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Kommentare zu:
Weck die Tunte in dir!


#1 !Anonym
  • 06.04.2010, 15:31h
  • Deht sichs in der Welt nicht schon genug um Weiberkram? Warum kann man nicht zumindest in der Schwulenwelt davon verschont bleiben?! Ich steh als Mann auf Männer und kann nicht verstehen warum ausgeechnet bei den Schwulen dieser feminine Mist eine große Rolle spielen soll
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#2 seb1983
#3 CarstenFfm
  • 06.04.2010, 15:58h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Ich sehe keine Grund meinen Vorrednenern rote Quadrate zu geben!

    Ich bin schwul, ich steh auf Männer, auf richtige Männer... Weiberkrams wie Drag und Fummel kann mir gestohlen bleiben.... und auf Veranstaltungen, wo so ein Dresscode angesagt ist, geh ich sowieso nicht
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#4 maaaartinAnonym
  • 06.04.2010, 17:13h
  • das ist oft ein generationending. abweichen, anders sein und das zu feiern, zementierte geschlechterrollen zu veräppeln, zu übertreiben und damit in frage zu stellen, das kennen die kinder der revolution einfach nicht.

    kinders, damals waren die sichtbar (im sinne von übererfüllung und auskosten des klischees), "damit ihr es mal besser habt". die heutige jungschwuppe hingegen hat spass im mainstream aufzugehen. ob der mainstream auf seine neuzugänge so wartet, das sehen die verschiedenen lager unterschiedlich.

    das ist der knackpunkt. um so mehr wir wirklich gleich sind, um so weniger gibt es einen grund sich als abweichler zu sehen.

    also, meine richtig kerligen junghomos, ich freu mich drauf, euch als beweis der normalität euch zahlreich, händchenhaltend und knutschend zu jeder tages und nachtzeit auf offener strasse zu sehen.
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#5 otarAnonym
  • 06.04.2010, 17:23h
  • Geht's hier eigentlich nur noch um Tunten? Ein Schwuler ist ein Mann, der einen Mann will, keinen Weiberverschnitt!
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#6 gatopardo
  • 06.04.2010, 17:29h
  • Antwort auf #4 von maaaartin
  • Ja, meine Generation hatte allen Grund, die Geschlechterrollen infrage zu stellen und wir hatten mit der Persiflage unsere "rauschenden Ballnächte" , ohne dass wir durchweg im Fummel erscheinen mussten, sondern einen Heidenspass an der dargebotenen Travestie-Varieté hatten. Dass es das heute nicht mehr gibt, schmerzt ein wenig, aber man berichtet den schwulen Jungs von heute gerne darüber !
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#7 CarstenFfm
  • 06.04.2010, 18:09h
  • Antwort auf #4 von maaaartin
  • So jung bin ich nicht mehr.... und "normal" sicher auch nicht.... aber ich muss keinen Fummel tragen, um meine Identität zu zeigen.

    Es soll auch jeder Fummel tragen der will, ich finds halt völlig ungeil, und ein Akt der politischen Befreung ist es sicher nicht.... und schon gar nicht ein so albernens "klick Dir Deinen Fummel zusammen im Internet" Spielchen.

    So, und jetzt dürfen alle femininen Tucken weiter rote Quadrate verteilen.
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#8 gatopardo
  • 06.04.2010, 18:57h
  • Antwort auf #7 von CarstenFfm
  • Nein, Du hast natürlich auch recht und bekommst in erster Linie den grünen Punkt für Deine ablehnende Haltung zur unnötigen Fummelschneiderei im Internet. Politische Befreiung hatten uns da seinerzeit schon die Emanzen mit den weggeworfenen BHs vorgeführt, als wenn sich neue Identitäten über Klamottenwechsel definieren würden. Aber ich trauere den Auftritten jener Tunten in Tüll und Klunkern nach, die doch auf irgendeine unerklärliche Weise ausdrückten, was wir empfanden.
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#9 hwAnonym
  • 06.04.2010, 19:17h
  • Antwort auf #6 von gatopardo
  • wir haben damit in den 80ern noch den städtischen einzelhandel in der provinz mit langen beratungsgesprächen beglückt. zu zweit oder zu dritt. (bandaufnahmen wir, fotos/freunde)
    es war sehr schön. die atmosphäre hatte immer
    etwas sehr eigenes.

