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  • 09. April 2010 4 1 Min.

Der Oberste Gerichtshof der Philippinen hat das Verbot der Teilnahme einer Homo-Partei bei den Parlamentswahlen im Mai aufgehoben.

Die 15 Richter hoben einstimmig eine Entscheidung der nationalen Wahlkommission auf, die der schwul-lesbischen Gruppe Ang Ladlad (Raus aus dem Schrank) nicht als Partei anerkannte. Die Kommission hatte argumentiert, dass Ang Ladlad die Sittenlosigkeit fördere und die Gefühle sowohl Christen als auch von Muslimen verletzen könne. Die Homo-Organisation schaffe damit "ein Umfeld, das nicht mit den Lehren unseres Glaubens übereinstimmt".

Die Richter erklärten, Homosexualität sei zwar in der Gesellschaft umstritten und würde insbesondere von religiösen Menschen abgelehnt. "Aber wir erinnern daran, dass die Philippinen es nicht als nötig ansehen, homosexuelle Handlungen zu verbieten", heißt es in der Urteilsbegründung. Aus diesem Grund könne auch eine Interessengruppe für Homosexuelle nicht von der Wahl ausgeschlossen werden.

Auf den Philippinen ist Homosexualität legal, gilt aber unter vielen Einheimischen als Tabu-Thema. Eine ausgeprägte Macho-Kultur trägt dazu bei, Coming-outs zu erschweren. Zudem können selbst harmlose Zeichen der Zuneigung in der Öffentlichkeit zu einer Anklage wegen der Erregung öffentlichen Ärgernisses führen. (dk)

-w-

#1 JustiXXXerAnonym
  • 09.04.2010, 18:16h
  • Eine weise Entscheidung, die das Gericht gefällt hat und das ist auch gut so!
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#2 GuerriXXXerAnonym
#3 LorenEhemaliges Profil
  • 09.04.2010, 18:57h
  • Oberste Gerichte, die gesellschaftliche Homophobie in die Schranken weisen müssen. Kommt mir bekannt vor. Schön, dass sich Ang Ladlad zur Wahl stellen kann.
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