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Kommentare zu:
Schwule in der Bundeswehr diskriminiert


#1 Soldier-GroupieAnonym
  • 16.03.2010, 23:00h
  • Das ist mal wieder typisch! Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in der Bundeswehr ist doch schon jahrzehntelang bekannt! Was wurde dagegen gemacht: NIXXX!!!
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#2 Dr. P.EnisAnonym
#4 BenAnonym
  • 17.03.2010, 01:46h
  • Die armen, armen, schwulen Soldaten! Können nicht mal in Ruhe Musels am Hindukusch töten, ohne dabei Arschficker genannt zu werden. Wo soll das noch hinführen?
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#6 Dr. P.EnisAnonym
#7 DenktAnonym
  • 17.03.2010, 04:32h
  • Währen die Gesellschaft dumm und doof bleibt, werden Diskriminierungen in den Leben von uns allen teilnehmen. Was ganz traurig ist, ist dass die Schwule offenbar diskriminiert werden und sehr wenige Menschen was dagegen machen.
    Es ist ein natürlicher Prozess, dass Diskriminierungen mit der moralischen Entwicklung der Menschen verschwinden. Sehe dir ein paar Jahre hinter. In den USA war es vor etwa 60 Jahren normal, Schwarzen offenbar zu diskriminieren. Heute, wenn man einen Schwarzen dort, sowie in Brasilien zum Beispiel, diskriminiert, wird man von allen "gehasst". So war auch der Fall der Juden. Wer heute Juden diskriminiert ist sofort Nazi und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Wie war das vor 70 Jahren in Deutschland? Und vor 300 in ganz Europa? Wie man sieht, Diskriminierungen, so wie andere Doofheiten der Menschen, verschwinden mit der Zeit. Was wenige heute machen, um diese Sexualität-orientierte Diskriminierung zu verhindern, wird in, was?, 30 Jahren eine Auswirkung haben und hoffentlich werden wir Homosexuelle von 2010 noch Leben, um das zu sehen.
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#8 HannesGastAnonym
  • 17.03.2010, 10:00h
  • Auch wenn es viele mir nicht glauben werden:

    Ich war beim Bund, war dort mutigerweise von anfang an offen schwul und hatte keinerlei Probleme mit meinen Heterokameraden. Noch dazu gab es in der Kaserne sogar eine schwule Clique. Wir waren auch super integriert und hatten mit ein paar Heterofreiwilligen eine Travestieshow bei der offiziellen Weihnachtsfeier aufgeführt.

    Sorry, wenn es bei anderen nicht geklappt hat aber für mich war der Bund die bisher schwulste Zeit meines Lebens.
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#9 axelAnonym
  • 17.03.2010, 10:03h
  • Antwort auf #2 von Dr. P.Enis
  • Also eine dermasen dummen antowort habe ich noch nicht gelesen wie deine.
    Dannsind nach deiner Aussage alle Saldaten rechts eingestellt, das nenne ich mal so, alle unter Generalverdacht stellen.

    Aber sich beschweren , wenn die Schwulen alle über einen kamm gezogen werden.

    Ich war auch bei der Bunderwehr, na und geht dehen was an ob ich jetz tSchwul oder nicht, muß ich das jedem auf die Nase binden.

    Gut bei mir ist es schon weilchen her und ich war noch 15 Monate beim Bund, nicht wie heute lasche 9 bww. bald nur noch 6 Monate.
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#10 Dr. P.EnisAnonym
#11 LorenProfil
  • 17.03.2010, 11:59hGreifswald
  • Diskriminierung und damit einher gehende Benachteiligungen, Anfeindungen etc. sollten in einem Staat, der für sich in Anspruch nimmt, ein Rechtsstaat zu sein, in jedem Fall rechtlich unterbunden werden - egal aus welchem Grund ein Mensch diskriminiert wird. Die persönliche Entscheidung, ob jemand zur Bundeswehr geht oder Zivilen Ersatzdienst leistet (ich selbst habe Zivildienst in einer Krebsklinik gemacht), respektiere ich. Man sollte m.E. zwischen der Kritik an Diskriminierungen bei der Bundeswehr und der Kritik an den Auslandseinsätzen der Bundeswehr unterscheiden (zumindest nach meinem rechtsstaatlichen Verständnis).
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#12 goddamn. liberalAnonym
  • 17.03.2010, 12:13h
  • Antwort auf #8 von HannesGast
  • Also, ich glaub Dir...

