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Kommentare zu:
FDP wirft SPD Homophobie vor


#1 antosProfil
  • 09.03.2010, 19:12hBonn
  • Aha, jetzt wird die Homophobie-Karte gespielt.

    "Kein Hahn würde danach krähen, wenn Westerwelle verheiratet wäre und seine Frau mitgenommen hätte", so die Europapolitikerin."

    Guter Punkt, danach sollten die Hähne nämlich auch krähen.
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#2 GerdAnonym
  • 09.03.2010, 19:23h
  • Ich bin richtig sauer auf die Äußerungen von Nahles und Steinmeier.

    Da hat erst vor kurzem Volker Beck und die Grünen bemängelt, dass Westerwelle seinen Mann nicht in den Nahen Osten mitgenommen hat und mehr sich für die Menschenrechte dort einsetzen soll:

    *
    www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&task=view
    &id=1807&Itemid=177


    UND jetzt wo er Mronz an seiner Seite nach Ostasien und Südamerika mitnimmt, so wie es Grüne und Linkspartei fordern, da kommt auf einmal diese blöde Kuh Nahles daher und bemängelt gerade die Mitnahme von Mronz auf Reisen.

    Was ist das denn für eine schizophrene Haltung der SPD ???

    Auf der einen Seite mit Wowereit auf Stimmenjagd gehen und den Spruch "Ich bin schwul und das ist gut so" dauerhaft für die Geschichte prägen und auf der anderen Seite aber beim politischen Gegner diesem vorwerfen, wenn er seinen Partner mit auf Reisen nimmt.

    NEE liebe SPD Genossen, so werdet Ihr dermassen unglaubwürdig in Eurer eigenen Parteipolitik einer modernen Familien- und Gesellschaftspolitik, das ihr hier ganz schön Porzellan zerschlagt, das von Schwusos, Zypriess und Wowereit vorsichtig über Jahre zusammengetragen wurde.

    Ich dachte echt mich trifft der Schlag, als ich diese Kommentare von Nahles und Steinmeier gelesen hatte. Wissen die beiden Politiker überhaupt, was die Zielsetzung ihres Parteiprogrammes besagt und wie sehr sie mit diesen Aktionen Wowereit in Berlin schaden aber auch viele homosexuelle Menschen von der SPD wegtreiben.

    Als LSVD Mitglied habe ich mich schon intern beim LSVD wegen der SPD aktuell beschwert und bin echt sauer, was diese Äußerungen von Nahles und Steinmeier angeht.

    Das geht überhaupt nicht, was die da abziehen, indem sie hier Westerwelle versuchen zu schaden, indem sie im die Mitnahme seines Partners vorwerfen.
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#3 PferdeapfelAnonym
  • 09.03.2010, 19:26h
  • Von 2005 bis 2009 hielt Westerwelle demnach 35 Vorträge bei Banken, Versicherungen und Unternehmen, die mit jeweils mehr als 7000 Euro vergütet wurden – ein Vortrag wurde mit weniger als 7000 Euro honoriert. Insgesamt summierten sich Westerwelles Nebeneinkünfte in der 16. Wahlperiode auf mindestens 270.000 Euro.

    Der jetzige Außenminister erhielt beispielsweise Nebeneinkünfte aus seiner Beiratstätigkeit bei der Deutschen Vermögensberatung AG, Frankfurt/Main. Die DVAG hat zudem 550.000 Euro an die FDP gespendet. Zu einem Vortrag bei der Bank Sal Oppenheim kam 2008 eine Spende von 100.000 Euro des Geldhauses an die FDP. Westerwelle referierte auch bei der LGT Schweiz, einer Tochter der Liechtensteiner LGT Gruppe. Diese kam 2008 im Zusammenhang mit enttarnten Steuerhinterziehern rund um den Fall Zumwinkel in die Schlagzeilen. In der Liste der honorierten Vorträge und Beiratstätigkeiten befinden sich weitere Unternehmen der Finanzbranche, wie beispielsweise die Hamburg Mannheimer Versicherungs-AG oder die Aspecta HDI Gerling Lebensversicherung AG, die vor allem auch im Bereich der privaten Altersvorsorge tätig sind.

    www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/W/westegu0.html

    Mronz war doch was mit Pferden ?

    Geht langsam Richtung Muli, wenn man an Geißlers Esel denkt.

    Wobei sich der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler bei seinem historischen Vergleich von FDP-Chef Guido Westerwelle mit dem "Esel" von Kaiser Caligula vergaloppierte - es war wohl ein Pferd. Geißler hatte erklärt, die von Westerwelle in der Sozialdebatte erwähnte "spätrömische Dekadenz" habe auch darin bestanden, dass Kaiser Caligula einen Esel zum Konsul ernannte - und Westerwelle selbst einen Esel genannt. Schenkt man den römischen Geschichtsschreibern Sueton und Cassius Dio Glauben, war der Esel allerdings ein Pferd. Demnach handelte es sich bei dem tierischen Konsul um des Kaisers Lieblingsross Incitatus. Caligula soll Incitatus zum Konsul ernannt haben, um den Senat zu provozieren.

    Nach Überlieferungen schenkte der größenwahnsinnige Römer zudem seinem Pferd einen eigenen Palast, Sklaven sowie kostbare Elfenbein-Möbel, Schmuck und Kleider. Dies sowie offenbar willkürliche Hinrichtungen von Senatoren und Adeligen brachten ihm zunehmend die Feindschaft der römischen Oberschicht ein. Am 24. Januar 41 fiel Caligula einem Attentat der Prätorianer, der kaiserlichen Elitetruppe, zum Opfer.

    Hoffentlich ist der Palast nicht so häßlich, wie
    das Kamelhaar oder wie die Sardinenbüchse in Bonn heißt.
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#4 axelschwarz
  • 09.03.2010, 19:46h
  • Antwort auf #2 von Gerd
  • Der Verdacht liegt schon sehr nahe. Das hat mit Homophobie nichts zu tun. Lies erst mal was Homophobie bedeutet.

    Nein, die FDP-Granden der Neuzeit haben ein sicheres Gespür für die Verdachtsfälle korrupt zu sein. Da ist auch was dran. Wahrscheinlich ist das Zeitgeist.

    Wenn sich Mronz auf Guidos Schoß setzt: dann steckt in ihm ein großer Politiker.
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#5 GerdAnonym
  • 09.03.2010, 19:55h
  • Es ist einfach nur noch schizophren, was die SPD da abzieht.

    Auf der einen Seite Wowereit mit seinem Stimmenfang der homosexuellen Community in Berlin und seinen geschichtsträchtigen Satz "Ich bin schwul und das ist gut so".

    Auf der anderen Seite Nahles und Steinmeier mit ihren heutigen Angriffen gegen die Mitnahme von Mronz in Südamerika...

    Da frage ich mich, was Nahles und Steinmeier da für ein Spiel treiben. Wollen Sie hierdurch Wowereit in Berlin schaden, damit er als innerparteilicher Konkurrent sich nicht innerhalb der SPD gegen sie durchsetzt ?

    Worum geht es Nahles und Steinmeier bei dieser Aktion in Wahrheit ??? Versuchen Sie mit ihren Schüssen gegen Westerwelles Partner über Bande gegen Wowereit zu spielen ?
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#6 Blondes GiftAnonym
  • 09.03.2010, 20:03h
  • Antwort auf #4 von axelschwarz
  • @ axelschwarz:

    Mronz auf Guidos Schoß? Und ich dachte immer, die Guidomaus sei passiv?

    Nee, aber mal im Ernst: Da eröffnet in Bonn ein neues Luxushotel, und das ganze publicitygeile Promi-Geschmeiß drängt sich vor die Kameras, um irgendeine lobhudelnde Scheiße von sich zu geben.

    Mittendrin Westerwelle (bevor wir es kollektiv vergessen: Der Typ ist BUNDESAUSSENMINISTER!), der nichts besseres zu tun hat, als auf der Eröffnungsfeier ganz unverblümt auf der Bühne öffentlich Werbung für das Hotel zu machen.

    Außenminister mögen durchaus wirtschaftliche Kontakte anbahnen, aber sich auf einer Hoteleröffnung als Wirtschaftshure, als Sprechpuppe eines Unternehmers zu gebärden, die als Sprachrohr eines Hotelunternehmens fungiert - das ist doch wirklich die Höhe!

    Westerwelles Popularitätswerte sind nicht grundlos seit geraumer Zeit im Keller. Dieser neoliberle Brüllaffe, diese wohlfeile Dirne des Kapitals ist ganz offensichtlich nicht in der Lage, eines der höchsten Staatsämter dieser Republik (von "res publica", lat. = Sache des Volkes) auszufüllen. Stattdessen kaspert er sich seit Amstantritt spätpubertär durch die Innenpolitik.

    Hoffen wir, dass er seinen Stuhl bald für einen besseren Kandidaten räumen wird.

    Das hat übrigens überhaupt nichts mit Homophobie zu tun. Westerwelle kann's einfach nicht, das ist alles.

    Und das dürfte mittlerweile selbst der Dümmste kapiert haben.
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#7 LorenProfil
  • 09.03.2010, 20:04hGreifswald
  • Da Westerwelles Partner freiberuflicher Eventmanager ist, der neben dem CHIO in Aachen auch Charity-Events und PR-Auftritte für Unternehmen organisiert, wird die Opposition natürlich hellhörig, wenn er in Westerwelles Delegation mitreist. Dies gilt umso mehr, wenn dieser Delegation auch der geschäftsführende Gesellschafter von Miele angehört, der gleichzeitig Großsponsor des Aachener CHIO ist, den -wie gesagt- Herr Mronz organisiert (so berichtet es heute der Kölner Stadtanzeiger). Insofern wäre Herr Westerwelle sicher gut beraten, zukünftig darauf zu achten, dass es nicht zu solchen "Überschneidungen" kommt, da sonst der Verdacht aufkommen könnte, hier würde man sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen (gerade vor dem Hintergrund der Sponsoren-Diskussion und der Mehrwertsteuerdebatte bezügl. des Hotelgewerbes). Der politisch Interessierte fragt sich sowieso schon zunehmend, ob oder in welchem Ausmaß Politik in D. durch den Einfluss der Wirtschaft mit-bestimmt wird.

    Dass Westerwelle seinen Partner auf Auslandsreisen mitnimmt, finde ich also grundsätzlich gut. Er sollte aber darauf achten, dass der nötige Abstand eingehalten wird zu Wirtschaftsvertretern und Lobbyisten, die in irgendeiner Form in die Geschäfte seines Partners (vergangene, gegenwärtige und auch zukünftige) eingebunden sind.
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#8 LorenProfil
#9 LorenProfil
#10 Blondes GiftAnonym
  • 09.03.2010, 20:21h
  • Ich finde die Verquickung von Politik und Wirtschaft, wie Westerwelle und sein Gespiele Mronz sie betreiben, einfach nur ekelerregend.

    Hoffentlich konnte bei der Eröffnung des Bonner Hotels genug "arbeitsscheues Hartz-IV-Gesindel" rekrutiert werden, das die Klos der hohen Herren blitzeblank putzen und den Eingang von Eisglätte freihalten musste.

    So hat es Westerwelle doch besonders gerne: immer den Bedürftigen und Arbeitssuchenden voll eins auf die Fresse geben! Die haben eben keine Lobby wie die Prosecco-Tucken-Fraktion der FDP.

    Die Popularitätswerte seiner eigenen Partei hat Guido mit diesem demagogischen Geschwätz ja bereits wieder etwas pushen können. Traurig ...

    Nur er selber dümpelt am untersten Ende der Popularitätsskala. Schön! Hoffen wir, dass das noch lange so bleibt.
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#11 ArchangelAnonym
  • 09.03.2010, 20:32h
  • Es geht hier nicht um Homophobie, es geht um den Sumpf von Abhängigkeiten, Gefälligkeiten und Kumpaneien der Klientelpartei FDP, dessen Vorsitzender und wortgewaltiges Sprachrohr Westerwelle immer noch ist.
    Wirklich überraschend ist es nicht, dass offensichtlich auch sein Partner Mronz mehr oder weniger involviert ist. Ein scheinbar erfolgreicher Geschäftsmann, der sich natürlich die durch Lover Guido bietenden Möglichkeiten, nicht entgehen lässt.
    Das ist es, was Nahles anspricht. Es ist weder Schizophren, noch irgendwie homophob.
    Dass die beiden schwul sind, macht sie noch lange nicht unantastbar oder zu Heiligen.
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#12 GerdAnonym
  • 09.03.2010, 20:33h
  • Niederträchtig, niederträchtig, niederträchtig, was hier Nahles und Steinmeier abziehen.

    Anstattt Westerwelle dafür zu loben, dass sein Mann ihn öffentlich auf den Reisen begleitet, machen Nahles und Steinmeier das Gegenteil.

    Ich könnte kotzen, wenn ich solche Flaschen bei der SPD sehe. Kein Wunder, das Steinmeier dermassen abgestraft wurde und so ein mieses Wahlergebnis im Herbst für die SPD eingefahren hat. Warum durfte der überhaupt weitermachen ??? Der muss dringend von Wowereit und Gabriel abgelöst werden.

