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Kommentare zu:
Wuppertaler Club: Homo-Mordaufrufe "im Kontext sehen"


#11 Klaus MayerAnonym
  • 11.01.2010, 18:45h
  • Wenn es ernst gemeint ist, so ist dies eine gute Sache. Man sollte einfach abwarten. Was soll man groß spekulieren. Bringt nichts...
    Was diese Gruppe "U-Club dichtmachen" angeht, so würde ich deren Kritik nicht allzu viel Beachtung schenken. Die Tatsache, dass sie die Adressen der Betreiber veröffentlichen, aber selbst gegen die Impressumpflicht verstoßen, um anonym zu bleiben, kommt mir irgenwie bekannt vor. Genau auf diese Weise wird die Antifa auch eingeschüchtert(
    www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/anti-antifa;

    uclubdichtmachen.blogsport.de/mehr-infos/).Hab
    bei so etwas immer ein komisches Gefühl. Wenn ich mich in die Leute reinversetze, so ist dies schon heftig. Man weiß ja nie, was Verrückte damit anfangen.
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#12 LorenProfil
  • 11.01.2010, 20:03hGreifswald
  • Antwort auf #8 von Klaus Mayer
  • Wenn du auf Carolyn Cooper verweist, so sollte das
    Bild von ihr auch weiter vervollständigt werden.
    In Bezugnahme auf "hard-core-gay-rights-activists"
    in den USA, die sich für Konzertverbote für Buju
    Banton einsetz(t)en, kommt sie immerhin zu fol-
    gender Fragestellung, die in ihrem Wortlaut schon
    ein interessantes Licht wirft:

    "It makes you wonder if it's not a particularly perverse pathology that makes these activists hug up Boom Bye Bye."

    www.soulrebels.org/dancehall/v_article_044.htm

    Nur gut, dass Schwule -ob Aktivisten oder nicht- schon Übung haben in der Auseinandersetzung mit
    Leuten, die ihnen eine "particularly pervere pa-
    thologie" unterstellen .

    Zur Initiative des u-club:

    Es scheint, dass der öffentliche Druck langsam
    erste Früchte bringt und man beginnt, sich mit
    dem Thema "Aufführung homophober Musik auf
    Dancehall-Konzerten/-parties" ernsthafter zu be-
    schäftigen. Das begrüße ich ebenso wie die o.g.
    Initiative, die ein Ausgangspunkt sein kann für
    eine positive Entwicklung in dieser Frage. Wenn
    der u-club tatsächlich ab sofort keinen einzigen
    Song mit homophoben Inhalt mehr in seinem Hause duldet, ist ein erster Schritt getan. Würden sich andere Clubs diesem Vorgehen an-
    schließen, könnte man sich dann den Konzertver-anstaltern zuwenden und weitere
    Schritte die von ihnen vermarkteten Sänger be-
    treffend fordern .
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#13 RabaukeAnonym
#14 stromboliProfil
  • 11.01.2010, 21:13hberlin
  • Antwort auf #4 von Observer
  • blättert doch einfach ein paar seiten hier zurück unter buschido und co. und du wirst finden was dir fehlt...
    immer eins nach dem anderen, oder der aktualität angemessen.

    Klaus: muss man dancehall für sich entdecken oder langen die zitate um den perversen inhalt zu deuten...
    Ehrlich, selbst wenn ich wollte, könnt ich mich für die musik nicht entscheiden; behindert dies nun mein wahrnehmungsvermögen bezüglich der texte?
    Oder unterstellst du , dass mangel an interesse am dancehall zur fehlinterpretation perverser inhalte führt... Housten, ein musikliebhaber hat ein ernsthaftes problem, wo können wir ihn abladen?
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#15 Thom_ass1973
  • 11.01.2010, 21:17h
  • Antwort auf #3 von Klaus Mayer
  • Lieber Klaus Mayer!!

