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Kommentare zu:
FDP wirft SPD Homophobie vor


#41 antosProfil
#42 bananasEhemaliges Profil
  • 10.03.2010, 07:46h
  • Frau Koch-Mehrin, ist das nicht die Dame mit den meisten Fehlstunden im EU-Parlament?
    Für mich ist es eher unbedeutend wenn Herr Westerwelle mit Freund reist. Viel problematischer ist wohl, das der Parteichef einer Klientelpartei ausgerechnet die Wirtschaftsleute mitnimmt, die vorher für die FDP gespendet haben.
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#43 TimmAnonym
  • 10.03.2010, 08:19h
  • Als Mitglied des LSVD bin ich entsetzt wie spießig sich hier Nahles und Steinmeier geben.

    Das wird der "alten" Tante SPD gewaltig schaden; kein Wunder, das Steinmeier solch ein katastrophales Wahlergebnis im Herbst für die SPD eingefahren hat. Moderne Gesellschafts- und Familienpolitik habe ich Steinmeier noch nie ganz abgekauft.

    Sympathie für die SPD konnte ich nur entwickeln, wenn der Spitzenpolitiker Wowereit auf der Bühne erschien.

    Man sollte einen Button "Gays gegen Nahles" anfertigen und tragen.

    Westerwelle macht seine Sache jetzt richtig, wenn er Mronz auf Reisen nach Ostasien und nach Südamerika jetzt mitnimmt, wie es Volker Beck sogar bei der Reise von Westerwelle in den Nahen Osten gefordert hatte.

    Wie heuchlerisch ist es doch von Nahles und Steinmeier, wenn sie jahrelang Westerwelle vorgeworfen haben, dass er seine sexuelle Orientierung verstecke und sein Coming Out viel zu spät gehabt habe und wie wurde doch da Wowereit von den SPD-Genossen glorifiziert. Erinnert sei auch an ein unsäglichen Artikel von Elmar Kraushaar auf der TAZ, wo dieser nach den Wahlen im Herbst auf diesem Thema bei Westerwelle "rumgeritten" ist und dabei hatte Westerwelle längst seinen Mann nach Bayreuth und zum Geburtstag von Merkel mitgenommen.

    Und JETZT wo Westerwelle offen seinen Mann auf Reisen als Aussenminister mitnimmt ("eine Urforderung der LGBT Bewegung, dass man keine Klemmschwester sein soll"), da kommen gleichwohl selbst hier im Forum einige FDP-Hasser aus den Löchern und werfen nunmehr Westerwelle genau dies vor, dass er seinen Mann auf Reisen präsentiert und mitnimmt.

    NEE verlogen sage ich da, was Nahles/Steinmeier und auch paar Konsorten hier im Forum "abziehen".

    Jahrelang Westerwelle vorwerfen, dass er nicht offen schwul lebe, und jetzt wo er genau dies macht, ihm vorwerfen, dass er seinen Mann nicht mitzubringen habe.

    VON MIR bekommt Westerwelle ein grosses Lob für die Mitnahme seines Mannes nach Ostasien und nach Südamerika.

    Dafür ein herzliches Dankeschön, Herr Westerwelle.

    Nach dieser Aktion von Nahles und Steinmeier wähle ich die SPD nicht mehr...habe ich aber sowieso nicht gemacht und wähle eher die Grünen um Volker Beck/Claudia Roth oder die FDP um Westerwelle, Kauch und van Essen.
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#44 Burkhard KrauseAnonym
  • 10.03.2010, 09:16h
  • Ich habe drei (hetero) Brüder, die meinem Partner und mir durchaus wohlgesonnen sind - aber Begriffe wie "schwule Mafia" benutzt man schon mal in meiner Gegenwart - da denke ich - die sehen mich als Person in eine persönliche Umwelt eingebettet, die sie im Grunde ablehnen. Diese Art latenter Homophobie bedienen nun ausgerechnet die Sozis und die Grünen. Die Eulenburg-Affaire aus der Kaiser- Zeit und das aus Vorurteilen gespeiste Verhalten der Sozialdemokraten fiel mir in diesem Zusammenhang sofort ein. Frau Nahles kennt diese Geschichte wahrscheinlich gar nicht - muß sie auch nicht, der Mechanismus funktioniert aber trotzdem bestens. Das Mobilisieren des im Unterbewußtsein schlummernden Vorurteils - gegen diese Waffe ist jeder Schwule machtlos, das wird auch Wowi letztendlich noch erfahren müssen.
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#45 Fenster auf !Anonym
  • 10.03.2010, 09:27h
  • Antwort auf #43 von Timm
  • Du treibst, um unter allen möglichen
    Deckmäntelchen, deine konservative Plörre zu verschütten, auch in diesem Fall, das gleiche Verwirrspiel wie mit den zivilisatorisch
    domestizierten ev. Kirchen Skandinaviens, die von der europäisch linken Sozialdemokratie fast an den Ohren zu demokratischen Werten gezogen wurden, um mittlerweile halbwegs passabel demokratisch dazustehen.
    So auch die Ergebnisse einer Arbeit
    für die Konrad-Adenauer-Stiftung.
    So wie du gerne ostentativ den kirchlichen Missbrauch von Kindern durch die ev. Diakonie kleinredest, redest du hier den Aspekt der Homosexualität notorischer neoliberaler Vorteilsnehmer und chronischer Menschenverachter
    hoch, um dieser Sozialdemokratin Homophbie, am besten mit Button, an die Backe zu nähen. Dass du dich derart als LSVD-Mitglied äußerst, nehmen viel zurecht unüberrascht zur Kenntnis.
    Da du bei Nahles schwerlich, wie gerne, Kommunistenpack brüllen kannst, brüllst du:
    Haltet die Homophobe !
    Diesem Trick gehen wenige auf den Leim.