    "kurzwaren"

    war immer lustig.
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#10 TuntentorteAnonym
  • 06.04.2010, 19:36h
  • Die Bilder sind nicht gerade eine Augenweide! Wo findet man diesen Dragqueenstyler?
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#11 alexander
  • 06.04.2010, 19:47h
  • Antwort auf #7 von CarstenFfm
  • sorry carsten, aber mit 43 jahren bist du zu jung um maaaartin und madrideu zu verstehen, das waren die 60/70 ziger ! damals gab es z.b. in wiesbaden noch die "künstlerklause", gross wie ein "ballhaus", da traten zum tuntenball tolle künstler live auf z. b. brigitte mira, iska geri, tatjana sais, illo schieder, auch damals schon betagte soubretten auf, aber auch costa cordalis mit gitarre (kannte damals noch kein mensch).
    das hatte für uns damals etwas von befreiung und selbstverständnis. 1966 (ich war 16 j.) tanzte ich im 30ger jahre abendkleid meiner mutter in selbigen lokal mit erich mix (ehemaliger oberbürgermeister von WI), es war einfach irre toll. das hatte mit sexueller indentität im weitesten sinne nichts zu tun, sondern lediglich mit der akzeptanz, dass es uns gibt und zwar im positiven sinne !
    auch tunte ist nicht gleich tunte, etliche "ledermänner" sind da weitaus effeminierter, spätestens wenn die beine hochfliegen !
    ich bin 2x in meinem leben im fummel unterwegs gewesen, das letzte mal als sufragette und hab es irrsinnig genossen.
    will sagen, das rollenspiel hat schon etwas für sich und wenn es nur spass ist !
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#12 Liedel
  • 06.04.2010, 20:08h
  • Ick seh schon die Diskussion, es geht wieder los

    Da hat man(n) sich vor noch gar nicht so langer Zeit an der Fetisch/Lederszene abgearbeitet, nun ist schon zum zweiten mal in kürzester Zeit die Tunte dran.

    So rein turnusgemäß dürften dann ja spätestens nächste Woche erneut die "Brathähnchen" dran sein wa
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#13 seb1983
#14 otarAnonym
#15 Blondes GiftAnonym
  • 06.04.2010, 21:05h
  • Meine Güte, seid mal etwas toleranter! Das ist ja kaum zum Aushalten, was sich die junge Fraktion hier herausnimmt!

    Ich bin selber Mitte 30, habe noch ein bisschen was von Drag & Co. mitbekommen, bevor alles durch die Heteronormativität und den Männlichkeitswahn plattgemacht wurde.

    Ich fand es immer klasse, auch wenn ich selber keinen Fummel getragen habe. Als Kind habe ich mich aber immer gerne als Frau verkleidet und kann daher die Faszination eines Geschlechtsrollentausches durchaus nachvollziehen.

    Mich stimmt nachdenklich, dass man immer öfter hören muss, dass das "klassische" Schimpfwort "schwul" (etwa in "schwule Sau") durch das Wort "Tunte" oder "tuntig" abgelöst wird.

    Neulich erst hörte ich unter Jugendlichen so etwas wie "Ey, alles voll die Tunten hier!".

    "Männliche", machohafte Homosexualität wird mittlerweile mehr und mehr akzeptiert, während man beginnt, verstärkt auf die weiblicheren Männer bzw. Schwule einzudreschen.

    Für mich bleibt es jedenfalls unverständlich, wie man sich - gerade als Schwuler - in so abfälliger Art und Weise über Tunten, Drag Queens oder wen auch immer auslassen kann. Das Eis der Freiheit ist verdammt dünn, und manchmal gleicht die locker-flockige, gänzlich unpolitische neue schwule Generation einer besoffenen Herde Hedonisten, die am Rande eines Abgrunds tanzt.

    Es sollte jeder das Recht haben so zu leben, wie er möchte, solange er damit anderen nicht schadet. Ob nun als Tunte, Macho, Jungschwuppe oder betagtes Pärchen, das ist doch alles scheißegal!

    Wie kann man bloß so unduldsam und scheuklappenbewehrt sein!

    PS: Ich finde die Tunten-Nummern von René Gligée einfach nur klasse!

    renegligee.de
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#16 herve64Ehemaliges Profil
#17 JungerSchwulerAnonym
  • 06.04.2010, 21:18h
  • Antwort auf #6 von gatopardo
  • Geschlechterrollen in Frage zu stellen hat aber nichts mit Homosexualität zutun. Wann kapiert ihr endlich den Unterschied zwischen sexueller Identität und sexueller Orientierung??
    Und vor allem diese Travestieshows etc. die du so toll findest sind das letzte was mich interessiert. Was zur Hölle hat man davon als Schwuler Männern dabei zuzugucken die aussehen wie Frauen?

