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Kommentare zu:
Helmut Schmidt will kein Homo-Feind sein


#1 hammerAnonym
#2 alexander
  • 12.04.2010, 16:49h
  • da müssen sich ausgerechnet die hirntoten der lsu aufregen, die damals noch quark im schaufenster waren !
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#3 NachweltAnonym
  • 12.04.2010, 16:49h
  • Gut das er sich zu diesem Thema meldet und Stellung bezieht.

    Es ist nämlich wichtig, dass er frei erfundene Aussagen öffentlich bestreitet, damit diese für die Nachwelt nicht falsch in Erinnerung bleiben.

    Jetzt kann ihn also keiner mehr als homophob bezeichnen.

    Aber gross für LGBT Rechte eingesetz hat er sich nicht, das bleibt wohl weiterhin wahr.
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#4 LorenProfil
  • 12.04.2010, 17:55hGreifswald
  • Schmidt hat in seiner Zeit als Bundeskanzler nichts für die LGBTI getan und emanzipatorische Ansätze des damaligen Koalitionspartners abgewehrt. Für die strukturkonservative SPD und ihre Mitglieder bzw. Wähler war Gleichstellungspolitik schlicht kein Thema. Daher haben sich damals viele Lesben und Schwule bei den sich bildenden Grünen engagiert, die dieses Thema später neben der Umwelt-und Friedenspolitik aufgriffen. Schmidt war m.E. schlicht ignorant - zum Nachteil der Betroffenen.
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#5 gayreporterAnonym
  • 12.04.2010, 18:07h
  • Es ist schlimm für die linken Aktivisten: Aber es führt kein Weg daran vorbei, dass es die CDU-Regierung war, die den Paragrafen kippte. Dass ich nicht falsch verstanden werde, die Union hat ansonsten alles blockiert in puncto Gleichstellung. Heute kommt es einem aber gelegentlich schon etwas komisch vor, dass die Linke jeglichen Fortschritt für sich reklamiert, was sich mit den Fakten nicht immer deckt. So bestreiten ja auch viele, dass wer die meisten Atomkraftwerke in Deutschland bauen ließ? Richtig: Die SPD. Bemerkenswert, wenn man sich die Debatte heute beschaut.
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#6 hwAnonym
#7 Liedel
  • 12.04.2010, 18:30h
  • @gayreporter

    Wer ist in diesem Zusammenhang "die Linke"?
    SPD= links? Nun ja...
    Und seit wann werden Kernkraftwerke von Parreien gebaut? Seltsam...
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#8 Julek89
  • 12.04.2010, 18:41h
  • Oh man...
    (nicht bewiesene) Aussage aus der Steinzeit bringt diese komischen überflüssigen LSU-Verstrahlten auf die Palme...hängen sich aber DER Partei mit den diskriminierensten Haltungen und Aussagen gegenüber Homos an... Boah dieser Haufen ist sowas von lächerlich xD

    Und naja...also wie jemand hier schrieb, von wegen die CDU hast das gekippt...naja bestimmt eher, weil die DDR das ganz kurz vorher so getan hatte...also die Sozialisten drüben...und die CDU nachziehen musste bei der Rechtsangleichung...aus eigenem Wille kippten die FÜR und noch nichts...

    und das wird sich bei denen auch nie ändern...!

    Zudem müssen wir uns jetzt auf zukünftige Entscheidungen konzentrieren und hierbei für DIE 5 Parteien ganz grob gesagt:

    LINKE, Grüne, SPD : JA!

    CDU/CSU, FDP : NEIN!
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#9 BehottAnonym
  • 12.04.2010, 18:42h
  • Selbst wenn die SPD die meisten Atomkraftwerke gebaut hat oder in den 70 er gegen die Streichung des § 175 war was sagt das aus. Wir fordern immer Veränderung und wenn sich eine Partei in 30 Jahren entwickelt, finde ich das allemal besser, als wenn man etwas streicht, nur weil es per Europa oder im Rahmen des Einigungsvertrages geschieht.

    Was nuttzte die Streichung des § 175 usn denn, gar nichts - Rechte hat die CDU uns deshalb keine gleichen gegenben !
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#10 alexander
  • 12.04.2010, 18:53h
  • Antwort auf #5 von gayreporter
  • schmarrn, gustav heinemann hat als spd-justizminister 1969 dafür gesorgt das homosex unter männern (über 18j.) kein straftatbestand nach § 175, mehr war !!!

