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  • 31. März 2010 8 2 Min.

Der Berliner Senat hat beschlossen, im Bundesrat für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu kämpfen.

Mit der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" hat Rot-Rot entschieden, einen Entschließungsantrag zur Öffnung der Ehe in den Bundesrat einzubringen. Noch beim letzten Bundestagswahlkampf hat sich die SPD nicht für die Gleichbehandlung im Eherecht ausgesprochen, sondern wollte lediglich eingetragene Lebenspartnerschaften "mit der Ehe gleichstellen und bestehende Benachteiligungen abschaffen". Der Juniorpartner Linkspartei unterstützt - wie auch die oppositionellen Grünen - seit Jahren die Ehe-Öffnung.

Der Lesben- und Schwulenverband begrüßte die Initiative Berlins: "Lesben und Schwule sind keine Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse. Diesem Anspruch muss die Bundesrepublik Deutschland endlich gerecht werden", erklärte Alexander Zinn, Sprecher des LSVD Berlin-Brandenburg. Er wies darauf hin, dass das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Jahr die rechtliche Benachteiligung eingetragener Lebenspartner als Verstoß gegen das Grundgesetz gebrandmarkt hat (queer.de berichtete). Jeder weitere Tag ohne Gleichstellung sei ein Verstoß gegen den verfassungsrechtlich garantierten Gleichbehandlungsgrundsatz.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen (BASJ) sieht in der Ehe-Öffnung den einfachsten Weg, das Urteil aus Karlsruhe umzusetzen: "Die Anpassung jeder einzelnen Regelung würde einen maßlosen gesetzgeberischen Aufwand erfordern und Verwaltung und Justiz unnötig belasten ", erklärte der Verband in einer Stellungnahme. Die Juristen wiesen darauf hin, dass Deutschland ohnehin anderen europäischen Ländern hinterherhinkt: "Die Niederlande, Belgien, Spanien, Schweden, Norwegen, Portugal haben diesen Wandel des Eheverständnisses bereits rechtlich vollzogen. Dies spiegelt den gesellschaftlichen Wandel in Europa." (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 31.03.2010, 19:02h
  • "Monate, Jahre oder Jahrzehnte: Wann wird Deutschland Schwulen das Eherecht einräumen"

    Na, mit Union und FDP können wir da lange warten.

    Nur SPD, Grüne und Linkspartei stehen für völlige Gleichstellung!!
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#2 JanAnonym
  • 31.03.2010, 19:03h
  • Endlich beginnt Deutschland über die Öffnung der Ehe zu reden anstatt über eine Gleichstellung des LPartG mit der Ehe.
    Selbst Schwule und Lesben in Deutschland haben ja nur noch von letzterem geredet.
    Reden wir endlich davon, was wirklich Gleichstellung und Gleichberechtigung vor dem Gesetz bedeutet,nämlich ein Ehegesetz für alle Menschen in Deutschland.

    Besonders positiv ist, dass anscheinend auch die SPD anscheinend langsam beginnt die Öffnung der Ehe zu fordern.

    Natürlich hat die Initiative keine Aussicht auf Erfolg im Bundesrat bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen.Interessant dürfte aber sien, wie sich z.B das schwarz-grün regierte Hamburg und das rote Rheinland-Pfalz sich verhalten wird.

    Die Diskussion in Deutschland ist eröffnet.Endlich.
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#3 Oh Happy Gay!Anonym
  • 31.03.2010, 20:11h
  • Wenn die Ehe auch für die LGBT-Community hier in Deutschland geöffnet wird, dann ist die Petition für die Erweiterung des Artikels 3 GG auch endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte.
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