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https://queer.de/?11701
  • 29. Januar 2010 35 2 Min.

Evangelische Mitglieder der CDU haben scharfe Kritik an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) für die Unterstützung des "bewusst obszönen" CSDs geübt.

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg erklärte nach Angaben der katholischen Nachrichtenagentur KNA: "Öffentliche Show-Darbietungen alternativer Sexualvorstellungen im öffentlichen Verkehrsraum bedürfen keiner bundesministeriellen Absicherung". Anlass für die Empörung: Leutheusser-Schnarrenberger hat die Schirmherrschaft des CSDs in Stuttgart übernommen (queer.de berichtete).

Nach Ansicht der evangelischen Christdemokraten müsse vielmehr geprüft werden, ob "die seit Jahren erfolgenden bewusst obszönen Provokationen mit dem Kinder- und Jugendschutz vereinbar sind". Die Schwaben und Badener fühlen sich offenbar besonders in ihrer regionalen Integrität von der Ministerin bedroht: Sie seien verwundert, dass "die in Bayern lebende und zur Zeit in Berlin arbeitende Politikerin Baden-Württemberg zum Schauplatz dieser politischen Selbstoffenbarung gemacht hat". Der Arbeitskreis fordert die Ministerin auf, sich Artikel 6 des Grundgesetzes zu Herzen zu nehmen: Darin ist der besondere Schutz von Ehe und Familie festgelegt.

Der CSD Stuttgart hat bereits in der Vergangenheit zu Irritationen in der CDU geführt – und kostete einen christdemokratischen Minister bereits seinen Job: So wurde 2006 der damalige baden-württembergische Sozialminister Andreas Renner zum Rücktritt gezwungen, nachdem er die Schirmherrschaft beim Stuttgarter CSD übernommen hatte (queer.de berichtete). Als Grund für den Rückzug wurde damals die angebliche Beleidigung des katholischen Bischofs Gebhard Fürst genannt.

Baden-Württemberg gilt als konservativster Landesverband der CDU. So hatte der jetzige Ministerpräsident Stefan Mappus den CSD als "abstoßend" bezeichnet (queer.de berichtete). Der Südweststaat ist zudem neben Thüringen das einzige Bundesland, das als Eintragungsort für Lebenspartnerschaften nicht automatisch das Standesamt vorsieht.

Der Evangelische Arbeitskreis ist eine Vertretung der Protestanten in CDU und CSU, die traditionell in diesem Parteien gegenüber den Katholiken unterrepräsentiert sind. Allein in Baden-Württemberg hat er 22.000 Mitglieder. (dk)

-w-

#1 ObscenityAnonym
  • 29.01.2010, 16:08h
  • La Schnarre sollte sich von diesem bigotten und als "Christen" bezeichneten Evangelen nicht in ihre Parade fahren lassen! Obszön ist eben schön!
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#2 VolumePro
  • 29.01.2010, 16:12hMönchengladbach
  • Das diese dummen Leute immer behaupten, dass Schwule und Lesben etwas gegen Heteros hätten. Oder warum sabbeln die immer was von "Schutz der Ehe und Familie"?
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#3 GukleAnonym
  • 29.01.2010, 16:19h
  • Von der CDU kritisiert zu werden ist schon fast ein Lob - und wenn man von den schwäbischen Pietisten kritisiert wird, kommt das schon fast einem Ritterschlag gleich ..
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