    1994 wurde der § im zuge der rechtsangleichung zum DDR-recht gestrichen und das schutzalter auf 14 j. abgesenkt, wie bei den mädels.
    die cdu hat also mitnichten etwas gekippt , sondern nur zwangsläufig unvermeidliches angepasst !
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#11 175erAnonym
  • 12.04.2010, 19:15h
  • Antwort auf #5 von gayreporter
  • Den Konservativen blieb gar nichts anderes übrig, den 175er zu streichen, andernfalls hätte der Paragraph nämlch in der ehemaligen DDR wieder eingeführt werden müssen.

    Im übrigen bleibt's da bei, Schmidt war ein Schwulenhasser, denn er hatte es zu letztlich zu verantworten, dass während seiner Zeit als Innensenator in HH systematisch Toilettenanlagen bespitzelt wurden, und Homosexuelle systematisch verfolgt wurden.

    Erst Corny Littmann (HH) hat in der sogen. "Spiegelaktion" diesem Treiben ein Ende gesetzt, indem er mit Gewalt, diese Einwegspiegel zertrümmerte, hinter den Beamte das treiben der Schwulen beobachten und zur Anzeige brachten.
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#12 175erAnonym
  • 12.04.2010, 19:36h
  • Antwort auf #8 von Julek89
  • Alle Parteien haben sich bei der Abschaffung des §§ 175 nicht mit Ruhm bekleckert, SPD CSU und FDP haben mit uns Schwulen schon lange ihre "Spielchen" getrieben, die SPD (und damals auch die DKP) natürlich schon zu Zeiten der Weimarer Republik.

    Empfehlenswert sind zwei Bücher:
    1. Arbeiterparteien und Homosexuellenfrage: Zur Sexualpolitik von SPD und KPD in der Weimarer Republik. Hrsg.: Rüdiger Lautmann. Berlin. Verlag Rosa Winkel. 1980
    2. Die Linke und das Laster
    Schwule Emanzipation und linke Vorurteile. Hrsg.: Detlef Grumbach. Hamburg. MännerschwarmSkript Verlag 1995
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#13 175erAnonym
  • 12.04.2010, 19:42h
  • Antwort auf #8 von Julek89
  • Alle Parteien haben sich bei der Abschaffung des §§ 175 nicht mit Ruhm bekleckert, SPD CSU und FDP haben mit uns Schwulen schon lange ihre "Spielchen" getrieben, die SPD (und damals auch die DKP) natürlich schon zu Zeiten der Weimarer Republik.

    Empfehlenswert sind zwei Bücher:
    1. Arbeiterparteien und Homosexuellenfrage: Zur Sexualpolitik von SPD und KPD in der Weimarer Republik. Hrsg.: Rüdiger Lautmann. Berlin. Verlag Rosa Winkel. 1980
    2. Die Linke und das Laster
    Schwule Emanzipation und linke Vorurteile. Hrsg.: Detlef Grumbach. Hamburg. MännerschwarmSkript Verlag 1995
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#14 175erAnonym
  • 12.04.2010, 19:42h
  • Antwort auf #5 von gayreporter
  • Den Konservativen blieb gar nichts anderes übrig, den 175er zu streichen, andernfalls hätte der Paragraph nämlch in der ehemaligen DDR wieder eingeführt werden müssen.

    Im übrigen bleibt's da bei, Schmidt war ein Schwulenhasser, denn er hatte es zu letztlich zu verantworten, dass während seiner Zeit als Innensenator in HH systematisch Toilettenanlagen bespitzelt wurden, und Homosexuelle systematisch verfolgt wurden.

    Erst Corny Littmann (HH) hat in der sogen. "Spiegelaktion" diesem Treiben ein Ende gesetzt, indem er mit Gewalt, diese Einwegspiegel zertrümmerte, hinter den Beamte das treiben der Schwulen beobachten und zur Anzeige brachten.
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#15 68erAnonym
  • 12.04.2010, 20:00h
  • Antwort auf #13 von 175er
  • Es ist eine reichlich absurde Interpretation, oder besser: Verfälschung, der Geschichte, gerade diejenigen, die vom ersten Moment an den deutlichsten Widerstand gegen die Nazis und gegen Hitler geleistet haben, hier als "schädlich für schwule Emanzipation" zu diffamieren.

