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- 11. Februar 2010 2 Min.
Die Berlinale öffnet zum 60. Mal die Kinovorhänge. So queer wie in diesem Jahr war die Filmauswahl noch nie.
Von Carsten Weidemann
Nachdem im Vorjahr 39 Filme aus allen Sektionen der Berlinale zur Auswahl standen, kommen dieses Jahr über 50 Filme für den Teddy Award in Frage, so viele wie noch in keiner Berlinale zuvor. Die Retrospektive der 60. Berlinale zeigt übrigens La Ley del deseo (Das Gesetz der Begierde) von Pedro Almodóvar für den der damals noch unbekannte Regisseur mit dem 1. Spielfilm TEDDY ausgezeichnet wurde.
Kurz vor dem Start des wichtigen Filmfestivals erschien das Teddy-Programmheft, dass angefüllt ist mit prominenten Namen: Elfriede Jelinek, Christine Kaufmann, Isabelle Huppert, Mart Crowley, Rosa von Praunheim, Ingrid Caven, Marianne Rosenberg, und andere schrieben exklusive Beiträge für das diesjährige Heft. Die Vielzahl der Beiträge bezieht sich auf den Empfänger des Special Teddy 2010, den Filmemacher und Regisseur Werner Schroeter. Der radikale Experimentierer und große Außenseiter des Neuen Deutschen Films wird auf der Teddy Gala für sein Lebenswerk geehrt.
Die Fülle der queeren Filme ist auf den ersten Blick erschlagend, doch Wieland Speck, Leiter der Panorama Sektion hat zwei Tipps parat: "Just Another Love Story", eine Mischung aus Doku und Spielfilm aus Indien, und "Postcard To Daddy", ein wichtiger deutscher Dokumentarfilm über Kindesmissbrauch. Einer der provokantesten Spielfilme kommt in diesem Jahr aus Hongkong. In "Amphetamine" wird die Liebesgeschichte zweier Männer erzählt, von denen der eine drogenabhängig ist.
Tickets für die TEDDY AWARD Ceremony, das anschließende Midnight Special und die bis in den Morgen andauernde TEDDY PARTY sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich (zzgl. VVK-Gebühr). Tickets ohne VVK-Gebühr sind im Prinz Eisenherz Buchladen, im SchwuZ und online erhältlich. Ticket-Hotline 030-4799 7447
Links zum Thema:
» http://news.teddyaward.tv
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
21:45h, Arte:
Bowie – Der letzte Akt
In seinem Dokumentarfilm zeichnet der britische Filmemacher Jonathan Stiasny das letzte kreative Kapitel eines der innovativsten Künstler der Musikgeschichte nach.
Doku, GB 2025- 6 weitere TV-Tipps »
















Wieder die übliche heterosexistische Story (s. Trailer) über schwule Männer, bei denen nur die unwiderstehliche Weiblichkeit auf der Bildfläche erscheinen muss, und schon sind sie "bekehrt".
Und sowas wird dann von UNS als "Highlight" auf UNSEREN Filmauszeichnungen gefeiert. Da bestätigen wir doch genau die, die eben das immer wieder predigen und über die dann virtuell alle so empört sind.
Warum taucht eigentlich nicht in jedem einzelnen von den Hetero-Schmonzetten, die rund um die Uhr über den Äther gehen, auch immer ein männlicher Liebhaber für die männlichen Protagonisten auf???
Ja, ich bin wieder beim Anfang: Es ist zum Kotzen!