen fühlte, das er gar nicht so gemeint hatte. (???)
    Da Ratzinger ja auch ein dt. Professor ist, mache ich mir jetzt wirklich sorgen um die Hochschullandschaft. Wenn selbst die Grundkompetenz der klaren Darstellung und Unterscheidungen zwischen eigener Lehrmeinung, eigenen Forschungsergebnissen einerseits und der Wiedergabe von Zitaten andererseits bei deutschen Professoren nicht mehr vorhanden ist!
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#20 stephan
  • 16.12.2009, 10:52h
  • Antwort auf #13 von Gerd
  • In meiner Beurteilung des im Artikel beschriebenen Vorgangs habe ich mich auf die annähernde Richtigkeit der Wiedergabe der Aussagen verlassen und und dazu allein kann ich Stellung nehmen. Was Du, Gerd, in Deinem Kommentar schreibst gibt die Situation ganz anders wider und ist wohl bloße Phantasie!
    Meine Frage, Gerd:
    Wenn Du bei der Veranstaltung nicht dabei warst, warum gibst Du dann in Deinem Kommentar eine so - vom im Artikel wiedergegebenen Vorgang - abweichende Darstellung! Du scheinst über einen anderen Vorgang zu berichten! Es kommt mir so vor, als berichtetes Du über Birnen und der Artikel über faule Äpfel!

    Zur Sache und wie ich es gerne tue, wieder als Analogie:

    Nach meiner Meinung darf man sehr wohl in einer Vorlesung sagen, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe früher als 'Neger' bezeichnet und als Ware und als etwas zwischen Mensch und Tier betrachtet wurden. Selbstverständlich ist das korrekt und in geeignetem Zusammenhang geboten! Man darf und sollte sogar darstellen, wie die Menschen zu dieser Meinung gelangten, was ihr Denkhorizont war und weshalb wir heute anderer Auffassung sind!

    Jedoch darf man den Begriff nicht als Bezeichnung im eigenen Lehrtext verwenden oder gar als angemessene Bezeichnung darstellen!

    Wer heute noch Homosexualität als krankhafte Fehlentwicklung betrachtet und diese Auffassung als gleichrangige Meinung darstellt, hat schon - aus wissenschaftlichen Gründen - so wenig auf einem Lehrstuhl zu suchen, wie ein Astronom, der das geozentrische Weltbild lehrt.
    (Jedoch kann es sehr lehrreich sein, das geozentrische Weltbild zu diskutieren und daran die Irrtümer der Altvorderen aufzuzeigen!)
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#19 stromboliProfil
  • 16.12.2009, 10:20hberlin
  • Antwort auf #13 von Gerd
  • gerd , langsam kann man dir beim selbstverarschen nicht mehr zuschauen:
    wenn du in der berteffenden vorlesung nicht anwesend warst, hast du die aussage der beteiligten zu analysieren und nicht deinen immerwährend schwammigen ausguss an "Ich nehme aber zu seinen Gunsten an, dass er die Haltung heutiger psychologischer Fachverbände wie APA, usw. vertritt.".

    Es gibt keine (!) vorlesung die so "missverständlich " sein könnte, um sie so weit daneben interpretieren zu können, es sei denn, die zuhörer sind erst in der 2ten hälfte der vorlesung eingetrudelt und haben das "korregierende vorwort" verpasst. Es sei denn, du unterstellst den studenten eine derartige unfähigkeit im aufnehmen von gegebenen informationen das mir angst und bange wird. Was wird dann aus unserem wirtschaftsstandort..?? Ach, bei rasse und ähnlich georteten wissenschaften, leidet keine wirtschaft, im zweifelsfalle dienen die aussortierten als zwangsarbeiter.
    Also schwallere nicht in dieser pastorenlingua vom "immer sachlich und fair bleiben". Das geht seit langem auf den wecker! Halt dir den M.Niemöller- spruch vor augen: als sie über die unwerten sprachen, hab ich weggehört oder vermutete, sie meinten etwas was anders als das gehörte... mal so als heutige deutung!

