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  • 15. Februar 2010 13 2 Min.

Charl Van den Berg ist der neue "Mr. Gay World". Der 28-jährige Restaurantbesitzer aus Kapstadt, der auch als Unterwäsche-Model arbeitet, setzte sich am Wochenende in Oslo gegen rund 20 andere Männer durch. Deutschland war nicht vertreten.

Die Teilnehmer mussten sich in mehreren Runden präsentieren, mal in Badehose, mal in nationaler Kleidung. Den zweiten Platz belegte Byron Adu, ein 25-jähriger Regierungsangestellter aus Australien, gefolgt von dem 33-jährigen Rick Dean Twombley, einem Tänzer aus Hong Kong.

Der Sieger darf nun als erste Amtshandlung nach Kanada fliegen. In Vancouver wird er unter anderem im Pride House, der schwul-lesbischen Anlaufstelle für Athleten, Journalisten und Zuschauer bei den Olympischen Spielen, als "Botschafter" zu sehen sein. Im Vergleich zu anderen Schönheitswettbewerben wird von dem Sieger nämlich erwartet, sich einzumischen: er soll die "Verantwortung als Vertreter der Gemeinschaft übernehmen und sich auf internationaler Bühne für Gleichheit und Menschenrechte stark machen", sagen die Veranstalter. Nach der Olympiade fährt Van den Berg zum Winterpride nach Whistler in Britisch-Kolumbien, dort hatte es im letzten Jahr die erste Mr. Gay-Wahl in der jetzigen Form gegeben.

Ein Chinese zeigt Schönheit und Mut

Der viertplatzierte Xiaodai Muyi wurde zum inoffiziellen Gewinner des Abends: Der 26-jährige Chinese, der sich auch Andrew nennt, vertrat sein Land, obwohl die Behörden den nationalen Entscheid in letzter Minute unterbunden hatten. Der Betreiber einer schwulen Webseite konnte nach Oslo einreisen, nachdem die norwegische Botschaft bei der Visa-Beschaffung assistiert hatte.

Andrew hat es in seinem Land zudem schwer, weil er zu der Minderheit der Hui in Xinjiang gehört. Es sei viel problematischer, dort ein schwules Event zu organisieren als in Peking, sagte er der Nachrichtenagentur AFP in der letzen Woche, Religion spiele dort eine größere Rolle. Da es nicht zum Wettbewerb in China gekommen war, hatten die Teilnehmer unter sich entschieden, wer nach Oslo geht. Es soll Drohungen der Regierung gegeben haben, nicht an dem Event teilzunehmen. Andrew versucht in Interviews daher eine Gratwanderung: "Ich kämpfe nicht für schwule Rechte. Ich möchte die Entwicklung der Community durch Events beflügeln und hoffe, damit die Leute um mich positiv zu beeinflussen", sagte er in einem seiner wenigen Interviews.

Andrew ist damit ein Beleg, dass der Schönheitswettbewerb durchaus eine politische Seite hat. Ein weiterer: Sechs Teilnehmer aus dem nahen Osten, Asien und Afrika hatten aus Angst vor einer größeren Medienberichterstattung über sich in letzter Minute ihre Teilnahme abgesagt. (nb)

Youtube | In einem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nationalen Kostümen auftreten. Videos in anderer Wäsche sind noch nicht verfügbar, von einem Fotoshooting abgesehen.
Galerie:
Wahl zum Mr. Gay 2010
19 Bilder
-w-

#1 GastGastGastAnonym
  • 15.02.2010, 12:04h
  • Also der Gewinner ist durchaus ein recht hübscher Kerl, den ich jetzt nicht unbedingt von der Bettkante stoßen würde.

    Aber daß er jetzt der schönste Schwule der Welt sein soll halte ich für völlig übertrieben. Er ist höchstens gutes Mittelmaß.

    Ich habe hier vor Ort jedenfalls schon genügend Männer gesehen, die genauso hübsch bzw. noch wesentlich hübscher waren als er, wobei das alles ja auch noch Geschmackssache ist.

    Finde das jedenfalls lächerlich so einen Wettbewerb zu veranstalten, wenn man keine Typen zur Auswahl hat, die wirklich absolut überragend gut aussehen.
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#2 shenAnonym
#3 pilo2004
  • 15.02.2010, 14:06h
  • Gott sei Dank sind Geschmäcker verschieden. Angesichts dessen müssten sich solche Kommentare erübrigen.
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