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  • 16. März 2010 40 2 Min.

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, hat am Dienstag seinen Jahresbericht vorgestellt und deutliche Kritik am Zustand der Bundeswehr geübt. Ein Kritikpunkt: der Umgang mit schwulen und lesbischen Soldaten.

"In diesem Berichtsjahr erreichten mich erneut einige Eingaben, in denen die Diskriminierung einer Soldatin oder eines Soldaten wegen deren homosexuellen Orientierung eine Rolle spielte", schreibt Robbe. Zwar sei nach geltender Rechtslage jede Benachteiligung von homosexuellen Soldatinnen und Soldaten untersagt, eine "faktische Benachteiligung" könne aber "nicht absolut ausgeschlossen werden".

"Vor diesem Hintergrund kann nicht oft genug angemahnt werden, Benachteiligungen, diskriminierendes Verhalten oder unangemessenen Umgang Vorgesetzten zu melden", so Robbe weiter. Der "offene aber sensible Umgang mit eventuellen Problemen", die sich durch die sexuelle Orientierung eines Untergebenen ergeben, "sollte für Vorgesetzte selbstverständlich sein". In diesem Zusammenhang forderte Robbe, "Vorgesetzten Hilfestellung zu leisten und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie mit dem Thema souverän umgehen können. Nur so wird es auf Dauer möglich sein, ein Klima des kameradschaftlichen Umgangs, der Toleranz und der gebotenen Zurückhaltung zu schaffen."

Der Wehrbeauftragte bedankte sich beim Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr (AHsAB e.V.), der durch seine engagierte Arbeit eine wichtige Stütze für homosexuelle Soldatinnen und Soldaten sei. Seit dem "Sexualerlass" der Bundeswehr aus dem Jahr 2002 ist eine Diskriminierung von schwulen und lesbischen SoldatInnen verboten.

Der SPD-Politiker Robbe gibt im Mai sein Amt nach fünfjähriger Dienstzeit ab, seinen Nachfolger will die FDP bestimmen, obwohl Robbe gerne eine zweite Amtszeit hätte.

In seinem Bericht kritisierte er unter anderem auch, wieder ohne Zahlen zu nennen, Diskriminierungen gegen Frauen. Der Bundeswehr fehlten 600 Ärzte, auch ansonsten seien die Strukturen in miserablem Zustand. (nb)

-w-

#1 Soldier-GroupieAnonym
  • 16.03.2010, 23:00h
  • Das ist mal wieder typisch! Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in der Bundeswehr ist doch schon jahrzehntelang bekannt! Was wurde dagegen gemacht: NIXXX!!!
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#2 Dr. P.EnisAnonym
  • 17.03.2010, 00:58h
  • Antwort auf #1 von Soldier-Groupie
  • Zur Bundeswehr gehen meist nur Leute die eher "rechts" eingestellt sind. Von daher keine Überaschung und wer als Schwuler dahingeht hat eh selber Schuld. Anpassen oder Zivildienst!
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