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Die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) lehnt die angekündigten "kassenindividuellen Zusatzbeiträge" ab, weil sie HIV-Patienten und andere chronisch Kranke besonders belasten würden.

Damit stellt sie sich an die Seite des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, der die Zusatzbeiträge als unsozial und ungerecht kritisiert hat. Viele Menschen bezögen beispielsweise als Folge einer chronischen Erkrankung niedrige Einkommen - darunter tausende Menschen mit HIV und Aids. Die DAH unterstützt daher die Vorschläge des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, die solidarische Finanzierung wiederherzustellen, in der sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen lohnabhängigen Beitrag teilen. Außerdem müsse die die Versicherungspflichtgrenze angehoben werden, um ein Abwandern von Gesunden aus der Solidargemeinschaft in die private Krankenversicherung zu verhindern.

"Wir fordern die gesetzlichen Krankenkassen auf, Niedrigeinkommensbezieher unverzüglich von der geplanten Zuzahlung zu befreien. Alles andere würde unzumutbare Härten bedeuten: einerseits wegen der finanziellen Zusatzbelastung andererseits wegen des ‚Quasi-Zwangs‘ zum Kassenwechsel", erklärte DAH-Bundesvorstand Carsten Schatz. "Menschen mit HIV und Aids sind wie andere chronisch Kranke auch auf eine sehr gute und verlässliche medizinische Versorgung zwingend angewiesen. Hierzu gehört auch eine verlässliche Krankenkasse. Ein ‚Krankenkassenhopping‘ würde das wichtige, zum Teil über Jahre gewachsene Vertrauensverhältnis der Menschen zu ihrer Krankenkasse zerstören".

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Den gesetzlichen Krankenkassen fehlen in diesem Jahr voraussichtlich acht Milliarden Euro, von denen der Bund nur die Hälfte übernehmen will. Den Rest müssen die Kassen über Zusatzbeiträge erbringen. Sie dürfen jährlich 96 Euro als eine Art Kopfpauschale von jedem Versicherten einsammeln - unabhängig vom Gehalt. Erst darüber hinaus ist der Betrag mit ein Prozent des Einkommens gedeckelt. (dk)

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#1 uaAnonym
  • 28.01.2010, 12:31h
  • Diese Zusatzbeiträge belasten alle.

    Es sei denn man ist MövenpickPartei-Mitglied und in der GKV Privat versichert - dann bekommt man 5% Rabbatt.
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#2 Thom_ass1973
  • 28.01.2010, 13:01h
  • 96,00€ sind und bleiben 96,00€ egal ob man jetzt Student, Schüler, Rentner, oder aber sonstwer ist!
    Und mit Verlaub gerade die DAH sollte sich hier tunlichst bedeckt halten! Immerhin sind die Kosten für HIV-Medikamente kein kleiner Posten, den bereits die Solidargemeinschaft leistet!!
    Wie war das gleich noch mal Frag nicht den Staat was er für dich tun kann, sondern tue was für den Staat ?!

    so und jetzt her mit den schönen roten Kästen, Solidarität ist ja bekanntermaßen (k)eine Einbahnstraße !!!!
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#3 XDAAnonym
  • 28.01.2010, 13:47h
  • Antwort auf #2 von Thom_ass1973
  • Ich verstehe auch nicht wie sich die AIDS Hilfe aufregen kann. So sind doch gerade die Kosten für die Medikamente der treibende Faktor. Und die HIV Medikamente, ebenso wie Neuroleptika etc. sind enorm teuer, eben gerade wegen der Forschung.

    Ich bezahle gern die 96 EUR, ausserdem kann man auch gerne in eine Kasse wechseln die keine Beiträge verlangt.

    Wann kommt bei den Menschen endlich an, dass man für ein paar EUR keine High-Tech-Medizin verlangen kann. Die Gesundheitskosten werden mittelfristig weiter steigen, und das ist auch gut so, schliesslich möchten doch alle eine sehr gute Versorgung haben.

    @ Queer.de: Die Techniker Krankenkasse verlangt im übrigen keine Zusatzgebühr, ihr solltet liebe eine Versichertenkarte der DAK hinmachen.
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