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Kommentare zu:
Mönchengladbach: Homo-Hetze an der Hochschule?


#21 stephan
  • 16.12.2009, 11:34h
  • Antwort auf #6 von Gerd Timm
  • Aha, die Lehrmeinung Dritter! Okay, dann sollte man dies auch so herausstellen, dass kein Irrtum möglich ist! Dann ist es also so ähnlich wie bei Ratzingers Regensburger Rede, wo sich die islamische Welt auch nur durch ein Zitat angegriffen fühlte, das er gar nicht so gemeint hatte. (???)
    Da Ratzinger ja auch ein dt. Professor ist, mache ich mir jetzt wirklich sorgen um die Hochschullandschaft. Wenn selbst die Grundkompetenz der klaren Darstellung und Unterscheidungen zwischen eigener Lehrmeinung, eigenen Forschungsergebnissen einerseits und der Wiedergabe von Zitaten andererseits bei deutschen Professoren nicht mehr vorhanden ist!
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#22 Frankyboy
  • 16.12.2009, 12:44h
  • Habe gerade eine Mail an die Hochschule geschrieben. Mal gespannt, ob ich eine Antwort erhalte.

    Vielleicht sollten mehrere dort hinschreiben...
    pressereferat@hs-niederrhein.de
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#23 MarekAnonym
  • 17.12.2009, 12:15h
  • Es widert mich an zu sehen, wie in letzter Zeit immer öfter Freiheitsrechte (Redefreiheit, Freiheit der Wissenschaft, etc.) missbraucht werden, um gegen Schwule und Lesben zu hetzen.

    Freiheitsrechte finden ihre Grenzen immer dort, wo andere in ihrer Freiheit eingeschränkt werden...

    Jede Naziband verbietet man (zu recht!), aber ein Unidozent darf gegen Juden hetzen. Und bei Schwulen darf eh jeder hetzen, egal ob Musiker, Unidozent oder wer auch immer.

    Aber solange selbst wir solche Parteien wählen, die sowas möglich machen, darf das niemanden wundern.
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#24 gerdAnonym
  • 17.12.2009, 15:26h
  • @Marek

    Und wenn der entsprechende Dozent gar nicht gegen Juden gehetzt hat und er Homosexualität NICHT als therapierbar und krankhaft ansieht und in Wahrheit sehr treffend und richtig in historischem Rückblick referiert hat, wie die Lage damals ausschaute...

    Was ist dann, lieber Marek ?

    Antwort: Dann hat der entsprechende Dozent einen Anspruch darauf, dass er entsprechend fair behandelt und vor Rufmord geschützt wird.
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#25 stephan
  • 18.12.2009, 12:30h
  • Antwort auf #24 von gerd
  • Wieder, Gerd, berufst Du Dich in Deinem letzten Beitrag auf eine völlig andere Darstellung des Vorgangs, als sie im Artikel gegeben wird! Wir waren beide nicht anwesend und so wiederhole ich meine im 20. Kommentar bereits gestellte Frage, die Du bisher nicht beantwortet hast:

    Wie kommst Du dazu, den im Artikel beschriebenen Vorgang so anders darzustellen? Dann solltest Du uns vielleicht auch die Quellen nennen oder zumindest Gründe dafür, warum die Darstellung im Artikel wenig glaubhaft sei! Dadurch aber, dass Du unbegründete Darstellungen wieder und wieder hypothetisch repetierst, werden sie weder glaubhafter noch können sie bei der Beurteilung des tatsächlich vorgefallenen helfen!
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#26 GerdAnonym
  • 18.12.2009, 16:38h
  • @stephan
    Zu deiner Frage:
    Ich habe jetzt mittlerweile bei Herrn Haupt, dem Pressesprecher in Krefeld angerufen, und der stellt die Story so dar, wie ich es hier auch hinterfragt habe.

    Nach meiner Ansicht hat der gute Dozent dort in Krefeld sich allenfalls nicht klar genug ausgedrückt, dass es sich um eine Drittmeinung und eine veraltete Meinung aus den 1950er/Nationalsozialisten handelt. Die Story war eigentlich auch bereits mit den Studenten besprochen worden und das Missverständnis eigentlich ausgeräumt worden.

    Und das muss man dann auch so akzeptieren und nicht meinen eine weitere Welle lostreten zu müssen, wenn der entsprechende Dozent gar kein Homohasser und Judenhetzer ist.

    Daher Stephan ich empfehle Dir da einmal anzurufen, um den Pressesprecher Haupt zu fragen.

    Für mich ist damit diese Story in Krefeld ausreichend geklärt.
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#27 udo walzAnonym
#28 stephan
  • 20.12.2009, 02:53h
  • Antwort auf #26 von Gerd
  • Danke für Deine Antwort, aber

    1. wenn ich in Krefeld anriefe, dann sicherlich um den Redner und die Zuhörer zu sprechen und nicht noch jemanden, der nicht dabei war. Deine Formulierung " ... stellt die Story so dar ... " vermittelt ja subtil auch Deine eigenen Zweifel an der Darstellung von Haupt.

    2. Deine Formulierung "... stellt die Story so dar, wie ich es hier auch hinterfragt habe ..." versteh ich nicht. Er stellt die Sache dar, wie Deine 'Hinterfragung' - eine Infragestellung übrigens die Du ins Blaue hinein geäußert hast und die sich nun als (eine der Universitätsleitung angenehme) 'Wahrheit' herausstellt?

    3. "Und das muss man dann auch so akzeptieren und nicht meinen eine weitere Welle lostreten zu müssen, ..."
    a. Ich bin weit davon entfernt eine Welle lostreten zu wollen - plädiere aber sehr dafür immer der Wahrheit der Ehre zu geben! Rausfinden was wirklich vorgefallen ist und dann die notwendigen Konsequenzen ziehen..
    b. Ich mag es überhaupt nicht, wenn man mir sagt, was MAN akzeptieren müsse.

    4. Aus meiner Sicht ist es sehr erschreckend, dass der 'gute Dozent' nicht die Basiskompetenz des korrekten Zitierens beherrscht. Und da stellt sich mir dann sofort die Frage - und das ist der Kern der Sache - kann er es wirklich nicht oder war ihm ein solches Missverständnis in diesem Zusammenhang gleichgültig (oder gar recht). Anders ausgedrückt: Hätte er ähnliche, beleidigende Aussagen auch über andere Minderheiten gemacht ohne sich persönlich davon abzugrenzen. Wenn ich z.B. in geschichtlichem Zusammenhang von 'raffenden Juden' oder 'polnischer Wirtschaft' oder 'Negern' spreche, dann hört man die Anführungszeiten immer deutlich heraus und dennoch füge ich an, dass dies die Denkweise anderer Menschen war/ist!

    Ein Beispiel, dass meiner Profession näher liegt: Ich bin Mathematiker und spreche ab und an auch über die Geschichte der Mathematik. Da gab es zum Beispiel den Fall Alan Turing (mathematischer Grundlagenforscher und quasi einer der Väter der Informatik), der wegen Homosexualität verurteilt wurde. Als er 'rückfällig' wurde und entweder ins Gefängnis sollte oder sich einer erneuten Hormontherapie unterziehen musste, wählte er den Freitod.
    Die Anführungszeichen am Wort 'rückfällig' hat noch nie jemand bei mir überhört - und darauf lege ich allerhöchsten Wert und ich würde mich schämen, wenn ich an meiner Einstellung den geringsten Zweifel ließe!

    In aller Bescheidenheit gesagt: Zumindest diese Sensibilität scheint dem betreffenden Dozenten abzugehen!
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