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  • 23. Dezember 2009 6 2 Min.

Eine Kaffee-Kette animiert per Flashmob Menschen zum gemeinsamen Singen von "All You Need Is Love" und spendet dabei Geld für den Kampf gegen Aids.

Von Carsten Weidemann

Menschen über das Internet zu einer öffentlichkeitswirksamen Aktion zusammenrufen und anschließend über diese Aktion im Web berichten, das sind die wesentlichen Elemente eines Flashmobs. Waren es ursprünglich eher Spaßaktionen oder politische Happenings von engagierten Internetnutzern, bedienen sich heute auch Firmen dieser Aktionsform. So zuletzt die Starbucks Coffee Company, die weltweit im Franchise System in gleich aussehenden Läden teuren Kaffee in Pappbechern verkauft.

Mit dem "Starbucks Love Project" luden die Kaffeebrauer ihre Kunden dazu ein, am 7. Dezember zeitsynchron den Beatles-Song "All you need is love" anzustimmen. Laut Angaben des Unternehmens folgten in 156 Ländern Sänger und Musikgruppen dem Aufruf, und brachten ihre Version des Songs vor der Videokamera zu Gehör. Die Aufnahmen waren anschließend auf einer eigenen Website zur Aktion als Stream zu sehen. Ein Zusammenschnitt zeigt die besten und begabtesten Gruppen.

Mit dem Flashmob wollte man auf das drängende Aids-Problem in Afrika aufmerksam machen. Vorbei ist das Love-Project jedoch noch nicht. So kann sich derzeit noch jeder weiterhin daran beteiligen. Wer eine Videokamera hat, kann seine eigene Interpretation von "All you need is love" hochladen. Ob instrumental, solo oder in der Band, als Karaoke- oder auch als Vollplayback-Version: Das Unternehmen spendet Geld pro hochgeladenem Song an das Aids-Project RED. Und wer denkt, dass die eigene Stimme nicht für den Beatles-Song taugt, der kann auch eine "Liebes-Zeichnung" einsenden.

#1 SaftschubseAnonym
  • 23.12.2009, 09:32h
  • Endlich mal ein vernünftiger Flashmob!
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#3 NachdenkenAnonym
  • 23.12.2009, 14:51h
  • Social Washing eines Franchising Unternehmens, dessen einziges Ziel es ist, mehr Gewinn zu erwirtschaften.

    Weitere Beispiele:
    + Danone: Volvic-Trinkwasserinitiative
    + Krombacher: Regenwald-Project
    + Haim Saban: ProSieben Red Nose Day

    Das Letzte, was Starbucks repräsentiert, ist ein Unternehmen, das guten Kaffee in einer einladenden Atmosphäre für einen fairen (oder gar "fair trade") Preis anbietet und gleichzeitig noch den Erzeugern, der Umwelt oder AIDS/HIV-Kranken helfen möchte!

    Starbucks lebt in Europa von dem "Hype", den um die Marke gemacht wird, sonst nichts. In Italien, dem Land des Espresso, traut sich Starbucks nicht in den Markt vorzustoßen. Diese Tatsache allein spricht Bände über die Qualität der Starbucks Produkte.

    Darüberhinaus ist Starbucks Kaffee nur zu 1% "fair trade", daher sollte man sich davon auch nicht täuschen lassen. Siehe dazu:

    www.globalexchange.org/campaigns/fairtrade/coffee/starbucks.
    html
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