    BRAVO !!! Also lassen alle Dancehallfans ihre Frauen, Töchter, Schwestern und Mütter auch ab sofort die Vagina (am Besten noch mit einer Scherbe) verstümmeln - Verzeihung ich meine natürlich beschneiden !! Geschieht dann natürlich auch nur im Rahmen des historischen Gesamtkontextes !!!
    und weil es der "Deutsche Historische Kontext" hergibt den wir ja alle Berücksichtigen schmeissen wir wieder die KZ-Maschinerie an - Merken Sie so langsam wie selten dämlich Ihre Argumentation ist ??
    Schön das Sie immer wieder explizit den Artikel 5 des GG ins Feld führen, wohl wissend das dieser bereits durch die Präambel und die Artikel 1-4 mehr als deutlich eingeschränkt ist, wer zu Mord aufruft für den gibt es sehr wohl einen Platz in Deutschland erstmal die u-Haft, danach den Gerichtssaal und zu guter Letzt die JVA - mit allem Gebotenen Respekt, penetrieren sie doch mal bitte mit Artikel 5 Ihre ureigene, persönliche Rosette!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#16 LorenProfil
  • 11.01.2010, 22:30hGreifswald
  • Antwort auf #14 von stromboli
  • Zur möglichen "Fehlinterpretation" in Texten, hier
    am Beispiel der Hip-Hop-/Rap-Musik:

    "Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen alle
    Schwuchteln." (Bushido, "Berlin")

    Ich freue mich schon auf die Diskussion im Februar,wenn Bushido in D. große Kasse machen will und hoffentlich von der schwulen Community
    ins Kreuzfeuer genommen wird . "Natürlich
    ist mit 'Schwuchtel' kein Schwuler gemeint, sondern das ist eine Metapher der scene, die für
    sowas wie 'Schwächling' oder 'Weichei' steht ..." . "Alles ein großes Missverständnis bla bla bla" .

    Was die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende
    Medien dazu sagt:

    "Jugendkultur hat schon immer ihre eigenen Begriffe geprägt, die dann oftmals in die Umgangssprache eingehen. Allerdings ist dies ein langsamer Prozess, in dem Sprache auch Ausdruck eines Wertewandels ist.

    Hip-Hop-Codes sind als Szenesprache nicht zu verhindern. Die Gremien der Bundesprüfstelle
    haben sich mit der Tatsache, dass Rap-Texte eine andere, szenetypische Bedeutung haben können und mit möglichen Auslegungsalternativen auch intensiv auseinandergesetzt. Da die Wortbedeutungen jedoch mit dem allgemeinen Sprachgebrauch nicht übereinstimmen, ja sogar Grundwerte ver-
    letzen, kommen die Gremien aber angesichts
    konkreter Formulierungen in der Regel zu der
    Auslegung, dass in den Liedtexten körperliche
    Gewalt oder sexistisches, rassistisches Handeln
    besungen wird.

    Ironie, Satire, Kritik, Transfer sind Stilmittel, die Kinder noch nicht verstehen und Jugendliche immer weniger beherrschen. Die Be-
    hauptung, sie könnten die Codes in ihrem über-
    tragenen Sinn richtig einordnen, trifft nicht zu.
    Hip-Hop-Codes sind kein gesellschaftlicher Schonraum, ihre Übertragung trifft auf keinen ge-
    sellschaftlichen Konsens. Frauendiskriminierung,
    Anreizen zu Gewalt und Verherrlichung von
    Drogenkonsum müssen jedoch sanktioniert und
    erzieherisch behandelt werden."

    www.bundespruefstelle.de/bpjm/Jugendmedienschutz-Medienerzie
    hung/lese-hoermedien,did=111816.html


    Man könnte glatt auf die Idee kommen, diese Aussagen auch auf Dancehall-Texte zu beziehen:
    Dancehall-lyrics "sind kein gesellschaftlicher Schonraum, ihre Übertragung trifft auf keinen
    gesellschaftlichen Konsens". Also -nochmals Donovan Germain (Ex-Manager von Buju Banton)
    zitierend: "Lass den Song fallen!"
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#17 Liedel
  • 11.01.2010, 23:06h
  • Ich weiß grad nicht genau, in welcher Funktion Klaus Mayer hier schreibt. Aber bei religiösen Themen taucht hier auch immer gleich mit mehreren Threads hintereinander dieser User "diskriminierung" auf. Unwahrscheinlich, dass das derselbe ist, auch vom Schreibstil her.
    Aber auffällig: immer dieser übereifrige Rechtfertigungsdruck, wenns mal wieder Proteste von den pösen Homos gab. Sei es gegen die Umpolerszene, sei es gegen die "gewaltfreie, tolerante und respektvolle" Reggae- Community, besonders der einschlägig bekannten Dancehall- Interpreten. Muss wohl was dran sein an den Protesten
  • Antworten » | Direktlink »
#18 Klaus MayerAnonym
  • 11.01.2010, 23:51h
  • Antwort auf #15 von Thom_ass1973
  • Ich glaube du hast mich missverstanden. Ich meinte den geschichtlichen Kontext der Dancehallmusik, um etwa den genrell raueren Ton zu begründen (vgl.
    www.queer.de/detail.php?article_id=11602&kommstart=50#kommen
    tare;