    Wenn Schwule sich historisch bilden wollen (und das sollten sie!) hinsichtlich der Frage, auf welche politischen Kräfte sie sich im schlimmsten Fall verlassen können - nämlich wenn ihr Existenzrecht und das anderer Menschen auf dem Spiel steht - dann sollten sie doch etwas genauer hinsehen und ihre entsprechenden Schlussfolgerungen für die Gegenwart ziehen!
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#16 hwAnonym
#17 stromboliProfil
  • 12.04.2010, 20:34hberlin
  • Antwort auf #3 von Nachwelt
  • naja, wie er so schön sagt: "Wahr ist vielmehr, dass ich mich nie mit der Sache befasst und deshalb mich auch zu keinem Zeitpunkt gegen die Streichung gestellt habe"... mehr desinteresse muß er nicht ausdrücken!

    Das bild der fdp in jenen tagen ist in keiner weise vergleichbar mit dem der heutigen! Und die versuche von Baum, Hirsch und Maihofer sind sehr wohl in unserer erinnerung.
    Aber es gab schon damals die unmöglichkeit gegen die cdu/csu einen reformdurchbruch über den bundesrat mitbeschliesen zu lassen. Immerhin: politisch gesehen war die fdp jener zeit offen auf unserer seite!

    Die lsu-saubermänner sollten beim suchen in der vergangenheit, ihre eigenen frontmänner sich zur brust nehmen..zimmerman (!) , alfred dregger (! selbst barzel lies die christliche notwendigkeit des erhaltes des § 175 ins stammbuch der partei hineinschreiben, bis hin zu kohl nur negatives; da haben sie genug, um sich zu ärgern...
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#18 hwAnonym
  • 12.04.2010, 20:52h
  • Antwort auf #15 von 68er
  • ...vom ersten Moment an den deutlichsten Widerstand...

    Das war die KPD. Schon vor Hitler.

    Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler.
    Wer Hitler wählt, wählt Krieg !

    Kommunistischer Widerstand, hauptsächlich durch die KPD, war vor allem in der Frühzeit des Regimes aktiv. 1934/1935 wurde er aufgrund seiner überschaubaren Organisationsstruktur durch Verhaftungswellen stark geschwächt und verlagerte sich teilweise in die Konzentrationslager, wo illegale Häftlingsstrukturen aufgebaut wurden. 1936–1938 gingen zahlreiche Kommunisten nach Spanien, um in den Internationalen Brigaden mitzukämpfen. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion (Juni 1941) entstanden wieder etliche kommunistische Widerstandsgruppen (unter anderem um Bernhard Bästlein, Wilhelm Knöchel, Anton Saefkow, Georg Schumann, Robert Uhrig), die sich zum Teil am Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) orientierten. Saefkow und Bästlein hatten über Adolf Reichwein 1944 Kontakt zu den Verschwörern des 20. Juli 1944.
    Rote Hilfe Deutschlands
    Vereinigte Kletterabteilung, bekannt als Rote Bergsteiger
    Transportkolonne Otto (verteilte in der Schweiz produzierte Flugschriften in Südwestdeutschland)
    Die Europäische Union um Robert Havemann und Georg Groscurth

    Als Beispiel einer von Kommunisten initiierten Widerstandsaktion in der Form eines versuchten Generalstreiks schon zu Beginn des Nationalsozialismus, siehe unter Mössinger Generalstreik.
    Eine überwiegend aus jüdischen Mitgliedern bestehende kommunistische Widerstandsorganisation war die Gruppe um Herbert Baum in Berlin, deren Mitglieder 1942 nach einem Brandanschlag auf eine nationalsozialistische Propagandaausstellung im Lustgarten größtenteils verhaftet und ermordet wurden.

    Mit dem Verbot der SPD am 22. Juni 1933 gruppierte sich der sozialdemokratischen Widerstand.
    Bis dahin sah die SPD in Hitler ein vorübergehendes Phänomen.