    Nee aus homopolitischer Sicht ist es gerade gut und richtig, wenn ein schwuler Aussenminister ("egal wer es dann ist") seinen Partner auf Reisen mitnimmt.
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#13 Blondes GiftAnonym
  • 09.03.2010, 20:38h
  • @ Gerd:

    Was ist denn in Dich gefahren? Bist Du nicht in der Lage zu differenzieren? Es geht überhaupt nicht darum, Westerwelle in homophober Manier anzugehen (dazu hätten Nahles und Steinmeier auch weiß Gott keinen Grund!), sondern auf die Verquickungen zwischen Wirtschaft und Politik hinzuweisen!

    Nichts anderes versuchen ich und andere Mitschreiber hier Dir klarzumachen. Du aber stampfst beratungsresistent wie ein Kleinkind immerfort mit dem Fuß auf und krakeelst "Homophobie, Homophobie!".

    Merkst Du das eigentlich nicht?
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#14 DekadenzAnonym
  • 09.03.2010, 20:41h
  • Das ist nicht homophob, das ist korrupt, was da abgeht!
    Also nicht bei Nahles und ist bei Westerwelle.
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#15 herve64Ehemaliges Profil
  • 09.03.2010, 20:42h
  • Ooooch, die arme FDP und ihr Alibi-Schwuler Ministerdarsteller! Wie Leid sie mir doch tut, wo ihr doch sämtliche Felle langsam davon schwimmen, vor allem hinsichtlich der NRW-Wahl (ich wünsche ihr dafür immer noch 4,9 %, damit sie sich kräftig in den A...llerwertesten beißen kann) ! Und wie böse und homophob doch die alte Tante SPD ist! Ts! Ts! Ts!

    Aber wer war das denn doch gleich, der sich vor Kurzem noch gegen eine Ausweitung des Art. 3, Abs. 3 GG um das Kriterium "sexuelle Orientierung" ausgesprochen hat? Natürlich: das war doch SCHWesterwelles FDP.

    Mal ernsthaft: gibt es überhaupt eine Partei, die Schwule nicht vor ihren Karren spannt, nur um an Wählerstimmen zu kommen? Also steckt sie alle in einen Sack und haut drauf, die falsche erwischt Ihr nie.
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#16 alexander
  • 09.03.2010, 20:43h
  • der unterschied zu früheren aussenministern besteht in der tatsache, dass diese nicht einen windigen "geschäftemacher" als ehegesponst landfein machen mussten !

    und wieder die leier von der homofreundlichen fdp im hintergrund, die uns erneut einen riesigen bärendienst mit dieser saublöden reaktion erweist !
    das einzig homophobe ist diese partei und ihre ausgesucht dämlichen repräsen"tanten" in der regierung !
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#17 GerdAnonym
  • 09.03.2010, 20:53h
  • @Blondes Gift

    Nee Du merkst es nicht. Es geht hier um geschicktes Spielen der Homphobiekarte, die hier Nahles und Steinmeier gezogen haben.

    Peinlich für Dich, das du dies nicht merkst und das auch noch mitträgst; nur weil du gegen Westerwelle und FDP eine politische Abneigung hast.

    ----

    Es ist niederträchtig und nichts anderes, was Nahles und Steinmeier abziehen. Anstatt erstmal laut und deutlich zu erklären, das sie es gut und richtig finden, wenn ein schwuler Aussenminster seinen Mann auf Reisen mitnimmt, wird da heuchlerische Kritik vorgebracht, um Westerwelle zu schaden.

    Die SPD werde ich sicherlich in meinem Leben jetzt nicht mehr wählen, da bleibe ich dann lieber bei den Grünen oder der FDP in meiner Wahlentscheidung. Das muss ich mir dann nochmal dann von Wahl zu Wahl überlegen...

    Aber die SPD ist ab sofort bei mir UNTENDURCH, auch wenn die mit Wowereit einen echt guten Politiker in Berlin haben.
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#18 ArchangelAnonym
  • 09.03.2010, 21:04h
  • Antwort auf #3 von Pferdeapfel
  • Bei Westerwelle dürfte es sich meiner Ansicht nach allerdings eher um eine Stute handeln.
    Überhaupt, eine interessante Frage in diesen dekadenten Zeiten. Nach DFB- , Kirchensex-, Hotelerben- und was weiß ich nicht noch sonst für Skandalen, kehren wir doch mal zurück zum Wesentlichen:
    Ist unser Vizekanzler aktiv oder passiv?
    Die Diskussion ist eröffnet, am besten ab Morgen auf der ersten Seite der Bild.

    Ich tipp auf passiv!

    1:0
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#19 carolo
  • 09.03.2010, 21:22h
  • Ich kann die Nahles auf den Tod nicht ausstehen, aber wo sie recht hat, hat sie recht.

    Hier geht es nicht um Emanzipation, Homophobie oder sonstwas, sondern darum, daß zwei geld-, macht- und karrieregeile Typen unter dem Mäntelchen des hohen Amtes ihr Schäfchen ins Trockene bringen.

    Carolo
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#20 herve64Ehemaliges Profil
  • 09.03.2010, 21:35h
  • Ooooch, die arme FDP und ihr Alibi-Schwuler Ministerdarsteller! Wie Leid sie mir doch tut, wo ihr doch sämtliche Felle langsam davon schwimmen, vor allem hinsichtlich der NRW-Wahl (ich wünsche ihr dafür immer noch 4,9 %, damit sie sich kräftig in den A...llerwertesten beißen kann) ! Und wie böse und homophob doch die alte Tante SPD ist! Ts! Ts! Ts!

    Aber wer war das denn doch gleich, der sich vor Kurzem noch gegen eine Ausweitung des Art. 3, Abs. 3 GG um das Kriterium "sexuelle Orientierung" ausgesprochen hat? Natürlich: das war doch SCHWesterwelles FDP.

    Mal ernsthaft: gibt es überhaupt eine Partei, die Schwule nicht vor ihren Karren spannt, nur um an Wählerstimmen zu kommen? Also steckt sie alle in einen Sack und haut drauf, die falsche erwischt Ihr nie.
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#21 Liedel
  • 09.03.2010, 21:38h
  • "Wenn ein schwuler Aussenminster seinen Mann auf Reisen mitnimmt..."

    Ich würds eher so sagen: Wenn ein schwuler Außenminister, der den Kardinalfehler begeht, sich zu stark in die Innenpolitik einzumischen, seinen Mann zur weiteren Festigung von FDP- Klientelpolitik mit auf Reisen nimmt, ist es ganz normal, dass sich in Wahlkampfzeiten (NRW- Wahl steht vor der Tür) auch mal gleich mehrere Krähen mehrere Augen aushacken

    @ gerd: wo du schon Wowi ansprichst, hier in Berlin passieren grad lustige Sachen:

    www.sueddeutsche.de/politik/225/505425/text/

    Okay, bei den Sozen ist auch einer abgehauen. Aber mir gefällt natürlich besonders gut, warum der Herr die FDP verlassen hat: "Die programmatische Ausrichtung der Partei könne nur noch als Angriff auf den Sozialstaat verstanden werden."

    Ach ja und diese Koch- Mehrin, war das nicht die, die durch permanente Anwesenheit im Europaparlament liberale Grundwerte verteidigt?

    Du merkst @ Gerd: es ist Wahlkampf.
    Da ist die Frage, ob und wie Mronzilein in Erscheinung tritt, ein absoluter Nebenschauplatz.

    Und natürlich sollte der LSVD keinesfalls auf das nicht zu übersehende Wahlkampfgedöns von Koch- Mehrin (Ablenkung vom persönlichen Versagen in der EU- Parlamentsarbeit) und der FDP (sinkende Umfragewerte, da der Partei ihr "Ruhm" von der letzten Bundestagswahl doch etwas zu stark zu Kopf gestiegen ist) reagieren. Dann würde der Verband ja sein eigenes Engagement gegen real existierende Homophobie (Stichworte: homophobe Gewalt, Hassänger) konterkarieren, wenn er sich zugunsten von FDP- Klientelpolitik in Wahlkampfzeiten instrumentalisieren lässt.!

    Schau- Sticheleien von Personen mit hohem Einkommen, das sind Mronz, Westerwelle, Koch- Mehrin aber auch die Nahles allesamt!
    Mit Homophobie hat das nun wirklich nix zu tun!
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#22 PEGASUSAnonym
  • 09.03.2010, 21:56h
  • Antwort auf #18 von Archangel
  • Krampfstute oder Kampfstute ?

    Außenminister Guido Westerwelle warb bei seinem Besuch in der griechischen Hauptstadt darum, Athen möchte endlich den Kauf von 60 Eurofightern absegnen (Wert: 4,9 Milliarden Euro), über den schon länger verhandelt wird.

    Berlin und Paris verlangen von Athen neue milliardenschwere Rüstungsaufträge, wie das Handelsblatt (08.03.2010) meldete. Sarkozy will sechs Fregatten im Wert von 2,5 Milliarden Euro an die Griechen verkaufen. Noch im Februar, als die deutsch-französische Allianz die Hellenen bereits zur Verschärfung ihres Sparkurses drängte, sagte der griechische Verteidigungsminister zu, die Fregatten abzunehmen.

    Die ganze Welt weiß, dass Griechenland de facto bankrott ist und die deutsch-französischen Staatsoberhäupter verlangen dennoch die Abnahme von Kampfflugzeugen und Kampfschiffen im Wert von fast 7,5 Milliarden Euro, die wahrscheinlich dann von dem Geld bezahlt werden, das die griechische Regierung als Nothilfe von der EU erhält und von dem Deutschland 20 Prozent schultern soll. Wieso verschenken wir die Eurofighter dann nicht gleich?

    Dabei wissen gerade Berlin und Paris am besten, dass die Sanierung des griechischen Haushalts nicht denkbar ist, ohne die Reduzierung des Verteidigungsetats. Dieser ist in Griechenland sowieso horrend hoch: Er entspricht 4,3 Prozent der Wirtschaftsleistung (Deutschland: 1,5 Prozent; Frankreich: 2,6 Prozent).

    Die Stammtische hier gröhlen "Die Griechen", statt "Die griechischen Eliten" und hinterrum werden wir durch schlimme Finger für die Todesindustrie abzockt.
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#23 nicht fdp wählerAnonym
  • 09.03.2010, 21:57h
  • Tja, da passt doch wieder eins zum anderen. Der Lover von Welle ist Unternehmer, die Hootelbranche ist auch mit dabei, und alle haben ihren Spass - auf Steuerzahlerkosten, versteht sich ja von selbst....
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#24 WerwolfProfil
  • 09.03.2010, 21:57hMünchen
  • Es erschreckt mich, welcher Selbsthass hier zwischen den Zeilen immer mitschwingt, wenn von einem schwulen Politiker als "SCHwesterwelle", "Stute" und "Repräsentanten" gesprochen wird.
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#25 Al GebraAnonym
  • 09.03.2010, 22:11h
  • Antwort auf #24 von Werwolf
  • westerwelle ist kein schwuler politiker.
    er ist eine klientelpuppe, die halt schwul ist.

    apropos puppe.

    da stellt sich ein sozi den schutzheiligen der kirche des 11.septembers auf den schreibtisch.
    bestimmt als dauernde mahnung ?

    was passiert ?
    die plastikpuppe soll thema beim innenausschuss in nrw werden.

    sitzungsgeldergeiles pack.
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#26 ArchangelAnonym
  • 09.03.2010, 22:35h
  • So war es immer schon und wird es immer bleiben, jede Klientel hilft sich untereinander, egal ob schwul, lesbisch, katholisch, oder sonst was, bis hin zu überführten Kinderschändern…
    Solange es geht halt….
    *würg*
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#27 Blondes GiftAnonym
  • 09.03.2010, 22:38h
  • Antwort auf #24 von Werwolf
  • @ Werwolf:

    Mir kommen gleich die Tränen ...

    Wie ein Vorredner bereits sagte, ist Westerwelle kein schwuler Politiker, sondern eine kümmerliche - zufällig homosexuelle und leider rhetorisch-demagogisch äußerst begabte - Dirne des Großkapitals, die sich in erster Linie darin gefällt, den "Leistungsträgern" (ich kann dieses beschissene Wort nicht mehr hören!) in diesem unserem Lande in den Ursch zu kriechen. Während er alle nichtsnutzigen Parasiten und Sozialschmarotzer, das gesamte arbeitsscheue Hartz-IV-Pack, am liebsten zum Schneeschippen nach Sibirien abkommandieren würde.

    Damit diese asoziale Mischpoke ihn und sein neoliberales Geschmeiß nicht beim Proseccoschlürfen und Sozialstaatplattmachen stören (und zwar in der Reihenfolge!).

    Manchmal kann ich gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte, wenn dieser Herr vor die Mikrophone tritt.

    Das Schlimmste aber ist, dass immer wieder Menschen auf diese neoliberalen Rattenfänger hereinfallen, denen es ausschließlich um die Mehrung ihres eigenen Profits geht. Immerhin zählen ja auch sie zu den "Leistungsträgern" dieser Gesellschaft. Nicht so hingegen die Cindies aus Marzahn und die Kevins und Chantals aus Neukölln oder Hamburg-Mümmelmannsberg. Die sollen gefälligst ihre Klappe halten und Frondienste tun ... haben ja eh keine Chance ...

