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  • 26. Februar 2010 17 2 Min.

Ein katholischer Dorfpfarrer ist in Zentralspanien entlassen worden, weil er heimlich seinen Körper im Internet verkaufte.

Der 27-jährige Samuel M. war der Hirte der Dörfer Noez und Totanés nahe Toledo. Nun ist sein Doppelleben publik geworden: Unter dem Decknamen "Héctor" bot er sexuelle Dienste für "Frauen und Paare" im Internet an, berichtet "El Mundo". Alles sei möglich, außer "Sado-Sex", so der umtriebige Priester auf einer einschlägigen Website. Pro 15 Minuten verlangte er 50 Euro, die Stunde gab's im Sonderangebot für 120 Euro. Dafür habe er unter anderem 15 Zentimeter zu bieten. Seinem Profil fügte er ein Bild bei, das ihn mit eingezogenem Bauch in seinem Wohnzimmer zeigt. Lediglich eine Unterhose bedeckt sein wenig zolibatäres Gemächt.

Der Mann Gottes hatte aber noch mehr auf dem Kerbholz: So soll er Spenden in Höhe von 17.000 Euro unterschlagen haben. Spanischen Medienberichten zufolge soll er das eingenommene Geld gleich wieder in die darbende Wirtschaft reinvestiert haben: Für Sex-Hotlines. Außerdem habe er versucht, ein in der Kirche hängendes Gemälde aus dem 17. Jahrhundert im Internet zu verhökern. Er verlangte dafür 9.000 Euro. Der Verkauf scheiterte jedoch.

Nicht für alle Dorfbewohner ist die Enthüllung überraschend gekommen. So erklärte Yolanda Sánchez, die Bürgermeisterin von Noez, dass die Nebentätigkeit des Pfarrers ein offenes Geheimnis gewesen sei. Es seien unzählige Gerüchte im Umlauf gewesen, so Sánchez.

Braulio Rodríguez, Erzbischof von Toledo, feuerte den 27-Jährigen nun als Gemeindepfarrer. Als Grund führte er "finanzielle Unregelmäßigkeiten" an. Über die sexuellen Dienstleistungen seines Angestellten verlor er kein Wort. Pfarrer M. Entschuldigte sich auch bei seiner Gemeinde. Er soll sich nun – auf Anraten der Kirche – einer psychologischen Behandlung unterziehen. (dk)

#1 70iesAnonym
#2 gatopardo
  • 26.02.2010, 15:08h
  • Mich wundert, dass diese Meldung nicht schon vorgestern hier erschien, denn ganz Spanien amüsiert sich über diesen Callboy des Vatikans.
    Man hat in diesem wirtschaftlich so gebeutelten Land mit 20% Arbeitslosen andere Probleme, als sich über diesen "pfiffigen" Priester aufzuregen, der seinen Job ad absurdum führt. Wer weiss, ob sich nicht heimlich viele sogenannte Heteros auf solch einen kleinen Nebenverdienst einlassen würden.
    Was hier nicht kommentiert wurde, war die unglaubliche Tatsache, dass er Sex-Interessenten beiden Geschlechts die Telefonnummer seines Pfarrhauses veröffentlichte.
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#3 vintageAnonym
  • 26.02.2010, 15:13h
  • 1. 70ies schreibt am 26.02.2010, 14:58:38 Uhr:
    Ich will die Vorhänge!

    Ja, die sind das Beste vom ganzen Bild!
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