    Ganz unabhängig von anderen militärpolit. Fragen bestätigen Deine Erfahrungen, dass Homophobie in Männergemeinschaften nichts damit zu tun hat, dass 'male boundings' dort durch den Faktor Sexualität gestört würden (eine Einschätzung, die sogar schwule Wissenschaftler vertreten).

    Die Wurzeln der Homophobie liegen im Militär wie in anderen Teilen der Gesellschaft in einem ursprünglich klerikalen Auslöschungsdiskurs, dem nachher selbst kommunistische Revolutionäre gefolgt sind. Ist der erstmal überwunden, klappts auch mit dem Hetero-Kameraden!
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#13 axelAnonym
  • 17.03.2010, 12:27h
  • Antwort auf #10 von Dr. P.Enis
  • Also ob man das Wort eher oder alle verwendet kommt auf das selbe heraus.

    Das Wort eher klingt etwas sanfter, dennoch könnte sich so manche sehr verletzt fühlen das sie "eher" rechts sind wennsie zur bunderwehr gehen.

    Ich könnte dann sagen , Schwule wollen sich eher überall in der vordergrund schieben und es muß immer nach dennen ihrer Pfeife getanzt werden, das wäre doch auch falsch oder?
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#14 seb1983
#15 eMANcipationAnonym
  • 17.03.2010, 12:32h
  • Antwort auf #12 von goddamn. liberal
  • Sprechen wir doch mal aus, was eigentlich seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts klar sein sollte:

    Die "Probleme" mit Schwulen - nicht nur in einer Organisation, der wir aus ganz anderen Gründen am besten gänzlich fernbleiben sollten (ob hetero oder homo) - haben in erster Linie etwas damit zu tun, dass viele so genannte Heteros in quasi-intimer Nähe zu offen und selbstbewusst schwulen Männern mit ihrer eigenen verdrängten oder allenfalls versteckt ausgelebten Homosexualität konfrontiert werden. Dort liegt in den allermeisten Fällen das Problem und daher rührt die Angst!
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#16 axelAnonym
  • 17.03.2010, 15:22h
  • Antwort auf #15 von eMANcipation
  • du magst du ganz gut recht haben, da mann vereizelt auf eute stößt die da schieß bekommen vor der eigenen Sexuallität und was könnte etl dabei zum vorschein kommen.

    Also ich war ern bei der Bunderwehr, ich hatte eine verdammt schöne zeit, mit SCHWULSEIN HAT DAS BITTE ABER NICHTS ZU TUN:
    sondern es war eine gute Truppe und bei den Amphibischen Pinonieren wars wirklich klasse, vorallen dingen das Motorboot fahren.

    Na ja ich gebs geschossen habe ichauch sehr gerne, da war ich wirklich gut.

    Abe reins wird immer geben das man einen dummen Spruch hört , weil selber lästert man doch auch über das eine oder andere.
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#17 Dr. P.EnisAnonym
#18 Dr. P.EnisAnonym
#19 axelAnonym
  • 17.03.2010, 16:08h
  • Antwort auf #17 von Dr. P.Enis
  • Dennoch dieser ausdruck "recht" hat eben diesen beigeschmack.

    Und dennoch CDU Wähler als rechts zu bezeichnen ist schon dreist dumm und sehr oberflächlich, du scherst doch immer alle über einen Kamm.

    Noch was wir sind hier in Deutshcland, da interssiert mich zumindest nicht die frz. Rev.

    Also ich bin weder recht noch links sondern mittig und deswegen war auch bei der BW und schlecht war wahrlich nicht.
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#20 goddamn. liberalAnonym
  • 17.03.2010, 16:17h
  • Antwort auf #19 von axel
  • Kleine Geschichtsstunde:

    Die allgemeine Wehrpflicht der BW ist eine Erfindung der Franz. Revolution, die dann von Preußen kopiert wurde...