    Und wenn es ein jahr gedauert hat, um dem prof möglichkeit zu geben, gegenüber den studenten eine klärung in "DEINEM" sinne herbeizuführen, ist das nicht nur ein skandal, es ist eine riesen vertuschungssauerei auf kosten aller betroffener! Besonders wenn diese erklärung auch der restöffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wird.
    Schlußendlich wollte und will der bürger eine offene gesellschaft mit einblick in die angebotenen unterrichtungen; dafür bezahlen wir diese einrichtungen! Die dort getätigte wissenschaft also auch kein "freiraum" für uni internes abwickeln! Und wenn die uniführung einen solchen vorgang versucht zu vertuschen, so ist dies ein noch größerer skandal!
    Das da offensichtlich bis heute keine klärung statt fand, zeigt worum es eigentlich geht: vertuschen einer aus dem ruder gelaufenen sauerei! Und wenn sich alle beteiligten so winden, war es keine wertfreie darstellung der vormals gepflegten vorurteile, da wurden die vorurteile neu positioniert!

    Da noch mal auf HW #1 & GoF#7-9 verweisend: es wird laboriert, ausprobiert, getestet und trojanische holzköpfe eingeschleust, um den boden vorzubereiten! Und holzköpfe wie du, fallen in ihrer einfallt drauf rein, während sie noch nach dem missverstehen, auch noch missgunst den anders denkenden (uns) unterstellen; du bist deren liberalgestricktes U-Boot; eingeschleusst, um vom wesentlichen abzulenken!
    wo denn user Jörg-Hendrik #14 zu recht nur noch einfällt: und die farben haben doch recht!
    Wir sind solcher haltungen überdrüssig!
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#18 J. H. CastorpAnonym
  • 16.12.2009, 10:03h
  • Antwort auf #15 von gerd
  • Die Erfahrungen zu studentischem Unmut oder Protest in den letzten ca. 20 Jahren, eher geprägt von der Angst nicht aufzufallen, im Konkurrenzkampf zu bestehen, legen eher die Vermutung nahe, dass schon mehr in der monierten Richtung vorgefallen ist, bevor einigen "der Kragen platzte".

    Scheinbar sind sie mit den Klimaveränderungen an den Universitäten, seit ihrer Studienzeit, nicht sehr vertraut.

    Ihre Neigung der "Schuldvermutung" gegenüber
    den kritischen Studierenden einerseits und
    Ihre wohlwollend vorgetragene "Unschuldsvermutung" gegenüber dem Herrn Professor ist Parteiergreifung, die Sie als Neutralität gesehen haben möchten.

    Sie kommen damit nicht durch.

    Auch die Beanspruchung der Person Volker Beck
    wird da nicht verwirren.

    In Ihrer Begriffswelt würde ich Sie als Ruheknebler des protestantisch kostümierten Kapitalistengesocks bezeichnen.
    ________

    Hochachtung und Respekt vor den
    jungen Studierenden !
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#17 Good ol friendAnonym
  • 16.12.2009, 09:39h
  • Antwort auf #15 von gerd
  • Jaja, die dummen, bösen, kleinen linkshysterischen Studenten, die natürlich alles missverstehen bzw. böswillig uminterpretieren. Da neben der Vorlesung auch "klärende Gespräche" stattgefunden haben, in denen die Vorwürfe offsichtlich NICHT ausgeräumt wurden, wage ich deine Unterstellungen gegenüber den Studierenden doch sehr zu bezweifeln. Und auch ein Professor, der sich bei einem solchen im wahrsten Sinne des Wortes existenziellen und lebenswichtigen Thema "missverständlich" äußert, hat an einer Universität nichts verloren!