    Ja von wegen ihr " Männer" in den Fummeln und mit eurem künstlichen Gehabe seid gegen die Heteronormalität angegangen! Ganz im Ggenteil habt ihr dem gängigen Gesellschaftsbild, das nur ein weibliches Äußeres sexy sein kann, vollkommen entsprochen!
    Gerade das wäre wichtig gewesen, das man offen zeigt das man auf Männer/ Jungs steht und zwar im Bewußtsein seiner eigenen Männlichkeit.

    Das sich heutzutage viele Männer generell mehr pflegen und wert darauf legen gut und hübsch auszusehen als sie es früher taten ist sicher ein positiver Fortschritt, das hat auch nichts mit männlich oder weiblich zu tun.
    Wenn man aber so weit geht das man sich für nichts zu schade ist und einen auf billige Nu**e mit Fummeln und Zickengehabe macht, wie es viele Weiber gerne machen, dann ist da etwas verdammt schief gelaufen in der früheren Schwulenbewegung! Und dafür seit ihr mitverantwortlich!
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#18 gatopardo
#19 gatopardo
#20 gatopardo
#21 Kicky St. CyrAnonym
#22 POPette NoireAnonym
#23 maciicxProfil
  • 06.04.2010, 22:46hpnkw
  • Antwort auf #17 von JungerSchwuler
  • "Geschlechterrollen in Frage zu stellen hat aber nichts mit Homosexualität zutun. "

    natürlich hat sie das. warum sind denn homosexuelle ausgegrenzt? weil es zur rolle des mannes gehört, gefälligst frauen zu poppen. bzw. umgekehrt

    "Wenn man aber so weit geht das man sich für nichts zu schade ist und einen auf billige Nu**e mit Fummeln und Zickengehabe macht, wie es viele Weiber gerne machen, dann ist da etwas verdammt schief gelaufen in der früheren Schwulenbewegung!"

    bei deinen worten sieht man, dass die emanzipation auf halber strecke kehrt machen musste. also ist etwas verdammt schiefgelaufen, aber nicht früher.
    wenn ein mensch freude daran hat, warum soll er nicht dürfen? aber hauptsache, der "junge schwule" (lege dir einen anderen nick zu! dein anspruch, eine gruppe zu vertreten, der ich auch zugehöre, widert mich an.) kann seinen geschmack zur norm erklären. jetzt darf er dummer spießer sein, jetzt kostet er's aus.
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#24 maciicxProfil
  • 06.04.2010, 22:56hpnkw
  • Antwort auf #17 von JungerSchwuler
  • "Ja von wegen ihr " Männer" in den Fummeln und mit eurem künstlichen Gehabe seid gegen die Heteronormalität angegangen"

    jaja, du meinst, als schwuler müsse man sich weiblich geben, sei heteronormativ. richtig, aber das normative liegt nicht im sich weiblich geben, sondern im _müssen_.

    die aussage, man dürfe als mann nicht wie eine billige nutte (zu feige das auszuschreiben...manmanman) rumlaufen ist ebenfalls heteronormativ. bis zum anschlag.
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#25 DragonWarrior
  • 06.04.2010, 23:05h
  • Antwort auf #17 von JungerSchwuler
  • au weia...

    wenns dich nicht interessiert geh einfach nicht hin...
    lern die fakten über die bedeutung der tunten am entscheidenden abend in der christopher street...

    und selbst wenn wir damals nur spaß wollten im fummel - es hatte , zumindest bei mir auch immer noch andere aspekte...
    du wolltest in den mittachzigern ne party organisieren? das was heute mandance heißt begann als HUBS-Mensa-Party...
    und um die Leute in Braunschweig in die Mensa zu bekommen, brauchtest du Programm, ne Show auf der Bühne. Die konnten wir nicht bezahlen, also haben wir sie selbst gemacht... und nebenbei tatsächlich einfach auch nur Mordsspaß gehabt..

