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  • 22. Januar 2010 10 2 Min.

Ein schwuler Parlamentsabgeordneter will zehn Prozent des weltweiten Homo-Tourismus nach Nepal holen.

Sunil Babu Pant will dazu im kommenden Monat eine Tourismus-Konferenz im Himalayastaat abhalten. Er hat eigens für das Projekt den Reiseveranstalter "Pink Mountain" gegründet. Nepal wird voraussichtlich im Mai das erste asiatische Land werden, das die Ehe für Schwule und Lesben öffnet, erklärte Pant. Dies geht auf eine Entscheidung des Obersten Verfassungsgerichts aus dem Jahr 2008 zurück. Die Richter erklärten damals, dass das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare gegen den Diskriminierungsschutz in der Verfassung verstoße (queer.de berichtete).

Pant will besonders heiratswillige Paare ins Land locken. So sollen gleichgeschlechtliche Paare mit "Pink Mountain" am Fuße des Mount Everest heiraten können. Die Gäste sollen dabei auf dem Rücken von Elefanten zur Zeremonie gebracht werden. "Die meisten asiatischen Länder heißen schwule und lesbische Besucher nicht willkommen. Daher können wir in diesem Markt das Maximale herausholen für die Wirtschaft Nepals, die nach vielen Kriegsjahren noch immer am Boden liegt", erklärte Pant gegenüber dem "Daily Telegraph". Bis zu zehn Prozent des weltweiten schwul-lesbischen Tourismus könnte so für Nepal gewonnen werden.

Die Regierung Nepals hat bereits zuvor Pläne bekannt gegeben, die Zahl der Touristen zu erhöhen. Im letzten Jahr waren nur 400.000 Besucher in das rund 30 Millionen Einwohner zählende Land gekommen. 2011 sollen es schon eine Million sein.

Pant ist der einzige offen schwule Abgeordnete im Parlament. Er ist Mitglied der kommunistischen CPN-U, die sich für gleiche Rechte für Lesben und Schwule einsetzt. Im Land gibt es allerdings noch Widerstände gegen die neue Toleranz: So lehnen die Maoisten, die mit 220 von 601 Abgeordneten die größte Fraktion im Parlament stellen, Homosexualität als "Nebenprodukt des Kapitalismus" ab (queer.de berichtete). (dk)

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-w-

#1 Mister_Jackpot
  • 22.01.2010, 13:17h
  • Cool..ein Land wie Nepal überholt homopolitisch Deutschland! :-) Is ja schon irgendwie en Witz..wenns nicht so traurig wäre müsste man drüber lachen.
    Für Nepal freut es mich. Hinzu kommt, dass hier endlich mal erkannt wurde, dass Schwule einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor darstellen...vor allem in der Tourismusindustrie. Das haben selbst viele Länder in Europa immer noch nicht verstanden. In Südamerika scheint sich auch insgesamt viel mehr zu bewegen als auf allen anderen Kontinenten der Welt....erstaunlich ist hierbei die Geschwindigkeit der Entwicklung....wofür Deutschland Jahrzehnte gebraucht hat, wird hier nur mal eben so eine Legislaturperiode benötigt....
    Also ich finde sowas muss man unterstützen...fliegt nach Nepal!!! :-)))
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#2 LorenEhemaliges Profil
  • 22.01.2010, 14:02h
  • Sehr erfreulich, was der Herr Pant so vorhat.
    Dass die Mehrheitsfraktion dort Homosexualität als "Nebenprodukt des Kapitalismus" ablehnt - ohne
    Worte .
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#3 Gay YetiAnonym
  • 22.01.2010, 14:06h
  • Ich dachte zuerst, es ist ein Druckfehler und muß heißen "Neapel will das Homo-Paradies werden"! Gibt es überhaupt eine LGBT-Community dort? Es wird für den Himalayastaat eine Herkulesaufgabe und wird noch Jahre dauern, bis das Paradies voll in LGBT-Hand ist!
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