    Kommentar 55 von Ben).
    Aufruf zum Mord hört sich natürlich immer wahnsinnig heftig an. Allerdings ist mir kein einziger Fall bekannt, in dem ein Musiker wegen Anstiftung zum Mord etc. verurteilt, geschweige denn nur angeklagt wurde. Jedenfalls die Nachweisbarkeit eines Anstiftungsvorsatzes zu einer konkreten Tat dürfte nie gelingen. Bei etwa volksverhezenden Inhalten auf einer CD macht sich der Künstler nicht bei jedem spielen erneut strafbar. Er müsste also tatsächlich etwas derartiges kundgegen.
    Außerdem war es nicht meine Absicht hier homophobe Äußerungen zu rechtfertigen, sondern wollte nur zur gebotenen Betrachtung aus verschieden Blickwinkeln aufrufen. Also kein Grund zur Aufregung. Und sollten auf einem Konzert wirklich mal "negativ virbrations" verbreitet werden, so vertraue ich unseren Justizverfolgungsbehören.

    Liebe Grüße

    Klaus Mayer
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#19 Klaus MayerAnonym
  • 12.01.2010, 00:11h
  • Antwort auf #12 von Loren
  • Mir war der genannte Text bereits bekannt. Naja vielleicht kam sie zu dem Schluss, nachdem sie allen erzählt hat, Buju Banton hätte sich geändert und keiner hat ihr zugehört. Dessen Veränderung war ja letztendlich auch der Schwerpunkt des genannten Beitrags.
    Ich will mich hier nicht als Anwalt von Carolyn Cooper hinstellen, was die Musik betrifft, verfügt sie meiner Einschätzung nach über eine erstaunliche Kenntnis, da sie sich ernthaft mit den Hintergründen beschäftigt.
    Was die Sache mit dem U-Club angeht, stimme ich dir nur zu. Fand in diesem Zusammenhang übrigens auch die Anmerkung von "U-Club dichtmachen" so bescheuert, als es als nachteilig dargestellt wurde, dass der (angedeutete) Sinneswandel Folge des Drucks von Außen ist. Da kann man sich wirklich an den Kopf langen. War es nicht immer genau Sinn und Zweck unzähliger und teils leidiger Diskussionen hier, Homophobie durch Druck von Außen zu bekämpfen?
    Nun beugt sich ein Club dem Druck von Außen, jetzt wird auch dies bemängelt.

    Liebe Grüße

    Klaus Mayer
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#20 Klaus MayerAnonym
  • 12.01.2010, 10:41h
  • Antwort auf #16 von Loren
  • Lieber Loren,

    Fakt ist, dass sich Interpreten egal ,ob Dancehall oder Hip-Hop, zunächst einmal am Wortlaut festhalten lassen müssen. Nur dies sollte Maßstab dafür sein, ob solche Texte in Deutschland auf Konzerten wiedergegeben oder auf Tonträgern erscheinen dürfen.
    Weitergehende Interpretationen sind meiner Meinung nach nur für die Bewertung der Künstler und deren Gefährlichkeit wichtig.
    Insofern ist es auch richtig und konsequent, wenn die Bundesprüfstelle, soweit es um Indizierungen geht, die Inhalte nach dem objektiven Empfängerhorizont eines Durchschnittshöhers ermittelt. Etwas anderes gilt natürlich bei Beschlagnahmungen. Da für die objektive Tatbestandserfüllung einer Straftat, etwa volksverhezender Inhalte, immer ein Vorsatz erforderlich ist, muss sehr wohl auf die oben angeführte Intention des Künstlers eingegangen werden, bei der auch kulturelle und gesellschaftliche Hintergründe dazugehören. Im Dancehallbereich kam es aus genau diesem Grund zu keiner einzigen Beschlagnahmung.
    Insofern hast du Recht, wenn du Hip-Hop und Dancehall vergleichst.
    Mit der Forderung den "Song fallen lassen", hast du auch Recht. Meinen Recherchen zu Folge hat Buju Banton dies bereits getan. Buju Banton hat ihn niemals auf einem Album veröffentlicht, er hat ihn seit nachweislich drei Jahren nicht mehr gespielt und sich von Gewalt distanziert.
    Beachte: Der Orginalsong heißt Boom By By. Es gibt nur eine inoffizelle Compilation mit der Buju Banton nichts zu tun hat. Die heißt: Buju Banton - The early years: 1990 - 1995.

    Klaus Mayer
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