Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=11584
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Schwuler Sex mit den 3D-Avatars


#10 Blondes GiftAnonym
  • 02.01.2010, 14:00h
  • Antwort auf #9 von Liedel
  • @ Pittiplatsch:

    Du sprichst mir aus der Seele!

    Ich bin zwar rein vom Alter her noch kein solches Urgestein, dass ich die 68'er erlebt hätte - aber auch Anfang der 90'er in meiner Schulzeit gab es noch so etwas wie schwule Protestbewegungen, die sich nicht an herrschenden Machstrukturen orientierten, sondern etwas grundsätzlich Neues machen wollten.

    Nun ja, die revolutionäre Energie ist verpufft, Schwule tragen Pälestinenser-Halstücher heute als modische Accessoires, und die Schwulen-"Bewegung" (sie ist eher ein saturierter Stillstand!) fläzt sich auf der Olaf-Benz-Schäselong, schlürft die zweite Flasche ALDI-Prosetscho und onaniert kollektiv auf seelenlose virtuelle Figürchen, weil sie ja (angeblich) schon politisch fast alles erreicht hat.

    Rauszugehen und reale Männer mit Ecken und Kanten kennenzulernen ist doch viel zu anstrengend - man bastelt sich lieber das Idealbild einer pflegeleichten Wichsvorlage und regrediert damit auf den mentalen Status eines Frühpubertierenden. Solche virtuellen Playboys altern ja auch nicht, wie man selber es tut.

    Ich habe mich irgendwann mal bei Second Life angemeldet. Nachdem ich eine Stunde in der virtuellen Welt unterwegs war, habe ich mich an den Kopf gefasst und mit Entsetzen vor mir selber meinen Account wieder gelöscht.

    Das Kopfschütteln über diese Art der "Kommunikation" hat sich bis heute nicht gelegt. Ich kann nicht nachvollziehen, was Menschen treibt, sich so etwas anzutun. Rollenspiele à la "Sex mit Punks im Stadtpark" kann man auch im real life spielen - nur, dass sie da viel spannender ablaufen als auf der Wohnzimmercouch bei Chipsletten und Tuckenbrause ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »

» zurück zum Artikel