    Wie auch, wenn man sie nur klein hält und fertigmacht???

    Aber ein Land bekommt eben immer die Politiker, die es verdient. Und Westerwelle ist der Schlimmste. Der Allerschlimmste ...

    Ein Dampfplauderer, ein Demagoge, ein Agitator ...
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#28 DirkAnonym
  • 09.03.2010, 23:11h
  • Silvana Koch-Mehrin, die im EU-Parlament doch ausschließlich durch Abwesenheit glänzt, hat offenbar endlich ein Thema gefunden um mal wieder in der Presse erwähnt zu werden. Dolles Ding Frau Koch-Mehrin!
    Ich bin zwar kein Fan von Andrea Nahles, ihr aber Homophobie zu unterstellen ist lächerlich. Hier versucht die gute Silvana doch nur populistisch von der Wahrheit abzulenken. Aber die erkennt bei Herrn Westerwave doch mittlerweile ein Blinder mit nem Krückstock. Einfach nur peinlich diese Frau. Aber das scheint bei der FDP ja ne Grundvoraussetzung zu sein.
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#29 eMANcipationAnonym
  • 09.03.2010, 23:19h
  • Ich bin politisch der schärfste Gegner von Herrn Westerwelle.

    Die in diesem Thread angeführten, sachlichen Kritikpunkte am politischen Handeln seiner Person und seiner Partei sind aus meiner Sicht voll zutreffend.

    Bevor wir aber kollektiv die neueste, vor allem von der SPD mit tatkräftiger Unterstützung der ach so kritischen, investigativjournalistischen deutschen Massenmedien losgetretene Kampagne gegen die Person Westerwelles bejubeln, sollten wir doch etwas genauer hinsehen.

    Denn bei dieser reichlich verlogenen Kampagne geht es eben nicht um die genannten Inhalte, die die betreffenden Medien dann auch bei zahllosen anderen Politikern, die exakt dieselbe Klientelpolitik betrieben haben und betreiben und die ihre Ehegattinnen nicht weniger auf Auslandsreisen mitgenommen haben, schon lange hätten thematisieren müssen. Wenn man hierbei zynisch wäre, könnte man sagen, Herr Westerwelle muss sich noch sehr anstrengen, um die Klientelpolitik, die sozialen Verbrechen und die Kriegstreiberei der letzten zehn Jahre SPD-Bundesregierung zu erreichen oder gar zu übertreffen. Von einem Bundeskanzler, der die Außenpolitik in dreistester Weise zur Anbahnung seiner weiteren Karriere missbraucht hat, ganz zu schweigen.

    Also, noch einmal: Bei den Ehegattinnen unzählicher Politiker in vergleichbaren Positionen haben sich weder die Parteispitze der SPD noch die Massenmedien jemals dazu berufen gefühlt, solche vorschnellen Verurteilungen vorzunehmen. Wir sollten auf keinen Fall den Blick dafür verlieren, dass der plötzliche Angriff auf Herrn Westerwelles Lebenspartner vor diesem Hintergrund nichts anderes ist als eine ebenso verlogene wie widerliche Bedienung schwulenfeindlicher Ressentiments. Und keineswegs eine seriöse politische Auseinandersetzung, die es in der Tat in allen Bereichen aktiv zu führen gilt - aber bitte nicht auf dieser Basis. Denn nur mit Schwulen kann mich so etwas erlauben, und wir klatschen auch noch dazu Beifall!
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#30 EkeltrautAnonym
  • 09.03.2010, 23:23h
  • Antwort auf #27 von Blondes Gift
  • Ich habe den hochgestochenen Text mal auf das Wesentliche gekürzt:

    "Er ist kein schwuler Politiker, sondern eine Dirne des Großkapitals, die sich darin gefällt in den Ursch zu kriechen. Geschmeiß, Dampfplauderer, Demagoge, Agitator ..."

    Aber hast Du da nicht etwas vergessen? Nämlich die Worte: vernichten und ausmerzen!

    Wie es weiter oben schon mal aufgeführt wurde: es steckt eine bestimmte Methode dahinter, jemandem aus politischen Gründen sein Mensch sein abzusprechen.

    Das hat Tradition. Falls jetzt jemand an die NSDAP denken sollte: Nein, die hat es nicht erfunden, es war die SPD. Im "Vorwärts" des November 1902!

    So - und jetzt seid ihr wieder dran.
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#31 eMANcipationAnonym
  • 09.03.2010, 23:24h
  • Antwort auf #25 von Al Gebra
  • Ich kann mir nach den Erfahrungen mit unseren so klientelkritischen Massenmedien oder der klientelkritischen SPD beim besten Willen nicht vorstellen, dass es denen bei der Kritik an der Mitnahme seines Lebenspartners wirklich und glaubwürdig um das geht, was du beschreibst.

    Nein, in diesem Punkt sehen sie ihn als Schwulen und behandeln ihn auch so.
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#32 LorenProfil
  • 09.03.2010, 23:41hGreifswald
  • Antwort auf #24 von Werwolf
  • Westerwelle, der andere im politischen Diskurs nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst und Hartz4-Empfänger en bloc verunglimpft, muss damit rechnen, ebenso hart und polemisch angegangen zu werden. Ich stimme dir aber zu, dass man seine Worte genau abwägen sollte, da man ja durch seine eigene Wortwahl auch etwas über die eigene Person aussagt. Insofern schadet es sicher nicht zu überlegen, wie man sich selbst durch seine Sprache präsentiert.
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#33 VolumeProProfil
  • 10.03.2010, 00:15hMönchengladbach
  • Die FDP soll die Klappe halten!

    Wenn Steinmeier damals seine Frau mit auf Reisen genommen hätte, damit sie berufliche Vorteile davon hat, dann hätte die FDP als erstes geschrien.

    Nahles setzt sich mit dem Bundesaußenminister und Vizekanzler politisch auseinander und äußert sich nicht homophob.

    Aber ich frage mich persönlich was Westerwelle und Mronz für eine seltsame Beziehung haben. Im Spiegel (
    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682660,00.html
    ) wird Westerwelle dahingehend zitiert, dass er über seinen Lebensgefährten als "Herr Mronz" spricht. Das finde ich recht merkwürdig.
    Helmut Schmidt sagt immer über seine Frau "meine Loki", sowas finde ich normal. Ich kann nicht verstehen warum Westerwelle nicht "mein Michael" oder sowas sagt.
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#34 Mister_Jackpot
  • 10.03.2010, 00:21h
  • Sorry aber jemand wie Herr Westerwelle, der absolut nie etwas für die Community getan hat jetzt als das arme Opfer von Homophobie darzustellen ist wirklich das allerletzte. Frau Nahles hat Herrn Mronz für seine klare Klientelaktivitäten kritisiert ...und NICHT dafür dass er schwul ist....und ja warum hat Herr Westerwelle denn seinen Typen nicht mitgenommen in den nahen Osten bzw. Saudi Arabien? Weil er ganz klar kein Rückgrat hat, denn sorry aber in asiatischen wie auch in den meisten südmerikanischen Ländern ist Homosexualität teilweise sogar weniger tabu als in Europa.....diese Gebite sind in Sachen Homophobie sicher nicht vergleichbar mit dem nahen Osten. Leute die keine Ahnung haben sollten daher mal einfach den Mund halten!
    Wer hier Nahles Kritik als "homophob" darstellt sollte lieber mal darüber nachdenken welches stellvertrende Bild von Schwulen Herr Westerwelle im Moment für die Allgemeinheit in Deutschland prägt. Schlimm, dass jetzt viele denken werden jeder Schwule sei so arrogant, selbstsüchtig und machtgeil wie Westerwelle...damit hat Guido uns Schwulen noch ein extra Bärendienst erwiesen ...vielen Dank Herr Westerwelle. *kotz
    Und wenn hier wieder konservative und neoliberale anfangen sollten zu schreien..denen sage ich: Was hat eure "politische Richtung" jemals für Schwule getan? Richtig: GAR NICHTS....im Gegenteil.....die FDP hat sich aktiv gegen Antidiskriminierungsgesetze ausgesprochen, weil sie der Wirtschaft wieder in den Hintern kriechen mussten (irgendwo müssen die Spenden für das Nobelleben ja herkommen nicht wahr Herr Mronz?) und die Union? Na da muss ich jawohl nichts zu sagen, da die uns bis heute nicht gleichstellen wollen, ergo uns nicht akzeptieren...meine Frage jetzt...wer ist nun homophob?...Meiner Ansicht nach ist Westerwelle allein durch sein Verhalten selbst homophober als es Frau Nahles (obwohl sie hetero ist) jemals sein könnte....
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#35 eMANcipationAnonym
#36 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 01:00h
  • Also, die meisten hier scheinen blind zu sein angesichts der Tatsache, dass die ach so klientelismusferne SPD und die ach so radikal sozialen und demokratischen Massenmedien nichts anderes machen als widerlichste schwulenfeindliche Ressentiments zu bedienen.

    Wie sonst ist es zu erklären, dass bei heterosexuellen Politikern niemals derartige Vorverurteilungen stattgefunden haben, geschweige denn überhaupt solche Fragen gestellt wurden (und dass das falsch ist, ist hier nicht der Punkt - sondern dass es bei denen eben nicht gemacht wird) ?!

    Hier geht es um eine ganz verlogene, heuchlerische Kampagne, die nichts mit der Politik von Herrn Westerwelle oder seiner Partei zu tun hat, sondern ausschließlich damit, dass er eben schwul ist und nicht wie alle anderen mit seiner Ehefrau auf Reisen geht.

    Jeder, der meine Beiträge hier kennt, sollte wissen, dass ich der Letzte bin, der Herrn Westerwelle oder seine Partei politisch jemals verteidigen würde. Aber darum geht es bei dieser Medienkampagne nicht:

    Die Medien behandeln ihn so, wie sie eben nur einen Schwulen in dieser Position behandeln!

    Dass so etwas im Jahr 2010 schon wieder ohne nenennswerten Widerspruch und auch noch unter kollektivem Jubel von unserer Seite möglich ist, zeigt sehr deutlich, dass wir schon lange die "Anfänge" überschritten haben, denen es eigentlich zu wehren gilt.
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#37 dieses eineAnonym
#38 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 01:33h
  • In Wahrheit geht's den verlogenen Massenmedien, die seit Jahren nichts anderes machen, als der breiten Masse eine neoliberal-neokonservative FDP-Ideologie einzuhämmern, beim Angriff auf die Mitnahme eines schwulen Lebenspartners nur um eines:

    Sie wollen nicht "von Homosexuellen beherrscht" werden!

    Schwule in solchen Positionen sind eine Bedrohung für die heterosexuelle Hegemonie - und zwar völlig unabhängig davon, welche Politik sie machen (würde es einem schwulen linken Außenminister besser ergehen? Wohl kaum.)

    Ein neuer Trend in Europa - und wir sollten sehr vorsichtig sein, ob wir den bejubeln!

    diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/544903/index.do?_vl
    _backlink=/home/politik/index.do
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#39 IuvenalisAnonym
#40 Sebastian123
  • 10.03.2010, 07:00h
  • Antwort auf #33 von VolumePro
  • Grundsätzlich ich kann da nicht eine einzige homophobe Absicht erkennen. Hier geht es um ein politisches Ränkespiel. Möge man von Herrn Westerwelle halten was man mag, er stellt sich gerade nicht ins beste Licht und bekommt halt noch ne Menge Seitenhiebe.

    Das er seinen Freund/ Lebensgefährten als Herrn Mronz bezeichnet finde ich in der Öffentlichkeit vollkommen OK und hat meiner Meinung nach nichts mit "merkwürdiger" Beziehung zu tun.

    Er ist ja nicht ein Anhängsel oder ein sich im Schlepptau befindlicher Gegenstand. Er ist Geschäftsmann und eben Herr Mronz. Ich finde die nach außen dargestellte Distanz in diesem Fall sehr richtig. Leute die mich nicht Duzen sondern mich mit meinem Nachnamen anreden, denen kann ich ja nicht mit dem Vornamen meines Partner kommen.

    Dann sollte er eher sagen mein Partner oder mein Lebensgefährte. Wobei auch das ja ein wenig depersonalisiert.
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#41 antosProfil
#42 bananasEhemaliges Profil
  • 10.03.2010, 07:46h
  • Frau Koch-Mehrin, ist das nicht die Dame mit den meisten Fehlstunden im EU-Parlament?
    Für mich ist es eher unbedeutend wenn Herr Westerwelle mit Freund reist. Viel problematischer ist wohl, das der Parteichef einer Klientelpartei ausgerechnet die Wirtschaftsleute mitnimmt, die vorher für die FDP gespendet haben.
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#43 TimmAnonym
  • 10.03.2010, 08:19h
  • Als Mitglied des LSVD bin ich entsetzt wie spießig sich hier Nahles und Steinmeier geben.

