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Kommentare zu:
Hass-Sänger im Homo-Radio


#11 AndyAnonym
  • 06.01.2010, 19:19h
  • Jamaika ist eben kein Vorbild. Da bin ich doch froh in Europa zu leben und die Vorzüge von Demokratie und Individualismus zu genießen. Seltsamerweise wird diese Musik in Europa vor allem von jenen gehört, die sich furchtbar tolerant und alternativ geben....
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#12 Matt77CSIAnonym
#13 stromboliProfil
  • 06.01.2010, 20:25hberlin
  • Antwort auf #3 von Loren
  • schatzerl, wir beide und andere hier haben uns im vergangenen jahr mit den BEN's, Klaus und susis hier abgeplagt; ohne erfolg!

    Wir haben es hier mit der verkörperung des hedonistisch egoistisch charakters zu tun, der sich ab den späten 80zigern zum ideal auch der schwulen anpassungsidentität entwickelte.
    Da gibt es schwuchteln die buschidobullshit reinziehen um im freundeskreis nicht zu aufällig zu werden. Da werden grundbegriffe der humanität wie meinungsfreiheit verwurstet, um dem eigenen affen zucker zu geben wie es uns "ben" bildhaft vorführte; da wird verbogen und verdreht, bis selbst der dümmste sich fragt, was da wohl in den köpfen abläuft.

    In dieses bild der mangelnden charakterfähigkeiten fällt dann so ein dj nur noch unangenehm weil beliebig austauschbar auf: unter dem deckmäntelchen der pluralität und meinungsanalyse wird einfach ein denkmodel des aushalten könnens erprobt: wie duldsam sind wir geworden ohne uns an der angebotenen manipulation den kopf wund zu stoßen. Natürlich mangelt es an jeglich substanzieller inhalte und der versuch eine "untersuchung" der nichtgespielten stücke homophober sänger mittels abspielen unverdächtiger lieder zu kaschieren, muß einem entweder sehr dummen kopf oder einem sehr bekoksten entsprungen sein; anders lässt sich die manirierte überheblichkeit im mailverkehr nicht erklären! Auch scheint dem guten der mailverkehr unangenehm... lass uns mal telefonieren, lass uns mal persönlich drüber reden... was gerne genutzt wird um unliebsame "mithörer/leser" auszuschalten.

    Ein explizit schwuler anbieter , der nicht von vorne herein in der lage sein soll, schwulenfeindliche interpreten auszusortieren für den täglichen download, sollte seine hausaufgaben machen und nicht um den heißen brei herum reden wollen! Wenn er programe startet mit themenschwerpunkt homophobie in den div. kunstrichtungen.. musik,film,etc..., muß man erwarten, das vorbereitet und aufgearbeitet das program angeboten wird! Sachgerechte moderation mit hintergrundmaterial, nur das erlaubt in einem solchen zusammenhang auch das abspielen von homofrüchten wie enimen & elton john. Ansonsten ist zurückhaltung geboten. Etwas was einen DJ womöglich geistig überfordert!

    WAs die kritik am lsvd anbegeht muß man seine distanzierung erst mal abwarten.
    Das er als werbträger hierbei auch noch mißbraucht wird sollte die leute da ernsthaft fragen lassen mit wem sie "koalitionen " eingehen. Was sich inhaltlich auf die vielgepriesene öffnung des lsvd für alle bereiche und parteien wiederspiegelt... siehe wahl von fdp'lern in den vorstand..
    Nicht jedes schwule angebot ist auch ein gutes angebot für schwule! &
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#14 Liedel
  • 06.01.2010, 21:38h
  • @ Schwulenaktivist

    Was erwartest Du von der Musikindustrie? Einer Branche, die seit Jahren eben nicht von Musik-Kennern, geschweige denn Musikern, sondern BWL- Absolventen mit mittelmäßigen Abschlüssen dominiert ist?
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#15 Blondes GiftAnonym
  • 06.01.2010, 21:43h
  • Die Kritik am LSVD scheint in diesem Fall durchaus berechtigt - wir sollten aber eine Reaktion des Verbandes abwarten. Einen Ausschluss des Radio-Senders bzw. dessen Betreibers erwarte ich aber in jedem Fall.