    Dass Du als Schwuler nicht von frommen Pfaffen verbrannt wirst oder im Kerker landest, hast Du auch der Franz. Revolution zu verdanken (erste Abschaffung der Strafbarkeit von Homosexualität seit der Antike im 'Code Penal' v. 1791).
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#21 axelAnonym
  • 17.03.2010, 16:50h
  • Antwort auf #20 von goddamn. liberal
  • Danke für die Aufklärung , aber ich werde dennoch nicht jetzt voller lobes sein wegen der Franz. Revolution. und generell Frankreich wegen. Auch wenn ich in Geschichte immer einen Druchschnitt von 1,0 hatte.

    Aber wenns so war auch recht und vor einem frommen Pfarrer braucht man als schwuler keine Angst haben.
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#22 LafetteAnonym
  • 17.03.2010, 17:01h
  • Ben:
    "Wo soll das noch hinführen?"

    Dr. P. Enis:
    "44% der Soldaten sind der Meinung Deutsche Interessen sollten hart und energisch durchgesetzt werden."

    "....Ein Beispiel: "Ein Oberfeldwebel fasste den Nacken einer ihm unterstellten Kameradin gegen deren Willen und zog ihren Kopf anschließend grinsend
    in Richtung seines Genitalbereichs..."( *)

    Tja...

    "... Hier beschreibt der Bericht unter anderem diesen Fall: "Ein Gefreiter zeigte ohne vorherige Aufforderung auf der Stube im Beisein von Stubenkameraden den "Hitlergruß" und ließ sich dabei fotografieren..."( *)

    Tja, ne.. ohne Aufforderung (!)

    Im vergangenen Jahr 466 Soldaten wegen posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) behandelt (fünf Soldaten fielen im Einsatz, 36 wurden verwundet). Damit hat sich die Anzahl der Erkrankten im Vergleich zu 2008 fast verdoppelt, fast 90 Prozent der erkrankten Soldaten gehörten zur Internationalen Schutztruppe Isaf in Afghanistan. Dabei mahnt der Wehrbeauftragte allerdings nicht nur eine bessere Versorgung und Betreuung der PTBS-Opfer durch die Bundeswehr an - sondern auch mehr Sensibilität und Offenheit in der Gesellschaft. Er schreibt: "Was unsere Soldaten erwarten, ist mehr Empathie, mehr menschliche Zuwendung." (*)

    Man kann da für den einfachen Soldaten auch nur hoffen, wenn schon....

    www.titanic-magazin.de/typo3temp/pics/302fa13be8.jpg/bmi_ori
    g_img/302fa13be8.jpg


    (*) Im Stich gelassen an der Front

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,683902,00.html

    Über Amokläufe oder zerstückeln, kochen und verspeisen von Lebensgefährtinnen durch Kriegsveteranen ist diesseits des Atlantiks noch nicht zu berichten.

    »Im Januar [2009] haben wir mehr Soldaten aufgrund von Selbstmorden verloren, als an Al Quaida«, teilte Paul Rieckhoff, Direktor der Veterans of America der Nachrichtenagentur Associated Press mit.

    "US-Soldaten enden oft als psychische Wracks.
    Vier Ehefrauen-Morde innerhalb sechs Wochen."

    www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,443743,00.html

    Solche Informationen sind öffentlich und Bundestagsabgeordneten, die Kriegseinsätze
    beschließen, bestimmt bekannt.
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#23 hwAnonym
#24 seb1983
  • 17.03.2010, 19:36h
  • Das klingt eher danach als ob er nicht beim Bund war...

    Die Studie gibt übrigens eine eher rechte Gesinnung von Soldaten nicht her. Wobei ich da aus dem Kreis von noch aktiven Bekannten weiß dass es große Probleme mit Russlanddeutschen bei derBundeswehr gibt, die da wohl eher in diese Richtung tendieren.. Und nu??