    Das wird der "alten" Tante SPD gewaltig schaden; kein Wunder, das Steinmeier solch ein katastrophales Wahlergebnis im Herbst für die SPD eingefahren hat. Moderne Gesellschafts- und Familienpolitik habe ich Steinmeier noch nie ganz abgekauft.

    Sympathie für die SPD konnte ich nur entwickeln, wenn der Spitzenpolitiker Wowereit auf der Bühne erschien.

    Man sollte einen Button "Gays gegen Nahles" anfertigen und tragen.

    Westerwelle macht seine Sache jetzt richtig, wenn er Mronz auf Reisen nach Ostasien und nach Südamerika jetzt mitnimmt, wie es Volker Beck sogar bei der Reise von Westerwelle in den Nahen Osten gefordert hatte.

    Wie heuchlerisch ist es doch von Nahles und Steinmeier, wenn sie jahrelang Westerwelle vorgeworfen haben, dass er seine sexuelle Orientierung verstecke und sein Coming Out viel zu spät gehabt habe und wie wurde doch da Wowereit von den SPD-Genossen glorifiziert. Erinnert sei auch an ein unsäglichen Artikel von Elmar Kraushaar auf der TAZ, wo dieser nach den Wahlen im Herbst auf diesem Thema bei Westerwelle "rumgeritten" ist und dabei hatte Westerwelle längst seinen Mann nach Bayreuth und zum Geburtstag von Merkel mitgenommen.

    Und JETZT wo Westerwelle offen seinen Mann auf Reisen als Aussenminister mitnimmt ("eine Urforderung der LGBT Bewegung, dass man keine Klemmschwester sein soll"), da kommen gleichwohl selbst hier im Forum einige FDP-Hasser aus den Löchern und werfen nunmehr Westerwelle genau dies vor, dass er seinen Mann auf Reisen präsentiert und mitnimmt.

    NEE verlogen sage ich da, was Nahles/Steinmeier und auch paar Konsorten hier im Forum "abziehen".

    Jahrelang Westerwelle vorwerfen, dass er nicht offen schwul lebe, und jetzt wo er genau dies macht, ihm vorwerfen, dass er seinen Mann nicht mitzubringen habe.

    VON MIR bekommt Westerwelle ein grosses Lob für die Mitnahme seines Mannes nach Ostasien und nach Südamerika.

    Dafür ein herzliches Dankeschön, Herr Westerwelle.

    Nach dieser Aktion von Nahles und Steinmeier wähle ich die SPD nicht mehr...habe ich aber sowieso nicht gemacht und wähle eher die Grünen um Volker Beck/Claudia Roth oder die FDP um Westerwelle, Kauch und van Essen.
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#44 Burkhard KrauseAnonym
  • 10.03.2010, 09:16h
  • Ich habe drei (hetero) Brüder, die meinem Partner und mir durchaus wohlgesonnen sind - aber Begriffe wie "schwule Mafia" benutzt man schon mal in meiner Gegenwart - da denke ich - die sehen mich als Person in eine persönliche Umwelt eingebettet, die sie im Grunde ablehnen. Diese Art latenter Homophobie bedienen nun ausgerechnet die Sozis und die Grünen. Die Eulenburg-Affaire aus der Kaiser- Zeit und das aus Vorurteilen gespeiste Verhalten der Sozialdemokraten fiel mir in diesem Zusammenhang sofort ein. Frau Nahles kennt diese Geschichte wahrscheinlich gar nicht - muß sie auch nicht, der Mechanismus funktioniert aber trotzdem bestens. Das Mobilisieren des im Unterbewußtsein schlummernden Vorurteils - gegen diese Waffe ist jeder Schwule machtlos, das wird auch Wowi letztendlich noch erfahren müssen.
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#45 Fenster auf !Anonym
  • 10.03.2010, 09:27h
  • Antwort auf #43 von Timm
  • Du treibst, um unter allen möglichen
    Deckmäntelchen, deine konservative Plörre zu verschütten, auch in diesem Fall, das gleiche Verwirrspiel wie mit den zivilisatorisch
    domestizierten ev. Kirchen Skandinaviens, die von der europäisch linken Sozialdemokratie fast an den Ohren zu demokratischen Werten gezogen wurden, um mittlerweile halbwegs passabel demokratisch dazustehen.
    So auch die Ergebnisse einer Arbeit
    für die Konrad-Adenauer-Stiftung.
    So wie du gerne ostentativ den kirchlichen Missbrauch von Kindern durch die ev. Diakonie kleinredest, redest du hier den Aspekt der Homosexualität notorischer neoliberaler Vorteilsnehmer und chronischer Menschenverachter
    hoch, um dieser Sozialdemokratin Homophbie, am besten mit Button, an die Backe zu nähen. Dass du dich derart als LSVD-Mitglied äußerst, nehmen viel zurecht unüberrascht zur Kenntnis.
    Da du bei Nahles schwerlich, wie gerne, Kommunistenpack brüllen kannst, brüllst du:
    Haltet die Homophobe !
    Diesem Trick gehen wenige auf den Leim.

    Du schadest mit diesem Auftritt dem LSVD.
    Manche freut's, manche nicht.
    Es braucht auch keine Verdorbenen, um die verdorbene kath.Kirche zu kritisieren.
    Das können moralisch Intakte auch so.
    Deine Demagogie am Ende deines Beitrages ist kindisch, wie Kinder nicht sind. Aber die Sehnsucht nach Zusammenführung der alten und neuen "Liberalen" hat eine erhellende Komik.
    Wie eine Mückenklebgirlande. Da babbt zusammen, was zusammen gehört.

    Nochmal:

    www.queer.de/abstimmen_ergebnis.php?wahl=313
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#46 Popp-U-ListAnonym
#47 goddamn. liberalAnonym
  • 10.03.2010, 09:47h
  • Antwort auf #44 von Burkhard Krause
  • Da ist was dran.

    Wobei ich es grauslich finde, dass Herr Westerwelle jetzt 'unser' Repräsentant ist. Wir hätten nicht nur besseres, sondern auch klügeres verdient.

    Unklug - ganz unabhängig von der politischen Position - ist es m. E. , wenn ein Politiker, der mit einer Minderheit identifiziert wird, die Gesellschaft spaltet, indem er nach unten tritt. Da waren die Urgesteine einer anderen Minderheit in der Politik von Viktor Adler ('Man muss die Leute mögen') bis Bruno Kreisky doch meist klüger.

    Unklug ist es auch, wenn ein Politiker nach der neoliberalen Leistungsträger-Ideologie schamlos mit dem Kapital kungelt, auch wenn es von seinem Freund repräsentiert wird. Da ist es gut, wenn ihm die Opposition auf die Finger guckt.

    Gut ist es aber auch, dass Westerwelle trotzdem Mronz weiter mitnehmen will. Dass er dabei unter scharfer Beobachtung steht, verhindert vielleicht, dass er 'uns' noch mehr blamiert, als er es ohnehin durch seine hyperventilierenden Auftritte tut...
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#48 CarstenFfm
  • 10.03.2010, 09:49h
  • Sein Partner bezahlt die Reisen selber, er reist nicht auf Staatskosten.
    Heterosexuelle Politiker lassen sich auf Reisen auch gerne von ihrer Frau begeliten.
    Hat da schon mal ein Journalist untersucht, ob mitresiende Ehefrauen ihre Reise auch selber bezahlen?

    Dass sowas überhaupt thematisiert wird, zeigt, dass ein schwuler Außenminister der mit Mann reist doch nicht ganz selbstverständlich ist... wenn auch die Homophobie in den Vorwürfen sehr subtil und unterschwellig daher kommt.

    Nahles, 6, setzen!
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#49 alexander
#50 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 10:22h
  • Antwort auf #42 von bananas
  • Ja,

    aber Frau Nahles und die Medien wissen schon, weshalb sie die Frage der Mitnahme seines Partners in den Vordergrund stellen.

    Weil es ihnen eben nicht um Kritik an Klientelismus und an seiner Politik geht (die sie selbst seit Jahren mit allen Mitteln fördern und salonfähig machen), sondern um sein Schwulsein.

    Denn sie wissen schon, welche Wirkung sie damit bei einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung erzielen. Womit sollte Frau Nahles auch inhaltlich glaubwürdig Westerwelle und Co. angreifen? Indem sie auf die größten sozialen Verbrechen zur Bedienung des Großkapitals, die exzessive Liberalisierung der FInanzmärkte als Voraussetzung für die derzeitige "Krise", völkerrechtswidrige Kriege oder einen Bundeskanzler, der Außenpolitik schamlos zur Anbahnung seiner weiteren lukrativen Karriere bei einem russischen Gaskonzern "genutzt" hat, verweist?

    Nein, da muss man schon mal die niedersten Instinkte bedienen - auch eine Art Versuchsballon loslassen - und das erreicht man damit auch.

    Und allein darum geht es mir, nicht um die Verteidigung der Person Westerwelle und schon gar nicht seiner Politik, die ich hier stets mit so deutlichen Worten kritisiert habe wie nur wenige andere (z.B. @antos).
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#51 Linzer TörtchenAnonym
  • 10.03.2010, 10:22h
  • Antwort auf #47 von goddamn. liberal
  • Eulenburg u. Zeitgenossen.
    Bezüge, Methoden, Analogien.

    Ist da was dran ?

    Wer heute Hirschfeld schätzt, ist ein verkappter Eugeniker und Rassehygieniker ?

    Hirschfeld ein sublimer Unterstützer der NS-Rassenideologie ?

    Also sind die Einweiher des Hirschfeld-Ufers
    verkappte Nazis ?

    Man kann ja viel machen - oder es lassen.
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#52 RabaukeAnonym
  • 10.03.2010, 10:26h
  • Mit Homophobie hat das herzzzzlichst wenig zu schaffen. Es ist, wie es schon "immer" war. "Eine Krähe hackt doch bekanntlich der Anderen kein Auge aus?" In meinen Augen ist die Kritik von Nahles und Steimeier eine ledigliche Anfrage, mehr nicht.
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#53 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 10:40h
  • Antwort auf #48 von CarstenFfm
  • Ich möchte gar nicht wissen, was sich die Massenmedien bei einem schwulen Außenminister erlauben würden, der nicht die Ideologie der Mächtigen und Privilegierten vertritt (sprich: IHRE Ideologie bzw. die, an deren Verbreitung sie sich aktiv beteiligen), sondern den man guten Gewissens als "links" bezeichnen könnte.

    Höchstunwahrscheinlich, dass so jemand in nächster Zeit Außenminister wird - nicht zuletzt der Partei, in der eine Frau Nahles als "links" gilt, sei dank - aber doch ein notwendiges Gedankenspiel, um uns vor Augen zu führen, worum es bei dieser Kampagne eigentlich geht.

    Man muss mich schon absichtlich falsch verstehen wollen, wenn man mir Mitleid mit Herrn Westerwelle oder auch nur die geringste politische Sympathie ihm und seiner Partei und Politik gegenüber unterstellt. Mir geht es einzig und allein um die offensichtliche Bedienung schwulenfeindlicher Ressentiments, die in dieser Gesellschaft beileibe nicht nur Herrn Westerwelle (der hat eine Absetzung aus vielen anderen Gründen, nicht wegen der Begleitung durch seinen Partner, mehr als verdient) zum Verhängnis werden und die inzwischen schon wieder erschreckend unverhohlen stattfindet.
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#54 schulzAnonym
  • 10.03.2010, 10:48h
  • Wer noch bezweifelt, daß hier insinuativ Homophobie benutzt und geschürt wird, der werfe einen Blick auf die Leserkommentare im Focus zum Artikel "Westerwelle will weiterhin mit seinem Partner reisen". Hier 2 Beispiele:

    "WW sollte die Toleranz
    die er als Schwuler genießt nicht überstrapazieren. Mir wird er jedenfalls -auch mit demonstrativ provokantem Auftreten- nicht einhämmern, sein Partnerschaftsmodell sei eigentlich das "Normale"."

    "Es geht hier nicht um Frau und Mann
    Das ist der Haken, es ist ein schwules Paar und das sollte man nicht überall öffentlich zeigen, in gewissen Ländern! Ich bin dagegen!"
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#55 I.Ramos GarciaAnonym
  • 10.03.2010, 10:51h
  • das kommt darauf an, ob Mronz auf seiner Partners Kosten oder auf Kosten des Staates reist
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#56 SabineAnonym
  • 10.03.2010, 11:11h
  • Also wenn ich das hier richtig lese, wird von einigen positive Diskriminierung verlangt: man darf Westerwelle und Mronz nicht kritiseren, egal was sie anstellen.

    Das ist mir völlig unverständlich. In den Äußerungen von Nahles geht es ganz klar nicht um Homosexualität, sondern um die Frage, ob Mronz geschäftliche Vorteile aus seiner Rolle hat. So etwas muss geklärt werden.

    Dass es solche Fragen bei Hetero-Ministern bisher nicht gegeben hat, liegt nicht an Homophobie, sondern daran, dass die meisten Ehefrauen oder Ehemänner aufgrund ihres Berufes oder Interesses unverdächtig waren.

