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  • 15. Januar 2010 14 3 Min.

Auf einer Pornomesse in Las Vegas hat ein Tüftler den 7.000 bis 9.000 Dollar teuren weiblichen Sexroboter Roxxxy vorgestellt – das männliche Pendant Rocky ist bereits in Arbeit.

Von Dennis Klein

Um auf der Adult Entertainment Expo aufzufallen, muss man sich was einfallen lassen: Douglas Hines ist das gelungen. Der Erfinder, der eher wie ein leicht übergewichtiger Wal-Mart-Verkäufer aussieht als ein Porno-Hengst, hat auf der Messe eine 60 Kilogramm schwere Gummipuppe namens Roxxxy vorgestellt, die er als "ersten Sexroboter" der Welt anpreist. Einsame Männer sollen sie in wenigen Monaten angepasst auf ihren individuellen Geschmack erhalten; Rasse, Haarfarbe und Brustgröße sind nur einige der Merkmale, die frei wählbar sind. Ende des Jahres soll dann auch der große Bruder Rocky auf den Markt kommen.

Auch wenn es bei der Pornomesse bekanntlich nur ums eine geht – Rocky und Roxxxy sollen nicht nur zur Triebabfuhr dienen. Immerhin könnte man sich für den Kaufpreis der Puppe viele dutzende Male mit einem Callboy vergnügen. Anders als ihre aufblasbaren 10-Euro-Leidensgenossen sollen der Käufer sich mit den Lustspendern unterhalten können. "True Companion" – zu Deutsch: "Echter Gefährte" – ist dann auch der Name der Firma, die die Püppchen vertreibt.

Hines selbst erklärte, dass die Idee für den Bau der Puppe auf die Terroranschläge auf das World Trade Center im Jahr 2001 zurückzuführen ist. Er habe damals eine Freundin verloren und wollte sie so – zumindest ein wenig – am Leben erhalten. Die Puppe als Sex-Roboter herauszubringen, habe eigentlich mehr mit Marketing zu tun. Eine Porno-Puppe verkauft sich einfach besser als die nette Puppe von nebenan.

Youtube | Roxxxys erster Auftritt

Fußball und Porsche

Bei der Messe stellte Hines die Sprachkünste Roxxxys vor. Über ein eingebautes Mikrofon "hört" das unbeweglich in Strapsen sitzende Lustobjekt ihren Meister – und "antwortet" in Sätzen, die vorher aufgenommen wurden. Auch auf Berührungen reagiert sie (Hines: "Wenn ihr sie hier anfasst, weiß sie, was ihr tut…"). Der Tüftler erklärt, dass er sich hauptsächlich für Fußball und Sportwagen von Porsche interessiert – und auf diese typisch männlichen Themen hat er sie programmiert. Roxxxy ist dabei mit einem Laptop verbunden (im Lieferumfang enthalten), der in Kürze auch eigenständige Wortkombinationen möglich macht.

Dabei soll der Benutzer auch die Persönlichkeit auswählen können: Ob die Puppe schüchterne, anregende oder pornografische Konversation betreibt, ist dem Käufer überlassen. Der schwule Rocky müsste dann natürlich auch mit entsprechendem Wissen ausgestattet werden, etwa über den Eurovision Song Contest oder die neuste Modekollektion; Klischeeschwule jauchzen bei diesem Gedanken mit Sicherheit entzückt auf, aber auch Huschen mit anderen Interessen brauchen sich nicht zu grämen: Denn Hines verspricht, dass Programmierer alle nur erdenklichen Phrasen, Themen und Persönlichkeiten für die Gefährtin oder den Gefährten bereithalten wird. Die Puppen "erfahren" über ihr neues Ich via Internet-Update.

Hines verspricht, dass beim Bau von Rocky auf schwule Wünsche eingegangen wird: "Wir arbeiten bei Rocky mit der Gay-Community zusammen. Beispielsweise entstand dort die Idee für ein S/M-Passwort". Und wer nicht mit Rocky reden möchte, kann ihn benutzen, wie Gummipuppen seit Jahrzehnten benutzt werden: als Ejakulationshilfe.

Dass Hines’ Sex-Roboter je so ausgefallen sein wird wie der Android Data in "Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert", ist mehr als unwahrscheinlich. Der hatte in der Serie zwar nur zwei Mal Sex, kommandierte dafür aber wiederholt große Raumschiffe. Roxxxy und Rocky sind dafür – ohne ihnen nahe treten zu wollen – ein bisschen zu doof.

-w-

#1 Gay Sex AddictAnonym
  • 15.01.2010, 11:08h
  • Ein schwuler Sexroboter - Nein danke! Dann wären ja alle Callboys, Escorts und kernige Typen, die in "freier Wildbahn" herumjumpen, arbeitslos! Nein, lieber wilden, ungestümen und versauten Sex mit einem Bild von einem Mann aus Fleisch und Blut!
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#2 dummfugAnonym
  • 15.01.2010, 11:28h
  • Ich weiß nicht was ich zuerst dazu sagen soll.

    - Was für ein Quatsch?
    - Wer's braucht...
    - Mich stört es nicht.
    - Es gibt ja für alles einen Markt!

    Aber eins ist sicher: Sowas kann man am Besten da verkaufen, wo durch ignorante, verkalkte und konservative Moralvorstellungen etwas eigentlich Natürliches unterdrückt wird und darum hinter verschlossenen Türen die interessantesten Blüten treibt. Oder wie sonst sollte man erklären, das die Porno-Industrie in den konservativsten Staaten am Besten funktioniert?

    BTW: Sind schon Interessenten aus dem Staat mit der höchsten Kriminalitätsrate pro Kopf aufgetaucht? (Das ist der einzige Staat mit Geldautomaten in lateinischer Schrift)
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#3 jochen
  • 15.01.2010, 12:31hmünchen
  • Ein schwuler Sex-Roboter

    Vielleicht erspart dieser einem dann die herrlich komplizierten und oft nervenaufreibenenden Partnerschaften und das ganze Beziehungstrara..
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