    "Ganz im Ggenteil habt ihr dem gängigen Gesellschaftsbild, das nur ein weibliches Äußeres sexy sein kann, vollkommen entsprochen!"

    was für ne gequirlte politisch korrekte pseudosozialwissenschaftliche scheiße eines jungen schwulen, der damals vermutlich noch nicht mal quark im schaufenster war...

    wir haben weibliche attraktivität karikiert... uns lustig gemacht über die ikonen der damaligen zeit...

    ich fands nie sexy, stand nie auf drag im bett... andererseits war's auch irgendwo ne art kriegsbemalung... tamara breschnev hat sich jedenfalls sachen geleistet, die sich klein axel damals noch nicht getraut hätte... und das ging nicht nur mir so...

    da kannst du heute auf einem verdammt hohen theoretisch-politisch-korrekten roß sitzen... umgeben von einer freiheit die zwar immer noch keine wirkliche ist, im gegensatz zu dem was wir damals an unterstützung (gesellschaftlich, medial, politisch) hatten - oder besser: NICHT hatten - ist es jedenfalls schon verdammt viel näher dran...

    weißt du...
    ich zieh mir in gedanken nen fummel an und streck dir den mittelfinger entgegen, nicht ohne ihn vorher nochmal gelutscht zu haben...

    FICK DICH!!
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#26 jojoAnonym
  • 06.04.2010, 23:22h
  • Antwort auf #17 von JungerSchwuler
  • >"Geschlechterrollen in Frage zu stellen hat aber nichts mit Homosexualität zutun."

    an sich vielleicht nicht. das verkrampfte festhalten an angeblich eindeutigen geschlechterrollen hat aber jedenfalls jede menge mit homoPHOBIE zu tun. die resultiert nämlich vor allem aus einer panischen abwehr jeder noch so vagen spur von "weiblichkeit" an irgendeinem mann, an sich selbst oder eben auch an einem anderen. diese der homophobie zugrundeliegende angst (und damit die homophobie selbst) füttern wir noch weiter, wenn wir diese abwehr unkritisch übernehmen und verbissen beteuern, dass auch homosexuelle männer doch nie und nimmer irgendwas weibliches an sich haben - und womöglich sogar noch spaß dabei.

    die sinnlose panik vor dem verlust der männlichen identität verringern wir nur, indem wir einfach mal ein wenig entspannen: ja, es gibt ein paar männer, die gerne mit geschlechterrollen spielen, warum auch immer. einfach mal zur kenntnis nehmen, weiteratmen und sehen, was passiert... ;-)
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#27 remixbeb
  • 06.04.2010, 23:27h
  • hmm..finde nicht so toll, was hier bisher gepostet wurde. Von beiden Seiten. Ich denke, jeder soll das tun oder so leben, wie es ihm gefällt, solange er / sie keinem schadet.
    Allerdings möchte ich als Schwuler umgekehrt auch, dass akzeptiert wird, dass ich mit Männern im Fummel absolut nichts anfangen kann und auch nicht wirklich darüber lachen kann. Aber das darf man bei manchen Schwulen nun mal auch nicht zu laut sagen, weil es zum guten (schwulen) Ton gehört, das ganz ganz toll zu finden.

    Wie auch immer: Glücklicherweise ist die schwule Welt inzwischen genauso bunt und vielfältig wie überall. Und das finde ich auch gut so.
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#28 gatopardo
  • 06.04.2010, 23:35h
  • Antwort auf #11 von alexander
  • Natürlich schwingt Nostalgie wegen unserer verlorenen Jugend mit, wenn wir über die 60er berichten,die ja nicht immer nur reines Zuckerschlecken waren. Später dann die nach Stars,Parfum und Pelzen riechenden Tuntenbälle, die wir aber heute aufgrund unseres Alters und anderer Prioritäten sicher nicht mehr besuchen würden. Tja und wer da nun tuntig ist und wer nicht, das wird schliesslich auch immer unwichtiger angesichts der Tatsache, dass wir uns erst einmal in der Gegenwart zurechtfinden müssen.
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#29 Gay PrideAnonym
#30 DragonWarrior
  • 07.04.2010, 06:23h
  • Antwort auf #27 von remixbeb
  • wenn es dich tröstet, remixbeb

    es gibt durchaus "travestie"-shows, die ich derart gruselig finde, dass es mich schüttelt... dieses zeugs was für heteros produziert wird...

    wie gesagt, im bett kann ich damit auch nix anfangen, weil mir der kick fehlt...