    Mronz scheint hingen jede Chance, die sich ihm durch das Politikersein seines Freundes bietet, finanziell auszunutzen. Und Westerwelle scheint vor allem die Leute auf Dienstreisen mitzunehmen, die der Partei spenden gemacht haben. Der Spiegel hat gut dargelegt, warum das ein Geschmäckle, vielleicht auch der Beginn von Korruption ist.

    Es ist erbärmlich von Koch-Mehrin, den Ruf nach Aufklärung mit einem Homophobie-Ruf zu kontern. Ausgerechnet die FDP, die gegen Antidiskriminierungsgesetze ist, die gegen die Homo-Ehe gestimmt hat usw usf

    Nebenbei: wäre Frau Steinmeier Event-Managerin und Unternehmensberaterin gewesen, hätte ihren Mann auf Dienstreisen begleitet und dabei sowohl alte Kunden als auch potentielle neue Kunden getroffen, hätte es auch Kritik gehagelt. Und die wäre kaum mit Heterophobie bekämpfbar gewesen.
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#57 INSINUATIVAnonym
  • 10.03.2010, 11:11h
  • 07.03.2010

    Opposition wirft Westerwelle Amtsmissbrauch vor

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682198,00.html

    Grüne und Linke fordern jetzt Klarheit über einen möglichen Zusammenhang zwischen Parteispenden an die FDP und der Teilnahme an Reisen des Vizekanzlers. Die Öffentlichkeit müsse beurteilen können, "ob es hier unzulässige Zusammenhänge und Einflussnahmen gegeben hat", erklärte der Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck. Westerwelles Verhalten grenze an Amtsmissbrauch, kritisierte Linken-Fraktionsvize Ulrich Maurer.

    Zudem habe sich Westerwelle erneut als Hotel-Lobbyist betätigt, erklärte Maurer mit Blick auf die Teilnahme des FDP-Chefs an der Eröffnung eines Luxushotels in seiner Heimatstadt Bonn. Zu den Veranstaltern des Eröffnungs-Events gehörte nach SPIEGEL-Informationen Westerwelles Lebensgefährte Michael Mronz. Der FDP-Chef hatte das Hotel vor Gästen wie TV-Moderator Thomas Gottschalk und Ex-Porno-Star Michaela Schaffrath feierlich eröffnet und als eines der weltweit "spannendsten Hotels" bezeichnet. Westerwelle betonte, er habe die Veranstaltung als Bonner Wahlkreisabgeordneter besucht.
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#58 beobachterAnonym
#59 Sebastian123
  • 10.03.2010, 11:16h
  • Antwort auf #53 von eMANcipation
  • Das war ja mal wieder klar...

    Wohlmöglich sollte jegliche Kritik am Verhalten schwuler Politiker verboten werden, weil es gleichzusetzen ist mit Homophobie! So ein Quatsch!

    Auch Schwule haben ein Recht darauf verarscht und kritisiert zu werden!

    Hört doch endlich mal auf hinter allem den bösen, homophoben Hetero zu sehen!

    Herr Westerwelle selbst, würde so eine Posse genau so treiben, wenn er vermuten oder wissen würde, dass ein anderer Politiker sich so verhält!

    eMANcipation, Du verhältst Dich total HETERONORM weil du immer und immer wieder in den gleichen Klischees denkst...
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#60 beobachterAnonym
  • 10.03.2010, 11:26h
  • Antwort auf #56 von Sabine
  • Ich habe zu Zeiten anderer Außenminister weder von Frau Nahles noch von den Mainstream-Medien solche notwendigen, kritischen Analysen z.B. der Zusammensetzung von Reisedelegationen vernommen. Dabei hätte es gerade bei der Schröder-Regierung offensichtlich nicht wenig Anlass dazu gegeben.

    Dies legt den Verdacht nahe, dass selbige aus einem anderen Grund erst jetzt angestrengt werden, da ein schwuler Außenminister seinen Lebenspartner mit auf Reisen nimmt. Und dass letzgenannter Umstand dabei sehr zielgerichtet zur Bedienung von Schwulenfeindlichkeit in den Vordergrund gerückt wird.

    Die dabei verwendeten Bilder verfehlen ihre Wirkung nicht - siehe u.a. #54
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#61 LorenProfil
  • 10.03.2010, 11:34hGreifswald
  • Antwort auf #36 von eMANcipation
  • Ich sehe das nicht so. Westerwelle und andere Politiker der FDP sind seit Eintritt in die Bundesregierung dabei, sehr rüde die Interessen ihrer Klientel politisch umzusetzen und nach meinem Empfinden den Sozialstaat, der auf gegenseitiger Solitarität basiert, aus den Angeln zu heben (m.E. nach US amerikanischem Vorbild, aber auch Frau Thatcher lässt grüßen). Dabei fällt mir auch die teilweise recht aggressive Art auf, mit der Politiker der FDP diese Interessen in Talkshows vertreten. Der Umgangston scheint insgesamt rauer im politischen Berlin zu werden (auch innerhalb der Bundesregierung), wozu die FDP einen wesentlichen Beitrag leistet. Auch die teilweise polemischen und verletzenden Äußerungen mancher Politiker in Richtung Griechenland passen da ins Bild (wobei ich nicht sachlich angebrachte Kritik meine, sondern z.B. Ratschläge, mal ein paar griechische Inseln zu veräußern usw.). Die Angriffe auf Westerwelle verstehe ich da als Reaktion auf das provokante Verhalten von FDP-Politikern einerseits und als Folge der heftiger werdenden Auseinandersetzungen im Bund andererseits (zudem im Vorfeld der wichtigen Landtagswahl in NRW).

    Das Argument, andere mitreisende PartnerInnen von Ministern seinen nicht so thematisiert worden, überzeugt micht nicht so recht, da bei Westerwelles Partner der Eindruck entstehen kann, er würde seine beruflichen Interessen im Schlepptau von Westerwelle verfolgen und Privates, Geschäftliches wie Politisches würden nicht so sauber wie irgend möglich getrennt. Hier ist es geradezu die Pflicht politischer Opposition, den Finger in die Wunde zu legen und auf mögliche Verquickungen hinzuweisen - und zwar unabhängig von der sexuellen Orientierung der betreffenden Politiker.
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#62 SabineAnonym
  • 10.03.2010, 11:42h
  • >>Als Vorsitzende der Arbeitsgruppe des Präsidiums für Chancengleichheit im Europäischen Parlament bekämpfe sie "offene wie versteckte Homophobie", sagte die FDP-Politikerin weiter.

    Koch-Mehrins Kampf gegen Homophobie in Europa:

    Im Archiv von queer.de: nichts
    Bei Google: nichts
    Auf ihrer Homepage mit Archiv: nichts (*)

    (*) bis auf:

    www.koch-mehrin.de/standpunkte/antidiskriminierung/

    "Bei allen guten Absichten – EU-Gesetze zur Antidiskriminierung sind der falsche Weg."
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#63 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 11:50h
  • Antwort auf #61 von Loren
  • Leider ist in unserer Gesellschaft aber nichts "unabhängig von der sexuellen Orientierung".

    Ich möchte eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Herrn Westerwelle bzw. mit der Art von Politik, für die er steht (und verlieren wir dabei bitte nicht völlig aus den Augen, dass die Partei von Frau Nahles sich da mit der FDP in zentralen Fragen durchaus einig war in den letzten zehn Jahren und nicht weniger Politik für die ökonomisch Mächtigen und gegen die sozial Schwachen betrieben hat) - aber die kann nicht an der Frage der Mitnahme seines Partners auf Auslandsreisen aufgezogen werden.

    Zumindest nicht, ohne damit widerlichste schwulenfeindliche Ressentiments zu bedienen. Und genau das machen große Teile der Massenmedien und auch der politischen Eliten durchaus nicht unabsichtlich.
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#64 lukeAnonym
  • 10.03.2010, 11:53h
  • Westerwelle ist lange genug im Geschäft zu wissen, dass es zu Wahlkampfzeiten ein bisschen rauher zugeht als sonst...

    Wird die Homophobie-Karte jetzt eigentlich immer gespielt, wenn der politische 'Gegner' berechtigte Kritik äußert?

    Aber hey, es ist wohl leichter in Deutschland dem politischen Gegner Homophobie vorzuwerfen und als Aussenminister in der Innenpolitik herumzupoltern, als sich als schwuler Mann und Aussenminister auch nur zu äußern über die Dinge, die (unter anderem) in Uganda vor sich gehen.

    Es ist einfach nur beschämend.

    Evtl. hätte sich Westerwelle in den vergangen Wochen/ Monaten besonnener, seröser und weniger arrogant verhalten sollen:
    Wie's in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus.
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#65 beobachterAnonym
  • 10.03.2010, 11:56h
  • Antwort auf #62 von Sabine
  • Es geht nicht um Frau Koch-Mehrin, nicht darum, dass irgend jemand Politik und Ideologie der FDP für richtig erklären möchte.

    Es geht letzten Endes auch nicht um Herrn Westerwelle.

    Es geht um Homophobie in dieser Gesellschaft.

    Um die Frage, warum bei dem einen die Mitnahme des Lebenspartners Anlass ist, auf eben dieser Basis (!) eine mediale Kampagne vom Zaun zu brechen, wie man sie bei allen anderen politischen Klüngelmeistern noch nie erlebt hat.
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#66 bananasEhemaliges Profil
  • 10.03.2010, 12:00h
  • Antwort auf #36 von eMANcipation
  • Ich glaube, jeder kann die Aussagen von Nahles und auch Steinmeier selbst interpretieren. Das ist auch vollkommen legitim. Auch wenn er dabei "homophobe" Aussagen liest.
    Meine Interpretation ist, es ist bald Wahlkampf im bevölkerungsreichsten Bundesland. Hätte Frau Kraft Ihren Mund gehalten und sich nicht mit "Hartz4.-und 1-Eurojobber-Gefasle", auf Westerwelle-Positionen begeben, hätte es nie Aussagen von Nahles und Steinmeier gegeben. Gedacht, als Schadensbegrenzung. Allerdings erreichen die beiden Genossen offenbar das Gegenteil.
    Die SPD macht zur Zeit das, was sie am besten kann. Zu "Un"-Zeiten, nämlich Wahlzeiten, das Blödeste von sich geben, was geht. Das ist die SPD wie sie leibt und lebt. Schade.
    Immerhin geht es wieder mal um die Macht im Bundesrat. Ist doch so, oder ?
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#67 eMANcipationAnonym
#68 Mister_Jackpot
  • 10.03.2010, 12:17h
  • Antwort auf #63 von eMANcipation
  • Also ich bin ja oft mit dir einer Meinung, aber bitte WO hat Frau Nahles etwas homophobes geäussert? Ich kann nur erkennen, dass sie das Verhalten Westerwelles und seinem Partner bezüglich besagter Klientelpolitik kritisiert hat und wenn du Nahles kennen würdest dann wüsstest du: das hätte sie AUCH bei einem Hetero Pärchen getan! Lass also mal die Kirche im Dorf....
    Ach übrigens: Der einzige der Homophobie schürt ist Westerwelle selbst...durch sein Verhalten. Damit bedient er alle homofeindlichen Klischees, die man bei Homophoben über Schwule so finden kann, d.h. Klischees Schwule seien dekadent, würden keine Kinder mögen, wären egoistisch, geldgeil u.s.w.
    All das bedient Herr Westerwelle SELBST! Was er damit für ein Schwulenbild in der Gesellschaft abgibt und wie uns das schädigen wird werden wir noch konkret sehen (dann wirst du als erster schreien)...Leider.....und ein Schwuler der sich dafür dann auch noch bei Westerwelle ernsthaft bedankt ..sorry...aber derjenige hat sie nicht mehr alle.
    Also emancipation....bevor du wieder Homophobie vermutest fang mal dort an wo WIRKLICH Homophobie besteht....denn Homophobie findet man bei weitem nicht nur unter Heteros....so schitzophren das ist, aber mich wundert nichts mehr...es gibt ja sogar schwule Nazis und das ist mindestens genauso schitzophren. Würdest du einen solchen auch verteidigen wenn er das "Opfer" von angeblicher Homophobie geworden wäre?
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#70 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 12:29h
  • Antwort auf #69 von Michi
  • Glaube ich kaum, dass der mich ganz arg lieb hat, wenn er auch nur einen Bruchteil meiner Beiträge in diesem Forum bezogen auf seine Politik und Ideologie gelesen und verstanden hat.

    Ich habe es aber nicht nötig und halte es für ein gefährliches Spiel mit Schwulenfeindlichkeit, seinen Lebenspartner als Aufhänger für diese inhaltliche Kritik und tiefe politische Abneigung heranzuziehen. Das entwertet sie nämlich ganz erheblich und spielt wiederum Leuten in die Hände, denen wir ebenso wenig in die Hände spielen sollten wie einem Herrn Westerwelle.
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#71 Graf ZahlAnonym
#72 LorenProfil
  • 10.03.2010, 12:43hGreifswald
  • Antwort auf #63 von eMANcipation
  • "Leider ist in unserer Gesellschaft aber nichts 'unabhängig von der sexuellen Orientierung' ".

