Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?11876
  • 11. März 2010 21 2 Min.

Knackige Kerle in leichter Bekleidung: der Sandalenfilm ist zurück. Trotz aller ablenkender Männer-Erotik wird eine spannende und intelligente Story erzählt.

Von Carsten Weidemann

Alexandria, im Jahr 391 nach Christus. An der berühmten Bibliothek lehrt die ebenso schöne wie kluge Philosophentochter Hypatia (Rachel Weisz) Mathematik und Astronomie. Bei ihren Schülern ist die selbstbewusste Wissenschaftlerin sehr beliebt, ihre männlichen Kollegen aber beobachten sie mit Argwohn. Nicht nur weil sie eine Frau ist, sondern auch weil sie äußerst moderne Thesen vertritt. Mit wachsender Leidenschaft widmet sich Hypatia den elementaren Fragen des Sonnensystems – und das lange vor Kopernikus und Galileo!

Mit ihren Erkenntnissen erntet sie jedoch nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern zieht auch den Groll der erstarkenden Christen auf sich. Als es in der altägyptischen Weltstadt zwischen Heiden und Christentum zum Glaubenskrieg kommt, gerät Hypatia zwischen die Fronten. Und auch privat ist sie hin- und hergerissen zwischen dem Sklaven Davus (Max Minghella) und ihrem noblen Schüler Orestes (Oscar Isaac). Doch statt sich in die schützenden Arme der Liebe zu retten, stürzt sich Hypatia in ihren ganz persönlichen Glaubenskrieg und kämpft für das einzig gültige Prinzip ihrer Lehre: das Ideal der Wahrheit!

Youtube | Der Trailer zum Film

Der neue Film des Regisseurs von "The Others", ist ein überwältigender Trip durch Raum und Zeit, der verblüffende Parallelen zwischen einer längst vergangenen Epoche und unserer heutigen Welt aufzeigt. Die Zuschauer erleben in atemberaubenden Bildern ein realistisch anmutendes, antikes Alexandria und sehen dank innovativer Technik sogar den Himmel, wie er vor 1600 Jahren über dem Mittelmeer erstrahlte. Alejandro Amenábars ehrgeiziges Multimillionen-Euro-Epos avancierte 2009 in seinem Heimatland mit mehr als 3 Millionen Besuchern bereits zum erfolgreichsten spanischen Film des Jahres und gilt mit insgesamt 13 Goya-Nominierungen als absoluter Favorit bei der diesjährigen Verleihung des spanischen Filmpreises.

-w-

#1 goddamn. liberalAnonym
  • 11.03.2010, 21:44h
  • Tja, bis vor Kurzem gabs nur Sandalenfilme mit verfolgten Christen nicht mit verfolgenden Christen, die die Wurzeln unserer Kultur ausreißen, indem sie Bibliotheken mit griech. Klassikern anzünden und deppert Apollon-Tempel zerdeppern. Iran 1979 lässt grüßen. Die Spanier erinnern sich aber v. a. an die eigenen Katholibans , die mit dem Schlachtruf 'Es lebe der Tod' in den 30ern die Straßengräben mit Leichen füllten...

    Und dafür in der Gegenwart von Wojtyla und Ratzinger zur Ehre der Altäre erhoben werden...

    PS. Wann kommt ein Sandalenfilm über das homophobe Massaker von Thessaloniki 390 n. Chr.?
  • Direktlink »
#2 hwAnonym
  • 11.03.2010, 22:06h
  • Antwort auf #1 von goddamn. liberal
  • Bestimmt vor dem Film mit dem Massker der Kreuzzügler gegen Moslems, Juden und orthodoxe Christen in Jerusalem.

    "..Unsere Truppen schrecken nicht davor zurück, tote Türken und Sarazenen zu essen. Sie aßen sogar Hunde." (Albert von Aachen)

    Ein gewisser Raoul de Caen berichtet beispielsweise davon, wie Muslime gekocht und gegrillt wurden.

    (Die unbekannte Mitte der Welt, Tamim Ansary, S. 148)
  • Direktlink »
#3 eMANcipationAnonym
  • 11.03.2010, 23:22h
  • Ich bin gespannt, wann Homosexualität in der Antike endlich filmisch so dargestellt wird, wie sie in der Realität selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens war. Auf weitere groteske Akte der Geschichtsverfälschung à la "Alexander", dessen Homosexualität konsequent ausgeblendet wurde, können wir nämlich getrost verzichten. Aber wir sehen ihn ja überall: Den "liberalen" Zeitgeist...
  • Direktlink »