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  • 24. März 2010 29 2 Min.

Ein Schwuler hat Strafanzeige gegen Theo Zwanziger gestellt, weil der DFB-Chef Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt haben soll.

Der Saarbrücker Bürokaufmann Mirko Welsch erklärte gegenüber der "Sport Bild", die Aussagen von Zwanziger erfüllten seiner Meinung nach den Tatbestand der Volksverhetzung: "Aufgrund der Aussage des Herrn Zwanziger, in der er eine homosexuelle Beziehung mit den pädophilen Auswüchsen in der katholischen Kirche gleichstellt, habe ich Strafanzeige gestellt", sagte der 32-Jährige.

Er bezog sich dabei auf eine Aussage, die Zwanziger während der Affäre um den Schiedsrichter Michael Kempter und den Ex-Funktionär Manfred Amerell gemacht hatte. Der 64-jährige Fußballboss hatte erklärt: "Nur durch den Mut von Herrn Kempter konnten wir die Missstände aufdecken und können nun darauf reagieren. In anderen Bereichen dauert es bis zu 40 Jahre, ehe sich die Leute zu so etwas äußern." Amerell hatte bereits in der vergangenen Woche eine Einstweilige Verfügung gegen Zwanzigers Vergleich erwirkt (queer.de berichtete).

"Wolf im Schafspelz"

"Zwanziger hat damit nur gezeigt, dass sein Engagement für mehr Toleranz offenbar nur scheinheilig ist und er ein Wolf im Schafspelz zu sein scheint. Die Homophobie beim DFB ist nicht länger akzeptabel", begründet Welsch seine Anzeige. Bei einer Verurteilung wegen Volksverhetzung sieht der Gesetzgeber bis zu fünf Jahre Haft vor.

Noch bis vor wenigen Monaten galt Zwanziger als Hoffnungsträger im Kampf gegen Homophobie im Fußball. So stellte der DFB erst im Oktober 2009 ein Fußballländerspiel unter das Motto "Gegen Homophobie im Fußball" (queer.de berichtete). Allerdings wurde sein Krisenmanagement in der Schiedsrichter-Affäre scharf kritisiert. Daraufhin erklärte der einzige schwule Präsident eines Porfifußballvereins, Corny Littmann vom Zweitligisten FC St. Pauli, dass der DFB generell ein Problem mit Schwulen habe: "Schwule Schiris sind nicht wohlgelitten im deutschen Schiedsrichterwesen, wenn sie sich offen verhalten", so Littmann (queer.de berichtete). (dk)

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#1 KonstantinEhemaliges Profil
#2 BCAnonym
  • 24.03.2010, 18:39h
  • Ich frage Euch, müssen wir uns in diesen Kindergarten nun wirklich einmischen?

    (Und es mag vllt komisch sein, aber ich fühlte mich durch die Aussage nicht beleidigt, den Vergleich habe ich nicht gezogen...)
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#3 chrollifan78
  • 24.03.2010, 18:54hWetzlar
  • So?

    Ich finde das überhaupt nicht wunderbar,
    sonder total übertrieben, um
    nicht zu sagen fanatisch.

    Dr. Zwanziger hat sich meiner Meinung
    nach überhaupt nichts zu Schulden kommen lassen.

    Ich weiß jetzt nicht ob Kempter Opfer ist,
    aber wenn, dann hat Amerell in
    der Tat seine Machtpostion missbraucht.

    Und das ist sexuelle Nötigung und das
    ist nun mal strafbar.

    Und Dr. Zwanziger jetzt wegen diese
    harmlosen Aussage einen Strick drehen zu wollen,
    finde ich lächerlich.
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