    Ich habe allmählich die Schnauze voll von Leuten, die natürlich offiziell nie etwas Böses über uns sagen, aber in Wahrheit keine Gelegenheit auslassen, uns zu pathologisieren und herabzuwürdigen. Das ist auch die Masche derer, die Nazi-Umpolungsdikurse und -praktiken salonfähig machen wollen und schon immer vorwegschicken, dass es ihnen "natürlich" nicht um "Umpolung" gehe. Die widerlichste und gefährlichste Demagogie kommt genau auf solchen Sohlen. Und sie kann es genau deshalb, weil sich überall eine so erschreckende Geschichtsvergessenheit breitmacht.
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#16 LorenProfil
  • 16.12.2009, 09:34hGreifswald
  • Antwort auf #15 von gerd
  • Der Herr Professor kann doch seine Vorlesung
    einfach nochmals halten zwecks Überprüfung der
    Inhalte. Vielleicht gibt es auch ein Skript. Zu meiner Zeit an der Uni wurde auch noch mitge-
    schrieben. Ich gehe bis zum Beweis des Gegenteils
    davon aus, dass die Aufregung Gründe hat, da nor-
    malerweise jeder Studierfähige bloße Verweise auf
    die Vergangenheit und Zitate von der Lehrmeinung des Dozenten unterscheiden können
    sollte. Also wohlan, Herr Professor, lassen Sie mal
    hören ...
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#15 gerdAnonym
  • 16.12.2009, 09:17h
  • @Jörg-Hendrik
    Jörg Hendrik, ich habe selbst zu meiner Studentenzeit am schwulen autonomen ASTA-Referat in den 1990er in Münster mitgearbeitet und bin damals sogar vom ASTA-Referat zur Kompassverleihung nach Köln gefahren und wir haben Volker Beck damals in seinen Vortrag in die Stadtbibliothek zur Lebenspartnerschaft gelotst und zugehört; und daher weiß ich sehr genau, wie schnell dort Studenten an Universitäten auf jede Kampagne "aufspringen" - was durchaus auch Vorteile hat.

    Ich selber warne eher in mittlerem Alter davor, Professoren und Dozenten falschen Anschuldigungen ohne Beweise entgegenzutreten; und wenn der Professor in Krefeld tatsächlich klar gesagt hat, dass er eine ganze andere Haltung vertritt und Homosexualität nicht als krankhaft ansieht und die heutigen Haltungen der Psychologenverbände mitträgt, so muss er sogar vor solchen Kampagnen einzelner Studenten dann geschützt werden. Für die Studenten vor Ort kann ich nur hoffen, dass sie genau belegen können, was der besagte Dozent denn nun wirklich gesagt hat. Von Rufschädigungen von Dozenten halte ich NICHTS, wenn man nicht auch konkrete Belege und Beweise bringen kann. Am Besten dann eine Tonband/Handyaufnahme, wo solche Äußerungen von Personen belegt sind.

    ---
    Letztlich kann ich es nicht beurteilen, was der Dozent in Krefeld gesagt hat, da ich nicht anwesend in Krefeld war. ABER zumindest habe ich in den Medien jetzt mehrfach gelesen, dass dieser Dozent gerade NICHT Homosexualität als therapierbar und krankhaft ansieht. Und wenn dem so sein sollte, so hat dieser Dozent das Recht auf Schutz und Fairness.
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#14 Jörg-HendrikAnonym
  • 16.12.2009, 08:15h
  • Antwort auf #13 von Gerd
  • Sie loten wirklich jede Form der Niedertracht
    im Rahmen ihrer Möglichkeiten aus.

    Sie unterstellen der Plattform, die Ihnen Gastrecht gewährt, so nebenbei Sensationalismus, mißtrauen schwulen Studenten und unterstellen Usern unlautere Motive.

    Sind Sie evangelisch ? Im knebelndem Sinne ?
    Der Professor vielleicht auch ?

    Schon Ihre kürzlich getätigte Bemerkung "Kommunistengesocks" ließ aufhorchen.

