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Kommentare zu:
Helmut Schmidt will kein Homo-Feind sein


#31 stromboliProfil
  • 13.04.2010, 10:45hberlin
  • Antwort auf #28 von herve64
  • Hast recht, es waren nicht die schönen augen der schwuchteln; hab das damals nur tage später mitbekommen in italien aber mir blieb auch in erinnerung: zum schwulenparagraphen speziell nur was in der Frankfurter Rundschau... die rücknahme des abtreibungs-§ der DDR hingegen ist ebenfalls mehr stillschweigend abgehandelt worden... war dies schließlich das tauschgeschäft um im bundestag durchgewinkt zu werden... bloß nicht mitkriegen lassen wenns im gleichschritt mal wieder zurück geht...
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#32 Rosa_von_ZehnleProfil
  • 13.04.2010, 13:28hLeipzig - Zentrum
  • SPD schädigte jahrzehntelang die Homosexuellen!

    „Die SPD führte 1932 den Stereotyp vom ´homosexuellen Nazi´ in den politischen Kampf ein. Damit hat sie jedoch lediglich den Homosexuellen geschadet, nicht den Nazis. Kolportage schlimmsten Sexualklatsches verhinderte nicht den Wahlsieg der NSDAP. Die SPD-Blätter zeigten sich hinsichtlich ihrer Einstellung zur homosexuellen Frage wieder einmal janusköpfig (wie schon 1902 in der Krupp-Affäre), sie waren wohl gegen beides: Gegen den § 175 und gegen die Homosexuellen! Sagte nicht auch SPD-Kanzler Helmut Schmidt 1980, er wollte nicht ´Kanzler der Schwulen´ sein!
    Kontinuität der SPD-Geschichte?“ - Quelle:

    www.rosa-archiv.de/digitalbestand/deszeneueberregional/gayne
    ws/index.php


    Dieser Auszug ist aus der von 1990-1993 publizierten bundesweiten GAY NEWS und ergänzend möchte ich folgende Bemerkungen machen:
    Seit diesen Tagen wissen wir zwar, und ich persönlich möchte es einmal „unter Vorbehalt“ (Politiker sagen ja leider allzu oft nicht die Wahrheit) annehmen, daß Schmidt nicht „nicht der Kanzler der Schwulen" ist, doch wir wissen auch, daß die SPD mit ihren Bundeskanzlern in den Zeiten ihrer Regierungsverantwortung (BK Brandt von 1969-1974 und BK Schmidt von 1974-1982) auch absolut nichts unternommen hat, den Homosexuellen für das schändliche Tun ihrer Alt-SPD-Genossler in den 1900-1930er Jahren nicht (?) „entschädigend“ die Hand gereicht und sich für die Abschaffung des 175er eingesetzt hat. Man bedenke: SPD steht für „sozial(demokratisch)“
    Erst unter Helmut Kohls und der CDU-geführten Regierung (1982-1998) wurde dann endlich 1994 der § 175 abgeschafft. Man bedenke: CDU steht für „konservativ“!

    Immerhin haben wir es in unserer eigenen Emanzipation und mit dem Immer-wieder-aufmerksam-Machen, daß es sich bei Schwulen und Lesben um eine ganz natürliche Variante des Dasein handelt, bei den Heteros soweit gebracht, daß gemäß einer Emnid-Umfrage von 2007 sich erstaunliche 79 % aller Bundesbürger einen homosexuellen Bundeskanzler vorstellen können.
    Na dann mach mal ran Guido! Oder Wowi? Oder wer?

    Beste Grüße
    Jürgen

    www.rosa-archiv.de
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#34 stromboliProfil
  • 13.04.2010, 14:31hberlin
  • Antwort auf #32 von Rosa_von_Zehnle
  • na ja beim rundschlag die erste reform unter gustav heinemanns federführung vergessen!
    Immerhin gegen den wiedersatnd seitens cdu/csu und der cdu/csu/länderregierungen ( unter anderem kohl!) eine minireform, die ersten druck von uns nahmen! Ich selbst an einem verfahren vorbei rutschte!
    Da wurden dann auch die ersten verfahren eingestellt wegen fehlendem öffentlichen interesse!!
    Und es war der geistige nährboden eben auch der schwulen ( die vornemlich konservativ zu dieser zeit!) sich selbst zu organisieren... die nachfolgende (!) radikalisierung war teil der erkenntnis, dass wenn nicht mit radikalsten forderungen , dann überhaupt kein sich bewegen der parteien..; seltsamerweise war es dann die fdp in ihrer hochblüte liberaler ( hier im wahren sinn des wortes!) denkweise, die druck machte in den kremien und so auch die spd vor sich her trieb.