    was ich bei der show von RuPaul neben RuPaul selber gut finde:
    - ich hatte bei ihm zu keiner zeit das gefühl, dass er die tunte für die heteros gibt, um den musikalischen oder medialen durchbruch zu erlangen, sondern immer das gefühl: jepp, da zieht einer sein ding durch (und übernimmt dann sogar noch selbstironisch die rolle des wächters im wie-werd-ich-hetero-camp in "But I'm a Cheerleader") und macht das mit soviel Klarheit und Würde, mit Kreativität und Kraft. Selbstironie und Authentizität... insofern ist er durchaus ein vorbild für mich -
    es geht genau darum, zu zeigen, was dahinter stecken kann und welche - für viele auch befreiende kraft - in der drag-queen, in der tunte steckt...

    zu deinem schlusssatz
    "Glücklicherweise ist die schwule Welt inzwischen genauso bunt und vielfältig wie überall. Und das finde ich auch gut so."

    ich wünschte es wäre so, dass sie selber damit umgehen könnte, anstatt sich über Lederkerle, BDSMler, oder eben Tunten zu echauffieren
    *seufz*
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#31 gatopardo
#32 gatopardo
  • 07.04.2010, 09:48h
  • Antwort auf #26 von jojo
  • Das ist es: Unaufgeregt, entspannt hin und wieder in uns hineinhorchen, ob wir nicht doch etwas Weibliches in uns haben. Hetero-Kerle tun das übrigens auch, wenn sie ehrlich sind ! Dann denke ich, dass es Phasen im Leben gibt, wo wir unterschiedliche Vorlieben entwickeln. Ich hatte mal eine, da stand ich auf Transen mit Titten und Schwanz. Ist das für die Jungs hier nun verwerflich ?
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#33 maaaartinAnonym
  • 07.04.2010, 09:51h
  • nochn zusatz - in der christopher street waren es tunten, die zurückgeschlagen haben.

    und dass man im fummel eher selten was aufreißt (aber darum gehts auch nicht) weiß man spätestens seit ralf könig.
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#34 stromboliProfil
  • 07.04.2010, 10:13hberlin
  • Antwort auf #1 von !
  • weils parodie ist! immer noch nicht den kulturellen ursprung der travestie verstanden?
    Eben auch nicht transsexuelle phantasie!

    ...also mal runter vom hohen hocker eurer pseudomännlichkeit; im bett macht ihr die beine schneller breit als manche hafenhure!

    Was macht den passiven mann aus, was die aktive frau; welche chliché muß man noch zitieren um dem unsinn einen"namen " zu geben...
    da aber ist plötzlich nichts feminines, wenn hingehalten wird was die körperöffnungen hergeben?

    Schon in dem schwesterwelle/Kroymann thread wurde versucht, dem phänomen tunte ein gesicht zu geben.. junger schwuler der auch hier wieder seinen unfeflektierten maßstäben nachhängt und dabei einfache dinge offensichtlich aus bornierter unkenntnis und desinteresse miteinander verwechselt.
    Also noch mal für euch zukurzgekommene:
    Tunte ist keine geschlechtsidentität!
    Tunte ist kein sexualobjekt!
    Sie ist ein spiel mit grenzen und auch ein schauspiel.
    Da werden "unscheinbare" männermal zur monroe oder dietrich ( das mehr für die älteren semester...) oder heute zu beyonce -madonna oder gaga.. wobei die (frauen!) sich wieder fetischatribute von schwulen männern aneignen ( leder-S&M.. etc.) ... da wird ausgetauscht und probiert was der körper hergibt. Es ist auch ein aufbegeren gegen die eindimensionalität die in den männer & frauenrollen liegen; wieso kann der mann nicht farbiger werden, wieso eingeengt in seine nadelstreifenphantasie als ausdrucksform.. und das ist kleidung nun negen der wärmundsfunktion ebenso;: ausdrucksmittel!
    Aber in allem ist tunte oder travestie keine festlegung auf eine geschlechterrolle! Und es sind zwei verschieden aspekte rollen zu spielen- ausdruck zu finden!
    Der transvestit ist nach vortrag abgeschminkt und geht nicht mit dir als frau ins bett!
    Wobei ich travestiten kannte, die bevorzugt von heten-machos angemacht , ihre steherqualitäten im bett beweisen mußten weil die herren der schöpfung sich als erste auf den bauch drehten... Übrigens ein phänomen das auch transsexuelle berichten die noch über ihren kleinen unterschied verfügen...! gequirlte scheiße, die da austritt!
    Ich würd mir gern mal ein bild machen von eurer "normal" präsenz: zum hahnenkamm gegeeltes fuzzi-haaroutfit ( sieht aus wie tim & struppi... ) ,sonnenbank-brathänchen-ledergesichter... die augenbrauen angezupft und in designerpantsgehüllt? Wenn tuntig dann doch dies. Selbst die mode der jugendlichen ist tuntig, egal wie macho sich der einzelne darin zu geben versucht.. exaltiert betont (hier körper..) auffällig! Mod eben. Selbst die hip-hop cluft hat tuntige züge. Aber da wird das tuntige zum synonym des dazugehörens.
    Aber auch der kernigste ledertyp hat immer etwas aufgesetzes, aufgezwirpeltes an sich... was ist dann da männlich- eben ledertunte.