    Etwas anderes ist die politische Zusammensetzung des LSVD - hier wurde soeben mokiert, dass sich dort auch FDP-Leute im Vorstand befänden.

    Ich bin weiß Gott kein Fan der Liberalen - und habe sie bisher ein einziges Mal in meinem Leben gewählt (als Jugendsünde, sozusagen) - aber eine demokratische Kraft deswegen aus dem LSVD auszuschließen, nur weil einem deren politische Ausrichtung nicht passt, wäre eine schwache Vorstellung.

    Wenn man im LSVD nur noch Mitglieder der Linkspartei und evtl. der Grünen duldet, dann kann man den LSVD auch plattmachen und gleich eine schwule Unterorganisation der LINKEN gründen. Es ist ja gerade die Stärke dieses Verbandes, dass er ideologisch nicht total verbohrt ist wie so manche Einzel-Parteien.

    Sicher, manchen ist der LSVD zu "spießig", zu "bürgerlich". Aber dann könnte man ja versuchen, diesen durch eigenes Engagement zu verändern. Auf demokratischem Wege, nicht durch Verbandsausschlussverfahren aufgrund von politisch "missliebigen" Ansichten. Es geht nicht um den Antagonismus Links gegen Rechts, sondern um die allgemeinen humanistischen Anliegen des Verbandes.

    Man erreicht nur dann das meiste, wenn man möglichst viele Meinungen einbindet und bündelt. Partikularismus und Abgrenzungspolitik bringen da nicht viel ...

    PS: Dass man einen Radiosender, der homophoben Künstlern eine Plattform bietet, aus dem LSVD wirft, und zwar in hohem Bogen, dürfte dort aber parteiübergreifend Konsens sein, hoffe ich!
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#16 KameliendameEhemaliges Profil
  • 06.01.2010, 21:59h
  • Antwort auf #10 von Rosa_von_Zehnle
  • Mal davon abgesehen das ich die Seite doch etwas unübersichtlich finde, klicke ich die ganze Zeit auf "Reaktionen des LSVD" finde dann darunter aber immer nur einen Brief von dir, Jürgen Zehnle, datiert auf den 06. Januar in dem auch zu lesen ist es wäre jetzt doch eine Reaktion vom Vorstand des LSVD gekommen.
    Ja wo ist die denn zu lesen?
    Oder liegts an mir und ich bin zu blöd das zu finden?

    Es wär schon interessant und auch wichtig zu sehen wie der Vorstand des LSVD auf die Vorgänge reagiert.
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#17 Rosa_von_ZehnleProfil
  • 06.01.2010, 22:09hLeipzig - Zentrum
  • Da hast Du völlig recht, doch 6 Tage nachdem der LSVD die Text- und Bildmaterialien vom ROSA ARCHIV erhalten hat, tut der weiterhin nichts. Das Logo des LSVD ist immer noch auf dieser Homepage und auf dieser Radioseite zu sehen und das ist das was uns so verdammt ärgert und wütend macht. Ich habe dem Gründer des LSVD (Vorgänger SVD 1990) einen Brief geschrieben, den hier jeder lesen kann:

    www.gay.zehnle-server.com/fkra/homophobie/0912-lsvd/lsvd-lie
    bereddy20100106.pdf


