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- 22. Februar 2010 2 Min.
Aufregung in der australischen Szene: Beim Mardi Gras in Sydney soll das Möbelhaus Ikea heterosexuelle Schauspieler bezahlt haben, um auf dem CSD-Wagen des Unternehmens mitzufahren.
Wie "The Scavenger" berichtet, sind 2008 die Darsteller für einen Tag Arbeit 300 Dollar (rund 200 Euro) entschädigt worden. Dabei hatte eine Agentur per E-Mail nach Schauspielern gesucht. Diese müssten nicht schwul sei, hieß es darin, sollten aber "einen Sinn für Humor" haben. Außerdem müssten sie Enthusiasmus ausstrahlen und "die Begagbung mitbringen, bewundert zu werden".
Ikea bestreitet den Bericht nicht: "Eine auswärtige Firma hat den Wagen für uns organisiert. Wir sind nicht sicher, ob sie Schauspieler angeheuert haben. Wir wissen aber, dass 75 unserer Angestellten an der Veranstaltung teilgenommen haben", erklärte eine Konzernsprecherin. Inzwischen engagiere sich Ikea nicht mehr beim Mardi Gras. Ein CSD-Sprecher erklärte, es sei möglich, dass mehrere andere Sponsoren zu ähnlichen Mittel gegriffen haben könnten.
Homo-Aktivisten fordern nun den Rücktritt des CSD-Vorstands: "Ich war beim ersten Mardi Gras dabei, damals an einem kalten Abend im Juni 1978", erklärte Aktivist Gary Burns. "Ich kann Ihnen sagen, wir haben nicht dafür demonstriert, dass sich Schauspieler auf schwul trimmen und dafür bezahlen lassen, die Oxford Street hinunter zu tanzen".
Wie kommerziell darf ein CSD werden?
In den letzten Jahren gab es in Sydney Diskussionen darüber, ob der CSD zu kommerziell geworden ist. So wurde etwa kritisiert, dass dieses Jahr einer schwul-lesbischen Tierschutzorganisation nicht erlaubt wurde, mit einem Wagen am CSD teilzunehmen. Grund: Die Gruppe sei "nicht queer genug". Dagegen erhielten Ikea und eine australische Bank einen Wagen im Zug.
Auch in Deutschland gibt es immer wieder Streit darüber, wie viel Werbung auf CSDs zulässig ist. So kritisierten Aktivisten im vergangenen Jahr etwa den "Cologne Pride", weil dort erstmals Benimmregeln für Besucher eingeführt wurden. Es wurde gemutmaßt, dass sich die Kölner damit den Vorstellungen der Werbewirtschaft beugten (queer.de berichtete). (dk)










die letzten jahre angestellte mit "oben-ohne-empfehlung" den "rat" sich durch die staßen tel avivs truckern zu lassen.
ein teil der community plant einen non-commercial
gay pride