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https://queer.de/?11718
  • 03. Februar 2010 14 2 Min.

Offen schwule Schauspieler hätten in Hollywood kaum Chancen auf Hauptrollen, erklärte Colin Firth.

Der Engländer war am Montag für einen Oscar nominiert worden – für seine Darstellung des schwulen George Falconer in "A Single Man". "Ein Coming-out könnte für schwule Schauspieler ein Risiko sein. Da gibt es komplizierte, ungeschriebene Gesetze", sagte der 49-Jährige bei einer Filmpremiere in London. "Wenn man als heterosexueller Typ bekannt ist und eine schwule Rolle spielt, wird man dafür belohnt. Wenn ein Schwuler eine Hetero-Rolle spielen will, erhält er die Rolle nicht. Und wenn ein Schwuler einen Schwulen spielen will, erhält er die Rolle auch nicht."

Er fühlt sich an dieser Situation "mitschuldig", weil er als Heterosexueller nun viel Lob für seine Darstellung eines Schwulen erhält: "Aber ich denke, wir sollten als Schauspieler alles spielen dürfen – es gibt aber immer noch unüberschreitbare Grenzen, die immer noch nicht niedergerissen wurden."

Erst im Dezember hatte Firth erklärt, dass es in Hollywood von versteckt lebenden schwulen Schauspielern nur so wimmle (queer.de berichtete).

Colin Firth ist durch Filme wie "Bridget Jones", "Shakespeare in Love" und "Mamma Mia!" weltweit bekannt. Sein neuer Film "A Single Man" soll ab dem 25. März in Deutschland in die Kinos kommen. Das Drama ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Christopher Isherwood. Modedesigner Tom Ford hat darin sein Regiedebüt, in weiteren Rollen sind Julianne Moore ("Boogie Nights", "The Hours"), Matthew Goode ("American Princess") und Nicholas Hoult ("Skins") zu sehen.

Seine schwule Rolle scheint Firth gefallen zu haben, so lobt er seinen Co-Star enthusiastisch: "Matthew Goode küsste ziemlich gut". Er schränkte aber gleich augenzwinkernd ein: "Julianne Moore war viel besser, aber ich durfte das nicht genießen." (dk)

#1 Doris DayAnonym
  • 03.02.2010, 16:21h
  • "...Erst im Dezember hatte Firth erklärt, dass es in Hollywood von versteckt lebenden schwulen Schauspielern nur so wimmle..."

    Zustände wie im Vatikan. Wobei Hollywoods homophobe Kurienkardinäle keinem Zölibat unterliegen und mit dem Unausgesprochenen agieren. Verkappte Prostestanten ?
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#2 alexander
  • 03.02.2010, 16:57h
  • da hatte "mae west" in den 20zigern, des vergangenen jahrhunderts schon mehr busen in der bluse !
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#3 Lusty UnderwearAnonym
  • 03.02.2010, 17:39h
  • Ziemlich merkwürdig: erst behauptet er, daß es in Hollywood von LGBTs so wimmelt, dann soll auch noch ein Coming-Out gefährlich sein! Ja, so bigott können die USA sein. Wir sind ja solche News aus der Filmbranche gewöhnt. Mal gespannt, ob sich bei der diesjährigen Oscarverleihung im Februaer ein paar Schrankschwestern trauen, sich zu outen!
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