    Wenn euch diese lebensweise nicht gefällt; ok , lasst sie bleiben!
    Aber lasst gefälligst eure homophoben ausschwitzungen, eure eher Schwulenklatschern angemessene sicht aufs anderssein. Der schwule wird nicht wegen der tunte verfolgt! Aber es sind immer wieder schwule , die diese paranoia benutzen ,um ihrerseits schwule zu verfolgen.. hier hört der spass, hört unsere toleranz auf.
    Dann , wenns euch nicht passt , geht zum teufel!
    Dann habt ihr hier nicht zu suchen!
    Man muß sich auch trennen können!
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#35 gatopardo
  • 07.04.2010, 10:15h
  • Antwort auf #33 von maaaartin
  • Gut, dass Du das Thema "Fummel" anschneidest.
    Damit es für die Machos unter uns klar ist: Ich bin weder jemals als Frau aufgetreten noch hätte ich mich beim Tuntenball auf diese Weise "angepasst".
    Und Sexpartner mit leicht tuntigem Charakter waren mir egal, denn ich stand und stehe eigentlich nur auf Kerle, die voll schwul sind.
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#36 hwAnonym
  • 07.04.2010, 10:16h
  • Antwort auf #31 von gatopardo
  • ja, das hat er gut gemacht. so ziemlich alle facetten über mehrere beiträge authentisch und glaubhaft verteilt. lob.

    man muss aber auch diese jahre erlebt haben.

    kriegsbemalung hat mir gefallen.
    das trifft's ganz gut auch für mich und die freunde in dieser zeit.

    das ging bei uns und gayfriendly heten so in der 10ten richtig los.

    auftaktveranstaltung war der pflichtbesuch eines
    törrorrüstenprozesses zur staatsbürgerlichen erbauung (sozialkunde).

    ich vertrat die these der erweiterung des berliner modells (wenn's der wahrheitsfindung dient...), als bunter block im zuschaueraum.

    lidschatten, kajal, lippenstift, stricknadeln xxl (das galt damals noch nicht als nahkampfwaffe)
    und massig wolle.

    zu sechst saßen wir da und strickten im rücken des teachers und vor dem erhöhten augen des richters. der wurde rot und röter bis zu einem cholerischen schreianfall zu unserem rauswurf.

    das ganze machte natürlich appetit auf mehr.
    so entwickelte sich die idee "fotosessions".
    "kriegsbemalung" und konservative heten grillen. also dort enlaufen, wo es am drolligsten zu werden versprach.

    oft bekamen wir so personalchefs und abteilungsleiter auf den spiess, meist wurden die
    schon bei unserem anblick gerufen. es gibt da noch herrliche fotoreihen.

    nebenbei auch die heten unter den studenten die ich kenne, kapieren die akkupressur und das
    salzdöschen für wunden aus denen uns unnötig eiter entgegenschwappt(e).

    man muss erst souverän sein, um souverän und mit spass rollen auszuprobieren. ist eigentlich klar.

    mir hat das selbst entdecken tierischen spass gemacht und den freunden auch.
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#37 hwAnonym
#38 stromboliProfil
  • 07.04.2010, 10:29hberlin
  • noch einen nachtrag zu dem ganzen:
    travestie ist auch ein gescetzlich geschützere freraum im altertum- mittelalter und bis in die neuzeit hinein gewesen.
    Wo restrektive sexualnormen- gesetze herrschten, wurde auf den trick der schaustellerei zurückgegriffen.
    Bis ins 1800 war es nicht ungewöhnlich, meist sogar norm, dass frauenrollen von männern gespielt wurden. Hinter dieser möglichkeit versteckten sich auch schwule männer.. so wie später viele den beruf des friseurs oder dekorateurs erlenten...