    Es stellt sich halt in diesem Fall die Frage, ob Nahles & Co. Westerwelle hier wegen seiner sexuellen Orientierung kritisieren - und da kommen wir offenbar zu unterschiedlichen Antworten. Was deine grundsätzlich Kritik an der Sozialpolitik (+ der Zulassung von Hedgefonds u.ä. in D.) der SPD und auch der Grünen angeht, stimme ich dir aber völlig zu. Auch in Sachen Bürgerrechtspolitik zugunsten von LGBTI hat sich die SPD nicht hervorgetan, sondern wurde aus meiner Sicht auf diesem Feld zu Zeiten von Rot-Grün von ihrem kleineren Koalitionspartner "motiviert".
    Eine strukturkonservative Partei, die sich dementsprechend politisch verhält. Die Grünen müssen übrigens aufpassen, nicht eine ähnliche Entwicklung zu nehmen. But that's another story.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#73 Kein GrafAnonym
  • 10.03.2010, 12:48h
  • Antwort auf #71 von Graf Zahl
  • Da haben wir doch einen gute Erklärung dafür, warum Frau Nahles es mal mit der Bedienung von Schwulenfeindlichkeit versucht. Eine inhaltliche Auseinandersetzung würde am Stichwort Glaubwürdigkeit nämlich scheitern. Dann lieber das an- (nicht aus-) sprechen, was viele denken, wenn sie einen schwulen Außenminister mit Partner auf Reisen sehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#74 InsiderAnonym
  • 10.03.2010, 12:51h
  • andrea nahles aussagen sind unglaublich
    sie betreibt hetze der übelsten art!
    wie verkommen ist die deutsche sozialdemokratie eigentlich?
  • Antworten » | Direktlink »
#75 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 13:07h
  • Antwort auf #72 von Loren
  • Ach, Loren, meinst du etwa, Frau Nahles ist so naiv, dass sie nicht weiß, welche Gesinnungen sie mit diesem Aufhänger und mit der zu erwartenden, bereitwilligen Aufnahme durch die Massenmedien bedient?

    Und sollte sie tatsächlich nicht über dieses Bewusstsein verfügen, dann macht es das im Ergebnis nicht weniger schlimm.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #72 springen »
#76 BAyernlandeAnonym
#77 LorenProfil
  • 10.03.2010, 13:25hGreifswald
  • Antwort auf #75 von eMANcipation
  • Wie gesagt, man kann hier zu unterschiedlichen Sichtweisen kommen (ähnlich wie bei der Amerell-/Kempter-/DFB-"Affäre"). Zu Frau Nahles fällt mir wenig Positives ein, sie ist so oder so "not my cup of tea" (wobei ich mich da zum Teil auch von meiner Intuition leiten lasse).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#78 René Anonym
  • 10.03.2010, 13:28h
  • Herr Westerwelle ist für uns Schwule mit Abstand das abschreckenste Beispiel für Populismus gegen Bedürftige und Hartz4-Empfänger auch gerade in unseren Kreisen.
    Da hilft es auch nicht seinen Homobonus auszuspielen oder der SPD Homophobie vorzuwerfen. Sein Partner Mronz nutz für sich rein wirtschaftliche Aspekte als quasi schwule Ministergattin! Also lassn wir mal die Kirche im Dorf!
    Macht macht krank, ob schwul, blond oder kariert ! Bei soviel Arroganz muss man sich fast schämen so einen ständig in den Medien über die schwachen Mitbürger und aussenseiter reden zu hören. Herr Westerwelle, sie sollten doch wissen das ein Staat daran gemessen wird wie er mit seinen schwächsten Mitgliedern umgeht. Schicken sie doch Ihren Gatten in den Urlaub nach Mykonos oder Key West, bzw. lassen sie ihn wie alle Ministergattinen eine gemeinnützige Stiftung gründen oder auch was nützliches machen z.B. in Deutschland Charity für HIV betreiben. Dann hätten wir alle was davon - oder endlich Ruhe von dem Thema!
  • Antworten » | Direktlink »
#79 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 13:29h
  • Antwort auf #76 von BAyernlande
  • Ich sage es doch:

    Hier geht's nicht um inhaltliche Kritik.

    Nicht von diesen verlogenen Schweinen, die politisch keinen Deut besser sind als Westerwelle.

    Hier geht es darum, aus der Bedienung schwuleinfeindlicher Ressentiments politisches Kapital zu schlagen.

    Und die Leserkommentare zu den betreffenden Meldungen zeigen, dass das auch prächtig funktioniert (sogar hier bei queer.de).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #76 springen »
#80 Mister_Jackpot
  • 10.03.2010, 13:29h
  • Antwort auf #75 von eMANcipation
  • Und trotzdem hat sie weder etwas homophobes angedeutet noch direkt geäussert. Ich versteh auch die ganze Diskussion nicht, weil hier die Diskussionsgrundlage so gar nicht stattgefunden hat...im Grunde eine Geisterdiskussion. Frau Nahles hat sich im Gegensatz in der Vergangenheit sogar eher für Homorechte eingesetzt als Herr Westerwelle oder Frau Mehrin es je getan haben. Der eigentliche Skandal ist, dass Westerwelle hier als Opfer dargestellt wird...ein Schlag ins Gesicht für alle die, die wirklich Opfer von Homophobie sind oder waren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#81 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 13:35h
  • Antwort auf #80 von Mister_Jackpot
  • Wer das bewusste oder doch billigend in Kauf nehmende Spiel mit tiefsitzenden, menschenfeindlichen Gesinnungen für harmlos hält, kann aus der deutschen Geschichte nicht viel gelernt haben.

    Und noch einmal: Dabei geht es nicht um Herrn Westerwelle - mir ist es völlig egal, WER da als Projektionsfläche für solche Gesinnungen herhalten muss. Diese Art des Spiels mit homophoben oder rassistischen oder sonstigen xenophoben Ressentiments ist durchweg abzulehnen und nicht noch zu beklatschen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #80 springen »
#82 LorenProfil
  • 10.03.2010, 13:39hGreifswald
  • Antwort auf #76 von BAyernlande
  • Finde ich gut, wenn an der Sache orientierter, kritischer Journalismus partei- und personenunabhängig genau hinschaut und (hoffentlich) Einflussnahme von Wirtschaft/Lobbys auf politische Entscheidungen sowie sachfremde Verquickungen von Politischem und Privatem aufklärt. Da kann man wohl bei einigen politischen "Leistungsträgern" fündig werden. Als Bürger der schönen Stadt Köln bin ich da bestens drauf vorbereitet (dank der parteiübergreifenden kommunalpolitischen Skandale hier, bei denen der sog. Klüngel" eine nicht unerhebliche Rolle spielt).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #76 springen »
#83 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 13:43h
  • Antwort auf #82 von Loren
  • Schon seltsam, Loren, dass man da nicht früher genau hingesehen hat - und das wahrlich nicht nur bei Herrn Steinmeier.

    Aber sein entscheidender Vorteil besteht darin, dass er mit "seinem Prinzen" keine homosexuelle Beziehung pflegt, sondern nur eine klientelistische.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »
#84 hwAnonym
  • 10.03.2010, 13:47h
  • BAernlande weiss wann Wahlkampf ist...
    ..und welches Gwand' man dfür anzieht..

    ".#28
    30.05.2009
    17:52:35


    Von BAyernlande

    Antwort zu Kommentar #27 von hw:
    Haha so sind sie die LINKEN immer schön verdrehen.. der Satz heisst nicht "wer mit zwanzig nicht SOZIAL ist, hat kein HERZ, wer mit 40 nicht LINKS ist hat schmoll !!" Richtig lautet er.. "wer mit zwanzig nicht Links is hat kein Herz, wer mit 40 immer noch Links ist hat kein Hirn!!" ansonsten ist ja das schöne Stilmittel im Eimer;-)

    Und zweitens: In welcher unseriösen Firma lässt man den seine Texte auf eine solche Art und Weise übersetzen?? Is ja lächerlich!! Das nennt der Linke dann harte Arbeit!!
    Man schaue sich doch mal das Gschwerl an das den linken Sauhaufen aus SED und dämlichen Westlern wählt.. die Leistungsträger sind es definitiv nicht.. sondern Arbeitslose, Frustrierte und Gescheiterte die Gott und die Welt für ihr erbärmliches Leben verantwortlich machen nur nicht die eigene Faulheit!!..."
  • Antworten » | Direktlink »
#85 Mister_Jackpot
  • 10.03.2010, 13:50h
  • Antwort auf #81 von eMANcipation
  • Wo hat Frau Nahles ein solches Spiel getrieben? Das hast du nicht beantwortet.....das nur zu vermuten ist lange kein Beweis und nur weil sie klar sachlich einen schwulen Mann kritisiert hat (wohl bemerkt: NICHT weil er schwul ist!) ist sie noch lange nicht homophob oder spielt mit homophoben Ressentiments. Ich frag mich immer noch wie du GANZ KONKRET zu der Annahme kommst? Ich bitte um eine sachliche Analyse der Fakten!!!!! Wenn man deine Auffassung nämlich weiterdenkt darf man in Zukunft keinen Schwulen mehr kritisieren, weil du ja grundsätzlich immer und überall homophobe Beweggründe siehst. So gehts nicht und auf diese Weise bewirkst du genau das Gegenteil von dem was du selber willst und scheinst es noch nicht einmal zu merken!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#86 gatopardo
  • 10.03.2010, 13:52h
  • Antwort auf #81 von eMANcipation
  • Da unterstütze ich Deine Meinung voll und ganz !
    Man hat es zwar kommen sehen, aber die Chance eines schwulen Aussenministers, der nicht schrill und neoliberal daherkommt, ist gründlich verpasst.
    "Charmant" war doch das Adjektiv, womit man in aufgeklärten Kreisen mehr oder weniger kokettierte, als er Aussenminister wurde. Nach seinem glänzenden Auftritt in Polen, wo er der Steinbach die Show stahl, fand ich ihn fast grossartig, obgleich er nie mein Favorit war.
    Und selbstverständlich werden nun ausgerechnet von vermeintlich fortschrittlicher Seite genau die Vorurteile gegen Schwule in der Bevölkerung geschürt, die keine "Schwuppen" mit Abitur, Diplom und sogar noch Ministerposten leiden können, noch dazu mit einem knackigen und reichen Mann an seiner Seite, den sich viele selber gewünscht hätten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#87 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 14:00h
  • Antwort auf #85 von Mister_Jackpot
  • Jetzt mach doch mal einen Punkt. Sie hat mit tatkräftiger Unterstützung ganz gezielt die Frage der Begleitung durch seinen Lebenspartner in den Vordergrund gerückt. Während sie es z.B. bei einem Herrn Steinmeier, der ebenso groß sein Maul gegen die Mitnahme des schwulen Lebenspartners aufreißt, nicht ein einziges Mal für nötig befunden haben, nachzuprüfen, von wem der eigentlich begleitet wurde.

    Wer da nicht die widerliche Homophobie erkennt, aus der man - im Gegensatz zu einer glaubwürdigen inhaltlichen Auseinandersetzung - politisches Kapital schlagen zu können meint, dem ist nicht mehr zu helfen. Und die Botschaft kommt bei einem großen Teil der Bevölkerung auch genau so an und nicht anders!

    PS: Ich habe auch die LINKE gewählt, aber gerade nicht weil ich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit politischen Gegnern durch die Bedienung xenophober Gesinnungen ersetzen oder mich jemals auf eine solche einlassen werde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #85 springen »
#88 LorenProfil
  • 10.03.2010, 14:02hGreifswald
  • Antwort auf #83 von eMANcipation
  • Für mich hat das eher damit zu tun, dass Westerwelle (inkl. FDP mit ihrer Programmatik) stärker polarisiert als ein Steinmeier samt seiner (struktur)konservativen SPD. Er säät den Sturm und erntet stürmische Angriffe (auch wenn Seehofer unterschätzend von einer "Wester-Welle" spricht). Die Reaktion der FDP, welche Nahles u.a. Homophobie unterstellt, halte ich für ein Ablenkungsmanöver und erinnert mich an die von Westerwelle angestoßene Hartz4-Debatte just zu dem Zeitpunkt, als über Steuerbetrug und -flucht diskutiert wurde. Clever, aber durchschaubar. Wie NRW-Spitzenkandidatin Kraft sich dann am Wochenende in die Hartz4-Debatte eingebracht hat, spricht auch noch Bände über die Qualität der sog. politischen "Elite" nicht nur in der SPD. Vergleichbar mit den Casting-Ergebnissen von DSDS, nur leider verschwinden die parteiintern gecasteten Personen nicht so schnell von der Bildfläche .
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#89 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 14:10h
  • Antwort auf #88 von Loren
  • Aus meiner Sicht ein fatales Fehlurteil. Du verschließt die Augen vor der Realität, wenn du nicht siehst, wie sich Nazis und schwulenfeindliche "Mitte" angesichts dieser Kampagne gegen die Mitnahme eines schwulen Lebenspartners gleichermaßen die Hände reiben und ins Fäustchen lachen. Wir haben ja das Internet als empirische Sammelstelle - also einfach mal ein wenig umsehen, und dann Frau Nahles weiterhin als harmlos-ahnungslose Verteidigerin der politischen Kultur hinstellen. Oder aufwachen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »
#90 Mister_Jackpot
  • 10.03.2010, 14:13h
  • Antwort auf #87 von eMANcipation
  • Dein Zitat:
    "Jetzt mach doch mal einen Punkt. Sie hat mit tatkräftiger Unterstützung ganz gezielt die Frage der Begleitung durch seinen Lebenspartner in den Vordergrund gerückt."