    Was ich zudem immer betone:
    Es gibt nicht "die Bundeswehr" sondern es sind immer einzelne Menschen, dass bei ständig rund 60.000 Wehrpflichtigen eine Menge Dummbratzen dabei sind versteht sich von selbst. Entsprechende Studien bei Zivildienstleisten gibt es nur leider nicht.
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#25 der gegnerAnonym
  • 17.03.2010, 19:52h
  • Weg mit dem Bundeswehr-Dreck und den sexistischen Zwangsdiensten! Dann ist auch das Homophobie-Problem in diesem Verein erledigt.
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#26 eMANcipationAnonym
#27 seb1983
  • 17.03.2010, 20:10h
  • Antwort auf #25 von der gegner
  • Darüber dass der Wehrdienst abgeschafft werden muss müssen wir nicht reden.
    Einige Monate soziale Arbeit oder etwa ein "halbes" soziales Jahr für ALLE würde ich sehr begrüßen um wirklich soziale Verantwortung, Respekt gegenüber älteren Menschen und ein miteinander in der Gesellschaft zu lernen.
    Das kommt beim Bund trotz anderer Ansprüche nämlich nahe bei 0 raus, der Zivi wird meist zu einer Auszeit nach dem Abi.
    Hier wäre die Abschaffung eine Chance etwas sinnvolles zu schaffen.
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#28 eMANcipationAnonym
  • 17.03.2010, 20:16h
  • Antwort auf #27 von seb1983
  • Man könnte #25 auch so verstehen, dass die Bundeswehr generell abgeschafft werden sollte.

    Es soll ja mal Widerstand gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands gegeben haben (welch verwegene Vorstellung!).

    Wenn ich jetzt schreibe: Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin, dann werden mir gewisse Leute bestimmt ganz "praxisorientiert" über den Mund fahren...
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#29 Diego ObamaAnonym
#30 seb1983
#31 der gegnerAnonym
  • 17.03.2010, 20:45h
  • Bei aller Sensibilität gegenüber der Diskriminierung von Schwulen: das wirklich Anstößige ist die Existenz der Bundeswehr ( mit allen Benachteiligungen, die sich daraus für Männer - egal, welcher sexuellen Orientierung - ergeben ).
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#32 Verfassug/PraxisAnonym
  • 17.03.2010, 21:52h
  • Antwort auf #30 von seb1983
  • Die Abschaffung der Bundeswehr geht einher mit der lebenspraktischen Veränderung der Optionen des Artikels 20 Absatz 4 GG:

    "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist."

    Der auf den ersten Blick gewaltfreie indische Widerstand unter Ghandis Führung gegen das britische Besatzungsregime hatte geographisch und machtpolitisch im Hintergrund die Rote Armee der Sowjetunion und die Volksbefreiunsarmee Chinas.
    In der inneren Systematik die kühle Kalkulation, dass das britische Empire, tausende, zehntausende aber nicht hundertausende unbewaffnete Inder ermorden könne.Dieser Eröffnungsschachzug rechnete passiv gewalttätig Blutvergiessen ein.

    Die Errungenschaften des gewalttätigen Aufstandes der Französischen Revolution fanden durch deren gewalttätige Verbreitung durch Napoleons Truppen in großen Teilen Europas Geltung.. Im Deutschland/Europa des 20. Jahrhunderts wurde diesen durch die gewalttätige Zerschlagung des NSDAP-Faschismus wieder Geltung verschaffen. 75 % der Kriegslast in Menschnenopfern, Materialopfern, Kriegstagen und Frontlänge trug der sowjetische Teil der Anti-Hitlerkoalition.

    Die gewaltige atomare Waffenstarre zweier konkurrierender Wirtschaftsmodelle führte zu Konfliktlösungsmustern, die durch die Angst getragen waren, auch Stellvertreterkriege in weniger entwickelten Kontinenten, nicht zum atomaren Super-Gau werden zu lassen.

    Die mögliche Privatisierung des Wissens um Techniken der Gewaltanwendung, geht einher mit der Zunahme des Einflusses derer, die den Sold zahlen.

    Die Abgabe der Legitimation der Gewaltanwandung an weniger demokratische Strukturen ist, historisch gesehen, ein Rückschritt.
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#33 Schweiz. GardeAnonym
#34 FriedensbewegungAnonym
  • 17.03.2010, 23:02h
  • Von Anfang an erwies sich die starke anti-kommunistische Propaganda der Bundesregierung, die in dem 1950 begonnenen Korea-Krieg willkommene Nahrung fand, als ein großer Widersacher der Wiederbewaffnungsgegner. Fast jede Demonstration, jeder Zusammenschluss und jede Äußerung wurde durch den “Geruch” der kommunistischen Unterwanderung diffamiert und abqualifiziert.