    Am 8. Mai 1945 war es vorüber.

    einestages.spiegel.de/hund-images/2008/07/11/87/1b49682fad15
    6a926f74dd54af796eba_image_document_large_featured_borderles
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    de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_den_Nationalsozialism
    us
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#19 hwAnonym
#20 MartinRAnonym
#21 hwAnonym
#22 axelschwarz
  • 12.04.2010, 22:38h
  • Man mag über die und diese Geschichte denken wie man will. Ob sie sich so zugetragen hat oder anders. Es ist müßig darüber zu diskutieren. Manches hat auch - ob man will oder nicht - mit Zeitgeist zu tun. Es war wohl noch nicht so weit. CDU, speziell aber CSU und auch eine SPD (der ich angehöre) machen es sehr schwer, diese Themen voranzubringen um andere nicht zu verprellen und auch aus Ignoranz, weil es wohl wichtigeres gibt.
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#23 KinkyblinkyAnonym
  • 12.04.2010, 23:01h
  • Herr Schmidt ist ein Sozialdemokrat mit ziemlich konservativen Ansichten was die Homorechte bei uns in Deutschland angeht. Er wird es auch leider nicht mehr abschütteln!
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#24 Anwar as-SādātAnonym
#25 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 13.04.2010, 01:25h
  • Niemandem waren wir Homosexuellen egaler als Helmut Schmidt, und für niemandem waren wir psychisch kranker als für Helmut Schmidt. Aber war diesem Mann nicht generell alles abwegig, was er selbst zu denken, was er selbst zu empfinden, zu fühlen nicht fähig war? Wo andere ein Herz haben, hat Helmut Schmidt seit mindestens 70 Jahren ein Konglomerat aus Staatsräson und "ich weiß sowieso alles besser als andere".
    Kommt, lasst ihn so sterben. An einem 91jährigen sich zu reiben, ist läppisch. Was soll das?! Lasst ihn in Frieden von uns gehen. Von seinem Zuschnitt gab es zu seiner Zeit, die längst abgelaufen ist, weitaus Schlimmere.
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#26 womenAnonym
  • 13.04.2010, 04:45h
  • Lasst doch den ollen Mann .
    Was muss der Haubrich jetzt noch einem 91 jährigen alten Mann noch vorwerfen ,was der vor 35 oder 4 0Jahren mal gesagt hat oder nicht .
    Lächerlich
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#27 alexander
#28 herve64Ehemaliges Profil
  • 13.04.2010, 09:23h
  • Antwort auf #5 von gayreporter
  • Entscheidend ist für mich eher, WARUM eine gewisse politische Strömung den Paragraphen gekippt hat und WIE diese Streichung in den Medien behandelt wurde. Ich kann mich noch gut daran entsinnen, dass an jenem Tag dieses Ereignis nur geflissentlich mit einem Nebensatz in der TAGESSCHAU erwähnt wurde, ansonsten herrschte Schweigen frei nach dem Motto "lasst das die Bevölkerung (insbesondere die schwule) bloß nicht zu früh mitkriegen."

    Und nun zum WARUM: die damalige schwarz-gelbe Regierung hat mit erheblicher Verspätung begriffen, dass sie mit einer derartigen Diskriminierungspolitik bald allein auf weiter Flur steht: zum Zeitpunkt des Wegfalls des § 175 hatte Dänemark bereits fünf Jahre die eingetragene Lebenspartnerschaft, andere westeuropäische Staaten waren am Nachziehen oder debattierten darüber. Angesichts dieser Entwicklungen konnte man nicht ein derartiges Relikt aus alten Zeiten weiter aufrecht erhalten, wollte man nicht als rückständig gelten.

    Übrigens: die DDR war bereits früher dran mit der Streichung ihres § 175-Pendants, und natürlich musste man deshalb damals auch die unterschiedlichen Rechtslagen angleichen (was ja dann auch gedauert hat).

    Insofern brauchen sich die Unionsanhänger hier gar nicht so aufzuplustern: wenn es die schwarz-gelbe Kohl-Administration war, die hier die Streichung beschlossen hat, dann hat sie es mit Sicherheit nicht wegen der schönen Augen der Schwulen getan, sondern aus rein pragmatischen Interessen.
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#29 stromboliProfil
  • 13.04.2010, 09:31hberlin
  • Antwort auf #18 von hw
  • um die dinge ins lot zu bringen.. schmidt war, wie sein bayrischer wiedergänger strauß willfähriger mitgänger großdeutscher geschichte.. bis zum bitteren ende!
    Erst dann ernüchterung und bei ihm, mir glaubhaft, scham! Das ist mehr als andere zu leisten in der lage waren!