    Ja und? Hätte sie bei einer Ehefrau genauso getan. Nochmal: Wo ist hier Homophobie erkennbar? Ich würde übrigens auch sagen, dass das Verhalten von Westerwelle und Mronz ziemlich snobby und auf den eigenen wirtschaftlichen Vorteil bedacht daherkommt....

    Würdest du mir jetzt auch Homophobie unterstellen? Dann müssen wir uns hierüber nicht weiter unterhalten, weil das kann ich dann nicht mehr ernst nehmen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#91 LorenProfil
  • 10.03.2010, 14:22hGreifswald
  • Antwort auf #86 von gatopardo
  • Lieber madridEU,
    ich kann mit deinem letzten Halbsatz nicht soviel anfangen. Wer wünscht sich Herrn Mronz jetzt genau an seiner Seite: die vermeintlich Fortschrittlichen, die vorurteilsbehafteten Teile der Bevölkerung oder diejenigen hier, die die hier diskutierte Kritik an Westerwelle nicht als homophobe Kritik einordnen? Ich gehöre zu Letzteren, habe da aber -obwohl ich Herrn Mronz äußerlich nicht unattraktiv finde- keinen Neid und gönne Guido sein privates(!) Glück durchaus (auch wenn er mir ansonsten den Buckel runterrutschen kann).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #86 springen »
#92 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 14:25h
  • Antwort auf #90 von Mister_Jackpot
  • Hätten da auch Nazis und die offenbar gar nicht so kleine Zahl sonstiger Schwulenfeinde kollektiv in die Hände geklatscht, wie sie es jetzt tun?

    Du behauptest: Frau Nahles und die wirtschaftskritischen Massenmedien "hätten" solche Fragen auch bei anderen Politikern in dieser Position gestellt haben. Haben sie aber nicht. Jüngstes Beispiel: Herr Steinmeier.

    Man muss schon sehr verblendet sein, wenn man nicht erkennt, wie hier keineswegs unabsichtlich Schwulenfeindlichkeit kultiviert und bedient wird - und dass diese Botschaft bei der Zielgruppe auch genau so ankommt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#93 Mister_Jackpot
  • 10.03.2010, 14:35h
  • Antwort auf #92 von eMANcipation
  • Sollte Frau Nahles jetzt Herrn Steinmeier kritisieren oder wie? Lass uns mal sehen...Nahles ist SPD Mitglied....Steinmeier ist SPD Mitglied! Oh Wunder...warum wird Frau Nahles wohl Herrn Steinmeier nicht kritsiert haben?....klar genau weil er ja hetero ist! LOOOOL Sorry aber die beiden sind in derselben Partei und da wäre es jawohl ziemlich kontraproduktiv den eigenen Parteivorsitzenden zu kritisieren. Nochmal ich sage Frau Nahles hat Kritik am politischen Gegner "in der Sache" geübt....wer da Homophobie entdeckt muss in gewisser Weise eine paranoide Ader haben. Anders kann ichs nicht mehr ausdrücken und so willst du ernsthaft Homophobie bekämpfen?
    Und Nazis sowie andere rechte politische Kräfte interpretieren dann solche Aussagen gern mal so wie es ihnen in den Kram passt...das heisst noch lange nicht, dass Frau Nahles das beabsichtig hätte.
    Hier wurden ganz klar KEINE schwulenfeindlichen Vorurteile von Frau Nahles bedient sondern lediglich sachliche Kritik am politischen Gegner geübt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #92 springen »
#94 LorenProfil
  • 10.03.2010, 14:43hGreifswald
  • Antwort auf #89 von eMANcipation
  • Dass ein öffentlich schwuler Mann generell schneller in die Schusslinie geraten kann als ein heterosexueller, darin stimme ich mit dir überein und halte das für ein Symptom einer Gesellschaft, die Schwule noch nicht vollständig akzeptiert (du formulierst das bekanntlich anders, aber das sind Stilfragen, die am Inhalt nichts ändern - da sei nochmal auf das Fehlen offen schwuler Fußballer als ein weiteres Symptom hingewiesen). Dass "interessierte Kreise" gern auch sachlich zutreffende Kritik homophob umdeuten, ist auch nicht zu leugnen. Nur entsteht dann das Dilemma, wie man einen Westerwelle kritisiert, ohne in diese Falle zu laufen (außer man ist selbst schwul).

    P.S.
    Dass Frau Nahles ihren Parteikollegen Steinmeier zu seiner Zeit als Außenminister nicht öffentlich kritisierte, scheint mir nicht weiter erklärungsbedürftig. Leute, die sich durch Parteien, Organisationen oder Institutionen vereinnahmen lassen bzw. selbst an ihrem Aufstieg in denselben interessiert sind, sind in den seltensten Fällen harmlos-ahnungslose Verteidiger der politischen Kultur. Ich begegne diesen "Schäfchen" daher grundsätzlich zunächst mal skeptisch, unabhängig von der Färbung ihrer Wolle.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #89 springen »
#95 SchneeAnonym
#96 gatopardo
#97 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 15:02h
  • Antwort auf #94 von Loren
  • Es geht doch nicht nur um Frau Nahles, verdammt nochmal.

    Es geht um die ganzen verlogenen Massenmedien und ihre aktuelle Kampagne, die sie nicht ohne Grund an der Frage des mitreisenden schwulen Partners hochziehen!

    Man muss die "Anfänge" schon erkennen, wenn man ihnen wehren will...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #94 springen »
#98 MarekAnonym
  • 10.03.2010, 15:02h
  • Dass die FDP, die ständig auskartet und hart nachtritt das nutzt, um sich selbst als armes Opfer zu präsentieren, ist mir klar.

    Aber um das noch mal ganz deutlich zu sagen:
    Kritisiert wird NICHT, dass Herr Westerwelle von seinem Freund begleitet wird. Kritisiert wird nur, dass sein Freund die Kontakte und Reisen des Außenministers nutzt, um sich selbst geschäftliche Vorteile zu verschaffen. (Und das, wo die FDP doch immer gerne von einem freien Markt ohne jeden Einfluss spricht.)

    Insofern war die Äußerung von Frau Nahles vielleicht sehr unklug (wie so ziemlich alles, was die SPD in letzter Zeit macht), aber sicher nicht homophob!
  • Antworten » | Direktlink »
#99 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 15:11h
  • Antwort auf #98 von Marek
  • Diese Aussage war verantwortungslos von jemandem, der eigentlich in der Pflicht steht, die Wirkung seiner Worte auf eine historisch verfolgte und bis heute massiv diskriminierte Minderheit gründlich abzuwägen.

    Ebenso wenig wie an Herrn Steinmeier und seinen Mitreisenden jemals in dieser Form oder überhaupt Kritik geübt wurde, wäre es auch hier nicht geschehen, wenn es sich nur um eine "anständige" heterosexuelle Begleitung gehandelt hätte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #98 springen »
#100 LorenProfil
  • 10.03.2010, 15:14hGreifswald
  • Antwort auf #97 von eMANcipation
  • Du magst da vielleicht sensibler sein als ich im Erkennen der "Anfänge" einer womöglichen homophoben Hetzkampagne. Wohin die Reise diesbezüglich gehen wird, wird sich in nächster Zeit dann zeigen: ein (weiteres) Puzzlestück einer gesellschaftlichen Rückwärtsbewegung oder ein bezüglich der gesellschaftlichen Homophobie irrelevantes Medienereignis. Man sollte es aufmerksam beobachten. Ich zweifle nicht daran, dass du das tust. Ich neige auch nicht dazu wegzuschauen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #97 springen »
#101 InsiderAnonym
  • 10.03.2010, 15:29h
  • marek: ganz schön mutig. dann beweise doch mal, dass herr mronz durch begleitung auf auslandsreisen geschäftlich profitiert. beweise und keine inhaltsleeren und unverschämten unterstellungen!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#102 späte DekadenzAnonym
  • 10.03.2010, 15:32h
  • Darauf habe ich gewartet, dass ich mit dieser neoliberalen Klemmschwester, der noch Jahre nachdem Wowereit (homophobe SPD, ja klar) sein Coming Out längst hinter sich hatte, mit seiner Alibifreundin stromlinienförmig losgockelte, plötzlich solidarisch sein soll, weil er zufällig das gleiche Geschlecht wie ich präferiert, aber sonst so ziemlich alles tut, um Schwule gesellschaftlich zu diskreditieren. Dieser Verein von asozialen herangezüchteten Streberlein, BWL- Schwiegersöhnchen, Heiratsschwindlerkandidaten und NLP-Staubsaugervertretern kann sich mal getrost selbst in den Arsch ficken, meinetwegen mit vergoldeten Penissen aus Marmor mit Perlmuttbesatz.
  • Antworten » | Direktlink »
#103 carolo
  • 10.03.2010, 15:43h
  • Antwort auf #92 von eMANcipation
  • > Hätten da auch Nazis und die offenbar gar nicht
    > so kleine Zahl sonstiger Schwulenfeinde
    > kollektiv in die Hände geklatscht, wie sie es
    > jetzt tun?

    Jetzt brauchen wir nur noch einen Zentralrat der Schwulen, der bei jedem Angriff auf irgendwelche zufällig schwulen Polit-Clowns - die selbst im Interesse ihrer eigenen Klientel einen Dreck auf unsere Rechte geben - die Homophobie-Keule schwingen.

    Komm mal wieder runter.

    Carolo
  • Antworten » | Direktlink » | zu #92 springen »
#104 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 15:59h
  • Antwort auf #100 von Loren
  • Ich beobachte schon. Und die Hintergründe sind ziemlich klar.

    Hier geht es NICHT und IN KEINER WEISE um die Ablehnung von neoliberaler Klientelpolitik - sonst hätten den Vorgängern von Herrn Westerwelle exakt dieselben Fragen zu ihren Reisebegleitern gestellt werden müssen. Wurden sie aber nicht. Das ist Fakt.

    Nein, hier geht es darum, dass ein schwuler Mann nicht mit seinem Lebenspartner die stolze deutsche Nation verteidigen soll und darf - siehe die begeisterten, schwulenfeindlichen Reaktionen, die die aktuelle Medienkampagne schon jetzt hervorgerufen hat!

    Wir sollten uns große Sorgen machen, denn diese Vorgänge verdeutlichen, dass einflussreiche gesellschaftliche Kräfte einen schwulen Mann mit aller Macht von einem höheren politischen Amt fernhalten wollen (Mit der FDP und ihrer Ideologie hatten und haben diese Kräfte hingegen keinerlei Problem - ganz im Gegenteil, propagieren sie doch seit Jahren eben diese Art von Politik).

    Das passt ins Bild, denn eine "Minderheit", die historisch verfolgt wurde und die man sich weiterhin als potenzielle Projektionsfläche für sozioökonomische Wut halten will, darf nicht in solche Positionen vordringen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #100 springen »
#105 eMANcipationAnonym
#106 MarekAnonym
  • 10.03.2010, 16:14h
  • Antwort auf #99 von eMANcipation
  • Wenn eine Hetero-Gattin Dienstreisen und Beziehungen ihres Mannes missbraucht hätte, um sich persönlich einen geschäftlichen Vorteil zu verschaffen (ganz am Markt vorbei), wäre die gleiche Kritik gerechtfertigt und auch genauso gekommen.

    Du verwechselst, was kritisiert wurde: nicht das Begleiten seines Freundes, sondern das Ausnutzen der Begleitung.

    Es ist eher umgekehrt: Du verlangst, dass gerechtfertigte Kritik an sehr dubiosem Verhalten (was ja nicht das erste mal in der FDP der Fall ist) nicht mehr geäußert werden darf, sobald es um einen Schwulen geht. Ehrlich gesagt: die Besserstellung einer Minderheit (das man z.B. gar nichts mehr kritisieren darf) finde ich genauso diskriminierend wie die Schlechterstellung. Gleichstellung lautet das Motto.

    Aber gerade bei Dir habe ich eine ganz andere Vermutung:
    ich weiß aus Deinen bisherigen Beiträgen, dass Du von der SPD sehr enttäuscht bist und die Linkspartei favorisierst. Das ist Dein gutes Recht und dafür gibt es vielleicht sogar auch genug Gründe. (Und ehrlich gesagt hat die SPD bei persönlich auch schon längst verschissen und ich werde die nie mehr wählen! Dafür ist viel zu viel geschehen.) Und Du denkst jetzt, dass alles was der SPD schadet, der von Dir favorisiserten Linkspartei nützt. Aber dass das eine gefährliche (und falsche) fixe Idee ist, hat sich ja bei der Bundestagswahl gezeigt. Was der SPD schadet, nützt zu einem gewissen Anteil der Linkspartei. Aber es nützt noch viel mehr Union und FDP, die z.B. jetzt nur regieren können, weil die SPD so schwach war, dass selbst Grüne und Linkspartei zusammen mit der SPD das nicht mehr ausgleichen konnten. Deine Theorie geht also nach hinten los und fördert nur die, die noch viel schlimmer als die SPD sind.