    Wahrscheinlich sind Sie nicht im klassischen Sinne religiös, sondern eher eine Karrikatur
    der Typen, wie man Sie von Molière her kennt.

    Ich wunderte mich eine Weile über die Häufung
    der roten Kästchen. Ich vermute Überdruß an
    solchen Haltungen.
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#13 GerdAnonym
  • 16.12.2009, 07:45h
  • @Gool of friend

    Ich hofiere solche Leute nicht und mag Frau Vonholdt beispielsweise überhaupt nicht !!!

    Aber wenn ein Professor in der Vorlesung, veraltete Meinungen unter den Nationalsozialisten in einem historischen Rückblick referiert und den Studenten berichtet, wie die Lehrhaltung von vor 50 Jahren ausgeschauen hat, so muß dies klar erlaubt sein. Ich lehne jede Form der Geschichtsklitterung ab und nur weil die damalige Haltung der Nationalsozialisten und der 1950er Jahre "beschissen" war, muss darüber heute nicht geschwiegen werden. Ganz im Gegenteil gute Lehre und Forschung zeigt den Studenten, wie "beschisssen" die Lage in damaligen Zeiten war.

    UND wenn der Professor dann klar sagt, dass die heutige Meinung der Psychologen und Fachverbände konträr eine gegenteilige Meinung ist und er selbst auch klar zu der heutigen Haltung von Fachverbänden wie die US-amerikanische Organisation APA, usw. steht, dann hat er es in meinen Augen sogar voll richtig gemacht.

    Da ich aber bei den Vorlesungen nicht anwesend war, weiß ich auch letztlich nicht, was er denn tatsächlich gesagt hat. Ich nehme aber zu seinen Gunsten an, dass er die Haltung heutiger psychologischer Fachverbände wie APA, usw. vertritt.

    Also schön sachlich und fair bleiben, Gool of friend. Auch ein Professor hat das klare Recht, auf Fairness ihm gegenüber und darauf erstmal darstellen zu dürfen, was er denn tatsächlich sagt und meint. Und Studenten sollte da auch genau hinhören und nicht sofort "eine Welle lostreten", wo kein Sturm gewesen ist.
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#12 KerberosAnonym
  • 16.12.2009, 04:43h
  • "...Homosexuelle seien "krank, weil sie nicht der Selbst- und Arterhaltung" dienten."

    Hmmh, für die reine Arterhaltung genügt wohl das heterosexuelle F*cken. Damit allein jedoch wären wir immer noch auf der Stufe von rübennagenden Karnickeln. Das, was den Menschen an die Spitze der Evolution gebracht hat ist seine Intelligenz und sein Erfindungsreichtum. Homosexuelle haben daran MINDESTENS den gleichen Anteil wie Heterosexuelle. Mangelerscheinungen findet man nachweislich gerne bei jenen, die uns kritisieren.

    Erfindungsreichtum wird die Menschheit auch in Zukunft dringend brauchen. Die jahrtausendelange Unterdrückung von Homosexuellen ist eine der größten und dümmsten Ressourcenverschwendungen die sich die menschliche Gemeinschaft je erlaubt hat.

    Ein alter Spruch lautet: "Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen". Mir jedoch genügt "Essen und Trinken" alleine nicht. Korrekterweise müßte es heissen: "Essen, Trinken, Sex und Gesellschaft halten Leib und Seele zusammen. Und JEDER Mensch hat doch einen Anspruch darauf dass Leib und Seele "zusammengehalten" werden.

    An jedem, für die gesellschaftliche Entwicklung wichtigen, Wendepunkt ist die Gegenwart immer ein Zusammenprall von Vergangenheit und Zukunft. Dieser im Artikel beschriebene Konflikt ist nur eine Instanz dieses Zusammenpralls.

