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Kommentare zu:
Weck die Tunte in dir!


#51 stromboliProfil
#52 stromboliProfil
  • 08.04.2010, 10:58hberlin
  • Antwort auf #41 von Christine
  • danke für den wink..
    aber die these, es gäbe nur die männliche tunte lässt sich auch ausweiten auf frauen, wenn sie die rolle des maskulinen übernehmen.
    Da nennt es sich butch oder altertümmlich hosenrolle..
    was den schluß zulässt: es ist die hervorhebung spezifischer eigenschaften und deren übertreibung die den camp , die tunte ausmachen.

    Wie schon oben angedeutet ist die "tunte" einer theater/operettentradition des 1900 jahrhunderts verbunden.
    Männer die frauenrollen spielten, die von frauen unspielbar waren weil parodistisch angelegt; ausnahmen eine Adele Sandrock oder eine Elisabeth Flickenschild.
    Umgekehrt männerrollen von frauen gespielt, um die zweideutigkeiten der rollen zu unterstreichen... siehe "zarewitsch", in der sich zar peter in einen jüngling (von frau gesungen!) verliebt, um nach langem hin und her und vielen verwechslungen eine unlogische auflösung aufgezwungen zu bekommen weil ja mann nicht mann lieben kann... aber die auflösung eher zum lachen reizt. Im kern bleibt das spiel mit den rollen in erinnerung!
    Fanny Elser, eine gefeierte primadonna um 1836 in wien, kreiert "le diable boitex" einem dem spanischen - cachucha- nachempfundenen ... "freizügigen,geradezu lasziven tanz " (so die zeitgenössiche kritik, mit grossem erfolg am wiener opernhaus. Noch erfolgreicher die parodie durch den komiker Wenzel Scholz in der selben rolle --" die begeisterung des publikums war so groß, dass Bäuerles Theaterzeitung ihn im kostüm abbildete... zur höheren ehre der Fanny Elsner natürlich , wie man scheinheilig bekundete...".

    16. herve64 : ..."und diese Clownerie hat nun mal keinerlei emanzipatorischen ...
    Kulturgeschichtlich hält so die homosexualität in nachfolge der aufklärung über theater und vergnügung einzug in die massenwahrnehmung der heterogesellschaft.
    So liegen die dinge!
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