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  • 08. April 2010 19 2 Min.

Der Cologne Pride hat als diesjähriges Motto "Stolz bewegt" ausgewählt – der CSD steht dabei auch im Zeichen der Gay Games, die Ende Juli in Köln beginnen.

Mit dem Motto wollen die Organisatoren des Kölner Lesben- und Schwulentages (KLuST) zeigen, dass Lesben und Schwule eine "starke Bewegung" bildeten: "Wir können stolz darauf sein, was wir in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam erreicht haben", schreibt der Verein. Und obwohl der Begriff "Stolz" in Deutschland seit der Nazi-Diktatur teilweise diskreditiert sei, "haben wir uns entschlossen, ihn im Motto zu verwenden". Das Wort "Stolz" solle dabei nicht von Hochmut zeugen, sondern vom gewachsenen Selbstbewusstsein von Lesben und Schwulen. Zudem empfänden gerade Jüngere den Begriff wertfrei und könnten ihn ohne dunkle Erinnerungen verwenden.

Das aus Amerika stammende Label "Pride" wird bereits seit Jahrzehnten für die Homo-Community beansprucht. "Stolz bewegt zeigen auch die Lesben und Schwulen in Köln, dass wir als gesellschaftliche Minderheit eine Rolle spielen und uns nicht an den Rand drängen lassen", erklärt der KLuST.

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Gegen "dauerhaften Stillstand"

Dieses Jahr steht der Kölner CSD im Schatten der Gay Games. Der ColognePride sieht sich dabei als "Partner und Vorbote" des "weltweit größten Breitensportevents". Dabei zog der KLuST auch einen Zusammenhang zwischen der Arbeit von Homo-Aktivisten und von Sportlern: "Sportliche Bewegung wie auch die gesellschaftspolitische Arbeit der Schwulen- und Lesbenbewegung, haben als gemeinsamen Feind den dauerhaften Stillstand". Die Aktivisten hoffen, dass sie fit sind für den "Langstreckenlauf zu Gleichberechtigung und vollständiger gesellschaftlicher Anerkennung".

Im vergangenen Jahr sorgte der CSD Köln für Negativschlagzeilen, als er Benimmregeln für die Besucher einführte. Die Veranstalter drohten damit, dass Helfer bei Bedarf nicht ganz gesetzeskonforme Teilnehmer wie "Wildpinkler" bei der Polizei anschwärzen würden (queer.de berichtete). Auf dem ColognePride sorgte sich der deutschlandweit einzigartige CSD-Verbotskatalog allerdings für keine Zwischenfälle. (dk)

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-w-

#1 LorenEhemaliges Profil
  • 08.04.2010, 13:47h
  • Inspirations-Quälen?

    www.youtube.com/watch?v=laUJzGMUEI4

    Oder wie schreibt man bei designphrasen.de so schön:
    "Effiziente Werbung sollte in der Gestaltung auf die inhaltlich wesentlichen Punkte reduziert sein.
    Weniger ist mehr."

    Auch dort zu finden:
    "Es ist besser, mit Originalität zu scheitern, als mit einer Imitation zu bestechen (Herman Melville)"
  • Direktlink »
#2 alexander
  • 08.04.2010, 13:50h
  • wieso überkommt mich beim lesen dieses artikels leichte übelkeit ?
    (allein an der "aussagefähigkeit" des plakates kann es nicht liegen !)
  • Direktlink »
#3 Liedel
  • 08.04.2010, 16:30h
  • Wenn Ralph Morgenstern in Interviews befürchtet, dass Köln immer mehr zugunsten von Berlin abgibt, hat er ja sowas von recht.
    Die Westerwellisierung (Eröffnungsrede Gay- Games) sowie die Meisner- und Lesbisierung durch den KLuSt ("Benimmordnung", warum nennen die sich eigentlich nicht gleich KLT, oder KLMT wie Kölner Lesben- und Meisnertag) des CSD lassen erahnen, dass sämtliche Gay- Veranstaltungen der Domstadt künftig wohl zu Spießerveranstaltungen werden.

    Wie schon mal gesagt, Gay Games? Nee danke. Wenn schon "Pride", dann London Pride (auch direkt Anfang Juli) ...hab schon gebucht
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