    und der meinen Frust ist dieser Sache verdeutlicht. Der LSVD streitet vehement einen Zusammehang ab, obwohl die Tatsachen visuell zu sehen sind. Was würdet Ihr hier alle dazu sagen, wenn queer.de irgendwo ein Hakenkreuz integriert obwohl queer.de alles andere nur NICHT rechts ist?
    Diese Einstellung des LSVD soll verstehen wer will, ich kann es nicht begreifen!
    In diesem Sinne
    Jürgen.
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#18 Rosa_von_ZehnleProfil
  • 06.01.2010, 23:45hLeipzig - Zentrum
  • Antwort auf #16 von Kameliendame
  • Wie ich schrieb: Der Brief (04.01.2010) des Gründers war ein privater Brief auf den ich antwortete und wo ich nur meine Antwort öffentlich machte. Der Brief der heute (06.01.2009) vom LSVD-Vorstand kam, den stelle ich morgen und meine Antwort dazu ins Netz. Bin leider unterwegs, aber ich informiere Dich dann.
    Beste Grüße
    Jürgen.
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#19 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 07.01.2010, 00:27h
  • Antwort auf #6 von Alf
  • Die Message von Micha ist wichtig, aber richtig ist auch, solchen Sender schlichtweg zu boykottieren. Haben wir solch Sender-chen nötig? Lassen wir ihn ins Leere dudeln. - Andererseits: ob wie auch immer sexuell orientierter Konzertveranstalter oder erklärt schwuler Senderbetreiber... auf die Barrikaden gehen müssen wir schon, wenn es bei den Herrschaften an humaner Gesinnung hapert. Mit "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", darf man es nicht bewenden lassen. Deshalb ist Zehnleins Initiativ-Werden richtig und Michas Kolumne desgleichen. So tun, als hätten wir es nicht bemerkt, dass Hassgesänge oder Hasssänger uns als Lappalie untergejubelt werden, sollten wir nicht. Auch in Deutschland gibt es für Schwule noch längst keine Entwarnung, die uns erlaubte, uns zurückzulehnen und abzuwinken: "Gott, sollen sie doch." Und selbst, wenn es in Deutschland so wäre, dass wir abwinken könnten, so sollten schon deshalb nicht das Maul halten, weil wir uns als Weltbürger verstehen sollten. Als schwule Weltbürger. Ist nicht gerade unter uns Uganda in aller Munde? Und auch deshalb: "Danke, Jürgen", "Danke, Micha", denn Schweigen war seit je verhängnisvoll.
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#20 LorenProfil
  • 07.01.2010, 01:16hGreifswald
  • Antwort auf #13 von stromboli
  • Wie gesagt, m.E. scheint es sich hier eher um eine
    gezielte Provokation zu handeln, um auf sich und
    sein Radio aufmerksam zu machen. Erinnert mich
    fatal an D. Ludigs und seine "queeren Jakobiner".
    Hauptsache man kommt ins Gespräch und hat seine
    Warholschen 15 Minuten im Rampenlicht. Auch das
    ein Phänomen unseres Medienzeitalters. Ich bin da
    einfach zu optimistisch, was die intellektuellen
    Fähigkeiten des durchschnittlichen Mitteleuropäers
    angeht, um davon auszugehen, dass ein Musikredak-
    teur eines schwulen Radiosenders nicht weiß, wem
    er da eine Plattform bietet (und zwar nicht im Rahmen eines Sendung zum Thema "Homophobie in der Popmusik", sondern einfach
    so dazwischengedudelt ohne weiteren Kommentar). Nach den so leidigen wie endlosen
    Diskussionen, Demonstrationen etc. wegen der
    Konzerte von Sizzla hat sich das natürlich ange-
    boten, um dann auf einer Welle der Empörung
    ins öffentliche Bewusstsein gespült zu werden
    (ähnlich wie Ludigs die Studentendemos genutzt
    hat, um sich zu "präsentieren" - ich hatte vorher
    noch nie von ihm gehört und hoffe, in Zukunft nichts
    mehr von ihm hören oder lesen zu müssen).
    Ich tippe also weniger auf Dummheit als auf Geld-
    geilheit, Profilneurose, Eitelkeit oder ähnliches.
    Demnächst wird dann wohl eine gaaaanz tolle
    Sendung zum Thema "Popmusik und Homophobie" ausgestrahlt, die natürlich jeder
    Schwule unbedingt gehört haben sollte .
    Am besten begegnet man wohl diesen Herrschaften mit dem, was sie sich am wenigsten wünschen - mit Ignoranz. Einfach mal
    weghören, einfach mal nicht lesen oder anschauen und so die 15 minutes of fame ein bisschen verkürzen .
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