    Besonders traf dies die Bewegung für eine Volksbefragung, die in der KPD einen Hauptträger hatte aber auch stark von bürgerlichen Vertretern und Organisationen unterstützt wurde. “Sind Sie gegen die Remilitarisierung Deutschlands und für den Abschluss eines Friedensvertrages mit Deutschland im Jahre 1951” lautete die Frage, auf die z.B. in Rheinland-Pfalz innerhalb von drei Tagen 32000 Ja-Stimmen gesammelt wurden. Doch schnell wurde vom Bundesinnenministerium ein Verbot ausgesprochen (“wegen Verfassungsfeindlichkeit”), welches auch von der SPD und dem DGB-Bundvorstand gefordert und unterstützt wurde. Trotz dieses Verbotes und 8781 gezählten Polizeieinsätzen in den kommenden Wochen wurden ungefähr 6 Millionen Ja-Stimmen abgegeben.

    In den Fabriken wurde die Wiederbewaffnungsproblematik von vielen Belegschaften aktiv diskutiert und ihre ablehnenden Meinungen schlugen sich in Abstimmungen deutlich nieder (z.B. stimmten bei Krupp in Essen 11921 von 12308 Arbeitern gegen die Wiederbewaffnung). Dass die ablehnende Haltung eines Großteils der Arbeiter nicht zu einem einheitlichen und effektivem Widerstand führte, lag vor allem an der Haltung des DGB, der es in der Ablehnung der Wiederbewaffnung bei verbalen Äußerungen beließ und die Frage des Streikes nicht offen diskutierte.
    www.friedenspaedagogik.de/themen/friedensbewegung/die_friede
    nsbewegung_in_der_bundesrepublik_deutschland_von_1945_1982/o
    pposition_gegen_wiederbewaffnung_i
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#35 ArchangelAnonym
  • 17.03.2010, 23:08h
  • Das kann man sehen wie man willk, aber ein Zitat aus dem Bericht bringt es auf den Punkt:
    >>>So soll ein Hauptmann auf eine Meldung, dass zwei seiner Soldaten aus psychischen Gründen aus dem afghanischen Kundus nach Deutschland zurückgeführt werden müssten, mit den Worten reagiert haben: «Was glauben die denn, wo wir hier sind? Bei einer Kaffeefahrt oder auf dem Ponyhof? Infanteristen sind in letzter Konsequenz dazu da, zu töten oder getötet zu werden.
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#36 NachhaltigkeitAnonym
  • 18.03.2010, 00:13h
  • Antwort auf #33 von Schweiz. Garde
  • Toll, bald neue Perspektiven für Berufseinsteiger.

    Darum: Gendarmerie ohne Homophobie !

    Die Bundesregierung soll eine paramilitärische Polizeitruppe ("Gendarmerie") gründen.
    Dies empfehlen Regierungsberater von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

    Demnach bestehe in den Interventionsgebieten von Bundeswehr und deutscher Polizei eine "Fähigkeitslücke", die vor allem die Niederschlagung von kleineren Unruhen und gewalttätigen Demonstrationen betreffe.

    Hierzu sei eine Mischung aus polizeilichen und militärischen Fähigkeiten nötig, die man gewöhnlich bei Gendarmerien vorfinde. Gendarmen dürfen - anders als Polizisten - dem Militär unterstellt werden, ähneln laut SWP "einer leichten Infanterie" und können auch in Kriegsgebieten operieren.

    Die SWP-Autoren - beide sind oder waren Stipendiaten der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, einer der beiden ist im Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen aktiv.

    Wie es bei der SWP heißt, stünden rechtliche Einwände dem Aufbau einer Gendarmerietruppe keinesfalls im Wege: Zwar schreibe das Grundgesetz eine klare Trennung zwischen Polizei und Militär vor, dies gelte jedoch nicht im Ausland. Die SWP-Regierungsberater plädieren für den Aufbau einer Spezialeinheit "von einigen hundert Gendarmen" unter dem Dach der Bundespolizei oder der Feldjäger der Bundeswehr.Soldaten seien darauf "spezialisiert, gegnerische Ziele auszuschalten"; das berge "die Gefahr einer übertriebenen Gewaltanwendung gegenüber der Zivilbevölkerung". Polizisten dagegen verfügten nicht über genügend Eskalationspotenzial. Zur Optimierung der deutschen Interventionen benötige man Kräfte, die "in einem instabilen Umfeld eigenständig operieren" könnten und zudem in der Lage seien, "organisierte Kriminalität einzudämmen".Die Einheit solle entweder bei der Bundespolizei oder bei den Feldjägern eingegliedert werden. Entscheide sich Berlin für die Eingliederung in die Bundespolizei, dann sei darauf zu achten, dass eine Unterstellung unter militärisches Kommando ausdrücklich zugelassen werde. Auch einen letzten Vorteil der Gendarmerietruppe erwähnen die Regierungsberater. Zivile Polizisten können laut Beamtenrecht nicht zum Auslandseinsatz verpflichtet werden. "Gendarmen sind in Verbänden organisiert", heißt es bei denSWP-Autoren: "Deshalb unterliegen sie nicht dem Prinzip der Freiwilligkeit für Auslandseinsätze". Sie sind damit jederzeit in kürzester Frist verfügbar - ganz wie das Militär.