    Du schadest mit diesem Auftritt dem LSVD.
    Manche freut's, manche nicht.
    Es braucht auch keine Verdorbenen, um die verdorbene kath.Kirche zu kritisieren.
    Das können moralisch Intakte auch so.
    Deine Demagogie am Ende deines Beitrages ist kindisch, wie Kinder nicht sind. Aber die Sehnsucht nach Zusammenführung der alten und neuen "Liberalen" hat eine erhellende Komik.
    Wie eine Mückenklebgirlande. Da babbt zusammen, was zusammen gehört.

    Nochmal:

    www.queer.de/abstimmen_ergebnis.php?wahl=313
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#46 Popp-U-ListAnonym
#47 goddamn. liberalAnonym
  • 10.03.2010, 09:47h
  • Antwort auf #44 von Burkhard Krause
  • Da ist was dran.

    Wobei ich es grauslich finde, dass Herr Westerwelle jetzt 'unser' Repräsentant ist. Wir hätten nicht nur besseres, sondern auch klügeres verdient.

    Unklug - ganz unabhängig von der politischen Position - ist es m. E. , wenn ein Politiker, der mit einer Minderheit identifiziert wird, die Gesellschaft spaltet, indem er nach unten tritt. Da waren die Urgesteine einer anderen Minderheit in der Politik von Viktor Adler ('Man muss die Leute mögen') bis Bruno Kreisky doch meist klüger.

    Unklug ist es auch, wenn ein Politiker nach der neoliberalen Leistungsträger-Ideologie schamlos mit dem Kapital kungelt, auch wenn es von seinem Freund repräsentiert wird. Da ist es gut, wenn ihm die Opposition auf die Finger guckt.

    Gut ist es aber auch, dass Westerwelle trotzdem Mronz weiter mitnehmen will. Dass er dabei unter scharfer Beobachtung steht, verhindert vielleicht, dass er 'uns' noch mehr blamiert, als er es ohnehin durch seine hyperventilierenden Auftritte tut...
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#48 CarstenFfm
  • 10.03.2010, 09:49h
  • Sein Partner bezahlt die Reisen selber, er reist nicht auf Staatskosten.
    Heterosexuelle Politiker lassen sich auf Reisen auch gerne von ihrer Frau begeliten.
    Hat da schon mal ein Journalist untersucht, ob mitresiende Ehefrauen ihre Reise auch selber bezahlen?

    Dass sowas überhaupt thematisiert wird, zeigt, dass ein schwuler Außenminister der mit Mann reist doch nicht ganz selbstverständlich ist... wenn auch die Homophobie in den Vorwürfen sehr subtil und unterschwellig daher kommt.

    Nahles, 6, setzen!
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#49 alexander
#50 eMANcipationAnonym
  • 10.03.2010, 10:22h
  • Antwort auf #42 von bananas
  • Ja,

    aber Frau Nahles und die Medien wissen schon, weshalb sie die Frage der Mitnahme seines Partners in den Vordergrund stellen.

    Weil es ihnen eben nicht um Kritik an Klientelismus und an seiner Politik geht (die sie selbst seit Jahren mit allen Mitteln fördern und salonfähig machen), sondern um sein Schwulsein.

    Denn sie wissen schon, welche Wirkung sie damit bei einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung erzielen. Womit sollte Frau Nahles auch inhaltlich glaubwürdig Westerwelle und Co. angreifen? Indem sie auf die größten sozialen Verbrechen zur Bedienung des Großkapitals, die exzessive Liberalisierung der FInanzmärkte als Voraussetzung für die derzeitige "Krise", völkerrechtswidrige Kriege oder einen Bundeskanzler, der Außenpolitik schamlos zur Anbahnung seiner weiteren lukrativen Karriere bei einem russischen Gaskonzern "genutzt" hat, verweist?

    Nein, da muss man schon mal die niedersten Instinkte bedienen - auch eine Art Versuchsballon loslassen - und das erreicht man damit auch.

    Und allein darum geht es mir, nicht um die Verteidigung der Person Westerwelle und schon gar nicht seiner Politik, die ich hier stets mit so deutlichen Worten kritisiert habe wie nur wenige andere (z.B. @antos).
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