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Der ugandische Parlamentarier David Bahati will an einem christlichen Gebetsfrühstück in Washington teilnehmen, an dem auch Präsident Barack Obama sprechen wird.

Bahati hat den Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für "schwere Homosexualität" ins Parlament eingebracht (queer.de berichtete). Obgleich Präsident Yoweri Museveni erklärte, dass aufgrund des internationalen Druckes Schwule "nur" mit Gefängnisstrafen belangt werden sollen, hält Bahati an seinem Entwurf fest.

Wie die ugandische Zeitung "Sunday Monitor" meldet, wird Bahati nun in die USA reisen, um an dem alljährlich stattfindenden "National Prayer Breakfast" teilzunehmen. Es wird am 4. Februar im Hilton-Hotel von Washington stattfinden. Wie im letzten Jahr soll Präsident Obama die Hauptrede halten.

Die Veranstaltung wird von Kongressabgeordneten und von der evangelikalen Organisation "The Family" seit den 1950er Jahren organisiert. Dabei sind in den vergangenen Jahrzehnten viele hochkarätige internationale Gäste aufgetreten, wie Tony Blair oder Mutter Teresa. Von säkularen Organisationen wurde das Event allerdings immer wieder als Verletzung der Trennung von Kirche und Staat kritisiert. Es wird als Versuch der evangelikalen Bewegung angesehen, auf die Politik Einfluss zu nehmen.

Evangelikale Christen streiten über Todesstrafe

In der christlichen Community gibt es derzeit einen Streit darüber, ob Homosexualität mit dem Tod bestraft werden soll. Während viele US-Evangelikale den Gesetzentwurf als zu radikal kritisieren, stehen die meisten Kirchen in Uganda hinter dem Gesetzentwurf, das in den Medien oft als "Kill the Gays"-Gesetz bezeichnet wird. So will der Pastor Martin Ssempa einen "Millionen-Männer-Marsch" organisieren, um für die Exekution von Schwulen zu werben. "Wir wollen zeigen, wie viele Menschen das Gesetz unterstützen", so Ssempa in einer Pressekonferenz in Uganda. Westliche Länder, die Homosexualität tolerierten, würden als "gescheiterte Staaten" untergehen. Er posierte bei dem Pressetermin vor Postern mit der Aufschrift "Afrikaner vereinigt gegen Unzucht" und "Barack Obama, halt dich raus". Ssempa gilt als einer der lautstärksten Homo-Gegner. Er hat bereits 2007 eine Demo gegen Schwule organisiert, zu der er auch muslimische Aktivisten eingeladen hatte (queer.de berichtete). Der "Millionen-Männer-Marsch" soll am 17. Februar stattfinden.

Der Gesetzentwurf soll auch im Februar oder März im Parlament beschlossen werden. (dk)

-w-

#1 carolo
  • 18.01.2010, 13:20h
  • Ein Gebetsfrühstück, soso. Im Hilton. Vater unser, der Du bist in den Spargelröllchen...

    Man wäre fast versucht, darüber zu lachen, wenn diese Drecksbande nicht die Macht hätte, Menschen zu ermorden, ins Gefängnis zu stecken, ins Unglück und in den Selbstmord zu treiben, bloß weil ihre perverse "Moral" es so will.

    Carolo
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#2 Simon H.Anonym
  • 18.01.2010, 13:56h
  • "Westliche Länder, die Homosexualität tolerierten, würden als "gescheiterte Staaten" untergehen."

    Und wieso geht es diesen Staaten dann soviel besser?

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    Und zu Barack Obama:
    ich hoffe ja wohl, dass er sich nicht zu netten Gebetsfrühstücken mit solchen Faschisten begibt, die Schwule töten wollen.

    Stattdessen soll er lieber mal seine Versprechen gegenüber Schwulen und Lesben einlösen...
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#3 LorenEhemaliges Profil
  • 18.01.2010, 14:09h
  • Pastor Martin Ssempa - ein wirklicher Hass-Prediger.
    Obama sollte entweder diesem Treffen fernbleiben
    oder sich dort deutlich für die Menschenrechte von
    LBGT weltweit einsetzen.
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