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- 15. Februar 2010 2 Min.
Öffentliche Erregung in Passau: Im Erlebnisbad "peb" häufen sich die Beschwerden über unzüchtige schwule Besucher.
Von Carsten Weidemann
Im Passauer Erlebnisbad "peb" kann man wirklich noch etwas erleben: "Die feuchten Grotten der Saunalandschaft haben sich (…) zu den populärsten öffentlichen Liebesnestern der niederbayerischen Schwulen-Szene entwickelt", warnt die "Abendzeitung" ihre Leser in einem Bericht am Sonntag.
In der Tat scheinen manche Gäste den Homepage-Slogan des Bades ("Spritzig. Erholsam. Reizvoll") allzu wörtlich zu nehmen: Immer montags ab 14 Uhr, wenn das Bad nur für Männer geöffnet ist, komme es zu sexuellen Handlungen unter den Gästen, bestätigen Bademeister wie entsetzte Hetero-Besucher. Das Personal scheint dem machtlos gegenüber zu stehen: "Ein Saunameister, der gegen das wilde Treiben einschreiten wollte, soll von einigen der erregten Herren sexuell belästigt worden sein", schreibt die "Abendzeitung".
Nun wollen die Passauer Stadtwerke als Betreiber des "peb" jedoch gegen die schwulen Lustmolche vorgehen: "Ich überlege, die Herrensauna abzuschaffen und dafür wieder einen Tag mit gemischtem Publikum einzuführen", sagte Stadtwerke-Chef Gottfried Weindler der Zeitung "Am Sonntag": Weil ein "Imageschaden" drohe, soll sich auch bereits der Aufsichtsrat für diese Lösung ausgesprochen haben. "Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass schwule und lesbische Besucher ins peb kommen", meinte Weindler: "Aber wer sich dort nicht anständig aufführt, muss künftig draußen bleiben."
Dass manche Schwule gerne in öffentlichen Bädern grabbeln, ist nicht neu. Vor etwa zwei Jahren wurde bereits die Herrensauna im Hockenheimer Spaßbad "Aquadrom" aufgrund schwuler Sex-Eskapen geschlossen (queer.de berichtete). Damals hatten sich die Putzfrauen wiederholt über "besondere Reinigungsarbeiten" in der Herrensauna beklagt.
Links zum Thema:
» Homepage des Erlebnisbades













Die Aufregung kann ich auch "verstehen"; Passau liegt ja eben nicht in Deutschland...