    Aber er ist auch infiziert vom unseeligen geist der "frontsoldaten": durchmaschieren wenns eng wird , ansonsten die kollateralschäden in kauf nehmend... siehe deutscher herbst.
    Entsprechend hanseatisch zurückgehalten auch seine abneigung für schwule, sein etwas abschätzender witz wenns um uns warme brüder geht ... kohls-strauß`sche männerfreundschaft war immer ziel doppeldeutiger witzeleien seinerseits.. aber eben hanseatisch zurückgenommen.
    Was war nun schlimmer; die polternde , klerikal/christlich verbrähmte moralepistel aus dem damal zutiefst reaktionären süden deutschlands , oder der hinterfotzige hanseatenwitz...
    aber eben auch alles eine frage der generation und der zeit,der sie entstammen; nichts entschuldigend, aber die dinge ins rechte licht rückend..! Entsprechend der versuch seitens der lsu`ler ,zeitgeschichte aufbereiten zu wollen ebenso dahergeplappert ist wie z.b. beitrag #20: ohne sinn und verstand!
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#30 stromboliProfil
  • 13.04.2010, 09:39hberlin
  • Antwort auf #22 von axelschwarz
  • eben diese teilung in wichtiges und wichtigeres, macht es so einfach dinge zu blockieren, die sehr wohl von "wichtigkeit" sind. Und man kann seine heimlichen abneigunggen hinter solchen sprüchen verbergen.
    Wenn das ein von aussen kommender macht, ist mir das verständlich, wenn schwule aber selbige kriterien als denkmaßstab übernehmen, ist es selbstzerfleichend und nicht nur zeitgeist
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#31 stromboliProfil
  • 13.04.2010, 10:45hberlin
  • Antwort auf #28 von herve64
  • Hast recht, es waren nicht die schönen augen der schwuchteln; hab das damals nur tage später mitbekommen in italien aber mir blieb auch in erinnerung: zum schwulenparagraphen speziell nur was in der Frankfurter Rundschau... die rücknahme des abtreibungs-§ der DDR hingegen ist ebenfalls mehr stillschweigend abgehandelt worden... war dies schließlich das tauschgeschäft um im bundestag durchgewinkt zu werden... bloß nicht mitkriegen lassen wenns im gleichschritt mal wieder zurück geht...
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#32 Rosa_von_ZehnleProfil
  • 13.04.2010, 13:28hLeipzig - Zentrum
  • SPD schädigte jahrzehntelang die Homosexuellen!

    „Die SPD führte 1932 den Stereotyp vom ´homosexuellen Nazi´ in den politischen Kampf ein. Damit hat sie jedoch lediglich den Homosexuellen geschadet, nicht den Nazis. Kolportage schlimmsten Sexualklatsches verhinderte nicht den Wahlsieg der NSDAP. Die SPD-Blätter zeigten sich hinsichtlich ihrer Einstellung zur homosexuellen Frage wieder einmal janusköpfig (wie schon 1902 in der Krupp-Affäre), sie waren wohl gegen beides: Gegen den § 175 und gegen die Homosexuellen! Sagte nicht auch SPD-Kanzler Helmut Schmidt 1980, er wollte nicht ´Kanzler der Schwulen´ sein!
    Kontinuität der SPD-Geschichte?“ - Quelle:

    www.rosa-archiv.de/digitalbestand/deszeneueberregional/gayne
    ws/index.php


    Dieser Auszug ist aus der von 1990-1993 publizierten bundesweiten GAY NEWS und ergänzend möchte ich folgende Bemerkungen machen:
    Seit diesen Tagen wissen wir zwar, und ich persönlich möchte es einmal „unter Vorbehalt“ (Politiker sagen ja leider allzu oft nicht die Wahrheit) annehmen, daß Schmidt nicht „nicht der Kanzler der Schwulen" ist, doch wir wissen auch, daß die SPD mit ihren Bundeskanzlern in den Zeiten ihrer Regierungsverantwortung (BK Brandt von 1969-1974 und BK Schmidt von 1974-1982) auch absolut nichts unternommen hat, den Homosexuellen für das schändliche Tun ihrer Alt-SPD-Genossler in den 1900-1930er Jahren nicht (?) „entschädigend“ die Hand gereicht und sich für die Abschaffung des 175er eingesetzt hat. Man bedenke: SPD steht für „sozial(demokratisch)“
    Erst unter Helmut Kohls und der CDU-geführten Regierung (1982-1998) wurde dann endlich 1994 der § 175 abgeschafft. Man bedenke: CDU steht für „konservativ“!