    Dieses kulturelle vorbild wirkt dan im 1900 jahrhundert ins vaudeville, in den jahrmarkt und dann in den 20zigern ins cabaret. Und entwickelt eine eigen blüte der kleinkunst: travestie!
    Dragon: sicher gibts grottenschlechtes drag.. aber jeder muß ja mal anfangen. Und nicht jeder lebt in der zeit einer rommy haag; wobei ich bezweifle, das rommy heute den selben karriereverlauf nehmen würde.
    Lassen wir den mädels zeit zum sich bilden...
    Derletz zu ostern im schutz ein dragqueen contest, am curry 36 dann der kommentar eines besuchers: schwulkreuzberg wird immer prolliger...
  • Antworten » | Direktlink »
#39 hwAnonym
#40 DragonWarrior
  • 07.04.2010, 10:49h
  • Antwort auf #34 von stromboli
  • aaaah
    du sprichst mir aus der seele...

    und jepp...
    wenn ich mir z.b. die hetero-hip-hopper oder -"gangster" und konsorten von heute anschaue...
    gezupfte brauen, fette glitzerklunker im ohr...
    duftwolke 3m gegen den wind

    vermutlich hätten sie in den 80ern versucht uns eben deswegen zu verprügeln...

    was also ist tuntig?

    ich erinner mich gern an "to wong foo..." als wesley snipes die drag queen gab, die nen rocker aufmischte, der sie anmachte und patrick swayze den prügelnden macho-gatten plattmachte...

    auch dort: starke tunten...
    schon "ein käfig voller narren" - übrigens oscarprämiert in den 70ern - führte zwar zaza vor in ihrer hysterische überdrehtheit... aber zaza war eben auch die, die dann den laden rettete...

    was ist mit priscilla...?

    was ist mit den ganzen tunten, die sich immer wieder benefiztechnisch den arsch aufreißen??

    alles vergessen vor lauter sehnsucht nach der "neuen schwulen natürlichkeit"...? uahhh... bleibt mir vom leib damit... dat is nix als etikettenschwindel, wenn es so daherkommt...
    wenn wir nicht mehr machen dürfen, was uns spaß macht, nur um "richtig schwul" zu sein, dann verzichte ich dankend...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#41 ChristineAnonym
#43 gatopardo
  • 07.04.2010, 12:33h
  • Antwort auf #37 von hw
  • Kicher, kicher.... da hat mir seinerzeit einer meiner ehemaligen Hetero-Kollegen gebeichtet, dass er es nicht erwarten kann, an Karneval und Sylvester wieder in den Fummel zu steigen. Man muss sich da einen gestandenen hübschen, kerligen Mann vorstellen, der mit einer Frau verheiratet ist und mehr weibliche Züge in sich verspürt als unsereins, ohne jemals sexuell auf Männer abgefahren zu sein. Ja, die Vielfalt ist es, die auch @dragonwarrior und @stromboli gerade plastisch beschreiben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#44 SP-ONAnonym
#45 eMANcipation*Anonym
  • 07.04.2010, 13:08h
  • Antwort auf #40 von DragonWarrior
  • Nur geht es da - wie sehr treffend ausgeführt - eben nicht darum, "richtig schwul", sondern "richtig (heteronormiert) männlich" zu sein!

    Ich war übrigens hin und weg, als ich den Beitrag von @hw gelesen habe. Ein solches emanzipatorisches Verhalten ist bei der Facebook-Generation, die von kleinauf so aggressiv wie nie zuvor auf möglichst dumpfes Konsumieren und Funktionieren nach dem kapitalistisch-heteronormativen Modell getrimmt wird, wenn überhaupt, zu einer extrem selten anzutreffenden Ausnahme geworden.

    Leider geht es da in erster Linie nur noch um die totale Berauschung, die Flucht in eine Illusion, welche die effektiv nicht vorhandenen / gefühlten / erfahrbaren Freiräume und den brutalen Leistungs-/Anpassungszwang vergessen machen soll.