    Der Wendepunkt von dem ich spreche, ist das Abschütteln einer jahrtausendealten Sexualfeindlichkeit und Doppelmoral. Nur wer ohne Scheu und Scham genau hinsieht kann sehen wie die Natur wirklich beschaffen ist.

    Man erkennt, dass die alleinige Differenzierung "weiblich" oder "männlich" alleine nicht mehr ausreicht um die wahre sexuelle menschliche Natur zu beschreiben. Neue Begriffe tauchen auf, z.B: biologisches Geschlecht, soziales Geschlecht, sexuelle Identität, sexuelle Präferenz oder sexuelle Objektwahl. Doch selbst diese Terminologien beschreiben immer nur einzelne Aspekte einer großartig vielfältigen Welt.
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#11 UnitedAntifaAnonym
#10 stephan
  • 15.12.2009, 23:38h
  • Gibt es eine 'schönere' Widerlegung des Artikels von Dirk Ludig als diesen unmöglichen Vorgang?
    Freiheit der Wissenschaft, ja? Alle die Ludig zugestimmt haben, müssen doch sehen, wohin ihre Berufung auf die Freiheit der Wissenschaft führt!

    Homosexualität nicht als eine völlig normale Form menschlicher Geschlechtlichkeit anzuerkennen, ist keine Meinung, es ist Diskriminierung mit nazistischem Fundament und ein Verbrechen!

    Und Lehrstuhlinhaber sollten in keiner Weise außerhalb unserer Rechtsordnung stehen und sich auf ihre Lehrfreiheit berufen können! Schluss damit!

    Nennt mich ruhig einen Jakobiner!
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#9 Good ol friendAnonym
  • 15.12.2009, 23:16h
  • "Für Unruhe sorgte insbesondere ein Kommentar des Timm-Nachrichtenchefs Dirk Ludigs auf queer.de, in dem Homo-Aktivisten vorgeworfen wurde, ein gestörtes Verhältnis zur Freiheit der Wissenschaft und der Meinungsfreiheit zu haben."

    Na, hoffentlich sorgt er tatsächlich für Unruhe - nämlich dass die Community endlich aufwacht und den Schutz unserer Menschenwürde von jedem einzelnen "Volksvertreter" unmissverständlich einfordert. Schluss mit der ganz alltäglichen Diffamierung, Herabwürdigung, Pathologisierung und mit lebensgefährlichen Menschenversuchen unter demagogischem Missbrauch von "Freiheitsrechten". Hier müssen explizite Schutzgesetze her!

    Ansonsten ist der "Kommentar" ebenso wie dessen Veröffentlichung nichts anderes als ein handfester Skandal, bei dem sich die Verantwortlichen die Frage gefallen lassen müssen, ob sie auch nur einen Funken Geschichtsaufarbeitung betrieben haben und vor allem ob sie auf der Seite demokratischer Grundwerte, insbesondere des Schutzes unserer Menschenwürde, stehen oder nicht!
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.12.2009, 22:10h
  • Warum hat keiner der Studenten diesem Dozenten nach der Vorlesung eine Torte in seine Visage und sein dielttantisches Mundwerk geklatscht? Diese Tortung hätte ich so gerne selbst gemacht!
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#7 Good ol friendAnonym
#6 Gerd TimmAnonym
  • 15.12.2009, 21:22h
  • Jetzt einmal STOP hier an dieser Stelle:

    Soweit ich es mitverfolgt habe, hat der Dozent in Krefeld bereits desöfteren erklärt und verlauten lassen, dass dies NICHT seine eigene Meinung sei und er weit davon entfernt sei, solche Ansichten als eigene Meinung zu übernehmen.

    Wenn dies so stimmt, dass es nicht seine EIGENE Meinung ist, und dass er nur in der Vorlesung Drittmeinungen vorgetragen hat, so muß dies in Forschung und Lehre erlaubt sein.