    Immerhin haben wir es in unserer eigenen Emanzipation und mit dem Immer-wieder-aufmerksam-Machen, daß es sich bei Schwulen und Lesben um eine ganz natürliche Variante des Dasein handelt, bei den Heteros soweit gebracht, daß gemäß einer Emnid-Umfrage von 2007 sich erstaunliche 79 % aller Bundesbürger einen homosexuellen Bundeskanzler vorstellen können.
    Na dann mach mal ran Guido! Oder Wowi? Oder wer?

    Beste Grüße
    Jürgen

    www.rosa-archiv.de
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#34 stromboliProfil
  • 13.04.2010, 14:31hberlin
  • Antwort auf #32 von Rosa_von_Zehnle
  • na ja beim rundschlag die erste reform unter gustav heinemanns federführung vergessen!
    Immerhin gegen den wiedersatnd seitens cdu/csu und der cdu/csu/länderregierungen ( unter anderem kohl!) eine minireform, die ersten druck von uns nahmen! Ich selbst an einem verfahren vorbei rutschte!
    Da wurden dann auch die ersten verfahren eingestellt wegen fehlendem öffentlichen interesse!!
    Und es war der geistige nährboden eben auch der schwulen ( die vornemlich konservativ zu dieser zeit!) sich selbst zu organisieren... die nachfolgende (!) radikalisierung war teil der erkenntnis, dass wenn nicht mit radikalsten forderungen , dann überhaupt kein sich bewegen der parteien..; seltsamerweise war es dann die fdp in ihrer hochblüte liberaler ( hier im wahren sinn des wortes!) denkweise, die druck machte in den kremien und so auch die spd vor sich her trieb.

    Die spd hat zugegebener maßen keine rühmliche rolle gespielt wenn es um den umgang mit uns ging! Aber auch hier einzelne stimmen innerhalb der partei sehr wohl sich dem fortschrittlichen der sexualerziehung verbunden fühlten... so nach 70 die reform der schulehtik zur sexualaufklärung... da wurde homosexualität explizide mit in den lehrplan eingefügt... ich weis... ländersache.. aber immerhin versuche gab es.

    Die spd der 020ziger-30ziger jahre ist gegenüber der sexualität verkniffen und kommunistenfeindlich geprägt: unterstellte man doch den kommis die freie liebe und ähnlich unsägliches.. da war tante spd eher auf schreber - garten niveau.
    Zum oben angesprochen homo-nazi gibt es von tucholsky eine berühmte streitschrift.. die ist heute noch lesenswert!

    de.wikisource.org/wiki/R%C3%B6hm_%28Tucholsky%29
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#35 Liedel
  • 13.04.2010, 15:03h
  • "Wo andere ein Herz haben, hat Helmut Schmidt seit mindestens 70 Jahren ein Konglomerat aus Staatsräson."

    Soweit ich weiss hat der da nen Schrittmacher, deswegen hält sein Organismus die viele Qualmerei auch bis ins hohe Alter aus
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#36 zeitungsleserAnonym
  • 13.04.2010, 18:48h
  • Antwort auf #3 von Nachwelt
  • bei allem Respekt gegenüber dem Ex-Bundeskanzler: dass Schmidt-Schnauze auf einmal in einem persönlichen Brief seine (politische!) Homo-Ablehnung nicht mehr wahr haben will, wundert doch sehr.

    Eigentlich möchte ich ihm ja glauben, aber da müssen die Liberalen wohl mal Genscher und Baum fragen, was denn nun die Wahrheit ist.
    Sollte Schmidt lügen, hätte er sein Ansehen selbst beschädigt.

    Sollten die beiden die damalige Darstellung des SPIEGEL korrigieren, wäre einmal mehr bewiesen, dass der SPIEGEL erstens ein Lügenblatt wie BILD nur mit anderer Zielgruppe ist und zweitens, dass der SPIEGEL in seiner kontinnuierlichen Homo-Feindlichkeit selbst den damaligen Kanzler zur Stärkung der eigenen schwulenfeindlichen Positionsbestimmung missbrauchte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#37 holliwupAnonym
  • 13.04.2010, 18:55h
  • Also mal ganz abgesehen davon, ob Schmidt "Homo-Feind" war oder nicht .... Ich sehne mich nach den Zeiten, als man Politikern noch trauen konnte. Ob Schmidt, Brandt, Wehner, Dregger, Geissler, Strauß, Bastian, Kelly ... das waren Typen, die für ihre Überzeugung eingestanden sind, dafür gekämpft und gehandelt haben. Die heutigen Merkels, Westerwelles, Guttenbergs, Gabriels, Roths und Trittins hängen doch nur noch ihre Fahne in den Wind. Da wird bei jedert Äußerung peinlichst darauf geachtet, wie es wohl beim Wähler ankommt. Wenn ich daran denke, daß ich in NRW die Grünen wähle und damit den Rüttgers zum Ministerpräsidenten machen würde, könnt ich kotzen!

