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- 14. Januar 2010 2 Min.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) demonstriert Normalität: Bei seiner Antrittsreise in Japan und China ist er mit seinem Partner Michael Mronz unterwegs.
Der 43-jährige Lebensgefährte ist erstmals auf einer längeren Auslandsreise von Westerwelle als Bundesminister dabei. Als der FDP-Chef vergangene Woche den Nahen Osten besuchte, blieb Mronz zwar noch zu Hause, denn Westerwelle besuchte mit Saudi-Arabien und dem Jemen zwei Staaten, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft werden kann (queer.de berichtete).
In Japan und der Volksrepublik China wird Mronz seinem Partner allerdings bis bis Samstag begleiten. So nahmen sie in Tokio gemeinsam an einer Neujahrszeremonie im Meiji-Schrein teil. Auch im offiziellen "Damen-Programm" wird Mronz geführt. So besuchte er etwa ein Museum, als sein Lebenspartner politische Gespräche mit japanischen Regierungsvertretern führte.
Homosexualität in japanischer Politik "tabu"
Allerdings gab es nach Angaben der "Bild"-Zeitung in Japan Vorbehalte: So sagte eine Protokollbeamtin des japanischen Außenministeriums: "Homosexualität in Künstlerkreisen – das geht in Japan. In Wirtschaft und Politik ist das aber ein Tabu."
Mronz sieht die Irritationen locker: "Wir sind früher auch schon zusammen gereist. Jetzt hat Guido einen neuen Job – nicht ich…", erklärte der 43-jährige Sportmanager. Er hatte den Außenminister bereits zu zwei Kurzbesuchen nach Rom und Stockholm begleitet.
Nach seinem "stillen Coming-out" vor fünfeinhalb Jahren hat Westerwelle seinen Freund offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt (queer.de berichtete). Über sein Privatleben spricht der liberale Politiker allerdings selten. Er hatte das damals so begründet: "Ich bleibe bei der Erkenntnis, wenn man die Medien einmal in sein Schlafzimmer einlädt, bekommt man sie dort nie wieder heraus." (dk)















In diesen Ländern Ostasiens, wo homosexuelle Handlungen legal sind, geht es mittlerweile um die Stärkung der Sichtbarkeit homosexueller Paare. Das finde ich gut so.
Was das Fernbleiben im Nahen Osten angeht, da kann man drüber streiten. Verstehen kann ich die Entscheidung Westerwelles...andererseits vielleicht wäre doch ein wenig mehr Courage von Westerwelle im Nahen Osten genausogut. Gerade dort bedarf es verstärkter Anstrengungen europäischer Diplomatie.