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- 20. Januar 2010 1 Min.
Die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Caster Semenya darf nicht in ihrem Heimatland zu Sportveranstaltungen antreten, bis Zweifel über ihre Geschlechtsangehörigkeit ausgeräumt sind.
Bereits letztes Jahr wurde bei der Leichtathletik-WM in Berlin gemutmaßt, ob Semenya in Wirklichkeit ein Mann sei und daher Startvorteile habe. Sie gewann dort Gold im 800-Meter-Rennen (queer.de berichtete). Obgleich der Verdacht bislang nicht bestätigt werden konnte, hat Südafrikas Nationales Olympisches Komitee (SASCOC) die 19-Jährige nun für alle Wettkämpfe im Land gesperrt.
Schriftlich teilte SASCOC mit, dass Semenya nicht starten dürfe, bis alle Testergebnisse des internationalen Leichtathletikverbandes vorlägen. "Wir müssen die Privatsphäre der Athletin respektieren. Eine ‚Bestätigung’ der Geschlechtszugehörigkeit ist daher verfrüht", heißt es darin. Im letzten Jahr kritisierten die Südafrikaner noch die Untersuchungen bei der WM. Damals verurteilten der Verband noch "Spekulationen und Anschuldigungen" gegen Semenya.
Manche der komplizierten Tests liefern erst nach mehreren Monaten Ergebnisse. Semenya selbst hatte in Interviews unter Tränen erklärt, sie sei selbstverständlich eine Frau. Ihre WM-Medaille musste sie bislang nicht abgeben. (dk)















Das hätte den Damen und Herren aus der Welt der
Sportfunktionäre schon früher einfallen sollen. Der
Umgang mit C. Semanya war und ist für mich ein Ärgernis.