    .... vielleicht etwas am Thema vorbei, aber wenn schonmal über alte Haudegen der Politik was geschrieben wird .... ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#38 axelschwarz
  • 13.04.2010, 20:09h
  • Antwort auf #30 von stromboli
  • Ich habe zu diesem Zeitpunkt auch das Geschehen verfolgt, politisch wie auch bei der Bevölkerung: Wirtschftskrise, Ölkrise, RAF, Arbeitslosigkeit, Beginn der Globalisierung, Rüstung, Entspannung. Das waren die Kernthemen.

    Wenn ich mir auch was anderes gewünscht hätte, dann das - aber es wurden andere Prioritäten gesetzt. Was haben Adenauer und Erdard nicht alles verhindert. Zeitgeist. Es ist gut so heute, aber es entwickelt sich, mir zu langsam aber es bewegt sich doch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#39 Liedel
#40 axelschwarz
#41 alexander
#42 jojoAnonym
#43 Rosa_von_ZehnleProfil
  • 14.04.2010, 23:25hLeipzig - Zentrum
  • Antwort auf #42 von jojo
  • Guido ist bereits der 2. deutsche schwule Außenminister!

    Schätzchen, in der Regel antworte ich nicht auf
    namen- und gesichtslose Typen und damit meine ich
    !!! unangemeldete User !!!
    Und da Du ja auch nicht zwischen den Zeilen lesen kannst und Dir aus meinem Text nur das heraus pickst, was Dir nicht zusagt, hier also eine generelle kleine Bemerkung, die sicher auch andere Leser interessieren könnte:
    Ich befasse mich überwiegend mit der Emanzipation
    der Schwulenbewegung und da geht mir in politischen, aber auch in manch anderen Fragen und Themen nicht um Personen oder deren Namen, denn die sind oft wie Schall und Rauch.

    Mir ging es in meinem Beitrag (# 32) allein um die historisch für die Szene sehr wertvolle Tatsache,
    daß fast 80 % der deutschen Bevölkerung einen schwulen Bundeskanzler akzeptieren würden!

    Übrigens ist Guido bereits der
    2. SCHWULE AUßENMINISTER der Bundesrepublik,
    denn Heinrich von Brentano war der Erste und leitete damals „Guidos Ministerium“ von 1955 bis 1961.
    Es spricht mehr für als gegen Brentanos Homosexualität, die damals ja nicht nur das Ende seiner Karriere bedeutet hätte, sondern im härtesten Falle Knast.
    Es wird ja nicht mehr lange dauern, dann sind die Schutzfristen abgelaufen und man kann über den ersten deutschen schwulen Außenminister endlich Recherchen zu heute noch nicht zugänglichen Materialien anstellen.

    Vielleicht kommt neben der allgemeinen kölschen Gelassenheit und Toleranz daher auch Adenauers recht „liberale“ Einstellung, zumindest seinem Außenminister (und somit indirekt auch der Thematik) gegenüber,
    denn als er das Thema wieder einmal zu öffentlich zu beschwichtigen versuchte, antworte er in seiner humorvollen Art: „Was wollen Sie denn, meine Damen und Herren, bei mir hat er es noch nicht versucht.“

    Übrigens sehr empfehlenswert, das Buch (die Affäre um den Bundeswehrgeneral Kießling ist ebenfalls darin behandelt), aus dem ich Adenauers Spruch zitierte: Thomas Ramge „Die grossen Polit-Skandale: eine andere Geschichte der Bundesrepublik“, Campus 2003.