    Friedrich Ebert und seine Zeit:

    de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Noske

    de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich_Z%C3%B6rgiebel
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#37 Pastor NiemöllerAnonym
  • 18.03.2010, 00:30h
  • Antwort auf #29 von Diego Obama
  • Das Erbe der Bekennenden Kirche wurde im Bereich der
    Gossner Mission nicht zuletzt von Horst Symanowski lebendig erhalten. Er dachte
    deshalb nicht daran, den Widerspruch gegen eine politische Rückwärtsentwicklung
    gleichsam als "privates" Engagement zu betrachten und von der theologischen
    Aufgabe, mit der er für Gossner nach Westdeutschland geschickt worden war,
    getrennt zu praktizieren. Die jungen Theologen in den Aufbaulagern der
    Anfangszeit und in den Industrieseminaren der späteren Jahre waren immer voll
    mit den politischen Auseinandersetzungen der Zeit, vom KPD-Verbot über die
    Einführung der Wehrpflicht bis zum "Spiegel''-Komplott des weiland
    Verteidigungsministers Franz-Josef Strauß. Viele beteiligten sich an den
    Ostermärschen; viele findet man auch heute wieder in der Friedensbewegung, die
    in ihrem Verständnis keine Begleiterscheinung, sondern Bestandteil des
    missionarischen Zeugnisses im Atomzeitalter ist.
    An Verdächtigungen in und außerhalb der Kirche fehlte es nicht; auch das gehört
    zu dieser Geschichte. Setzte Symanowski sich nicht unermüdlich gegen das Verbot
    der KPD ein? Hieß das nicht mit anderen Worten: für den Kommunismus?
    Weigerte er sich nicht zugleich in auffälliger Weise, sein politisches Engagement -
    wenn es denn schon sein mußte - im geordneten Rahmen einer der Parteien zu
    suchen, die als demokratisch legitimiert und renommiert galten? Der wachsame
    Staat hatte seine Mutmaßungen: Monatelang wurde Horst Symanowskis Briefpost
    erkennbar geöffnet und kontrolliert. Aber auch viele Pfarrerkollegen waren irritiert.
    Manche vermuteten bei Symanowski eine Art "Neuer Lehre", durch die das
    Evangelium an den "Sozialismus" ausgeliefert wurde.

    www.gossner-mission.de/media/pdf/Gossner_Mission_1949_%20bis
    _1970.pdf
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#38 goddamn. liberalAnonym
#39 SebiAnonym
  • 18.03.2010, 16:30h
  • Das wundert mich überhaupt nicht!

    Solange Politik, Justiz und Kirchen und diskriminieren, kann sich auch in der Gesellschaft nichts ändern.
  • Antworten » | Direktlink »
#40 MarekAnonym
  • 18.03.2010, 18:08h
  • "Reinhold Robbe (SPD) hat zum letzten Mal seinen Bericht vorgestellt, wenn es nach der schwarz-gelben Regierungskoalition geht"

    Warum wohl...

    Jemand, der aufzeigt, wozu die schwarz-gelbe Politik in der Praxis führt, ist bei Union und FDP natürlich nicht gern gesehen. Wer deren Lügen enttarnt ist eine Gefahr für die. Dass die nicht gerade kritikfähig sind, beweist ja auch Spaßkanzler Guido momentan wieder mal sehr eindrucksvoll. Upps, bin ich jetzt homophob und demokratiefeindlich, weil ich es gewagt habe, unseren Operettenminister zu kritisieren?!
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