    Die spd hat zugegebener maßen keine rühmliche rolle gespielt wenn es um den umgang mit uns ging! Aber auch hier einzelne stimmen innerhalb der partei sehr wohl sich dem fortschrittlichen der sexualerziehung verbunden fühlten... so nach 70 die reform der schulehtik zur sexualaufklärung... da wurde homosexualität explizide mit in den lehrplan eingefügt... ich weis... ländersache.. aber immerhin versuche gab es.

    Die spd der 020ziger-30ziger jahre ist gegenüber der sexualität verkniffen und kommunistenfeindlich geprägt: unterstellte man doch den kommis die freie liebe und ähnlich unsägliches.. da war tante spd eher auf schreber - garten niveau.
    Zum oben angesprochen homo-nazi gibt es von tucholsky eine berühmte streitschrift.. die ist heute noch lesenswert!

    de.wikisource.org/wiki/R%C3%B6hm_%28Tucholsky%29
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#35 Liedel
  • 13.04.2010, 15:03h
  • "Wo andere ein Herz haben, hat Helmut Schmidt seit mindestens 70 Jahren ein Konglomerat aus Staatsräson."

    Soweit ich weiss hat der da nen Schrittmacher, deswegen hält sein Organismus die viele Qualmerei auch bis ins hohe Alter aus
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#36 zeitungsleserAnonym
  • 13.04.2010, 18:48h
  • Antwort auf #3 von Nachwelt
  • bei allem Respekt gegenüber dem Ex-Bundeskanzler: dass Schmidt-Schnauze auf einmal in einem persönlichen Brief seine (politische!) Homo-Ablehnung nicht mehr wahr haben will, wundert doch sehr.

    Eigentlich möchte ich ihm ja glauben, aber da müssen die Liberalen wohl mal Genscher und Baum fragen, was denn nun die Wahrheit ist.
    Sollte Schmidt lügen, hätte er sein Ansehen selbst beschädigt.

    Sollten die beiden die damalige Darstellung des SPIEGEL korrigieren, wäre einmal mehr bewiesen, dass der SPIEGEL erstens ein Lügenblatt wie BILD nur mit anderer Zielgruppe ist und zweitens, dass der SPIEGEL in seiner kontinnuierlichen Homo-Feindlichkeit selbst den damaligen Kanzler zur Stärkung der eigenen schwulenfeindlichen Positionsbestimmung missbrauchte.
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#37 holliwupAnonym
  • 13.04.2010, 18:55h
  • Also mal ganz abgesehen davon, ob Schmidt "Homo-Feind" war oder nicht .... Ich sehne mich nach den Zeiten, als man Politikern noch trauen konnte. Ob Schmidt, Brandt, Wehner, Dregger, Geissler, Strauß, Bastian, Kelly ... das waren Typen, die für ihre Überzeugung eingestanden sind, dafür gekämpft und gehandelt haben. Die heutigen Merkels, Westerwelles, Guttenbergs, Gabriels, Roths und Trittins hängen doch nur noch ihre Fahne in den Wind. Da wird bei jedert Äußerung peinlichst darauf geachtet, wie es wohl beim Wähler ankommt. Wenn ich daran denke, daß ich in NRW die Grünen wähle und damit den Rüttgers zum Ministerpräsidenten machen würde, könnt ich kotzen!

    .... vielleicht etwas am Thema vorbei, aber wenn schonmal über alte Haudegen der Politik was geschrieben wird .... ;-)
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#38 axelschwarz
  • 13.04.2010, 20:09h
  • Antwort auf #30 von stromboli
  • Ich habe zu diesem Zeitpunkt auch das Geschehen verfolgt, politisch wie auch bei der Bevölkerung: Wirtschftskrise, Ölkrise, RAF, Arbeitslosigkeit, Beginn der Globalisierung, Rüstung, Entspannung. Das waren die Kernthemen.

    Wenn ich mir auch was anderes gewünscht hätte, dann das - aber es wurden andere Prioritäten gesetzt. Was haben Adenauer und Erdard nicht alles verhindert. Zeitgeist. Es ist gut so heute, aber es entwickelt sich, mir zu langsam aber es bewegt sich doch.
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#39 Liedel
#40 axelschwarz

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