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  • 26. März 2010 191 2 Min.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders wird einen biografischen US-Film über seine Anti-Islam-Kampagne nicht unterstützen, weil deren Produzenten gegen Schwule Stimmung machen.

Der 46-jährige Politiker, dessen Partei der Freiheit (PVV) bei den Parlamentswahlen im Juni laut Umfragen stärkste Kraft werden könnte, hat ursprünglich zugesagt, bei der Premiere des Films am 1. Mai in den USA dabei zu sein. Der Film "Islam Rising: Geert Wilders’ Warning" wurde von der US-Gruppe Christian Action Network (CAN) koproduziert.

Wegen der Beteiligung der Fundamentalchristen an dem Projekt sagte Wilders seine Teilnahme nun ab. Grund: CAN hatte Schwule und Lesben als "pervers" bezeichnet, die ihre "sexuelle Wahl" Schulkindern aufzwingen und das Christentum vernichten wollten. Laut Gründer Martin Mawyer versuchten Schwule ("Krankheitsträger") gemeinsam mit "familienfeindlichen lesbischen Feministinnen" und "UN-Globalisierern" die Vereinigten Staaten von der Landkarte verschwinden zu lassen.

Der Zeitung "De Telegraaf" sagte Wilders, dass er den Film nicht unterstützen werde, weil er nicht den Eindruck vermitteln will, mit Mawyer einer Meinung in der Homo-Frage zu sein. Daraufhin sagte CAN die Premierenvorführung ab.

Wilders erklärte: "Ich stimme mit dieser Position nicht überein. Aber die können natürlich einen Film über mich machen." Er selbst ist Anhänger der Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule.

In den Niederlanden und weltweit ist Wilders wegen seiner scharfen Islam-Kritik umstritten, die Kritikern zufolge das friedliche Zusammenleben der Kulturen beeinträchtige. So forderte er 2007 ein Verbot des Korans, weil das Buch dazu aufrufe, "Juden, Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden". Wegen seiner Ansichten erhielt er im vergangenen Jahr ein Einreiseverbot nach Großbritannien, was vom schwulen Aktivisten Peter Tatchell scharf kritisiert wurde (queer.de berichtete).

In seinem antiislamischen Kurzfilm "Fitna" aus dem Jahr 2007 beklagt Wilders unter anderem die staatlich organisierte oder geduldete Gewalt gegen Schwule in mehrheitlich muslimischen Ländern. Vor der Veröffentlichung des Films warnte die niederländische Regierung vor einem Terroranschlag durch Islamisten (queer.de berichtete). Wilders selbst erhält regelmäßig Morddrohungen und steht daher 24 Stunden am Tag unter Personenschutz. (dk)

-w-

#1 Popp-U-ListAnonym
  • 26.03.2010, 16:50h
  • Ein Rechtspopulist, der gegen Homophobie kämpft und verurteilt - das wäre hier in Deutschland völlig undenkbar!
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#2 HandoAnonym
  • 26.03.2010, 18:33h
  • Geert Wilders hat sich von Anfang an schützend vor die Schwulen und Lesben gestellt, die die erste Zielscheibe des homophoben Islams bilden.
    Wilders ist kein Rechtspopulist, sondern ein seriöser Politiker, der jegliche Mitarbeit mit rechtslastigen Gruppierungen zurück weist. Der bisherige niederländische Ministerpräsident Balkenende hat erklärt, nach der anstehenden Wahl auch offen für eine Koalition mit der Partei von Wilders zu sein. Früher war Amsterdam das Mekka der Schwulen aus der ganzen Welt und wurde für seine Freiheit gepriesen. Heute muss man mit dem Taxi vor gewisse Schwulenlokale fahren, um nicht von marrokanischen Jugendbanden zusammen geschlagen zu werden.
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#3 Linu86
  • 26.03.2010, 18:41hAachen
  • Geert Wilders ist kein "Rechts"populist, sondern ein radikaler Liberaler.
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