    Schwule Geschichte und Geschichten zur Kenntnis gebracht von:
    www.rosa-archiv.de
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#44 jojoAnonym
#45 FaktensammlerAnonym
  • 26.04.2010, 18:17h
  • Volkmar Sigusch führt in einem jetzt veröffentlichten Essay im April auf Seite 5 aus:
    >Verhindert haben die Streichung des „ab-
    scheulichen Homosexuellenparagraphen“
    [...] in den damaligen Koalitionsver-
    handlungen die Sozialdemokraten Helmut
    Schmidt und Hans-Jochen Vogel, streichen
    wollte ihn der Liberale Hans-Dietrich Gen-
    scher, öffentlich unterstützt von seinen da-
    maligen Parteifreunden Andreas von Schoe-
    ler und Günter Verheugen. [...]<

    www.bpb.de/files/J32BRH.pdf

    Dass hier in den Kommentaren Westerwelle Erwähnung findet, wundert mich schon, der hat für uns Schwule noch nie einen Handschlag getan, der kennt doch nur den Mittelstand und hetzt mit seiner römischen Dekadenz gegen Hart IV Empfänger...
  • Antworten » | Direktlink »
#46 marley
#47 AlexAnonym
  • 20.09.2011, 05:05h
  • Tja, was ist dran an der Sache und was nicht?

    Die Antwort liegt doch auf der Hand: GAR NICHTS!

    Wir alle sind sehr gut durch das Internet darüber informiert, dass 1980 Genscher seine Enttäuschung nach den Koalitionsverhandlungen im Spiegel mit den unmissverständlichen Worten ausdrückte: "Ich verstehe den Mann nicht". Es bezog sich eindeutig auf die Abschaffung des § 175, die Schmidt abgelehnt hatte.

    Warum sollte Genscher uns belogen haben? Konnte man etwa 1980 damit renommieren, eine Lanze für Schwulenrechte gebrochen zu haben? Hätte Genscher Schmidt damit diffamieren wollen, hätte er wohl etwas Volksnäheres gefunden.

    Ich denke, er hat die Wahrheit gesagt.

    Wenn Genscher aber die Wahrheit gesprochen hat, wer ist es denn dann wohl, der lügt?

    Mann kann darüber auch beim besten Willen nicht verwundert sein.
    Schmidt war nicht nur Gegner der 1968er, sondern auch ihrer progressiven Ziele. Hans Apel, war bei Schmidt und seiner ebenso rechten Loki (, die nebenbei bemerkt, erotisch wie ein Bügelbrett war - was uns darüber spekulieren lassen könnte, dass Rosa von Praunheims Vermutungen vielleicht doch wahr gewesen sein könnten und er mit ihr zur Tarnung....?!) ein gerne gesehener Gast, und ein altes Sprichwort sagt: "Sage mir mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist".

    Bedarf es noch irgendwelcher Beweise?

    Schmidt kann erzählen, was er will: Wenn er sich angeblich mit dem § 175 nicht beschäftigt hat, dann hat er wohl die Ohren runtergeklappt, als Genscher und Scheel und ein paar andere ihm damit in den Ohren lagen.

    Seit 30 Jahren geistert der Spruch "Kein Kanzler der Schwulen" durch die deutsche Presse, aber erst im Jahr 2011 fällt ihm auf einmal ein, dass er da was korrigieren müsse?

    Im Übrigen, lässt uns Schmidt außerdem wissen, sei Homosexualität "Privatsache". Wenn dem so ist, was veranlasste ihn darauf zu verzichten, es 1980 endlich zu einer LEGALEN Privatsache zu machen?

    Wie es Schmidt zu den Beliebtheitswerten in Deutschland schafft, weiß ich nicht.

    Es stellt der deutschen Bevölkerung aber ein übles Zeugnis aus.
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#48 AndreasAnonym
  • 09.10.2012, 19:15h
  • Antwort auf #37 von holliwup
  • Wehner? Der war gut. Und Bastian war Politiker? Echt? Ist Oberleutnant Schmidt nicht immer ein ausführendes Organ gewesen, ein pflichtbewusster Vollstrecker der Herrschenden, auch bereits vor `49? Rechnen kann er natürlich, na klar, sonst wird man schließlich nicht Finanzminister. Man sieht sich an und weiss Bescheid. Entscheidend ist schließlich, was unterm Strich rauskommt. Man erinnert´s eben stets so, wie es für das eigene Ohr wohlklingend und bekömmlich ist, richtig?
    Wer Weltpolitik machen will, lässt sich nicht von irgendwelchen alten Hamburger Klappengängern nachträglich ans stilsichere Hosenbein pinkeln und dadurch eklige gelbe Flecken ins historische Poesiealbum machen. Beinfreiheit bleibt Beinfreiheit, Schnaps ist Schnaps und Eid bleibt Eid. Wer hat wen wann genau verraten? Das wäre auch mal eine spannende Frage zum Abschluss.
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