    Wie gesagt: für mich ist die SPD auch durch viele Dinge über viele Jahre hinweg unwählbar geworden und wird das für mich persönlich auch immer bleiben! Ebenso wie Union und FDP! Aber was recht ist, muss recht sein und Frau Nahles' Äußerung ist keineswegs homophob. Und wenn Du die Fakten verdrehst, weil Du meinst, dies nütze evtl. der Linkspartei, förderst Du am Ende nur diejenigen, die noch viel schlimmer als Frau Nahles sind.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #99 springen »
#107 LorenProfil
  • 10.03.2010, 16:45hGreifswald
  • Antwort auf #104 von eMANcipation
  • Was heißt "fernhalten"? Westerwelle ist bereits (zu meinem Bedauern) Außenminister und Vizekanzler. Wowereit ist bereits Landeschef in der Bundeshauptstadt und Von Beust in Hamburg.
    Interessanterweise jeder für eine andere Partei (was homophobe Angriffe nicht gerade erleichtern sollte).
    Westerwelle zieht sein Ding im Übrigen weiter ganz entspannt durch (man sollte ihn nicht unterschätzen). Er wird im heutigen Kölner Stadtanzeiger wie folgt zitiert:
    "Ich freue mich, dass sich Herr Mronz die Zeit nimmt, mich auf eigene Kosten zu begleiten, um sich in der Region (gemeint ist Südamerika; Loren) über soziale Probleme zu informieren und dafür zu engagieren. Das wollen und werden wir fortsetzen."

    Hoffentlich dann auch bei seinem nächsten Türkeibesuch. So ist in derselben Ausgabe zu lesen:
    "Die türkische Familienministerin Aliye Kavaf hält nichts von der Schwulen-Ehe. Statt zu heiraten sollten sich Homosexuelle lieber 'heilen' lassen, meint sie. Homosexualität sei 'eine biologische Störung, eine Krankheit, die man behandeln muss', erklärte Kavaf."

    Und bevor man mich des versuchten Türken-Bashings bezichtigt: Ich bin sehr wohl in der Lage, zwischen hetzenden Ministerinnen und meinen türkischen Nachbarn zu unterscheiden.
    Da das Land Türkei aber anstrebt, in die EU aufgenommen zu werden, sei hier en passant auf diese Meldung hingewiesen. Bis zum EU-Beitritt sollte sich m.E. die türkische Regierung zumindest von dieser Ministerin trennen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #104 springen »
#108 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 16:52h
  • Antwort auf #106 von Marek
  • Wer es nicht verstehen will:

    Ich empfehle die Beschäftigung mit der soziopolitischen Dynamik von Rassismus, sehr gut und mannigfaltig wissenschaftlich aufgearbeitet am Beispiel der US-Gesellschaft. Wer immer noch nicht erkannt hat, dass es bei Schwulenfeindlichkeit und Homophobie um exakt dieselben Dynamiken geht, der wird sich weiterhin seine heile Welt einreden.

    Dein Pseudo-Argument zieht nicht:

    Es gab und gibt mehr als genug "Hetero-Gattinnen", die an Dienstreisen teilnehmen und nicht weniger eigene Interessen vertreten. Wurden und werden diese jemals in gleicher Weise von den Medien thematisiert und sogar in den Vordergrund der "Debatte" gezerrt? Nein. Und genau darum geht es.

    Abgesehen davon ist es in der Tat notwendig, dass Politiker und Massenmedien ganz besonders vorsichtig sind, keine falschen Botschaften zu transportieren oder menschenfeindliche Gesinnungen zu bedienen, wenn es nun einmal um eine historisch verfolgte und auch heute noch massiv diskriminierte gesellschaftliche Gruppe geht. Da sollte man dann ganz besonders sorgfältig seine Worte wählen. Das ist keine "positive Diskriminierung", sondern eine politische Notwendigkeit für jeden verantwortungsbewussten Politiker und nicht weniger für die Massenmedien. Und wer das ganz bewusst oder fahrlässig außer acht lässt, dessen Motive müssen dringend hinterfragt werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #106 springen »
#109 carolo
  • 10.03.2010, 16:54h
  • Antwort auf #105 von eMANcipation
  • Es ist witzlos, mit jemand zu diskutieren, der einem als Antwort nur ständig das Wort im Mund herumdreht.

    Das macht auf die Dauer auch Deine beste Intention zunichte.

    Und warum soll man ausgerechnet auf einen Schwulen, dem die Rechte anderer Schwuler derart aktenkundig am Arsch vorbei gehen, besondere Rücksicht nehmen?

    Carolo
  • Antworten » | Direktlink » | zu #105 springen »
#110 HolliWupAnonym
  • 10.03.2010, 16:57h
  • "Wie kann der Außenminister nur seinen Lebenspartner mit auf Dienstreisen nehmen und somit öffentlich im Ausland seine Homosexualität zur Schau stellen!" Das hat die Nahles doch gesagt, oder?!?! Warum sonst könnte man ihr Homophobie unterstellen. Diese Frau Silvana Koch-Mehrin ist Vorsitzende einer Arbeitsgruppe, die u.a. Homophobie bekämpft?!?!? Dann sollte ihr mal schnell einer den Begriff erklären! Aber ist ja typisch für FDPler: sitzen in Ämtern, wovon sie keine Ahnung haben!
  • Antworten » | Direktlink »
#111 MarekAnonym
  • 10.03.2010, 17:01h
  • Antwort auf #101 von Insider
  • Es ging mir darum, dass der Vorwurf von Frau Nahles nicht ums Mitreisen eines schwulen Partners geht, sondern um Vorteilnahme dieses Partners. Das hat Frau Nahles vorgeworfen und nichts anderes. Das wollte ich klarstellen, ohne mich da als letztinstanzliche Urteilungsstelle zu positionieren.

    Aber mal ganz abgesehen davon:
    bei einer Partei, die so mauschelt und manipuliert wie die FDP, muss man ja ständig sowas befürchten. Das hat die FDP selbst zu verschulden, weil sie ja oft genug trickst.

    Das ist ähnlich wie bei der Mwst.-Senkung für Hoteliers:
    offiziell wird die FDP natürlich immer 1000 andere Gründe finden, warum das sehr wichtig war (wobei es schon auffällt, dass andere Branchen, denen es mindestens ebenso schlecht geht nicht diesen Vorteil bekommen haben). Aber Fakt bleibt nun mal nur eines: die FDP hat vor der Wahl eine der größten Spenden ihrer Parteigeschichte bekommen (diese auch noch aufgeteilt auf mehrere kleinere, damit es nicht gleich so ins Auge sticht) und nach der Wahl ist das einzige, was sie bisher geschafft haben das Steuergeschenk an eben jene Lobby. Die Regierung hat außer Streiten noch nichts geschafft, nur dieses eine. Und nur da war die FDP wirklich hartnäckig und zeigte keine Nachgiebigkeit (alle anderen Forderungen haben die ja weitestgehend aufgegeben und machen jetzt nur noch Tammtamm). Übrigens entgegen allen Wissenschaftlern und Experten. Und auch gegen ihre eigenen Wahlversprechen, die ja eigentlich mehr Übersicht ins Steuerrecht bringen wollten und nicht noch weitere Ausnahmen und Ausnahmen von der Ausnahme (für Stundenhotels).

    Eine Parte wie die FDP, die sich so verlogen und bigott präsentiert und alle Wahlversprechen sausen lässt um Politik zu machen, für die sie gekauft wurde, darf sich nicht wundern, wenn die Öffentlichkeit dann beim geringsten Verdacht hellhörig wird und Aufklrärung will.

    Aber bei diesem Sumpf in der schwarz-gelben Regierung wird wohl so manche unbequeme Wahrheit eh nie ans Licht kommen.

    Solange sie immer wieder Mehrheiten bekommen wird sich das leider auch nicht ändern.
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#112 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 17:05h
  • Antwort auf #107 von Loren
  • So schnell kommt man von der tiefverwurzelten Homophobie, vom sexuellen Rassismus, in diesem unseren Lande zu den bösen anderen Ländern. Vielleicht nehmen deshalb einige schon nicht mehr wahr, was vor ihrer Haustüre abläuft.

    Zu deinen "Beispielen" für Schwule in herausgehobenen politischen Positionen: Sieh' doch mal genau hin, welch hetzerische, schwulenfeindliche Kommentare immer wieder gegen Wowereit und von Beust zu vernehmen sind. Inklusive mindestens unterschwelliger Häme der Massenmedien (v.a. bei Wowereit, weil der besonders offen und selbstbewusst mit seiner sexuellen Identität umgeht und zudem nicht ganz den Vorstellungen des neoliberalen Zeitgeistes entspricht).

    Wenn jetzt aber schon eine Schwuchtel die deutsche Nation (!) vertreten soll - so neoliberal und klientelorientiert sie auch sein mag - und sich dabei auch noch demonstrativ mit Partner in Szene setzt, dann schlägt das für weite Teile auch der homofeindlichen "Mitte" dem Fass den Boden aus.

    Es gibt übrigens auch einen Grund, weshalb Herr Wowereit nie in die erste Reihe der SPD gekommen ist und niemals kommen wird.

    Wir können es ignorieren, uns einfach damit abfinden - beides potenziell lebensgefährliche Optionen, wie die Geschichte lehrt - oder etwas daran ändern. Letzteres aber bestimmt nicht dadurch, dass wir vor den aktuellen Vorgängen die Augen verschließen.
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#113 TresenschlampeAnonym
#114 LorenProfil
#115 LorenProfil
  • 10.03.2010, 17:51hGreifswald
  • Antwort auf #112 von eMANcipation
  • Sorry, ich habe dir den Bericht über die türkische Familienministerin mal untergejubelt um zu sehen, wie du darauf reagierst (der Bericht ist allerdings selbstverständlich echt). Ich betrachte halt (so gut ich kann) die Entwicklungen weltweit und ohne politisch-ideologische Scheuklappen (wie gesagt: so gut ich kann). Was vor meiner Haustüre so abläuft, versuche ich auch im Blick zu behalten (so gut ich kann) - wobei es sicherlich interessant gewesen wäre, deine und auch andere Reaktionen zu sehen, wenn die deutsche Familienministerin sich in dieser Weise geäußert hätte.

    Dass Wowereit in der SPD "nie in die erste Reihe ... gekommen ist", ist allerdings nicht zutreffend. Er ist zur Zeit stellvertretender Bundesvorsitzender. Allerdings halte ich es für zweifelhaft, dass er als Kanzlerkandidat 2013 aufgestellt wird. Soweit ist es mit der Akzeptanz schwuler Politiker weder in der SPD noch in Deutschland, denke ich, und daran zeigt sich, wieviel Schwule noch tun müssen, um Einstellungsveränderungen in der Bevölkerung zu bewirken. Positive schwule Vorbilder in allen öffentlich relevanten Bereichen wären da hilfreich, auch in der Politik. Möge Herr Westerwelle dies eines nicht zu fernen Tages beherzigen (auch wenn ich zur Zeit nicht daran glaube und denke, er sieht sich selbst als schwules Vorbild für "bürgerlich" orientierte Schwule).
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#116 Lars3110
  • 10.03.2010, 18:11h
  • Wahrscheinlich wollte Frau Koch-Mehrin das schon immer mal sagen.
    Doch da hat sie voll daneben gegriffen.
    Frau Nahles kam noch nicht mal andeutungsweise in diese Ecke,.....obwohl Westerwelle der wandelnde Grund für Homophobie ist.
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#117 BenAnonym
  • 10.03.2010, 18:52h
  • Antwort auf #68 von Mister_Jackpot
  • "Der einzige der Homophobie schürt ist Westerwelle selbst...durch sein Verhalten. Damit bedient er alle homofeindlichen Klischees, die man bei Homophoben über Schwule so finden kann, d.h. Klischees Schwule seien dekadent, würden keine Kinder mögen, wären egoistisch, geldgeil u.s.w."

    Sorry, aber so funktioniert Homophobie nun wirklich nicht.
    Welches Verhalten ein einzelner konkreter Schwuler an den Tag legt, ist dem Homophoben doch völlig schnurz. Das Phänomen Homophobie ist schon ausgetüfftelt genug um alle möglichen Verhaltesweisen zu subsummieren. Wowereit ist das verantwortungslose Partymäuschen, das knallhart integrierte bürgerliche Paar eine Bedrohung für die Familie, der queere Student, der heute im Fummel mit einer Freundin rummacht und morgen im hippen Anzug seinem Freund einen bläst, ist polymorph pervers usw.

    Würde ein Schwuler ein Kind aus einem brennenden Haus retten, der Homophobe würde sich noch darüber amüsieren, dass es ein "kleiner Junge" war.

    Nein, letztendlich entscheidet einzig das Schlafzimmerverhalten (oder in eMANzipations Fall das Schwimmbadverhalten) bzw. die Vermutungen hierüber, darüber, ob jemand homophoben Angriffen ausgesetzt ist, oder nicht.
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