    Und dass wir uns nicht falsch verstehen: Ich werfe das in erster Linie unserer Gesellschaft vor, für die der Missbrauch von Kindern immer erst dann für Empörung sorgt, wenn er ins Physisch-Sexuelle geht.
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#46 homonormativAnonym
  • 07.04.2010, 13:15h
  • Antwort auf #36 von hw
  • "ja, das hat er gut gemacht. so ziemlich alle facetten über mehrere beiträge authentisch und glaubhaft verteilt. lob."

    Manche wissen sich halt unter Vereinnahmung anderer zu profilieren.

    Höhere Weihen?

    Oder Kampf um die Nachkommenschaft?
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#47 DragonWarrior
#48 hwAnonym
  • 07.04.2010, 14:10h
  • Antwort auf #46 von homonormativ
  • denke nicht:

    "..vermutlich hätten sie in den 80ern versucht uns eben deswegen zu verprügeln...."

    deostift: v. stahl wie zinn (beide alexander)

    er weiss auch, wie ich, dass "frechheit" damals noch gut überrumpeln konnte. man roch die möglichkeiten. man war schon mutig, wußte aber auch um die damalige "beschränktheit" des gegners und um den "moralischen" sieg schon vor
    feindkontakt (kriegsbemalung).

    der gegner hatte meist noch keine übung in verfeinerter und taktisch z.t. kluger reaktion.
    die zufällig anwesende allgemeinheit war durch vergleichsweisen bildermangel, gemessen an den letzten
    jahrzehnten, optisch noch gut in die mangel zu nehmen.

    wobei mir die fb-studis heute beim anbblick der alten fotografien, ich beziehe das auf meine region, sagen, für sowas bekäme man heute keine gruppe mehr zusammen, leider.

    provokation wird eben früh geahndet und eben nicht von den underdog-brillis.

    natürlich kommte hinzu, dass das klima, jeder "spass ein treffer" auf zweischneidige weise nicht mehr so ist.
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#49 KameliendameEhemaliges Profil
#50 vingtans
  • 08.04.2010, 01:22h
  • wär ich transexuellveranlagt...wär ich nen prima jackie onassis double!

    aber hey...wir haben doch alle irgendwo nen kleines mädchen in uns...hab ich recht?!
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#51 stromboliProfil
#52 stromboliProfil
  • 08.04.2010, 10:58hberlin
  • Antwort auf #41 von Christine
  • danke für den wink..
    aber die these, es gäbe nur die männliche tunte lässt sich auch ausweiten auf frauen, wenn sie die rolle des maskulinen übernehmen.
    Da nennt es sich butch oder altertümmlich hosenrolle..
    was den schluß zulässt: es ist die hervorhebung spezifischer eigenschaften und deren übertreibung die den camp , die tunte ausmachen.

    Wie schon oben angedeutet ist die "tunte" einer theater/operettentradition des 1900 jahrhunderts verbunden.
    Männer die frauenrollen spielten, die von frauen unspielbar waren weil parodistisch angelegt; ausnahmen eine Adele Sandrock oder eine Elisabeth Flickenschild.
    Umgekehrt männerrollen von frauen gespielt, um die zweideutigkeiten der rollen zu unterstreichen... siehe "zarewitsch", in der sich zar peter in einen jüngling (von frau gesungen!) verliebt, um nach langem hin und her und vielen verwechslungen eine unlogische auflösung aufgezwungen zu bekommen weil ja mann nicht mann lieben kann... aber die auflösung eher zum lachen reizt. Im kern bleibt das spiel mit den rollen in erinnerung!
    Fanny Elser, eine gefeierte primadonna um 1836 in wien, kreiert "le diable boitex" einem dem spanischen - cachucha- nachempfundenen ... "freizügigen,geradezu lasziven tanz " (so die zeitgenössiche kritik, mit grossem erfolg am wiener opernhaus. Noch erfolgreicher die parodie durch den komiker Wenzel Scholz in der selben rolle --" die begeisterung des publikums war so groß, dass Bäuerles Theaterzeitung ihn im kostüm abbildete... zur höheren ehre der Fanny Elsner natürlich , wie man scheinheilig bekundete...".

    16. herve64 : ..."und diese Clownerie hat nun mal keinerlei emanzipatorischen ...
    Kulturgeschichtlich hält so die homosexualität in nachfolge der aufklärung über theater und vergnügung einzug in die massenwahrnehmung der heterogesellschaft.
    So liegen die dinge!
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#53 draghousekeepingAnonym
#55 jochenProfil
#56 KameliendameEhemaliges Profil

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