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  • 23. März 2010 14 2 Min.

Der Carlsen Verlag titelt sein neues Buch der "besten Pokersprüche" mit einem homophoben Spruch - und der Deutsche Mau-Mau-Verband steht Kopf.

Von Carsten Weidemann

Der kürzeste Buchtitel ist immer der beste, lautet eine alte Verlegerweisheit. Und wer doch einen langen Buchtitel wählt, sollte die größte Sorgfalt walten lassen.

Das ist bei einem Band aus dem Carlsen Verlag offenbar nicht geschehen: "Mau Mau ist was für Tunten - die besten Pokersprüche" erregt nun jedenfalls das Missfallen, nein, nicht des LSVD, sondern des "Deutschen Mau Mau Verbands". Verbandsspielleiter Rudolf Pollinger sah sich angesichts des homophoben Buchtitels zu folgender Stellungnahme veranlasst: "Ich als Privatperson, aber auch in meiner Eigenschaft als Deutscher Mau Mau Meister, stelle hiermit fest, dass ich seit nunmehr 26 Jahren mit meiner Frau verheiratet bin und drei gemeinsame Kinder habe!"

"Hoffen wir mal, dass dieses Outing Herrn Pollinger nicht unnötig in Gefahr bringt", kommentiert WAZ-Redakteur Jens Dirksen launig: "Bisher hatte die Öffentlichkeit ja keinen blassen Schimmer von Deutschen Meisterschaften im Mau Mau - nicht, dass es ihnen jetzt so ergeht wie manchem Pokerturnier, das ja schon mal gerne überfallen zu werden pflegt."

Die queer.de-Redaktion indes erinnert sich an eine Teamklausur in Finnland vor einigen Jahren, bei der recht viel Mau-Mau gespielt wurde: Zunächst wurde nur ordentlich gezickt, wenn jemand nach einer Sieben zwei Karten ziehen oder bei einer Acht aussetzen musste. Doch nach schrittweiser Einführung von Sonderregeln wie "Doppeltablegen bei einem As" wurden tatsächlich die weiblichsten, sprich divenhaftigsten Seiten der Herren Redaktionskollegen mehr und mehr offen gelegt. Und nach einem "Richtungswechsel bei Legen einer Neun" flogen gar die Spielkarten wie ein Konfettiregen durch die Luft...

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-w-

#1 K. LauerAnonym
#2 Heterror-NormAnonym
  • 23.03.2010, 14:13h
  • Nun, dass der Abgrenzungszwang der sich selbst zunehmend als obsolet entlarvenden heterosexuellen "Mehrheit" immer groteskere Formen annimmt und dass diese zur Verteidigung ihrer kulturellen Hegemonie dabei immer wilder um sich schlägt und endlich wieder ganz offen gegen "Schwuchteln" pöbeln will, verwundert den aufmerksamen Beobachter nicht.

    Solche Versuchsballons zur Vergewisserung über die Frage, wie weit man schon wieder gehen kann, dürften wir in nächster Zeit immer häufiger erleben. Ich bin gespannt, ob die "Community" endlich andere Antworten findet, als sich die Realität schönzureden. Wir diskutieren hier ja regelmäßig über Handlungserfordernisse in unterschiedlichen Bereichen, wobei überdeutlich wird, dass ein "Weiter so" in die Sackgasse führt.
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#3 seb1983
  • 23.03.2010, 14:20h
  • Der "Deutsche Mau Mau Verbands"

    Da bekommt man doch ein ganz wärmendes Gefühl im deutschen Vereinsherzen
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