    Natürlich kann ein Professor in der Vorlesung vortragen, dass unter den Nationalsozialisten Homosexualität als krank bewertet wurde und dass noch bis weit in die 1950er und teilweise 1960er dies Lehrhaltung vieler Psychologen war.

    Wenn der Professor dies entsprechend so darstellt, dass dies veraltete Meinungen vor 50 Jahren waren, so ist dies voll okay. Ansonsten wäre es sogar Geschichtsklitterung, wenn er diese Haltung von Psychologen vor 50 Jahren verschweigen würde.

    ALSO bei aller Liebe: erstmal genau hinhören, was ein Professor sagt und ob er es als EIGENE Meinung darstellt oder hier frühere Haltungen oder Extrempositionen von heute referiert, wie sie beispielsweise Christl Ruth Vonholdt nennt: wobei auch Vonholdt heute nicht mehr von Krankheit spricht .
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#5 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.12.2009, 21:03h
  • Das hat nichts mehr mit "Freiheit der Lehre" zu tun, das ist Ehrabschneidung und Volksverhetzung und gehört als solches strafrechtlich abgemahnt (inkl. Berufsverbot für den Dozenten).
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#4 Mister_Jackpot
  • 15.12.2009, 20:34h
  • Also ich studiere ja in Köln und muss sagen, das die meisten Profs sehr in Ordnung sind. Es sollte hier kein falscher Eindruck entstehen. Diese zwei hier beschriebenen Fälle sind doch sehr negative Ausnahmen würde ich sagen. Mir ist in meinem Studium noch keine homophobe Aussage eines Professoren oder Dozenten zu Ohren gekommen...jedenfalls nicht in meinem Fachbereich, denn sonst hätte ich mich wohl auch beim Asta beschwert....
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#3 LorenProfil
  • 15.12.2009, 19:37hGreifswald
  • Der Herr Professor Wolfgang Grundl - ein Name, den
    ich mir merken werde. Ansonsten den politisch wachen und aktiven Studentinnen und Studenten
    der Hochschule Niederrhein meine Hochachtung.
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#2 UnitedAntifaAnonym
  • 15.12.2009, 17:46h
  • "....Konsequenzen gab es wegen der Freiheit der Lehre keine..."

    Wie bitte? Stehen Dozenten über dem Gesetz?
  • Antworten » | Direktlink »
#1 hwAnonym
  • 15.12.2009, 17:33h
  • es gab da eine studie von israelischen psychologen,
    die untersuchten wie lange traumata in einem
    familienverband und in welcher intensität verhaltensverändernd wirkten.
    sie kamen, soweit ich mich erinnern kann,
    auf ca. vier generationen. es ging nicht nur um holocaust, auch um bürgerkriege und andere vom
    menschen als katastrophisch empundenes.

    ohne rhetorische effekthascherei gehe ich davon
    aus, dass in den kommenden jahren solche sich
    verhör verschaffen, deren vorfahren kriegsniederlage und reeducation/reorientation
    als traumatisch empfanden.

    sehr oft hatte staatsgedenkerei, in ost und west,
    ja nichts aufarbeitendes, sondern eher etwas
    zurückdrängendes, eindämmendes, übetönendes.

    wo wurzelbehandlung angesagt gewesen wäre,
    entfernte man hie und da nur den zahnstein.

    in der dritten und vierten generation verdunsten
    dämme.

    auch deswegen spielen goddamnes liberal und
    ich hier, durchaus nicht unkend und müllsuchend, mit dem herum, was man im
    hinterkopf hat, wenn man aus welchen gründen
    auch immer, seine vier generationen anders
    erlebt hat.

    es ist keine option, dem was da zu tage tritt den kampf anzusagen, sondern ein nüchternes, unhysterisches muss, als ausdruck von lebensfreude.

    gerade in einer zeit verschärfter krisenerscheinungen extrem sinnvoll.

    vor fünf jahren dachten bestimmt einige mehr,
    warum wühlen die in dem alten zeugs rum.

    darum
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